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T-Shirt covern - wer hilft mir auf die Sprünge?


elkchen

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Hallo Ihr Lieben!

Wenn ich ein T-Shirt nähe, dann schließe ich immer zuerst alle Nähte und mache dann die Säume. Seit kurzem kann ich auch covern und jetzt stellt sich mir das Problem, wie ich Anfang und Ende der Covernaht sauber hinkriege. Bislang nähe ich von unten rein, nähe dann rundrum bis sich die Covernaht ein Stück überlappt und ziehe dann die Fäden lang. Die "Reinnäh-Spur" piddel ich dann mühsam auf. Das muß doch einfacher gehen?!?

Vielen Dank schonmal für die Hilfe

Elke

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Hallo Elke,

beim Covern muß man eigentlich nicht reinnähen. Ich lege den Saum direkt unter das Füßchen, nähe einmal rundherum und 2cm weiter, und das war's.

Liebe Grüße

Inge

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Hallo Elke,

 

beim Covern kannst Du direkt auf der tatsächlichen Nahtlinie anfangen. Du hast sicher eine gekettelte Naht. Die kannst du öffnen, indem du das Handrand eine Umdrehung rückwärts drehst, dann geht die Kettelnaht auf und du kannst deinen Stoff unter den Fuß schieben. Nun nähst du deine Naht, läßt ein Stück überlappen, drehst das Handrad rückwärts, damit sich der Kettstich löst. Fuß heben und das Nähgut hervorziehen. Dabei die Nahtfäden festhalten, sonst ribbelt die Naht wieder auf.

 

Nun holst du mit einer Nadel die beiden Oberfäden nach unten, verknotest diese und dann vernähe ich noch.

 

Hoffentlich hilft Dir die Erklärung.

 

Herzliche Grüße

 

Nicole

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Reinnähen brauchst Du nicht, Du sollst ja auch nicht über eine offenen Covernaht rausnähen (ohne Stoff). Wenn ich wieder am Ende bin, nähe ich ca. 5 cm drüber, die brauche ich immer als Sicherheit, Naht gut festhalten, Stoff rausholen, lange Fäden abschneiden und dann schön mit einer Nadel jeden Nadelfaden einzeln nach unten durchziehen, schauen, wo es Schlaufen hat, in die Schlaufe reinfahren mit der Nadel, damit die mit dem Faden verbunden ist. Wenn keine Schlaufen mehr da sind, die aufgehen können, zur Not lieber vorsichtig am Nadelfaden ziehen, dann erst verknoten und alle Fäden ein Stück in die Covernaht reinziehen, abschneiden.

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Hallo Nicole!

Der Begriff "gekettelte Naht" sagt mir (noch) nichts, aber ich werde meine Betriebsanleitung befragen und dort bestimmt fündig werden. Auf meinen ersten Versuch, eine wirklich runde Covernaht zu erzeugen, bin ich jetzt schon gespannt.

Vielen Dank für den Tip

Elke

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... ganz vorsichtig und schüchtern gefragt: warum soll man aus einer Covernaht nicht rausnähen??? Soll man auch nicht reinnähen??? Bei Overlocknähten ist das doch kein Problem - oder?

Verwirrte Grüße

Elke

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Hallo Elke,

 

bei einer Covermaschine soll man nie ohne Stoff nähen, bei der Overlock ist das ok.

 

Eine Methode ist auch, einen kleinen Stoffrest an das Ende der Naht zu halten und einen Zentimeter auf diesen Stoff weiternähen. Später kann man dann bis zum tatsächlichen Stoffende das Garn wieder aufribbeln und hat einen sauberen Abschluss.

 

 

Generell muss ich zum Thema sagen, dass ich beim in die Runde nähen eines Saumabschlusses dieses Übereinandernähen von Anfang und Ende nicht sonderlich mag. Mich stört es auch, wenn ich schweineteure Designershirts sehe, die ebenfalls auf diese Methode gemacht werden.

 

Daher habe ich eine andere Abfolge beim Nähen meiner eigenen TShirts. Als allererstes nach dem Ausschneiden des Stoffes covere ich alle Saumabschlüsse (Vorder- und Rückenteil, Ärmel). Auf diese Weise werden alle Säume flachgenäht, das Anzeichen und Covern ist schneller und präziser. Ich habe mir aus Pappkarton ca. 2.3 cm breite Saumschablonen gemacht, die ich an den Stoffrand anlege und markiere, was sehr schnell geht. Wenn ich später den Stoff an der 2 cm Führungslinie meiner Coverstitch lang führe, kriege ich eine genau an der Stoffkante liegende Covernaht.

 

Bei Baumwollstoffen markiere ich teilweise nicht, sondern bügele den Saum über die Pappschablone, so dass ich einen sauberen Bruch bekomme. Bei rutschigen Stoffen klebe ich den Saum mit Wondertape fest.

 

Dann overlocke ich eine Schulternaht, dann wird der Halsausschnitt gebunden, die zweite Schulternaht geschlossen. Danach Ärmel einsetzen und beide Seitennähte overlocken. Überstehende Overlockgarnreste nähe ich mit der Näma mit ein paar Stichen nach innen auf die Saumzugabe der Seitennaht, abschneiden, fertig.

 

Diese Methode kann ich auch bei dickeren Sweatshirtstoffen anwenden, ohne dass ich Probleme mit dem Covern über dickere Seitennähte habe.

 

Das ist nur eine von vielen Methoden; man muss halt experimentieren, welcher Nähablauf und welche Ergebnisse einem am besten zusagen.

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Hallo Ellen!

Vielen Dank für die ausführliche Info und die vielen Tips - ich werde einen nach dem anderen austesten und danach bestimmt glücklicher mit meinen Säumen sein.

Was würde ich nur ohne Euch machen!!!!!!!!!!!!!!!!!

Liebe Grüße

Elke

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Hallo Maura,

 

momentan hat der überwiegende Teil der bei uns verkauften QualitätsTShirts einen gebundenen Kragen. (Ich meine jetzt keine Sportshirts, wo ein Bündchenstoff genommen wird).

 

Dieses Binding ist ganz einfach zu machen und gelingt wesentlich besser, wenn eine Schulterseite offen ist, da man dann eine gerade Linie hat.

 

Ich füge mal eine kurze Erklärung bei, die hoffentlich verständlich ist.

binding.jpg.17ddca5d228faedac68e8c412737c555.jpg

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  • 2 weeks later...

Das mit der "Saumpappe" ist interessant. Legst du den Streifen auf die Rechte Stoffseite und markierst , oder nimmst du sie, um genau gleichviel saumbreite erstmal umzulegen - oder beides? Bügelst du den Saum vor dem covern oder steckst du ihn nur fest?

Viele Fragen, da eben Cover gekauft. Jetzt muß ich derr Familie beweisen, daß sich die ausgabe gelohnt hat und es sollte also alles möglichst perfekt werden.

ciao sylvia

 

Ja du Bild war gut - hab ich das richtig verstanden, daß der Belag re auf re aufgesteppt wird und dann nach innen eingeschlagen wird? Irgendwie funktioniert es bei mir nicht besonders gut. versäuberst du die Formblende erst am äußeren Rad? Dann kann man ja die Nahtzugaben nicht mehr einschneiden und es geht bei mir nie ohne falten o. beulen ab.seufz.

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Hallo Sylviaa,

 

normalerweise zeichne ich auf der rechten Seite an und falte dann nach links. Bei rutschigen Stoffen klebe ich den Saum mit Wondertape fest, damit sich beim Covern nichts verschiebt.

 

Bei robusten Baumwollstoffen kann man auch den Karton auf die linke Seite legen, den Stoff darüber klappen und bügeln, so dass ein sauberer Knick entsteht. Normalerweise braucht man dann auch nichts mehr feststecken.

(Ich bin kein grosser Freund von Stecknadeln und verwende sie sehr selten)

 

Beim beschriebenen Kragen ist ja eine Schulternaht auf. Dann nähe ich den Kragenbelegstreifen rechts auf rechts auf. Danach schliesse ich die zweite Schulternaht incl. dem Belegstreifen, also eine lange gerade Naht. Erst danach klappe ich den Beleg nach links.

 

Dann steppe ich den Kragenrand von aussen ab. Dabei wird der Belegstreifen auf der linken Stoffseite ca. mittig getroffen. Alles was über diese Nahtlinie hinausgeht, schneide ich so knapp wie möglich ab. (Mit einer Applizierschere geht das problemlos). Fertig!

 

Hoffe, das ist halbwegs verständlich.

Binding.jpg.df58423c79affac1f99437b145e52851.jpg

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Hi, Ellen!

Da du ja offensichtlich ein T-shirt Profi bist:

Der runde Halsausschnitt ist inzwischen kein Problem mehr für mich, aber mir gefallen V-Ausschnitte fast besser. Ich habe schon verschiedenes probiert, aber optimal war das nicht.

Hättest du da auch einen Tip? :idee: :confused:

die ratlose Lillifee

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Liebe Ellen!

Das heißt aber, daß du auf der linken seite den stoffstreifen abschneidest und der dann unversäubert ist. fusselt der dann nicht aus?

sylvia

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fusselt der dann nicht aus?

 

Hallo Sylvia,

 

nein, das ist ja der Trick. Man nimmt ja zum Binden Strickstoffe, beispielsweise Lycra (Badeanzugrest!), TShirtmaterial oder irgendein anderes elastisches Gewebe und die fransen nicht aus. Ausfransen kann nur ein gewebter Stoff.

 

Bei der klassischen Version, ähnlich wie mit Schrägband, ist es ja immer etwas schwierig von aussen und innen exakt und sauber abzusteppen und dabei alle Stofflagen im gleichen Abstand zu treffen. Und wenn man dieses Verfahren dann noch bei rutschigen und glitschigen Elastikstoffen anwendet, kann man die Krise bekommen.

 

Die von mir beschriebene Methode ist schon recht alt. Ich habe sie zuerst in einem nicht mehr aufgelegtem Nähbuch und Kurssystem aus den 70. Jahren gefunden. Dann ist mir später aufgefallen, dass in den Polarfleecebüchern von Nancy Cornwall nach dem gleichen Verfahren gearbeitet wird, da sich diese Methode auch besonders gut für professionell verarbeitete Fleecekleidung anbietet.

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Hallo Signatur,

 

eine Applizierschere (oder auf English 'Applique Scissors or 'Duck bill scissors')

 

39106.jpg

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Hallo Signatur,

 

eine Applizierschere (oder auf English 'Applique Scissors or 'Duck bill scissors')

 

39106.jpg

 

 

Hallo,

 

gibt es hier in Deutschland entweder als Import bei Patchworkläden , oder im Nähmaschinen-Handel von der Firma Husqvarna.

 

Ich finde sie gut. :)

 

 

 

Grüße, Sabine

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ich verkaufe sowas als dochtschere oder an leute die teppiche machen oder reparieren - als florschere. Interessanter neuer Zweck.

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also warum man nicht leer nähen soll, weiß ich auch nicht.

Aber Auftrennen, das geht manchmal sogar ZU leicht: wenn man unten am Greiferfaden am Nahtende zieht dröselt sich die Naht auf, wie ein Gestrick. Wenn man aus Versehen beim Rausnehmen am Greiferfaden zieht, auch :(

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ich verkaufe sowas als dochtschere oder an leute die teppiche machen oder reparieren - als florschere. Interessanter neuer Zweck.

 

 

........ Dochtschere :confused: :confused: , die hat bei mir eine Aussparung, damit der Docht nicht irgendwo hinfällt und wird damit gehalten.

 

 

Ich habe diese Schere und möchte weder Dochte noch Teppichflor o.ä. damit schneiden :freak: , da sie sonst nicht mehr die nötige Schärfe hätte.

Um Applikationen zu (be)schneiden muß sie wirklich sehr gut scharf sein, deshalb keine Zweckentfremdung.

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egal für welchen zweck sie verwendet wird, eine schere muss jedenfalls scharf sein. dochte sollen nicht abgequetscht werden und teppichflor muss auch exakt beschnitten werden. zum dochtschneiden und schneidern kann man aber sicher nicht die gleiche schere verwenden.

ich habe immer scharfe scheren (und messer), weil ich einen fachmann habe. :)

sig

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