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Elna Nähmaschinen

  • Gastartikel aus der Redaktion

    violaine
    Nun habe ich alles beisammen, um mich endlich an das Cape selbst zu machen und alle Einzelteile zusammen setzen.
     
    Bei den Taschen wollte ich allerdings noch eine Änderung machen, die Blende sollte nicht über die ganze Breite gehen, so wie ich das bei meinen Versuchen hatte.
    So sah die erste Version aus:
     

    Und so dann der angepasste Schnitt für die endgültige Version:

    Das Nähen ist dadurch aber komplizierter geworden, deshalb zeige ich es Euch hier noch.
    Die Blende konnte ich auf der einen Seite nicht komplett mit der Maschine annähen, sondern musste etwa Nahtzugaben-breit vor der Kante aufhören.

    Dann habe ich die Seiten ebenfalls bis NZG-breit vor der Kante angenäht. Das Eck muss frei bleiben.
     

    Als nächstes habe ich die helle Seite wie gewohnt umgeklappt und per Hand festgenäht. Als letztes habe ich noch das offen gelassene Eck auf der dunklen Seite eingefaltet und auch per Hand angenäht.

    Damit sahen die Blenden nun so aus:

    Die Taschenbeutel sind fertig.

    Nun nähe ich sie und die Gürtelöffnungen in die Vorderteile, solange die Vorder- und das Rückteil noch nicht verbunden sind. So muss ich weniger Stoff herum schieben.
    Wie ich die Gürtelöffnungen mache, habe ich hier beschrieben.

    Genauso werde ich nun die Säume soweit wie möglich jetzt schon machen, bevor ich die Teile aneinander nähe. Ich höre jeweils ca. 10cm vor den Nähten auf.

    Mit den Ecken bin ich recht zufrieden.

    Dann habe ich die Rückennaht geschlossen. Wer nochmal nachlesen will, wie das geht, hier ist es beschrieben.
    Aber irgendwie ist dann die handgenähte Seite recht wulstig geworden.

    Ich habe eine Weile mit der Entscheidung gehadert, habe aber dann doch die Handnaht nochmals aufgetrennt. Ich hätte mich ewig geärgert, wenn ich die Naht so gelassen hätte. Jetzt steckte schon so viel Arbeit in dem Cape, da ist es auf das nun auch wieder nicht angekommen. Ich habe die umgeklappten Nahtzugaben auf beiden Stoffseiten gekürzt ...

    ... und die Handnaht wieder geschlossen. Deutlich besser. Uff.

    Nachdem die Rückennaht geschlossen war, konnte ich den noch offenen Saum auch umnähen.

    Das Rückenteil war - bis auf die offenen 10 cm Saum vor den Schulternähten - fertig.

    Nun konnte ich auch die Schulternähte schliessen ...

    ... und den Kragen annähen.

    Die vorderen Ecken des Kragens sind nicht spitz, sondern gerundet. Um die Rundungen schön hin zu bekommen, habe ich in der Mitte der Nahtzugabe einmal um die Rundung gesteppt.

    Als ich dann an dem Unterfaden gezogen habe, hat sich der Stoff schön um die Rundung gelegt.

    Damit war auch der Kragen fertig.

    Damit haben nur noch die Taschenklappen gefehlt mit denen ich die Taschenöffnungen verstecken wollte. Die hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal zugeschnitten, da ich erst am fertigen Vorderteil abmessen wollte, wie gross sie werden müssen. Ich musste also nochmal viermal die komplette Prozedur von Zuschnitt bis Säumen durch machen. Hier die vier Klappen in unterschiedlichen Stadien.

    Sooo, und damit wäre das Cape bis auf die Knöpfe eigentlich fertig gewesen. Wenn nicht, ja wenn ich nicht immer noch diese Schnapsidee mit der Stickerei im Kopf gehabt hätte.
    Warum hab ich die ganze Probiererei gemacht, wenn ich dann doch kneife? Nene, da musste ich jetzt durch. Bei den Taschenklappen hätte es am wenigsten weh getan, wenn etwas schief gegangen wäre, also habe ich mit denen angefangen. Und prompt feststellen müssen, dass ich mir es bei meinen Versuchen zu leicht gemacht hatte. Erinnert Ihr Euch an den letzten Test im 7. Teil? Den bei dem ich einfach alles auf das Stickvlies gelegt habe, ohne den Stoff einzuspannen? Tja, da hatte ich halt einfach ein Stück ausgeschnittenen Stoff genommen, was ich nicht gemacht habe war, ihn auch noch zu säumen. Wenn der aber gesäumt ist, sind die Ränder doppelt so dick. Genauer gesagt so dick, dass der Stickfuss sie verschiebt.
    Ich konnte mir nur damit helfen, dass ich die Stoffstücke jeweils als erstes mit Hand grob auf das Vlies geheftet habe. Alle. Vier Taschenklappen, sieben Segmente beim Gürtel und drei beim Kragen.   

    Dafür hat dann beim Sticken tatsächlich alles geklappt und ich hatte vier bestickte Taschenklappen.
     
    Also habe ich mich an den Gürtel gewagt. Beim siebten Segment habe ich ganz schön gezittert. Wenn da dann was schief gegangen wäre, das hätte weh getan. Aber unglaublich aber wahr, es sind keine Katastrophen passiert, auch der Gürtel war irgendwann fertig.

    Und damit war es soweit, dass ich mich auch an den Kragen wagen musste. Und siehe da, auch er ist ganz passabel geworden (was schief gegangen ist, verrate ich Euch jetzt nicht, mein Mann hat gesagt, das sehe eh nur ich - und auf dem Foto habe ich es versteckt )

    Eine letzte schwierige Entscheidung hat damit noch auf mich gewartet - welche Knöpfe nehme ich? Es mussten Druckknöpfe sein, da es wendbar sein soll. Und welche zum Annähen, damit sie von beiden Seiten aus gut aussehen. Sie konnte ich dann jeweils immer nur durch eine Stoffschicht annähen. Schöne, grosse, die auch eine Zierde sind. OK, Kriterien waren klar. Aber kriege ich solche, die dann auch noch zum Cape passen?
    Mit einem Stoffstück gewaffnet bin ich zum Stoffmarkt, da hat es eine schöne Auswahl, und bin mit einem Set Knöpfe heim gekommen. Auf den folgenden Bildern ist es der dritte von oben.
    Als dann das Cape fertig war, sind mir Zweifel gekommen, ob die Farbe wirklich passt. Der nächste Stoffmarkt war noch lange hin, also bestellen, am besten eine Auswahl. Ich habe den ersten und den zweiten auf dem Bild bestellt. Ans Cape gehalten, immer noch gezweifelt. Einen einzigen habe ich dann noch gefunden, den ich mir noch vorstellen konnte - also auch den bestellt, den vierten ganz unten.
     
    Und dann habe ich sie immer wieder ans Cape gehalten und mir überlegt, aus welchen Gründen mir welcher nun gefällt - oder auch nicht.
    So im Vergleich auf dem Cape. Hmmm

    Also die waren mir dann zu schlicht.  
    Die zu dominant.
    Und bei denen hat die Farbe einfach nicht gepasst.
    Schliesslich sind es dann die Knöpfe geworden, die ich zuletzt gekauft hatte. Von aussen sieht man tatsächlich fast nichts.

    Und nun Tataaaaaaa, der grosse Augenblick ist da, hiermit präsentiere ich nach laaaaaaanger Zeit das Wendecape aus Doubleface:

    Schön, dass Ihr mich bei der Herstellung begleitet habt - dass es so lange dauern würde, hätte ich auch nicht gedacht. Aber ich denke, es hat sich gelohnt. Viel dabei gelernt habe ich auf alle Fälle.
     

    violaine
    Nach meinen Stick-Versuchen in Teil 6 dachte ich ja, ich würde nur noch ein bis zwei Musterkombinationen ausprobieren und dann wüsste ich, was ich mache. Und das hätte ich Euch dann gleich im letzten Teil gezeigt, mit der ganzen Fertigstellung vom Cape. Tja und dann ist daraus doch eine längere Aktion geworden mit einigen Aha-Erlebnissen. Die möchte ich Euch nicht vorenthalten.
     
    Zum einen wollte ich noch mit ein paar anderen Farben spielen. Zum Beispiel war mir der Petrol Ton auf der helleren Seite zu sehr Ton in Ton.
    Hier als Beispiel ganz rechts den, den ich genommen hatte, in der Mitte das grüne Garn, dass ich im 6. Teil auch mal ausprobiert hatte und das mir zu deutlich grün war. Und ganz links noch eine Variante, die ich dann ausprobieren wollte.

    Ausserdem habe ich mir noch Alternativen zum hellblau herausgesucht. Welche Kombinationen ich dann alle getestet habe, seht Ihr weiter unten.
     
    Über das Muster habe ich eine Weile gebrütet. Ich habe mir dann in meiner Stickmuster-Software aus den Spiralen und aus den Blasen-Schleifen je eine Kombination zusammen gestellt, genau in der Grösse, wie ich sie dann für die Taschenklappen brauchen werde. Um die Muster herum habe ich jeweils einen Rahmen digitalisiert, um die Grösse der Klappe anzuzeigen.
    Beim Sticken der Blasen war die erste Erkenntnis, dass ich nach jeder Farbe unbedingt alle Spannstiche werde entfernen müssen. Wenn die erst durch eine andere Farbe teilweise überstickt sind, kriege ich die nicht mehr raus.

    Als erstes hatte ich die Spiralen gestickt, dann die Blasen. Bei den Blasen hat der Stoff dann innerhalb des Rahmens Beulen gemacht.

    OK, seltsam, das war bei den ersten Versuchen nicht passiert, aber vielleicht ist das ein Zeichen, dass das Muster nicht so gut geeignet ist. Erst als ich fertig war und den Rahmen umgedreht habe, war mir klar, was wirklich passiert ist:
    Um sparsam mit dem doch recht teuren Solufix umzugehen, hatte ich die Spiralen, die ich als erstes gestickt hatte, nur rausgeschnitten und dann wieder ein Stück Vlies über das Loch geklebt. Tja, auf dem Vlies hält nicht nur der Stoff kaum, wie mir schon in Teil 6 aufgefallen war, es klebt auch fast nicht auf sich selbst - das draufgeklebte Stück hatte sich gelöst. Ich hatte also praktisch ohne Unterstützung durch das Vlies gestickt.
    Oookay, wenn ich also für jedes Mal sticken die gesamte Rahmengrösse an neuem Vlies brauche, wird das ein ziemlich teurer Spass und ob ich überhaupt genug habe, würde ich jetzt auch bezweifeln.
    Ich habe also beschlossen, auch noch mit dem Vlies zu experimentieren, dazu gleich mehr.
     
    Beim Stick der Blasen habe ich noch ausprobiert, ob es einen Unterschied macht, ob ich oben Vlies auflege oder nicht. Nach der Hälfte des Musters habe ich einfach eine Schicht oben drauf gelegt.

    Ich habe zwar nicht den Eindruck, dass man keinen Unterschied sieht, werde aber trotzdem dann immer mit Vlieslage oben sticken.
     
    Im Vergleich der beiden Muster hat mir dann das mit den Spiralen besser gefallen - auf dem Monitor bzw. auf dem Papierausdruck war es noch umgekehrt. Ich habe also nochmal eine zweite Spiralenversion gemacht, in dem die Spiralen dichter sind.
    Das sind nun alle Muster zw. Farb-Varianten, die ich ausprobiert habe. Auf der hellen Seite sind es drei Farbvarianten, auf der dunklen zwei, dort habe ich die oberen beiden Muster sind mit den gleichen Farben gestickt

     
     Kombi oben
     Kombi mitte mit dunklerem Dunkelblau
      Kombi unten mit Petrol und Dunkelblau von der der mittleren Kombi und dunklerem Hellblau

     Kombi obere zwei
     Kombi unten mit dunklerem Hellblau
    Soweit so gut, am besten gefällt mir das untere Muster, jeweils in der unteren Farbkombination. Ich werde also 5 verschiedene Farben verwenden, das Hellblau auf beiden Seiten, Petrol und Dunkelblau passe ich an die Stofffarbe an. Es werden also die folgenden Farben, oben die für die dunkle Stoffseite, unten die für die helle.

    Eigentlich dachte ich, dass ich jetzt soweit bin, um mit dem Sticken loslegen zu können. Nur das mit dem Vlies wollte ich noch kurz ausprobieren. Kurz - dachte ich und dabei ging es jetzt erst so richtig los....
     
    Bei dem Solufix war ich nicht nur über die mangelnde Klebkraft nicht so glücklich, es löst sich auch deutlich schlechter auf, als mein gewohntes Soluvlies. Als ich meinen ersten Probestick ausgewaschen habe, dachte ich erst, das wäre gar kein wasserlösliches Vlies. Ich habe es ins Wasser gelegt und nach ein paar Minuten sah es noch optisch unverändert aus. Das andere wäre da schon lange weg gewesen. Erst, als ich sanft darüber gerieben habe, hat es langsam angefangen, sich abzulösen. Bei einem Wollstoff in Wasser reiben - nee, finde ich nicht toll.   
    Nur, was sollte ich machen  erste Idee, normales wasserlösliches Vlies mit Sprühkleber. Aber zum einen müsste ich das einsprühen, wenn es bereits im Rahmen ist - mag ich wegen meinem Rahmen nicht. Und wenn sich dann der Sprühkleber nicht mehr richtig auswaschen lässt (Maschinenwäsche geht ja nicht), habe ich da einen Schmutzmagnet auf dem Cape.
     
    Hm, hatte ich nicht mal erwähnt dass ich den Eindruck habe, dass der Stoff genauso gut halten würde, wenn ich ihn einfach drauf lege? Einfach durch die doch höhere Reibung zwischen Wollstoff und Vlies? Kurzerhand habe ich das ausprobiert. Ich habe etwas wasserlösliches Vlies in meinen kleinen Rahmen gespannt, ein Stückchen Stoff draufgelegt und nochmal eine Lage Vlies obendrauf und mir eine einzelne Spirale aus dem Stickmusterset herausgesucht.
    Erstens: das hat geklappt, nur drauf gelegt hat wunderbar funktioniert. Mit grösserem Stoff im grösserem Rahmen und einem Fixierrahmen drum rum sollte also auch kein Problem sein.   
    Die richtige Überraschung kam aber, als ich den Rahmen umgedreht habe: die Rückseite war genauso schön, wie die Vorderseite. Wenn ich nicht gewusst hätte, auf welcher Seite ich gestickt habe, ich hätte  nicht sagen können, was unten und was oben war.
    Schaut selbst:

    Links oben, rechts unten.
    Bei meinen ganzen Versuche bisher hatte man schon einen Unterschied gesehen, allerdings war er nicht so gross, für mich war es OK.

    Wieder links oben, rechts unten. Allerdings ist hier auch oben das Stickbild nicht so schön, wie bei der einzelnen Spirale.
    Jetzt war meine Neugier geweckt und ich habe mich an den Computer gesetzt, um die beiden Stickdateien zu vergleichen.
    Tatsächlich: ein deutlicher Unterschied zwischen der einzelnen Spirale und dem Kombimuster:
     
    Links die Einzeldatei, rechts ein Ausschnitt aus der Kombi. Häää? Das eine ist doch eine Kopie vom anderen???
    Die Einzelstichansicht hat alles noch mysteriöser gemacht, die Stiche sind an den identischen Stellen, sie werden aber unterschiedlich interpretiert.
     
     
    Die Einzeldatei war noch in dem Format, in dem ich sie gekauft hatte. Bei der Kombination habe ich alles in einer neuer Datei aufgebaut - in dem Software-eigenen Format.
    Also Spirale im Original kopiert, neue Datei angelegt, dort eingefügt - die Spirale war verhauen.
    Oh Mist, wenn das durchs Kopieren passiert, würde ich wohl mit den verhauenen Spiralen leben müssen. Allerdings - nachdem ich gesehen hatte, dass es auch viel besser geht, war ich mir nicht mehr sicher, ob ich dazu auch bereit bin.
    Aber so schnell gebe ich nicht auf. Also mal die Spirale in der Original-Datei kopiert und gleich dort wieder eingefügt.   Alles gut, nix verhauen. Ich durfte also nicht mit dem SW-eigenen Format arbeiten, sobald die Spirale da rein konvertiert wird, verhaut es sie. Ich musste einfach in den Originaldateien arbeiten und dann für verschiedenen Versionen die kopieren.
    Etwas experimentieren wollte ich noch. Spirale drehen: alles gut. Spirale spiegeln - autsch, verhauen, obwohl ich in der Originaldatei war. OK, das tut nicht weh, dann drehen die Spiralen alle in die gleiche Richtung. Und wenn ich dann die zweiten Taschenklappen gespiegelt sticken muss, kann ich das Stickmuster in der Maschine spiegeln.
    Ich baue also das Muster nochmals in der Originaldatei auf. Auf die Reihenfolge der einzelnen Spiralen habe ich nicht gross geachtet, um die Stickreihenfolge kümmere ich mich sonst immer erst, wenn mir sonst alles gefällt. Nur als ich das diesmal am Schluss gemacht habe, habe ich heftig in die Tischkante gebissen: auch das Ändern der Stickreihenfolge verhaut das Muster.
    Ich hatte also die Wahl zwischen unzähligen Farbwechseln oder das Muster nochmals aufzubauen, diesmal strickt in der Stickreihenfolge. Nachdem ich es doch öfter sticken muss, war die Entscheidung einfach.
    Endlich hatte ich wieder eine vernünftige Version vom Muster und ich konnte mich an den - hoffentlich letzten - Probestick machen. Diesmal das volle Programm, Soluvlies ohne Kleber, alles nur aufgelegt, Stoff auf Taschenklappen-Grösse zugeschnitten, die ausgewählten Farben. Puh, ich hoffe nur, das ist es jetzt.
    Als erstes habe ich einen Positionier-Rahmen mit den Dimensionen der Taschenklappe auf das Vlies gestickt.

    Dann in den Rahmen das Stoffstück gelegt.

    Eine Lage Vlies oben drauf und das Sandwich mit einem weiteren Rahmen zusammen geheftet.

    Das Sticken hat dann wunderbar geklappt.

    Und nun habe ich zwei praktisch nicht unterscheidbare Seiten:
     
    Links oben, rechts unten.
     
    Puh, alles passt, funktioniert, gefällt.
    Nun brauche ich nur noch eine Version vom Muster mit Verbindungs-Spiralen für den Gürtel, damit es dort ein lückenloses Muster gibt und dann verbringe ich eine rechte Weile vor der Stickmaschine...
     
    Jetzt kommt dann noch ein Teil - wie aus den vielen vielen Einzelteilen tatsächlich ein Cape wird.
     

    flocke1972
    Ich weiß nicht mehr nach was ich im Internet gesucht habe, aber dabei habe ich ganz tolle Knöpfe gesehen. Als ich herausfinden wollte, wo es solch tolle Knöpfe gibt wurde nur gesagt, die seien mit Schrumpffolie selbst gemacht. Ihr könnt euch sicher denken, was dann passiert ist. .... genau, ich habe mich auf die Suche nach Schrumpffolie gemacht, was das überhaupt ist und wie man daraus Knöpfe herstellen kann.
    Der örtliche Laden hatte es leider nicht und so mußte ich im Internet bestellen.
    Ich habe mir Schrumpffolie von efco besorgt.
    Als Erklärung steht auf der Verpackung: " Mit Schrumpffolie können Sie Schmuckteile, Accessiores oder auch plastische Objekte herstellen. Schrumpffolie ist ein Werkmaterial das durch Erhitzen - z.B. im Backofen - schrumpft. Dabei verkleinert es sich um ~ 50%, gleichzeitig wird es dicker und fester."
     
    Das hört sich doch schon mal vielversprechend an. Ich habe schon einige Ideen im Kopf, die ich ausprobieren möchte. Nicht nur für Knöpfe, sondern auch für Ohrringe. Und farblich gestalten möchte ich das Ganze auch noch.
     
    So sieht erstmal die Verpackung aus.
     

     
    Das ganze beinhaltet, wie ihr schon sehen könnt drei Blätter
     

     
    Die eine Seite ist matt und die andere glänzend. Ich hab mal versucht das ganze zu fotografieren
     

     
    Als nächstes mußte ich mich für ein Motiv entscheiden. Eigentlich will ich diese Folie ja für Knöpfe benutzen, aber zuerst will ich mal ausprobieren wie das überhaupt funktioniert und um wieviel die Folie nun wirklich schrumpft.
     
    Ich habe also mal wild überlegt, was ich denn mit den Probestücken anfangen könnte. Schließlich bin ich bei Taschenbaumlern und solchem Gedöns hängen geblieben.
    Ich hab mir also mal Vorlagen "gebastelt" und rausgesucht. Und die verschiedensten Malmöglichkeiten.
     
    Hier habe ich mit Wasserfarben gearbeitet
     

     
    Buntstifte/Holzmaler
     

     
    Auarellstifte, die ich auch noch etwas mit Wasser vermalt habe
     

     
    Wachsmalstifte
     

     
    Und Fineliner bzw. Fasermaler. Die Konturen habe ich mit einem wasserfesten Stift gemalt.
     

     
    Dabei wird immer auf der matten Seite gearbeitet.
     
    Hier seht ihr mal eine Ausgangsgröße eines Smileys
     

     
     
     

     
    Ich wollte noch schauen, wie sich die Folie mit anderen Schneidewerkzeugen bearbeiten läßt. Dazu habe ich eine Bastelschere mit ungleichmäßigem Rand, Lochstanzer und ein Skalpell benutzt. Es ist Plastikfolie, vergleichbar mit Mobilefolie. Also schon etwas stärker und steifer. Mit der Schere ging alls problemlos. Der Stanzer hatte ein paar Probleme beim Zurückschnappen (vllt. auch weil er schon älter ist??) und mit dem Skalpell hatte ich Schwierigkeiten. Ich habe die Rundungen einfach nicht schön hinbekommen.
     
    Die einzelnen Teile habe ich mit der normalen Schere ausgeschnitten und wollte sie schon auf das Backblech legen. Doch HALT. Ich brauche ja Löcher, wenn ich egal was, irgendwo oder irgendwie anbringen will. Weche Größe am Besten? Die Löcher schrumpfen ja auch. Ich habe mich dann für die beiden größten Stanzer meiner Lochzange entscheiden.
     
    Bei der Blume gab es zwei Löcher in der Mitte und der Rest bekam jeweils ein Loch.
     

     
    Man soll warten, bis die Farben alle vollständig getrocknet sind. Bei der Wasserfarbe war das Ganze definitiv der Fall, da ich sie ja schon vor einigen Tagen gemalt hatte. Bei Fasermaler und Fineliner ist das ganze etwas schwieriger. Ihr kennt das bestimmt, das troknet nie wirklich auf Plastik, sondern kann immer weggewischt werden. (Wenn es nicht wasserfest ist)
     
    Ich habe dann den Backofen auf 120°C vorgeheizt. Zum Thema Heißluft stand nichts dabei, ich habe sie erst Mal angehabt und dann weggeschaltet. Währenddessen habe ich meine  Formen auf ein Backblech mit Backpapier gelegt. Die bemalte Seite nach oben zu mir.
    Als der Ofen aufgeheizt war, habe ich das Blech reingeschoben. Es passierte..... NICHTS.
    Ich hatte vorher gelesen, dass man dabei zuschauen könnte und lt. Anleitung wäre der Schrumpfungsprozess in 2-3 min. abgeschlossen. Da ja jeder Backofen anders heizt, habe ich meinen munter etwas erhöht. Erst auf 130 und dann auf 140°C und die Heißluft wieder zugeschaltet. Holla, das ging ganz plötzlich los. Die Folie fing an sich zu verbiegen. Die Kreise sahen bald aus wie Suppenschalen und bewegten sich durch die Heißluft ziemlich, weswegen ich sie auch wieder ausgeschaltet habe. Ich konnte wirklich dabei zuschauen. Sie bogen sich rund und wurden dann wieder glatt und dabei dicker. Damit sollte der Schrumpfungsprozess abgeschlossen sein. Also nahm ich das Blech nach ca. 5 - 7 min aus dem Ofen. Boah, was für ein Ergebnis, ich war geplättet.
     
    Vorher
     

     
     
    Nachher
     

     
     
    Ich finde die Farben intensiver. Das Ganze ist stabiler und dicker geworden. Als Abschluß soll man auf die angemalte Seite noch Klarlack geben. In Ermangelung dessen habe ich durchsichtigen Nagellack genommen. Bis auf die Wasserfarbe ließ sich alles problemlos lakieren. Ich habe jetzt jedoch gelbe Wasserfarbe im durchsichtigen Nagellack.
    Die vorletzte Größe der Lochzange erwies sich als besser, als die letzte Größe, aber auch damit kann ich leben.
    Würde ich das Ganze immer noch als Knöpfe benutzen wollen, dann würde ich jetzt erstmal Waschproben machen. Da sich das Thema Knöpfe für mich aus diesem Material aber erledigt hat, werde ich mir jetzt aus dem Rest jede Menge Baumler und Anhänger machen. Habe ich Zeit und Lust vielleicht auch  Ohrringe.
    Da Bilder mehr als tausen Worte sagen, hänge ich euch noch ein paar Vergleiche an.
     

     
     

     
     

     
     

     
     
    Das Arbeiten mit dieser Folie macht Spaß und ist sogar lustig. Man muß aber vorher gut überlegen wie groß das Teil am Ende wirklich werden soll. Bei mir ist alles um 50% kleiner geworden.
    Es wäre bestimmt interessant herauszufinden, ob die Folie mit dem Plotter bearbeitet werden kann.

    farbenfreak
    Aus der Verlosung der EMF-Bücher hatte ich mir ja das Buch Alles Jersey - Soft & Cosy ausgesucht und hab es gewonnen. Ich hab mich riesig gefreut.
    Das Buch ist ein Rezensionsexemplar, was von EMF zur Verfügung gestellt wurde.

     
    Das Buch Alles Jersey - Soft & Cosy  kommt als Hardcover-Buch.
    Die Schnittmusterbögen liegen hinten im Buch in einer extra Tasche. So fallen sie nicht raus und sind perfekt aufbewahrt.
     
    Zu Anfang des Buches findet man Grundlagen des Nähens. Angefangen bei Stoffkunde über Einlagen und Kurzwaren bis zum sinnvollen Nähzubehör.
     
    Im Anschluss findet man Hinweise zur Verarbeitung entweder mit der Overlock oder auch mit der normalen Nähmaschine.
    Auch Hinweise zu dehnbaren Stichen der normalen Nähmaschine sind vorhanden. Das gefällt mir sehr gut, denn es wird endlich mal beschrieben, dass der dreifache Geradstich NICHT sehr dehnbar ist und somit eher für stärker belastete Nähte und nicht für das zusammennähen von Jersey geeignet ist.
     
    Danach findet man die genaue Beschreibung zum Maß nehmen. Es werden nicht nur die Standard-Angaben beschrieben sondern auch Maße wie Oberarm und Oberschenkel sowie die Beinlänge.
    Sehr schön finde ich, dass man seine eigenen Maße in ein extra dafür vorgesehenes Feld schreiben kann. So hat man alles übersichtlich auf einer Seite.
    Die nächste Seite beschreibt dann, wie man Schnitte anpasst. Dort fehlt mir allerdings der Hinweis, wie man bei stärkeren Oberarmen oder Oberschenkeln die Anpassung vornimmt. Hier findet man lediglich die Hinweise zur Veränderung der Länge von Oberteilen oder die Anpassung bei stärkerem Bauchumfang.
     
    Danach folgen Informationen zur Vorbereitung der Stoffe (vorwaschen) und zum Zuschnitt.
     
    Auch Nähtechniken werden dort beschrieben. Abnäher, wie sie genäht werden sollen und wie man sie verlegen kann, verschiedene Ausschnitt-Lösungen und Säume, Paspeln und Bündchen....dort wird auf jedes Thema kurz eingegangen.
     
    Dann geht es an die Projekte.
    Insgesamt gibt es 18 verschiedene Schnittmuster. Zu jedem Schnitt gibt es eine mehr oder weniger kurze bebilderte Anleitung. Das finde ich persönlich sehr hilfreich, da ich sehr ungern Anleitungen nur lese.
    Was mir fehlt sind Zuschnitt-Pläne. Gut, ich persönlich halte mich da eh nie dran, aber für Anfänger finde ich das sehr hilfreich.
     
    Von den Projekten gefällt mir einiges. Entschieden hab ich mich aber für die Jogging-Pants.
     
    Nach der Maßtabelle liege ich genau zwischen 40 und 42. Ich hab mich für Größe 42 entschieden, da ich solche Hosen gerne leger trage.
     
    Der Zuschnitt war einfach. Die Anleitung für die Taschen und die Paspeln, die dort eingenäht werden war sehr gut geschrieben und bebildert.
    Die Taschen hab ich mit der normalen Nähmaschine genäht, den Rest der Hose mit der Overlock. Gesäumt habe ich mit einem normalen Geradstich.
     
    In der Anleitung sollten man ein Bündchen aus Bündchenstoff anbringen. Da ich das nicht mag hab ich oben einen Tunnel angenäht und Gummi eingezogen. Auch die Bündchen an den Fesseln hab ich weggelassen und stattdessen die Hose entsprechend verlängert und gesäumt.

     
    Alles in allem ein sehr gut gestaltetes Buch, welches ich auch Anfängern empfehlen würde.
     
    Die nächsten Teile sind schon in Arbeit.
     
    Der Test hat mir sehr viel Spaß gemacht.
     
    Die Bildrechte für das Titelbild liegen beim Verlag EMF
    Die Bildrechte der anderen Bilder liegen bei farbenfreak
    Das Buch wurde uns vom Verlag EMF als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.
     
     
     

    violaine
    Während ich gefühlte Kilometer an Handnähten mache (siehe Teil 5) kann ich mich nochmal an ein Forscher-Thema machen: ich überlege mir, das Cape zu besticken.
     
    Die Stickereien würde ich nur als Akzente einsetzen und auch nur an Stellen, an denen es mir nicht zu sehr weh tun würde, wenn beim Sticken etwas schief gehen würde  - das heisst, besticken würde ich die Taschenklappen, den Gürtel und den Kragen. Den Kragen ist zwar kein separates Teil, den kann ich erst besticken, wenn er komplett angenäht ist (wegen der Art der Nähte und des Saums), aber den notfalls wieder abzutrennen und neu zu machen, naja, ist nicht schön, aber verkraftbar. 
     
    Mein Ziel jetzt ist, zu schauen, was ich beim Besticken dieses Stoffes beachten muss,  die richtigen Farben zu finden und mir auch über das Muster klar zu werden. So richtig weiss ich nämlich noch nicht, was ich will. Nach der Durchsicht von (diesmal nicht nur gefühlten) tausenden von Stickmustern weiss ich nur, was ich nicht will. 
     
    Farblich dachte ich an jeweils den Farbton der beiden Seiten plus eventuell noch eine Kontrastfarbe. Die erste Auswahl aus meinem Stickgarnvorrat:

    Bei Kragen und Gürtel müssen beide Seiten schön sein, ich nehme also auch für den Unterfaden das Stickgarn und erhöhe die Oberfadenspannung soweit, dass die Fadenkreuzung im Stoff ist.
    Auch muss ich wasserlösliches Vlies nehmen. Weil ich den Stoff nicht in den Rahmen einspannen will und mit der Kombination von wasserlöslichen Vlies und Sprühkleber schlechte Erfahrungen gemacht habe, gönne ich mir eine Rolle Solufix. Wirklich überzeugt war ich dann aber davon nicht. Ich habe das Gefühl, der Stoff klebt kaum daran, ich könnte ihn sogar einfach darauf legen, würde keinen grossen Unterschied machen. Wenn ich dann die Capeteile besticke, werde ich wohl einen temporären Rahmen zur Fixierung um das Muster sticken. 
    Beim Sticken habe ich auch ausprobiert, ob es einen Unterschied macht, wenn ich oben auch noch eine Lage Soluvlies darauf lege.

    Ich sehe nach dem Auswaschen aber keinen grossen Unterschied.
    Ich habe bei dem ersten Versuch jeweils komplementäre Farben für Ober- und Unterfaden genommen, d.h. Türkis als Oberfaden auf der dunkelblauen Seite und Dunkelblau als Unterfaden und umgekehrt. Nur die Kontrastfarbe habe ich auf beiden Seiten an den gleichen Stellen genommen. Die Fadenspannung passt soweit. Unschön ist aber, dass am Stickanfang der Oberfaden nach unten gezogen wird und Knubbel bildet.

    Bei den weiteren Versuchen habe ich das Fadenende festgehalten und nach den ersten ein, zwei Stichen wieder nach oben gezogen. So lassen sich die Fadenknubbel vermeiden.
     
    Nach dem Auswaschen sehen die beiden Seiten so aus:

    Es hat sich gezeigt, dass das Türkis sehr gut die Farbe vom Stoff trifft, das dunkelblau ist doch deutlich heller. Eigentlich wollte ich Ton in Ton, deshalb habe ich nochmal bei meinen Stickgarnen geschaut, ob ich etwas passenderes finde und eine Probe gestickt.

    Oben links ist die ursprüngliche Farbe, unten rechts und in der Mitte die dunkleren Garne. Das unten rechts trifft den Stoffton am besten, ich probiere es mal mit dem. 
    Was mir auch aufgefallen ist: der Kontrastton wirkt auf der blauen Stoffseite viel heller, als auf der türkisen, fast schon zu hell. Hmmm  Ich such mir also noch ein etwas dunkleres Hellblau heraus und nehme das für die Stickmusterteile, für das ich auf der türkisen Seite das ursprüngliche Garn nehme. Obwohl ich auf der blauen Seite versuche, möglichst den Farbton des Stoffs zu treffen, gehe ich auf der türkisen Seite den anderen Weg, da schaue ich mal, wie eine abweichende Farbe wirkt. 
     
    Also zweiter Versuch, mit anderen Mustern:
     
    Gut, das mit den Knubbeln habe ich im Griff. Über die Farbwirkung und die Muster muss ich weiter meditieren.
     
    Dann habe ich noch ein ganz anderes Garn ausprobiert. Vor einiger Zeit hat Madeira ein mattes Stickgarn herausgebracht. Das wollte ich mal ausprobieren. Nun habe ich aber keinen Laden in vernünftiger Nähe, der es im Sortiment hat. Mit dem Stoff vorbei gehen und die richtigen Farben heraus suchen, ist also nicht. Das Farbsortiment ist auch recht beschränkt. Für gewerbliche Kunden gibt es hunderte Farbtöne, für uns Endkunden haben es nur ca. 40 Farben in die Läden geschafft. Ich habe also mal bei Madeira angefragt, ob sie mir Farbnummern empfehlen können, die möglichst nah an meine erste Auswahl aus dem Classic Sortiment kommen (Konversionstabellen gibt es auf Homepage für das Garn leider nicht). Tja, auch nach Wochen leider keine Antwort. Ich muss also einen anderen Weg finden.
    Die Farbmuster in Online-Shops sind seeehr mit Vorsicht zu geniessen, was besonders deutlich wird, wenn man sie mit dem Foto eines Sortimentsständers vergleicht. Auch das habe ich  im Inet gefunden, auch das ist damit (Farbverfälschung durch Fotoapparat und Monitor) eher fragwürdig. Aber ich habe vermutet, dass es doch der Realität deutlich näher kommt, als die Farbquadrate im Shop - und ich habe recht behalten. Ich habe also anhand dieses Fotos die Farben ausgewählt. Wie befürchtet, ein passendes Türkis habe ich nicht gefunden, stattdessen habe ich es mal mit Grün versucht.
    Hier ist meine Ausbeute:
          
    Und so sieht es gestickt aus:

    Überzeugt mich nicht wirklich, matt auf matt wirkt einfach nicht. Ich glaube, das Garn spielt seine Stärke auf glänzenden Materialien aus.
     
    Hier sind nochmal meine ganzen Versuche im Überblick:

     
    Puh, diesmal weiss ich am Ende der Erprobung noch nicht wirklich, was ich machen soll.
    Ich glaube, ich muss die Erkenntnisse mal sacken lassen und bezüglich Sticken dann in eine zweite Runde gehen.
     
    Was ich mitgenommen habe:
    ich bleibe beim Classic-Garn die Muster, bei denen ich nur die Stofffarben genommen habe, wirken etwas fade, die Kontrastfarbe braucht es  es werden wohl nicht nur 3 Farben, sondern 6, weil sie je nach Stoffseite unterschiedlich wirken bei Türkis auf Türkis und Dunkelblau auf Dunkelblau werde ich nicht die Garne nehmen, die die Stofffarbe möglichst exakt treffen - die Stickereien gehen zu sehr unter  
    Was ich noch schauen muss:
    welches Muster es werden soll welche Farben ich jetzt konkret pro Seite nehme (und - oh Mist - ich habe vergessen, mir die Oberfadenspannung aufzuschreiben...)  
    To be continued....
     
     

    Paula38
    Alles Jersey - Wohlfühlkleidung vom Verlag EMF
     
     
    Erster Eindruck 
    Das Buch hat einen schönen, festen Einband, und bleibt aufgeschlagen vor mir liegen. Die Schnittmusterbögen sind in einem extra Fach (aus dünner Pappe) am Ende des Buches sicher verwahrt. 
    Auf dem Karton, in dem die Schnittmusterbögen aufbewahrt werden, ist aufgeführt, welche Teile zu welchem Modell auf welchem Bogen zu finden sind. 

     
    Gliederung des Buches
    Das Buch gliedert sich in die Bereiche Materialkunde, Techniken und Modelle.
     
    Materialkunde 
    Hier werden die verschiedenen Jersey- und Sweatshirtstoffe und ihre Eignung für die verschiedenen Anwendungen erläutert und erklärt welche Einlagen es (für dehnbare Stoffe) für welche Zwecke gibt (z.B nicht dehnbare Einlage für Kragen). Was ist der Fadenlauf und warum ist das wichtig, kommen hier genauso vor wie eine Kurzvorstellung der Overlockmaschine. Dies ist meiner Meinung nach überflüssig, denn jemand der eine Overlockmaschine besitzt, wird mit deren Anwendung sicherlich vertraut sein. Es wird aber auch kurz erklärt, wie und mit welchen Sticharten man mit einer Haushaltsnähmaschine Jerseystoffe nähen kann. Weiter werden auch andere Helfer und Werkzeuge wie Scheren, Rollschneider und sogar Stecknadeln vorgestellt, was sicherlich nur für absolute Anfänger interessant ist.
     
    Techniken
    In diesem Kapitel wird zunächst erklärt, welche Maße man für diese Schnittmuster nehmen soll und die Maßtabelle vorgestellt, nach denen sich die Schnitte richten. Die Größen von S bis XXXL, dabei entspricht Größe S einer in der Oberweite einer Burda 38, in Taille und Hüfte etwas mehr. Größe M landet bei Burda 42 (Oberweite, untenrum etwas mehr) usw. Aufgefallen ist mir, dass der Schritt zwischen den Größen XL & L deutlich größer ist als zwischen den anderen Größen. Zum Beispiel ist der Schritt im Bereich des Hüftumfanges zwischen den Größen S, M und L jeweils 6 cm, zwischen der Größe L und XL allerdings 10 cm. Dies setzt sich auch zu den Größen XXL und XXXL fort. Entsprechend größere Unterschiede gibt es auch in den anderen Maßen. Das hat mich vor allem deshalb irritiert, da ich mit meinen Hüft- und Taillenmaßen etwas oberhalb der Größe L liege, aber deutlich unterhalb der Größe XL.

    Es wird ausdrücklich daraufhingewiesen sich bei der Auswahl der Größe nicht an der Kaufgröße zu orientieren, sondern an der Maßtabelle. Anhand eines Modells wird zwar gezeigt, dass die Maße über der Unterwäsche genommen werden sollten, allerdings taucht dieser Hinweis nicht explizit in den Erläuterungen zum Maßnehmen auf.
     
    Hinweise zu Schnittanpassungen
    Leider beschränken sich die Hinweise zum Anpassen der Schnittmuster nur darauf, für eine Weitenanpassung zwischen den Schnittmusterlinien der Größen zu wechseln und eine Abweichung in der Länge auf Ober- und Unterteil zu verteilen. Ich bin 5 cm größer als die Maßtabelle das mit 1,68 m vorsieht, danach müsste ich bei einer Hose nur 2,5 cm zugeben wenn ich allerdings die von mir gemessenen Seitenlänge mit der Maßtabelle vergleiche, muss ich hier 6 cm zu geben.
     
    Es gibt weitere Kapitel über Schnittmuster auf den Stoff übertragenund den Zuschnitt von Jersey Stoffen.Das sind alles Dinge, die jemand, der nähen kann, sicherlich beherrscht. Hier wird auch darauf hingewiesen, dass die Schnitte im Buch bereits 1cm Nahtzugabe beinhalten, dies aber bei anderen Schnittmusterherstellern nicht unbedingt der Fall ist.
     
    In dem Kapitel Grundlagen wird kurz das Applizieren, das Ansetzen von Bündchen und Belegen, Anbringen von Druckknöpfen,  Matratzenstich und ähnliche nützliche Dinge erläutert. Alles in allem haben die ganzen Hinweise und Erläuterungen bereits die ersten 47 Seiten des Buches eingenommen. Allerdings wird bei den einzelnen Modellen auf diese Erklärungen Bezug genommen. Sie sind daher (zumindest für Anfänger) auch erforderlich.
     
    Es fehlt allerdings ein Hinweis, dass die zugeschnittenen Teile zunächst geheftet und anprobiert werden sollten. Ich habe also auch (Try and error) gleich alles zusammengenäht und erst das fertige Teil angezogen. Bei 1cm Nahtzugabe hat man eh nicht viel Spielraum.
     
    Schnittmuster 
    Die Schnittmuster des Buches werden in drei Kategorien: easy,  medium und tricky eingeteilt. Beginnen kann man mit dem Knopfschal, den man auch schon als freebook bzw. als freie Anleitung auf der Seite von Leni P. finden und nachnähen kann. Der ist wirklich so einfach, dass man auch als Anfänger sofort ein Erfolgserlebnis hat. Den hat meine Nichte mit null Erfahrung anhand dieser Anleitung ihrer Mutter zu Weihnachten genäht. 
     
    Dass die Schnittmuster zum Teil auf dem gleichen Grundschnitt basieren, wird nicht verschwiegen. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass man zum Beispiel den Kragen des Pullis auch durch die Kapuze der Jacke ersetzen kann. Aus diesem System ergeben sich eben auch noch weitere Möglichkeiten hier untereinander zum Beispiel die Taschen oder auch die Längen der verschiedenen Teile zu variieren, soweit man sich das zutraut. 
     
    Der Abschnitt zu jedem Schnitt beginnt mit einem Foto und einer Modellskizze, auf der genau gezeigt wird, welche Schnittmusterteile man von welchem Schnittmusterbogen für genau dieses Modell braucht. Allerdings fehlen auf diesen Skizzen und auch ganz generell Abbildungen zu den einzelnen Teilen des Schnittmusters und auch ein Schnittauflageplan wäre sicherlich gerade für Anfänger wichtig. Die Skizzen sind auch insoweit nicht vollständig als mir aufgefallen ist, dass der Pulli mit dem netten Namen „Chill dein Leben“ Abnäher hat, die auf der Modellskizze nicht zu sehen sind.

    Die Schnittmusterbögen (übersichtlich, gut zu kopieren, mit Einschränkungen)
    Es gibt drei Bögen die jeweils mit Vorder und Rückseite bedruckt sind. Dabei wurde versucht die Teile für ein Modell jeweils auf einem Bogen zusammen zu fassen, da der Pullover und das Shirt aber verschiedene Varianten haben, ist dies nicht ganz gelungen. Anhand der Beschreibung auf der Aufbewahrungstasche ist leicht zu finden, welche Bögen man für welches Modell braucht. Die Bögen an sich sind nicht überladen, allerdings da sie nur schwarz-weiß sind und die Linien für die einzelnen Größen teilweise sehr fein, war ich gespannt, wie es mit dem Kopieren klappt. Ich habe mich für das Modell der Jogginghose mit dem netten Namen „Patch me if you Can“. 

    entschieden, da sowas gerade in meinem Kleiderschrank fehlt. Das Modell wird für mich allerdings nicht so bunt sondern aus graumeliertem Sweatshirt Stoff mit Kniepatches aus einem Rest meiner Sternensweatjacke genäht werden.
     
    Das Kopieren ging eigentlich ganz gut. Blöd nur, dass sich die Schnitteile gerade da kreuzen, wo Passzeichen oder eine Größenbezeichnung war. Da habe ich doch einige Male irritiert innegehalten und überlegt, wo ich falsch abgebogen bin. Passzeichen sind  übrigens dünner gesät, als ich es von Burda, mccalls oder aus der Fashion Style gewohnt bin. An der Hose mit Eingrifftaschen gibt es nur welche den Hosenbeinen (oder sind das die in der Einleitung angekündigten Linien zum Verlängern/ Kürzen? Wer weiß. Ich hab sie sowohl zum verlängern als auch als Passzeichen benutzt) und am Hosenbund eine Makierung, wo dieser die Seitennaht treffen soll.
     
    Anleitung zum Schnitt
    Ich habe genau nach der Anleitung genäht, obwohl ich es intuitiv teilweise anders gemacht hätte. Man kann den Erklärungen gut folgen, auch wenn zum Teil auf die Erläuterungen an anderer Stelle verwiesen wird, und man dafür etwas hin- und Herzblättern muss. Das war aber für die Hose nur an wenigen Stellen der Fall, das konnte ich gut verschmerzen.  
     
    Seltsam fand ich, dass zunächst die Schrittnähte vorn und hinten geschlossen, dann die patches aufgesetzt und dann erst die Seitennähte geschlossen wurden. Hat aber gut funktioniert.
     
    Genähtes Stück

    Für mich kam die Auswahl der Größe L gut hin, ich fand sie zunächst (wie hier auf dem Bild) am Oberschenkel etwas eng, obwohl mein Oberschenkelumfang geringer ist, als in der Maßtabelle für Größe L. Aber Jersey/ Sweat gibt ja beim Tragen etwas nach. Jetzt passt sie gut...
     
    Eigentlich wollte ich für meine Tochter noch was draus nähen. Sie ist aber mit ihren 21 Lenzen zu schlank für die Maßtabelle. Daher habe ich für mich noch den Schnitt „Bubkragenliebe“ ausprobiert, 

    allerdings mit kurzem Arm, da ich nicht genug Stoff da hatte. Da ich aber ein D, tlw E Körbchen habe, habe ich hier den Schnitt nach der Oberbrustweite gewählt und eine FBA eingebaut, was, wie bei mir eigentlich immer, auch in der Taille den Platz fürs Bäuchlein schafft. Auch hier hat alles mit den Erläuterungen gut geklappt, sogar das Mitfassen einer Paspel war kein Problem. Das einzige Problem war, dass ich in meinem Elan die Maße des Oberarmes nicht mehr verglichen habe. Der ist jetzt sehr knapp. Noch blöder war, dass ich gleich ein weiteres Shirt danach zugeschnitten habe, mit dem glatten Ärmel. Ich werde den Ärmelschnitt um die fehlenden cm aufspreizen und habe mir noch von den verwendeten Stoffen nachkaufen können.

    Insgesamt 
    Ich war zunächst skeptisch, viel Vorgeplänkel, wenig Schnitt. Das Buch hat mich aber positiv überrascht. Beide von mir probierten Schnitte haben eine - für mich, Anfang 50, leichtes Bäuchlein - gute Passform. Die Erläuterungen sind ausreichend, auch mit Bildern hinterlegt. Der Shirtschnitt gefällt mir so gut, dass er evt. meinen bisher geliebten Mccalls ShirtSchnitt als Grundschnitt ablösen wird.  
     
    Das Buch ist meiner Meinung nach auch und gerade für Anfänger geeignet, die sich über einfache Projekte an kompliziertere Schnitte heranarbeiten wollen. Für Alte Hasen? Nun ja, viele solcher oder ähnlicher Schnitte haben wir schon im Schrank. Mir gefällt aber, dass gezeigt wird, wie mit wenig (Basis) Schnitten verschiedene Varianten gebaut werden können.
     
    Weniger gefallen haben mir fehlende Passzeichen und nicht so schöne technische Zeichnungen zu den Modellen.
     
    Nicht nachvollziehen kann ich die Kritik, die ich bei Amazon gelesen habe, die Schnitte fielen „sackartig“ aus. (Vielleicht den Schnitt nach der Kaufgröße gewählt?) Wenn ich mich an der Maßtabelle orientiere, passen sie. Sie sitzen aber eher knapper, als die Bilder im Buch das vermuten lassen.
     
    Enthaltene Grundschnitte und Varianten:
    Zum Probieren: Knopfschal und Turbanstirnband (vermaßte Teile, nicht auf den Bögen)
     
    Grundschnitt Shirt
    Kurzarm, Langarm, jeweils als gerader und Puffärmel jeweils mit und ohne Bundabschluss
    mit Saumbund oder gerader Abschluss, 
    auch mit Plastroneinsatz und Knopfleiste
    mit Beleg, mit (Bubi)Kragen, großer Umschlagkragen
    Auch in Kleidlänge, auch als Vokuhilakleid
    ärmel- und trägerloses Tubetop
     
    Grundschnitt Pulli
    Kurzarm, langarm, mit Bündchen oder Ohne
    Verschiedene Längen
    Halsbündchen, Stehkragen, Kapuze
    Auch als Jacke
    Bauchtasche und seitliche Eingrifftaschen
     
    Grundschnitt Jogginghose
     
    Grundschnitt Leggings
    Auch in Caprilänge mit seitlicher Schleife
     
    Basisrock gerade, leicht ausgestellt 
     
    Basisrock ausgestellt, leicht glockig
    Auch mit Raffung und Unterrock
     
    Kombi aus Hose und Shirt > Jumpsuit 
    Kombi aus Rock und Shirt > Kleid
     
    So, ich glaube, das wars. Vielen Dank für die Möglichkeit, das Buch zu testen!
    Ich werde bestimmt noch mehr daraus nähen.
     
    Das war meine erste Rezension. Fehlt Euch was? Was möchtet Ihr noch wissen? Soll ich was nachlesen, oder weitere Fotos anhängen? Mach ich gern!
     
     
    Die Bildrechte für das Titelbild liegen beim Verlag EMF
    Die Bildrechte der anderen Bilder liegen bei Paula38
    Das Buch wurde uns vom Verlag EMF als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

    Gundel Gaukeley
    Wie versprochen geht es weiter mit den Nähideen für die Schultütenfüllung. Tatsächlich gibt es noch einiges, was da geht:
     
    Bekleidung
     
    Bekleidung ist ja nun neben Taschen der Klassiker, um mit der Nähmaschine hergestellt zu werden. Für die Schule sind das vor allem die Sportklamotten. Hierfür habe ich auf eine ausführliche Linkliste verzichtet. Stellvertretend für viele verweise ich lediglich auf die von mir dafür favorisierte Seite von Schnabelina, die neben einem schlichten Shirt-Schnitt bis Größe 134 auch einen ebenfalls recht schlichten und gut in verschiedenen Längen herstellbaren Schnitt für Hosen in Jungs- und Mädchenvariante . Nicht davon abschrecken lassen, dass das Tutorial/Schnittmuster als „Bodykleid“ bezeichnet ist! In dem Ebook sind auch die Hosenschnitte bis Größe 134 zu finden.
     
    Allerdings kann ich mir einen Hinweis nicht verkneifen: nicht umsonst nutzt Schnabelina selbst diese Schnittkombination gerne für Schlafanzüge für ihre Kinder. Ich selber habe mich etwas schwer mit der Erkenntnis getan, dass mein Schulkind nun definitiv zu groß für all die „niedlichen“ Jerseystoffe jedenfalls in der Öffentlichkeit ist. Deswegen habe ich den ersten Anlauf, ihr Sportkleidung zu nähen, auch erst auf Eis gelegt, da es zu sehr nach Schlafanzug aussah und ich für den zweiten Anlauf erst mal entsprechend „erwachsene“ (oder einfach schlichtere ...) Stoffe hätte heraussuchen müssen.
     
    Ein weiteres Bekleidungsstück, dass in der Schule und ggf. auch in der Nachmittagsbetreuung (dann also gleich zwei Mal) gebraucht wird, sind Hausschuhe. Auch die lassen sich in Form von Puschen durchaus noch selber nähen. Und da ich sogar eine kostenlose Anleitung gefunden habe, die über die Babygrößen hinaus geht, will ich die auf präsentieren: Freebook Lederpuschen bis Größe 37. Eine Anleitung, um maßgeschneiderte Schnittmuster für Lederpuschen zu erstellen, gibt es bei Nachbarzwerg. Genäht werden können die Puschen dann nach der genannten Freebook-Anleitung.
     
    Essen und Trinken
     
    Nein, das Pausenbrot nähe ich nicht selber, das wird geschmiert. Aber auf der Ausrüstungsliste für die Schule stehen auch eine Trinkflasche und eine Brotdose, womit zumindest wieder Nähpotenzial besteht. Aus den Resten des Stoffes, aus dem das Einschulungskleid entstanden war, habe ich eine Flaschenhülle genäht, isoliert mit Thermolam, abgedichtet mit Odicoat. An dieser Stelle kann ich auch gleich eine Warnung aussprechen, bei selbst entworfenen Schnittmustern für so eine Flaschenhülle die „Bequemlichkeitszugabe“ bloß nicht zu knapp zu bemessen, gerade wenn man eine etwas voluminösere Polsterung wählt und dann auch noch eine Antirutschbelag wie Odicoat drauf pinselt!
     
    Nichtsdestotrotz ist so eine Flaschenhülle gerade für Menschen, die ein bisschen aufs Geld schauen wollen oder müssen eine gute Idee. Hochwertige Markenflaschen, die spülmaschinen-, kohle- und fruchtsäureresisten, tropfsicher verschließbar und auch in allen anderen denkbaren Hinsichten patentiert sind, kosten ordentlich Geld. Erst recht, wenn sie dann noch den optischen Ansprüchen genügen müssen. Mit einer solchen Hüllen kann eine Mehrweg-15 Cent-Pfandflasche, die es auch mit Trinkaufsatz gibt, durchaus etwas her machen, wie ich finde.
     
    Der Schnitt für die Flaschenhülle kann sehr einfach selbst anhand der Flasche erstellt werden, deswegen habe ich die Suche nach kostenlosen Anleitungen recht schnell aufgegeben (und habe daher keine hier zum Präsentieren). Die Anleitungen, die ich gefunden habe, eigneten sich meiner Meinung nach nicht für eine Trinkflaschenhülle für die Grundschule, da es entweder ohnehin nur Geschenkverpackungen waren, die Trinköffnung nicht ordentlich frei lag oder die Hülle am Flaschenhals nicht geschlossen werden kann, so dass die Flasche herausrutscht. Wenn alle Stricke reißen kann ich gerne in einem separaten WIP erläutern, wie ich die Hülle genäht habe. Aber es ist wirklich einfach. Im oberen Rand habe ich ein breites Gummiband eingezogen. Auch hier eine Warnung: nicht zu festes/enges Gummiband verwenden ...
     
    Beim Thema Essensverpackung bin ich wieder Bedenkenträger, was das selber Nähen angeht, und das aus ähnlichen Gründen wie beim Brillenetui: ja, es gibt viele Anleitungen für Lunchbags, aber sie alle sind nicht stoßfest und relativ weich. In einer Schultasche bieten sie daher nur bedingt für ein Pausenbrot oder ein Stück Obst den Schutz, den es braucht, um in der Frühstückspause noch ein ansehnliches Lebensmittel auszupacken. Daher habe ich diesbezüglich lieber auf die „Hardcover“-Varianten des Einzelhandels zurückgegriffen bzw. die Patentante zurückgreifen lassen. Ich will euch aber die Anleitungen, die ich dazu gefunden habe, nicht vorenthalten:
     
    Lunchbaganleitung von Pattydoo
      Lunchbag von Buttinette
      Eine ganze Linksammlung gibt’s bei So sew easy.  
     
    Dies und das und Accessoires
     
    An Nähbarem stand auf der Liste noch ein Malkittel oder ähnliches. Ich konnte es selber nicht glauben, aber ich habe tatsächlich kein richtiges Schnittmuster für einen solchen gefunden. Der Grund könnte vielleicht sein, dass man dafür genauso gut auch ein altes T-Shirt vom Papa nehmen kann, was die Schule auch empfiehlt. Zu kaufen gibt es solche Kittel meistens nur in Kindergartengrößen. Nun hatte ich überlegt, trotzdem einen solchen Kittel selbst zu nähen und mir dafür auch schon einen Raglan-Schnittmuster gesucht. Allerdings waren mir überall die Ärmel zu eng, selbst wenn ich ohnehin die Absicht hatte, den Schnitt mindestens zwei Nummern größer zu nehmen, die Ärmel entsprechend zu kürzen, ein Gummi in den Ärmelsaum einzuziehen und im Rücken einen Verschluss oder zumindest einen Schlitz mit Knopf einzuarbeiten. Das Ganze müsste natürlich aus beschichtetem Stoff, einem Duschvorhang oder ähnlichem gearbeitet werden. An dem Punkt der Planung musste ich dann eingestehen: das war mir zu aufwendig und teuer. Also doch das alte T-Shirt vom Papa …
     
    Auf meiner persönlichen To-Do-Liste steht aber noch eine Taschentüchertasche. Eine Taschentüchertasche für eine Erstklässlerin?! Ja. Taschentücher haben sich als ein sehr sinnvolles Accessoire in der Schultasche erwiesen und müssen in unregelmäßigen Abständen aufgefüllt werden. Wenn sie etwas länger in der Schultasche liegen, sehen die verbliebenen Taschentücher auch mal ziemlich ramponiert aus. Ein bisschen Stoff ist von dem Schultütenstoff noch übrig, warum also nicht solche Kleinigkeiten passend nähen? Vielleicht lasse ich das Schulkind dafür sogar mit an die Nähmaschine.
     
    Exemplarisch für die Fülle des Internets: Bei Handmadekultur gibt es eine Linkliste mit mehreren Anleitungen.
     
    Davor auf der Liste steht aber noch ein anderes Projekt: ein Brustbeutel. Mit der Schule sind wir auch in das Thema Taschengeld eingestiegen. Regelmäßig muss Milchgeld mit in die Schule genommen werden und einmal im Monat ist Schulgottesdienst, bei dem für das Patenkind in Indien gesammelt wird. Genug Gründe, eine vernünftige, altersgerechte Geldtransportmöglichkeit zu schaffen.
     
      Auch hierzu gibt es wieder eine Fülle von Anleitungen. Mein Favourit: die Variante von Snaply. Etwas groß fürs erste noch ist vielleicht dieser Brustbeutel.
     
    Bei meiner Recherche im Internet habe ich noch das eine oder andere gefunden, das vielleicht für ein Schulkind interessant sein kann, zum Beispiel ein Schulbucheinband aus Wachstuch. Allerdings gebe ich bei allem, was letztendlich für die Schultasche gedacht ist, zu bedenken, dass alles, was drin ist, auch von dem Kind getragen werden muss. Wachstuch zum Beispiel ist nicht unbedingt dafür bekannt, leicht zu sein. Drei, vier große Hefte oder Bücher damit eingeschlagen bringen schon ein paar hundert Gramm auf die Waage. die verzichtbar wären. Aus dem Grund habe ich auch auf Dinge wie Pflastertäschen etc. hier verzichtet. Ich hatte zwar auch die Idee, habe aber auch bereits die Erfahrung gemacht, dass die Schule im Zweifel wunderbare, große Pflaster zur Verfügung stellt, wenn sie benötigt werden. Allenfalls für ein Kind, dass vielleicht bestimmte Medikamente regelmäßig einnehmen muss oder sonstige spezielle Ausrüstung braucht, ist ein selbst genähtes Täschchen, abgestimmt auf die entsprechenden Bedürfnisse, vor dem Hintergrund aus meiner Sicht wirklich sinnvoll.
     
    Auf den ersten Blick originell fand ich auch die selbst genähte, laminierte Schreibtischunterlage . Allerdings hätte ich da die Bedenken, dass diese Unterlage einem frisch gebackenen Schulkind nicht die notwendige glatte, stabile Schreibunterlage bietet, die es braucht, um die ersten Buchstaben und Zahlen ordentlich zu Papier zu bringen.
     
    Zu guter Letzt habe ich hier noch ein paar Ideen, was sich in der Schultüte ganz gut machen würde, ohne dass ich dazu Links zu kostenlosen Anleitungen hätte, die es aber ganz sicher gibt:
     
    Ein Sorgenfresser war der ausdrückliche Wunsch meiner Großen. Nicht, weil die Schule so schrecklich wäre, im Gegenteil, aber sie hielt ihn für sinnvoll. Ich habe ihr letztendlich einen nach einem selbst entworfenen Schnittmuster mit Wärmflaschenfach im Rücken genäht und er wird sehr geliebt. Die Wärmflasche kam schon öfter zum Einsatz, einen Sorgenzettel hat er, meines Wissens, bisher noch nicht zu fressen bekommen. ein Maskottchen, z.B. das Klassentier. Bei uns haben die Klassen nicht nur die üblichen Bezeichnungen „1a“ und „1b“, sondern sind außerdem auch noch nach Tieren benannt, die es auch als Klassentier (in Plüsch!) gibt. Gut sichtbare Kleidung wie Warnwesten, Mützen mit Reflexelementen/-Beilaufgarn etc.. Natürlich haben wir einen Schultornister entsprechend der geltenden Vorgaben mit 20 % Reflexfläche und allen vorgeschriebenen Sicherheitselementen für unser Schulkind. Trotzdem finde ich diese kleinen Wesen in der dunklen Jahreszeit auf dem Schulweg alles andere als gut sichtbar. Da lässt sich mit entsprechend gestalteter Oberbekleidung auf jeden Fall noch was machen! Tagebuch/Freundebuch/Adressbuch. Freundebücher waren ja schon im Kindergarten beliebt, da natürlich von den jeweils angesagten Disney- oder sonstigen Protagonisten. Mit dem Schreiben und den daran anknüpfenden Fähigkeiten wächst aber der Bedarf an Notizmöglichkeiten. In der ersten Klasse ist ein Tagebuch vielleicht noch etwas zu viel, aber ein Adressbuch, in das liebevoll die Telefonnummern von Mama, Papa und den Großeltern eingetragen wurden, hat bei uns für viel Freude gesorgt. Wer erst mal noch keinen Schulbucheinband nähen will, kann ja erst mal ein kleines Notizbuch hübsch einschlagen.  
     
    Und was natürlich auch nicht ganz vergessen werden sollte bei der Schultütenfüllung: SÜSSIGKEITEN!

    violaine
    Die Stofflagen sind alle getrennt, nun kann ich mich an das Zusammennähen machen.
    Ich fange mit dem Gürtel an und zeige Euch an ihm, wie Nähte und Säume funktionieren. Den Gürtel nehme ich, weil ich vermute, dass ich schon noch etwas Übung brauche, bis die Nähte wirklich schön werden. Wenn der nicht so toll wird, kann ich das eher verschmerzen, als wenn ich gleich mit dem Cape anfange.
     
    Ich habe den Gürtel in zwei Teilen zugeschnitten, die müssen als erstes zusammen genäht werden.
    Dazu stecke ich die zwei dunkelblauen Stofflagen rechts auf rechts zusammen, klappe die anderen Lagen zur Seite und nähe sie so zusammen.

    Dann klappe ich die beiden Gürtelteile auseinander, klappe die Nahtzugaben in Richtung Schnittteil um und bügle sie auseinander.

    Jetzt macht sich mein "sieht praktisch aus, haben will, auch wenn ich gerade noch keinen konkreten Bedarf habe" - Drang bei Nähzubehör bezahlt.  In einem Anfall von diesem Wahn habe ich mir vor geraumer Zeit mal so ein Mini-Bügeleisen für Patchwork gekauft, das aussieht wie ein grosser Lötkolben mit Bügeleisen-Spitze. Das ist hierfür ideal, keine Ahnung, wie ich das mit einem normalen Bügeleisen hinkriegen würde.
     
    Die Nahtzugaben vom hellen Stoff klappe ich ein, stecke sie fest und nähe den Schlitz dann mit Matratzenstich zu.

    In Zukunft werde ich die umgeklappten Kanten vorher bügeln und dann ohne Nadel drin nähen. Wird gleichmässiger.
    So sieht die Naht jetzt von beiden Seiten aus.
    Maschinennaht:  Handnaht:
     
    Hier ein Bild von der Seite, damit Ihr nochmal seht, wie die Nahtzugaben liegen:

     
    Für die Säume klappe ich einfach die Nahtzugaben nach innen um:

    Tricky wird die Spitze, hier musste ich die Nahtzugaben etwas zurück schneiden:

    Nach dem Zusammennähen sieht man keine offenen Kanten mehr.
     
    Dann ist alles gesteckt.

    Ich gehe noch mit dem Bügeleisen drüber, damit es schöne Kanten gibt und dann geht es ans Nähen - wieder mit dem Matratzenstich.

     
    Nachdem ich einmal rundherum genäht habe, trenne ich den Hilfsfaden heraus. Die Naht ist noch recht deutlich sichtbar und auch die Nadeln haben durch das Bügeln recht deutlich Spuren hinterlassen.

    Aber nach einer Behandlung mit viiiiiiiel Dampf, sieht die ganze Sache schon deutlich besser aus.

     
    Auf die Art und Weise muss ich nun alle Schnittteile mit einander verbinden und den langen Saum einmal rund herum machen.
    Tja, dann mache ich mal ran, es warten noch gaaaaaanz viele Handstiche auf mich.
     

    violaine
    Nachdem ich eine Lösung für die Gürtellöcher gefunden habe (siehe Teil 3), wartet nun die grösste Herausforderung auf mich: die Taschen.
    Im Original-Schnittmuster wird eine Blende von links gegen die Öffnung genäht, dahinter versteckt sich der Taschenbeutel. Die Tasche ist nach oben offen. Könnt Ihr das in etwa auf dem Bild erkennen?

    Für ein Wendecape ist das so ungeeignet.
     
    Die einfachste Variante wäre, wenn ich einfach auf beiden Seiten Taschen aufsetzen würde. Aber zum einen fürchte ich, dass das dann recht dick und steif würde. Zum anderen verändert es das Aussehen des Capes doch recht - und das auf eine Art, die mir eher nicht gefällt. Ich muss also eine andere Lösung finden.
    Ich muss zugeben, an dem Problem hirne ich schon eine ganze Weile herum.
     
    Eine Idee war, zumindest nur auf einer Seite eine aufgesetzte Tasche zu machen, die dann auch von der anderen Seite durch einen Eingriff zugänglich ist. Dort ist sie von einer Klappe verschlossen und auf beiden Seiten wollte ich keine Magnet-Verschlüsse nehmen, um die jeweils ungenutzte Öffnung zu verschliessen. Wirklich glücklich war ich mit der Lösung aber auch nicht. Ich hatte immer noch die aufgesetzte Tasche auf einer Seite, jeweils ein Loch in der Taschenrückwand und ich musste noch irgendwie die Ecken von dem Loch schön hinbekommen.
     
    Als ich dann die Gürtelöffnungen gemacht habe, hat es *klick* gemacht. Genauso musste ich auch die Öffnung für die Taschen machen. Den Taschenbeutel konnte ich zwischen die Streifen schieben und nachdem, welche Seite ich nach aussen trage, auf die eine oder andere Seite durchstecken.      
    Das wollte ich aber erstmal ausprobieren.
    Die Öffnung für die Tasche fand ich arg lang, die habe ich mir um 3 cm gekürzt und die Ecken abgerundet. Die Taschenbeutel finde ich sehr eckig, die wollte ich nicht nehmen. Also habe ich meine Schnittmustervorräte durchsucht, ob ich einen passenden Taschenbeutel finde, der in ähnlicher Position befestigt wird. Bei meiner Menge an Schnittmustern, bin ich auch tatsächlich fündig geworden.  

    Hier seht Ihr die Schnittteile, rechts den Eingriff, oben und unten die Original-Beutel und in der Mitte den Beutel, mit dem ich es versuche möchte.
    Als Stoff suche ich mir einen Futter-Rest aus dem Fundus.
    Ich schneide das zweite Schnittteil oben kürzer zu, weil ich dort noch einen Beleg aus dem Cape-Stoff befestigen möchte. Der Teil ist nämlich durch den Eingriff sichtbar. Ich überlege zwar, noch eine Blende darüber zu machen, trotzdem möchte ich das Futter ungern herausblitzen lassen.
      
    Das sind nun alle Schnitteile, aus denen ich mir die Muster-Tasche basteln möchte:

    Oben der Rahmen für die Tasche, der Streifen für die Umrandung, der Beleg und die beiden Teile für den Beutel. Den Beleg und den Rahmen habe ich schon abgesteppt, dort trenne ich die Stoffseiten. Den Streifen trenne ich wieder komplett. Den Eingriff schneide ich vor dem Trennen entlang der Linie aus.
     
    Als erstes nähe ich nun die eine Seite des Belegs an den kürzeren Beutelteil.
     
    Die Nahtzugabe lege ich um und stecke die zweite Seite vom Beleg fest.

    Das ganze wird nun per Hand mit Matratzenstich an den Beutelteil genäht. Nun möchte ich die Seiten vom Beutel schliessen, fluche kurz und zücke den Nahttrenner.

    Um die Seiten des Beutel schliessen zu können, hätte ich die Handnaht in Länge der Nahtzugabe offen lassen müssen.
    Nun kann ich die Seiten schliessen. Ich mache das aber nur im oberen Bereich, weil ich mir später noch die endgültige Form des Taschenbeutels überlegen möchte und dabei tue ich  mir leichter, wenn die Seitennähte nicht geschlossen sind.

    Dabei fällt mir auf, wie sich der Stoff des Beutels legt. Hm, das schreit richtig gehend nach einer Kappnaht. Ist zwar alles ein wenig eng, aber so wird der Beutel von beiden Seiten schön.
    Um den oben geschlossenen Taschenbeutel (Bild links) lege ich auf der hellen Seite des Belegs die helle Seite des Streifens rechts auf rechts, die dunkle Seite des Streifens auf die andere Seite. 

    Ich stecke sie fest und nähe einmal rund herum.
    Nun muss ich dieses Sandwich genauso wie bei der Gürtelöffnung zwischen die getrennten Stoffseiten des Rahmens stecken.

    Das hefte ich wieder zuerst mit der Hand, bevor ich mit der Maschine zweimal in unterschiedlichen Abstand rund rum nähe.

    Als letztes klappe ich auf beiden Seiten die Streifen um und nähe sie so fest, dass sie die ganzen Nähte verstecken.

     
    OK, von dem Resultat bin ich recht angetan.
     
    Den Beutel kann ich einfach durchstecken und dann sieht es von beiden Seiten genauso aus, nur mit der jeweils anderen Farbe. So mache ich es
     
    Fertig bin ich aber noch nicht, jetzt geht es noch an die Form des Taschenbeutels.
    Ich lege die Probetasche in der richtigen Position auf das Vorderteil und zeichne mir die gewünschte Form auf.

    Dann nehme ich davon den Schnitt ab.

    Eingezeichnet habe ich auch die Nahtzugaben und oben der Beleg. Den werde ich bei den endgültigen Taschen nicht über die volle Schnitteil-Breite machen. Im Moment geht er bis zur Hälfte der Rundung. Das ist zum einen unnötig, es würde langen, wenn er so breit ist, wie der gerade Teil des Ausschnitts. Zum anderen sind dadurch die Seiten recht dick.
    Für den anderen (vorderen) Teil des Beutels brauche ich ein weiteres Schnittteil, er ist nämlich oben kürzer, als der hintere, genau um die Höhe des Eingriffs. Ich könnte ihn schon so lassen, aber dann gibt es doch ziemlich Falten.

    Ich zeichne also eine Aussparung und hoffe, dass das dann passt.

     
    Nun muss ich aber noch einen besseren Stoff für die Beutel suchen, den Futterstoff will ich nicht nehmen. Von der Farbe her passt er zwar so in etwa, aber das ist so ein komisches Material, auf dem hinterlässt Wasser Flecken.  Hier die lange trockenen Flecken, die beim Bügeln mit dem tropfenden Dampf-Bügeleisen entstanden sind.

     
     


    violaine
    Während ich daran bin, die Stofflagen an den ganzen Schnittteilen zu trennen (siehe Teil 2), kann ich mir schon mal Gedanken über die erste Knacknuss in dem Projekt machen: die Öffnungen für den Gürtel.
     
    Bei Doubleface-Stoffen ist sowas in einer Naht super einfach. Aber wie bekomme ich das mitten im Stoff hin?
    Ich starte also eine Versuchsreihe.
    Als erstes versuche ich die naheliegendste Variante: ich behandle die Öffnung so, als ob sie ein Saum im Stoff drin wäre.
    Ich zeichne also die Umrisse auf ein Stoffstück, steppe sie ab und schneide das Innere mit einem Skalpell auf. In den Ecken mit einem V.

    Ich trenne die beiden Stofflagen bis zur Steppnaht voneinander und klappe den einen Teil nach innen.

    Weil ich mir etwas Gedanken wegen der Stabilität mache - eigentlich ist im Originalschnitt hier eine Verstärkung vorgesehen - mache ich mir aus einem Bändchen einen passenden Ring und nähe den mit rein.

    Die zweite Stoffhälfte um das Bändchen klappen und beide Hälften mit einem Matratzenstich zusammen nähen.

    Das ist das Resultat:

    Naja - schön ist anders.  Besonders die Ecken, in denen ich bis an den Rand schneiden musste, sehen zum einen nicht toll aus und zum anderen halten die wohl auch nicht besonders viel aus.

    OK, so geht es nicht, also ein zweiter Versuch.
    Als erstes schneide ich mir einen Stoffstreifen zurecht. Dann trenne ich beide Seiten komplett voneinander.

    Beide schliesse ich getrennt voneinander zum Ring.

    Jetzt lege ich sie rechts auf rechts aufeinander und nähe sie mit 0,7 cm Nahtzugabe wieder zusammen.

    Bei der Gürtelschlaufenöffnung habe ich die Ecken abgerundet und das Innere bis zur Nahtlinie zurückgeschnitten.

    Nun schiebe ich die Nahtzugabe des Rings zwischen die beiden Stofflagen der Öffnung und stecke sie fest. Beim nächsten Mal, werde ich etwas weiter weg absteppen. Hier habe ich die Breite der Nahtzugabe des Rings genommen. Das ist super pfrimelig. Bei 0,7 cm Nahtzugabe werde ich das nächste Mal in 1 cm Abstand absteppen. 

    Ich hefte nun als erstes mit der Hand, das gleich mit der Maschine zu nähen, traue ich mir nicht zu, da rutscht mir alles auseinander.
     
    Nun klappe ich die beiden Lagen des Rings auf beiden Seiten nach aussen, schlage die Nahtzugaben ein und nähe sie fest.

    Hier eine Zeichnung, damit Ihr Euch besser vorstellen könnt, was ich da gemacht habe.

    Und so sehen die beiden Versuche im Vergleich aus:

    Bei der Länge des Rings hatte ich bewusst die abgerundeten Ecken nicht berücksichtigt, weil ich nicht wusste, ob ich sonst genug Weite zum Umklappen haben werde. Aber wenn ich mir das so anschaue - der Ring verträgt auch ein bisschen weniger Weite. Ansonsten, ja, ich glaube die zweite Variante wird es. Uff, Knacknuss eins ist geschafft.
     
    Hier geht es weiter zum vierten Teil.

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