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Alt 05.01.2013, 00:41
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AW: Jeans nähen mit N!NA - Motivationsquartal 1/2013

Hallo zusammen,

nun geht es los mit der ersten Wochenaufgabe.

Doch zunächst noch einige Anmerkungen zur Stoff- und Garnauswahl:

Bei der Verarbeitung von Jeansstoffen solltet Ihr diesen unbedingt vorwaschen!

Bisher ist mir noch jeder Jeansstoff eingelaufen … teilweise wird der Stoff sogar schon vorgewaschen angeboten. Je höher der Elastananteil ist, desto geringer die Gefahr, dass der Stoff einläuft, aber eine Garantie gibt es hier leider nicht.
Außerdem färbt der Stoff nach dem Waschen (hoffentlich) weniger ab …

Wie dick und schwer der Stoff sein soll hängt von Euren persönlichen Vorlieben und natürlich Eurer Nähmaschine ab. Wer sich nicht sicher ist, wie viel Kraft seine Maschine hat sollte mit einem dünneren Jeansstoff starten bzw. eine kleine Nähprobe nähen.
Meine Empfehlung ist, dass eure Maschine im Optimalfall sechs Lagen Stoff ordentlich nähen können sollte. Unter "ordentlich" verstehe ich, dass die Stichlänge gleichbleibt und kein Stich ausgelassen wird.

Eine Jeansnadel für Eure Nähmaschine ist eine sinnvolle Anschaffung, weil diese an die speziellen Bedürfnisse von Jeansstoff angepasst ist und einem so zu einem besseren Ergebnis verhilft. Jeansnadeln sind genauso wie Jerseynadeln mit einer Kugelspitze ausgestattet und haben einen verstärkten Schaft. Der dickere Schaft schützt vor ständigem Nadelbruch und sorgt dafür, dass die Nadel präzisier durch den Jeansstoff gleitet. Durch die Kugelspitze soll verhindert werden, dass das Material beim Nähen zu stark beschädigt wird. Jeansnadeln gibt es in verschiedenen Stärken.

Zum Absteppen der Ziernähte verwendet man etwas dickeres Garn der Stärke 50. Einen schönen Effekt erzielt man auch mit dem Dreifach-Stich, für diesen kann man auch das normale Nähgarn verwenden. Aber dazu später mehr...

Auf dem Foto habe ich zwei 50iger Garne mit einem 120iger Garn verglichen um die unterschiedlichen Stärken zu zeigen.



Woche 1: "Vorbereiten des Schnittes"

Diese Woche bereiten wir den Schnitt vor. Kopiert oder schneidet den Schnitt aus und fügt ggfs. die Nahtzugabe bereits hinzu. Wer seinen Jeansstoff (und den Baumwollstoff für die Taschenbeutel) noch nicht vorgewaschen hat, erledigt dies auch gleich mit.

Beim Kopieren des Schnittmusters gibt es für Jeanshosen keine großen Besonderheiten, außer dass ihr das Schnittteil für die Gesäßtaschen auf eine feste Pappe - anstelle von Papier/Folie - kopiert.

Meine "Standardänderungen" füge ich bereits an dieser Stelle ein. Um zu gucken ob diese auch bei einem neuen Schnittmuster notwendig sind, messe ich das Schnittmuster an den riskanten Stellen aus und füge anschließend meine Änderungen ein. Für den Motivationsmonat teste ich einen Schnitt aus der LMB (Heft 04/2011, Modell 430). Das erste Ausmessen des Schnittes war sehr erfolgsversprechend und der Schnitt wird erst mal ohne Änderungen übernommen.

Die ausführliche Besprechung Problematik der genauen Schnittanpassung an die jeweilige Figur spare ich an dieser Stelle bewusst aus, weil es in diesem Thread in erster Linie um das Nähen einer Jeanshose geht.

Viele Grüße,
Nina
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