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Museen & Ausstellungen: Tuchmacher Museum Bramsche

aus der Redaktion


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  #6  
Alt 26.12.2012, 20:35
Benutzerbild von Strickforums-frieda
Strickforums-frieda Strickforums-frieda ist offline
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AW: Museen & Ausstellungen: Tuchmacher Museum Bramsche

Ich bin da heute erst auf dem Weg von Kiel nach Köln an dem Schild, das darauf hinweist, vorbeigekommen. Irgendwann halte ich vielleicht mal an ...

Deiner Beschreibung nach scheint es aber sehr ähnlich dem Tuch und Technik Museum in Neumünster zu sein, das ich schon besichtigt habe.

Ich finde das Thema auf jeden Fall sehr spannend und kann das sehr geniessen, mal den industriellen Prozess anzuschauen. Zumal ich ja die gesamten Arbeitsschritte im Handarbeitsmaßstab bereits mal hier zu Hause durchgeführt habe. (Von der Rohwolle zum fertigen Kleidungsstück in nur 3 Monaten ).

Grüßlis,

frieda
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  #7  
Alt 26.12.2012, 20:43
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AW: Museen & Ausstellungen: Tuchmacher Museum Bramsche

Vielen Dank für den Hinweis.

LG
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  #8  
Alt 26.12.2012, 23:31
Benutzerbild von miandres
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AW: Museen & Ausstellungen: Tuchmacher Museum Bramsche

Tja ... ist zwar ein bisschen peinlich, aber ich wusste nicht das es in meiner Nachbarschaft das Museum gibt. (Zugereister)
Darum Danke für den Bericht und den Hinweis. Sobald ich wieder mobil bin, werde ich mich rüber nach Bramsche aufmachen.

der Micha
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Man findet mich auch hier.
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© Antoine de Saint-Exupéry
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  #9  
Alt 27.12.2012, 00:40
Benutzerbild von Quetschfalte
Quetschfalte Quetschfalte ist offline
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AW: Museen & Ausstellungen: Tuchmacher Museum Bramsche

Hallo zusammen,

ich freue mich sehr über eure Resonanz!

Zitat:
Zitat von Näh-Mutti Beitrag anzeigen
Hallo,

als ich diese Bilder gesehen habe, wurde ich gleich an meine Lehrzeit erinnert. Ich lernte von 1966-1968 in Grossenhain/Sachsen und in Görlitz/Oberlausitz den Beruf einer Tuch-Weberin. Es nannte sich VEB-Volltuchwerke Sachsen; es war damals ein Kompinat.
Aber diese Betriebe gibt es ja schon lange nicht mehr. Grossenhain wurde schon 68 geschlossen und die anderen Fabriken sie sind ja gleich nach der Wende zugemacht worden.
@Näh-Mutti: Ich glaube, da habe ich etwas speziell für Dich:

Goerlitz_5885.JPG

Einige der ausgestellten Exponate stammen aus Ostdeutschland, auch die Garnspulen aus dieser Kiste.

Garnrollen_5881.JPG

Und es gibt einen sehr ausführlichen Filmbeitrag über die Auflösung einer ehemaligen Tuchfabrik und den Umzug der Maschinen ins Museum.

Zitat:
Zitat von Näh-Mutti Beitrag anzeigen

Auch ich habe an so einem Selfaktor gelernt, da wurden die Fäden gedreht und auf Spulen aufgespult. Da mußte man sich sputen, den das Gestellt lief rein und raus. Einmal drehen rein und auf Spule zurück oder war es anderersherum? Jedenfals mußte man am Ball bleiben, denn wenn der Faden gerissen war, gleich wieder andrehen. Denn der erste Faden war ganz locker und flauschig auf große Rollen gespult.
Da kann ich nur die Filme empfehlen, die man sich auf der Homepage des Museums herunterladen kann!
Es gibt sogar ein Modell einer Spinnmaschine, an dem man die nötigen Handgriffe und dazugehörigen Bewegungen ausprobieren kann. Ich bin nicht weit gekommen, ständig Fadenriss , weil ich entweder falsch herum gekurbelt hatte, der Schwung zu stark war, die Rückholbewegung zu schnell oder oder...

Zitat:
Zitat von Näh-Mutti Beitrag anzeigen
Auch habe ich an den alten Tuchwebmaschinen gelernt. Da mußte man aufpassen, dass beim Schützen die Spule immer voll war und die einzelnen Schußfolgen stimmten, denn sonst konnte es zu Musterfehler kommen und das Ausbessern war eine Heidenarbeit. Schlimm war es, wenn der Schützen stecken blieb oder sich selbständig machte und das Fach nicht fand, da flogen die Kettfäden oder man hatte ein Loch im Stoff. Das schlimmste war aber, wenn der Schütze duch die Gegend flog und man ihn ab bekam. Da waren Stahlspitzen an beiden Seiten. Jedenfalls man hats deutlich gespürt.
Etwa wie bei diesem Jaquardwebstuhl?
Jetzt, wo Du das so erwähnst, betrachte ich das mit anderen Augen.



Zitat:
Zitat von Näh-Mutti Beitrag anzeigen
Leider mußte ich nach der Lehre einen anderen Beruf lernen, in einer Schuhfabrik, da ja die Maschinen in eine andere Region verschickt wurden.
Jetzt habe ich aber viel über mein gelernten Beruf geschrieben, aber bei den Bildern kamen wieder Erinnerungen. Danke für den Beitrag!
Ich finde es schön, dass Du uns an Deinen Erinnerungen hast teilhaben lassen. Danke dafür!

Zitat:
Zitat von schau Beitrag anzeigen
Hallo Anne,

das mache ich gerne

Wird aber wohl Sommer werden, bis wir in den hohen Norden fahren ...
Wir können warten, und bei schönem Wetter ist es doch überall angenehmer.

Zitat:
Zitat von Strickforums-frieda Beitrag anzeigen
Ich bin da heute erst auf dem Weg von Kiel nach Köln an dem Schild, das darauf hinweist, vorbeigekommen. Irgendwann halte ich vielleicht mal an ...

Deiner Beschreibung nach scheint es aber sehr ähnlich dem Tuch und Technik Museum in Neumünster zu sein, das ich schon besichtigt habe.
Habe gerade mal danach gesucht, ja, das scheint ähnlich zu sein.

Zitat:
Zitat von Strickforums-frieda Beitrag anzeigen
Ich finde das Thema auf jeden Fall sehr spannend und kann das sehr geniessen, mal den industriellen Prozess anzuschauen. Zumal ich ja die gesamten Arbeitsschritte im Handarbeitsmaßstab bereits mal hier zu Hause durchgeführt habe. (Von der Rohwolle zum fertigen Kleidungsstück in nur 3 Monaten ).

Grüßlis,

frieda
Auf den ersten Blick ist das natürlich sehr industriell, aber es gibt Exponate, die berühren einen sehr und lassen die Personen und Geschichten dahinter sehr wirklich werden, z. Bsp. hängt da an einer Wand die alte Stechuhr, und diese Schär- und Schussbriefe (ist das so korrekt, Näh-Mutti?) fand ich wunderschön mit den handschriftlichen Angaben.

Schär-Schussbrief_5874.jpg

Zitat:
Zitat von miandres Beitrag anzeigen
Tja ... ist zwar ein bisschen peinlich, aber ich wusste nicht das es in meiner Nachbarschaft das Museum gibt. (Zugereister)
Darum Danke für den Bericht und den Hinweis. Sobald ich wieder mobil bin, werde ich mich rüber nach Bramsche aufmachen.

der Micha
Das braucht Dir überhaupt nicht peinlich zu sein, bei uns in der Nähe gibt es auch ein Tuchmuseum, da ist einmal im Monat "Dampf-Sonntag". Ich war da auch noch nicht drin, nur meine Männer, während ich in der Zeit dem Stoffmarkt im Städtchen einen Besuch abgestattet habe
(Vor 10 Jahren zugezogen.)
Die sehenswerten Orte vor der eigenen Haustür werden oft vernachlässigt...

Annekatrin
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Geändert von Quetschfalte (27.12.2012 um 01:00 Uhr)
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  #10  
Alt 27.12.2012, 02:36
Benutzerbild von Näh-Mutti
Näh-Mutti Näh-Mutti ist offline
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AW: Museen & Ausstellungen: Tuchmacher Museum Bramsche

Hallo Quetschfalte,

danke, dass Dich mein Beitrag interessiert hat. Ja, da kamen Erinnerungen, wo ich die Bilder sah, die Du da noch eingestellt hast.
Ich habe an so ähnlichen Maschinen gearbeitet. Bei den Jaquardmaschinen erfolgt die Steuerung, das Heben und Senken der einzelnen Fäden von oben und so können sehr vielfälltige Muster entstehen je nachdem was für Material eingesetzt wird.
An den Maschinen an den ich gelernt und gearbeitet habe erfolgte die Steuerung auch über Lochkarten, jedoch das Heben und Senken der Fäden erfolgte über feste Rahmen in denen feine Drähte mit Öhrchen- wie bei dem Nadelohr senkrecht gespannt in einer Höhe. Die Fäden wurden durchgezogen, nach Muster des Schärbriefes. Aber frag mich jetzt nicht wie, ich weiß nur noch es war ein fester Rahmen und die wurden mechanisch gehoben und gesenkt.
Für den Schützen gab es bestimmte Reihenfolgen, die entsprechend dem Muster festgelegt waren. Für 3 Schützen, für 5 Schützen die anderen weiß ich nicht mehr, aber ich glaube es waren sieben die angewand wurden, wenn man doppelseitiges Tuch webte.
Die Folgen mußte man auswendig lernen. Ich hab blos noch den von der Leinenbindung im Kopf.
Die Anzahl der Schütze war immer ungerade, damit ein immer ein Fach frei bleibt, damit der nächste Schützen entsprechend dem Muster geschossen werden konnte.

Die Herstellung der Lochkarten erfolgte mit dem Locheisen und dem Hammer entsprechend der Vorlage des Schußbriefes. Das war ganz feste Pappe in Streifen, die dann noch kleine Löcher an der Seite hatte, die dann mit der Hand zusammengenäht wurde.
Aber am liebsten habe ich in der lehre Muster gezeichnet, dem Musterbrief.Da konnte man schöne Muster entwerfen. Die meisten waren Köper- oder Leinenbindungen, es waren ja Muster für schwere Tuche.

Da war ich ein ganz junges Mädchen und was hat sich in dieser Zeit nicht alles geändert! In Grossenhain war damals der Webstuhlbau und wir hatten am Ende meiner Lehrzeit die modernsten Webstühle im Betrieb, die es damals in der DDR gab. Da wurden die Fäden durch einen kleinen Schützen aus Metall per Luftdruck durch den Schaft geschossen, Die Schussfäden wurden durch den Luftdruck gleichzeitig mit aufgenommen und abgeschnitten. Wir waren damals stolz an so einen Webstuhl mal "mit arbeiten zu dürfen". Was daraus wurde, weiß ich nicht mehr.

Da kann es noch so einen technischen Fortschritt geben, aber das alte Prinzib der Weberei bleibt, das Heben und Senken der Kettfäden, der das Schießen des Schützen und das Herandrücken der Schußfäden des Webblattes an den schon gewebten Stoff. Nun habe ich schon wieder viel über mein gelernten Beruf geschrieben.

Ich wünsche allen noch eine schöne Nachweihnachtszeit und für das Jahr 2013 Euch allen Frieden, Gesundheit und möchten sich doch alle Menschen der Erde immer besser verstehen!
__________________
Mit freundlichen Gruß
Näh-Mutti
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bramsche , tuchmacher museum

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