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sisue

...und Frauen trugen weniger

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Trekkies dürften wissen worum es geht, einen Ausflug ins 23. Jahrhundert natürlich, allen anderen sei gesagt, der Titel ist ein Zitat aus der Serie „Star Trek: Deep Space Nine“. Einige Hauptfiguren der Serie machen unfreiwillig eine Reise zurück in die Vergangenheit und landen auf dem Raumschiff Enterprise mit Kirk und Spock.

 

Bashir: „Warten Sie mal! Haben Sie nicht die Farben verwechselt?”

O'Brien: „Wissen Sie denn gar nichts über diese Zeit, Dr. Bashir?”

Bashir: „Ich bin Arzt, kein Historiker.”

Sisko: „Früher trugen die ausführenden Offiziere rot, die kommandierenden Offiziere gold…”

Dax erscheint im Minikleid

Dax: „…Und Frauen trugen weniger.

 

Naja, jedenfalls, Sexismus hin oder her, das Minikleidchen der Originalserie ("Standarduniform Frau Typ A") ist eine interessantere Uniform als die Overalls und ähnliches der späteren Serien. Nichelle Nichols, die als Lt. Uhura die bekannteste Trägerin dieses Kostüms sein dürfte, äußerte übrigens mal in einem Interview, daß es schließlich nur Teil der Ära des Minirocks war und doch weiter nichts verkehrt daran gewesen sei.

 

Nachdem ich mich in letzter Zeit öfter mal über Star Trek Kostüme und Star Trek inspirierte Kostüme unterhielt, kam ich zu dem Entschluß dieses Star Trek Kostüm zu nähen. Da ich eigentlich gar keine Verwendung dafür habe, es taugt ja nicht einmal für einen Kostümspaziergang wie bei den historischen Sachen, hoffe ich, daß ihr mich davon abhaltet, das Projekt beim ersten Problem in die Ecke zu schmeißen.

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Nach einigem Hin und Herüberlegen und -lesen, kam ich zu dem Schluß, daß ich nicht den aus einer offiziellen Publikation stammenden Rasterschnitt, über den ich online gestolpert bin, hochskalieren wollte. Ich nutze dieses Schnittmuster:

 

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Man liest darüber, daß es insgesamt nicht schlecht sei, aber daß es sehr eng und sehr kurz ausfällt. In der Anleitung findet man dann auch den Hinweis, daß die Maßtabelle lediglich ein Anhaltspunkt sei, und man es anpassen müsse, wofür man eine Größe wählen solle, die der eigenen entspricht oder etwas größer ist, damit man etwas wegnehmen könne.

 

Dem interessanten Schnitt dieses Kleidchens ist es zu verdanken, daß es keine zwei gleichen Schnittteile gibt, aber dafür viele schräg verlaufende Nähte.

 

TOS_003.jpg.6db8f969ef0a6c68fcb502ee142b197d.jpg

 

Ich habe mich ein wenig schwer getan, den Schnitt auszumessen und entschied mich dann, mich zunächst einmal an die Tabelle zu halten. Bei den großen amerikanischen Schnittmusterfirmen lande ich zwischen 12 und 14 und hier war 10 deutlich unter meinen Maßen, 12 leicht darüber. Also erst einmal 12. Ich habe mit dem Gedanken gespielt, zumindest schon einmal Länge hinzuzugeben, dachte mir aber, daß ich garantiert eh die Schnittteile abändern müßte und es dann in einem zweiten Schritt nach gemessener Länge tun könnte.

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Wenn man sich die Kostüme in der Serie mal anschaut, sitzen die tatsächlich knatscheng (es hat wohl einen Grund, daß sie einen Reißverschluß haben trotz elastischen Materials) und sind Ultraminis. In Bewegung sieht man, daß im Stehen gerade so eben der Hintern bedeckt ist, bückt sich die Dame, bekommt man darunter Panties aus demselben Material zu sehen. Die Rocklänge soll 3 inch vom Schritt aus gemessen betragen.

 

TOS_001.jpg.da0b0766e371738ad7a6ca46d55c0e7d.jpg

 

In mein erstes Probeteil, das ich zugegebenermaßen ohne RV genäht habe, konnte ich mich ohne BH gerade eben so hineinzwängen. Es ist erwartungsgemäß zu kurz. Ich habe einen für meine Größe ziemlich kurzen Rücken und muß häufig nur im Bereich von Armen und Beinen Länge zugeben. Hier scheint mir der Latz am Rock etwas hoch zu beginnen. Ich tendiere dazu, die Naht einfach weiter nach unten zu ziehen und nur Länge im Rockteil hinzuzugeben, was technisch am einfachsten wäre, aber vielleicht sollte ich oberhalb doch auch Länge zugeben?

 

Um mein Popöchen ausreichend zu bedecken brauche ich mindestens 5 cm plus Saum mehr Länge, beim Probeteil hängt der Saum nämlich und täuscht noch etwas an Länge vor.

Ein Bild in Seitenansicht zeige ich euch nicht, denn das ist mir etwas zu, ähm, freizügig für die Öffentlichkeit.

 

Was mich sehr überrascht hat, trotz der vorab eingeholten Infos, ist, wie wirklich wahnsinnig schmal die Ärmel sind. Ich habe dünne Ärmchen und ich bin nur gerade eben hineingekommen, daran, den beim Anziehen leicht verdrehten Ärmel gerade zu richten, war nicht zu denken. Ich denke ich werde die benötigte Weite vor allem an der oberen Naht zugeben, die zusätzliche Weite im Schulterbereich kann ich im Zweifelsfall bestimmt abnähen, falls nötig. Oder mache ich da einen riesigen Denkfehler?

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Hey, echt knackig das Teil, musste beim durchlesen deiner Posts gerade ziemlich viel lachen:D

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Cooles Projekt!

 

Als ich noch annähernd die Figur dafür hatte, kam ich leider nie dazu, das zu nähen. :D

 

(Und hätte es auch noch nicht gekommt. Schnitte aus dem Internet gab es ja noch nicht. :rolleyes: )

 

Wobei man auf alten Modebildern auch sieht, daß die Ärmel damals normalerweise enger waren, als wir das heute als akzeptabel empfinden würden.

 

(Und was heißt "nicht tragen"... gibt doch die FedCon... :cool: )

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Tolles Projekt, ich bin schon gespannt wie es weitergeht.

 

Live long and prosper

 

Natascha

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Ich habe das Kleid auch genäht. Weil es so kurz ist, dann noch die passende Hotpants dazu. Sonst könnte ich nur stehen, aber mich keinen Millimeter bücken. Uhura hat ja auch welche an.

 

Einen Reißverschluß habe ich auch nicht drin. Hab mein Kleid aus blauem Sweatshirtstoff genäht. Komme locker auch so rein.

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Oh, wie schön!

So was wollte ich immer schon mal nähen! Ich sehe dir sehr gerne dabei zu.

 

Rita

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Oh ja, ein passendes untendrunter wie auch im Original kommt auf jeden Fall dazu, sonst traue ich mich damit ja keinen Schritt vor die Tür.

 

Ich plane auch ein blaues Kleid, aber das richtige Mittelblau, oder zumindest ein annäherndes, ist schwer zu bekommen. Ich habe mir die Hacken abgelaufen nach einem schweren Jersey, einem Nicki oder einem Sweatshirtstoff in passendem blau und auch ein paar Stoffmuster bestellt, aber so richtig passend war nichts. Ich habe ein Stoffmuster von einem "Romanitjersey", der farblich recht passend wäre, aber der ist so flatterdünn, daß der als "Polo-Jersey" verkaufte Interlock des örtlichen Warenhauses dicker ist. In der Serie waren die Kostüme der ersten Staffel aus Nicki und die der zweiten und dritten aus Double knit (da fehlt mir gerade die korrekte deutsche Übersetzung).

 

Ich habe heute nach der Arbeit beim Stoffladen ums Eck kurzerhand einen etwas dickeren Jersey gekauft. Er läuft da als "Elastik-Jersey" und ist aus etwas mehr Polyester, etwas weniger Viskose und ein wenig Elasthan. Der Stoff ist sehr stark querelastisch und etwas längselastisch und farblich etwas zu hell und babyblau, aber was soll's. Ich habe schließlich nicht vor zur FedCon oder ähnlichem zu fahren und an einem Kostümwettbewerb teilzunehmen.

 

Ach ja, der Stoff soweit ich ihn fotografieren konnte, die Farbe kommt nicht ganz hin:

 

TOS_004.jpg.09b95c6db63691185eece82676ac07e1.jpg

 

Bevor ich den zerschnippel, werde ich allerdings zunächst noch einmal den grünen Stoff vom Grabbeltisch zu Hilfe nehmen.

 

 

Erst einmal ist aber gleich Kochen und Abendessen dran und dann stehen dem Nähen noch die ausstehenden Schnittanpassungen im Weg.

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Double knit dürfte unser allseits beliebter Interlock-Jersey sein.

 

Cooles Projekt.:super:

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Double knit dürfte unser allseits beliebter Interlock-Jersey sein.

 

Als ich vor einer Weile mal aus anderem Anlaß nachzulesen versuchte, was genau double knit fabric nun eigentlich ist, hatte ich es so verstanden, als sei jeder Interlock ein double knit fabric, aber nicht jedes double knit fabric Interlock. Es ist aber wie gesagt schon eine Weile her, daß ich mich damit auseinandergesetzt habe.

 

 

So, also Erkenntnisse des Abends:

 

1.) Ich sollte mir endlich ein Patchworklineal zulegen oder ein größeres Geodreieck oder gleich beides.

 

2.) Es ist eine bescheuerte Idee gewesen, die zusätzliche Länge von 10 cm (2,5" zusätzliche Länge plus 1,5" Saumweite des Schnittmusters) innerhalb des Rockteiles einfügen zu wollen statt unten dran. Mit den schrägen Teilen kriege ich nicht die rechte Kurve, um am Ende an zwei benachbarten Teilen passende Nahtkanten zu haben. :rolleyes:

Ich hätte es mir so viel einfacher machen können. :o Wenn es am Ende durch das unten dran setzen zu weit wird, kann ich das schließlich immer noch abstecken und abnähen. :cool:

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Hihi, der Titelsatz ist unvergessen, ich habe dazu sofort die Szene vor Augen ...

 

Meine Schwester hatte beim Abisturm (oder -streich oder wie es woanders auch immer heißt) so ein Kleid an, also von der Uniform inspiriert, aber in deutlich länger; auch am allerletzten Schultag muss man's ja nicht übertreiben ;)

 

Dieser Schnitt ist aber schon ziemlich interessant. Ich bin gespannt, wie's weiter geht!

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*seufz* Ich habe den Rasterschnitt von dem du sprachst bereits gefunden und nun schreit er laut und will genäht werden. Dabei brauche ich sowas ü-ber-haupt nicht :o

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Dabei brauche ich sowas ü-ber-haupt nicht :o

 

Brauchen wird überschätzt. Brauchst du es nicht vielleicht um zwei Meter Jersey/Nicki/Sweat aus deinen Vorräten zu verarbeiten? ;) :D

 

---

 

So, nachdem ich in der letzten Woche zu nichts so recht gekommen bin, habe ich mich endlich wieder dem Skant zugewandt. Ich habe übrigens mit angenehmem Erstaunen festgestellt, daß mit 170°C über Transparentklebeband ("Tesafilm", auch wenn es nicht Tesa ist) zu bügeln offensichtlich keine bösen Effekte erzielt. Wenn ich die angestückelten Teile aus Papiertischdecke vorher glatt gebügelt hätte, hätte ich mir diese Erkenntnis allerdings auch sparen können.

 

Nun eine Frage: Wieviel Bequemlichkeitszugabe braucht so ein eng anliegender Ärmel?

 

Der Probeärmel hat 24 cm Oberarmumfang im ungedehnten Zustand, meine Oberarme haben 26,5 cm Umfang im unzerquetschten Zustand. Die Kombination ist eindeutig zu eng. (Ja ich weiß, ich könnte auch einfach die Naht auslassen und ausprobieren.)

 

Der Probestoff dehnt sich in Hauptdehnrichtung von 10 auf 14 cm, der geplante Stoff von 10 auf 15 cm. Die Ärmel liegen so, daß der Oberarmumfang schräg zur Hauptdehnrichtung liegt.

 

Vielleicht 26 cm mit genügend Spielraum zum Nahtauslassen?

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Ich würd mal schätzen: Umfang -0,5 bis + 0,5 cm

ich würd jetzt 26 cm Umfang + reichlich NZ zuschneiden.

 

 

(leicht OT: Double Knit könnten außer Interlock auch Bündchenware und Effektgestricke/-gewirke sein...:o)

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Dankeschön. :) Entsprechend habe ich die Schnittteile jetzt auch schon vorbereitet, aber ich fürchte, ich muß noch ein wenig mehr Schnittmuster-Tetris spielen bis ich es ausprobieren kann. :o Ich bin aber schon nah dran, aus dem Rest Stoff und dem alten Probeteil alles herauszubekommen.

 

Das mit dem Double Knit könnte übrigens sein.

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Eine Größe größer, mit 10 cm Längenzugabe und 2 cm zusätzlicher Weite im Bereich der Arme:

 

TOS_005.jpg.de0ff28fdb1438152f24d773ca21a0db.jpg

 

Entschuldigt bitte, daß es wieder ein Spiegelfotobild ist.

Ich habe noch nicht genau identifiziert, weshalb das eine Teil länger ist als die anderen, aber das läßt sich je einfach wegnehmen.

 

Die Ärmellänge habe ich beim Schnittmuster-Tetris geopfert, um noch alles aus dem Rest Stoff herauszubekommen. Mit der Weite bin ich ganz zufrieden.

 

Der Schulter/Armbereich ist eher suboptimal, aber ich vermute mal, bei dem angeschnittenen Ärmel wird es nicht anders gehen, oder hat jemand einen Tipp? Unbequem ist es jedenfalls nicht.

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Total cool geworden. :super:

 

Vielleicht wird die Falte am Ärmel/Brust noch etwas besser, wenn du den Ausschnitt fertig eingefasst hast und das ganze dann noch etwas mehr an den Schultern Richtung Hals gezogen wird?

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Hallo sisue,

 

das sieht super aus! Damit bist Du mit Sicherheit der Blickfang eines jeden Trekkie-Treffens.

 

Wenn der Arm eingesetzt wäre, würde ich zu einer Armkugelerhöhung raten (denn diese Falten am Arm hatte ich selbst gerade erst). Aber bei angeschnittenem Arm...vielleicht meldet sich ja noch jemand, der sich damit richtig befasst hat.

 

Liebe Grüße, haniah

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Möglicherweise hilft ein Zwickel unter dem Arm?

 

Das hat man früher oft gemacht, dadurch bleibt oben der durchgehende Look erhalten, man kann sich unten aber einem eingesetzten Ärmel in der Paßform annähern.

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