Nadelöhrchen Geschrieben 22. Juli 2005 Melden Geschrieben 22. Juli 2005 Wieder mal eine doofe(?) Frage von mir: Kan man das machen? Wenn ja, wüßte ich gern wie. Der Stoff sollte vor Viecherei, Licht, Feuchte geschützt sein, also so, dass ggf Nachkommen der xten Generation das entsprechende Teil unversehrt vererbt bekämen. Hab da so ´ne Idee....
felisalpina Geschrieben 22. Juli 2005 Melden Geschrieben 22. Juli 2005 In eine große Pappkiste stecken, eingeschlagen in a) Folie, und dann b) säurefreies Papier, mit einem Beutelchen Lavendel dabei, und dann in einem trockenen, kühlen Raum lagern. Monika
mirakinder Geschrieben 22. Juli 2005 Melden Geschrieben 22. Juli 2005 Also, wenn Du was für die Nachwelt konservieren willst, würde ich das Teil in Folie einschweißen. Meine Mutter hatte mal so ein Ding, mit dem man die Luft aus Gefriertüten absaugen konnte und das dann anschließend den Rand verschweißt hat. Ich habe so vor 20 Jahren mal ein handgenähtes Marienkäferkissen "verpackt". Vor zwei oder drei Jahren hatte ich das Päckchen beim Entrümpeln des elterlichen Dachbodens mal wieder in der Hand. Es sah noch sehr gut aus Also, vakuumverpackt und vor Licht geschützt, müßte das sehr wohl gehen. Wertvolle Autos werden auch so eingelagert. Allerdings sollte das gute Stück vorher gewaschen werden, damit sich keine Flecken bilden und nicht aus versehen Motten mit hineingeraten. Mira
Nadelöhrchen Geschrieben 22. Juli 2005 Autor Melden Geschrieben 22. Juli 2005 christa, du ulknudel... mit so´nem einschweißgerät , das würde ich evtl. mal probieren. ach, da fällt mir gerade ein, dassv es auch ein medium gibt, mit welchem textilien versteift werden können. wie heißt das zeug genau?
lenalotte Geschrieben 22. Juli 2005 Melden Geschrieben 22. Juli 2005 Textilversteifer? Nee, im Ernst: GOOGLE ist Dein Freund!!
Sew Geschrieben 22. Juli 2005 Melden Geschrieben 22. Juli 2005 Einen entsprechend Beutel aus HD-PE mit Stickstoff fluten, Stoffe reinpacken und nochmal eine Ladung Stickstoff hinterher jagen. Damit schließt man sowohl oxidative Wirkung als auch alles, was gerne Sauerstoff atmet, aus.
Nadelöhrchen Geschrieben 22. Juli 2005 Autor Melden Geschrieben 22. Juli 2005 und wo bekomme ich stickstoff her?
mirakinder Geschrieben 22. Juli 2005 Melden Geschrieben 22. Juli 2005 Vielleicht kann Sew ja was mitbringen
ULME Geschrieben 22. Juli 2005 Melden Geschrieben 22. Juli 2005 ...in jedem gut sortierten Textilkonservierungsfachgeschäft? Im Ernst: google mal nach "Stickstoff Großhandel" oder so... Viele Grüße, Ulrike
ennertblume Geschrieben 22. Juli 2005 Melden Geschrieben 22. Juli 2005 mal im ernst: vor zwei jahren war ich in istanbul und habe mir die Sultansgewänder im Topkapi-palast angeschaut. aus der ferne, denn sie sind hinter armdickem panzerglas präsentiert und dort liegen sie nicht erst seit gestern. die gewänder sind teilweise tausend jahre alt, vorzugsweise aus schwerster chinesischer seide mit goldfäden und erstaunlichst gut erhalten. die farben wirken frisch und leuchten wohl wie am ersten tag. das vermutlich auch, weil diese "kleidung" nur zu zeremoniellen zwecken getragen wurde. ruf doch mal in einem museum an (z.B. Rautenstrauch-Just in köln), vielleicht gibt man dir dort tips.
Querflöte Geschrieben 22. Juli 2005 Melden Geschrieben 22. Juli 2005 Versuchs mal mit `ner Thermoskanne an der Uni, bei den Chemikern ( Biologen oder Physiker gehen auch ) wird Stickstoff tonnenweise verbraucht. Du kannst es auch bei der LINDE AG versuchen, die liefern diese Gaszylinder. Allerdings weiß ich nicht, ob´s das auch für den Hausgebrauch gibt. Vielleicht kannst du auch bei einem Konservator im Museum Näheres erfahren, denn die konservieren ständig alte Kleidung und Teppiche, ich fürchte nur dazu nehmen sie noch fiesere Chemikalien, wie Formaldehyd etc. p.p. und wirklich nicht für den Hausgebrauch bestimmt. Gruß Annette
Bele Geschrieben 20. Januar 2006 Melden Geschrieben 20. Januar 2006 Bin beim Rumstreunen auf diesen uralten thread gestoßen... und fühle mich berufen, diese Frage professionell zu beantworten Die richtigen Ideen sind ohnehin schon aufgekommen: Kein Licht und stabiles Klima in Kombination mit möglichst glatter Aufbewahrung in geeigneten Materialien (säurefrei, weichmacherfrei, lösungsmittelfrei, etc.). Sauerstoffarme Aufbewahrung ist möglich, aber immens aufwendig, da kein Folienmaterial auf Dauer dicht genug ist. Für weitere Tipps und mögliche Materialien guckst Du hier: http://www.cwaller.de/deutsch.htm?didaktik.htm~information Einschweißen und Luft raussaugen verpreßt das Textil zu sehr, in Acryl gießen hat sich nicht bewährt Ich hoffe, es hat noch interessiert... Gruß Bele
Lavendel Geschrieben 20. Januar 2006 Melden Geschrieben 20. Januar 2006 Das passt ja wunderbar! Hatte diese Woche mit Kleidern aus den letzten 200 Jahren zu tun. Die werden einzeln liegend in Schubladen, eingeschlagen in säurefreies Seidenpapier, gelagert. Das Klima: eindeutig trocken und derzeit - aus Rücksicht auf die im Moment dort arbeitenden - beheizt, sonst wohl eher der Jahreszeit angepasst... So eine Seidenchemise von 1800 in Händen zu haben hat schon was, wobei sich zwischen Hand und Kleid korrekterweise ein Handschuh befindet...
eigenhaendig Geschrieben 20. Januar 2006 Melden Geschrieben 20. Januar 2006 Hallo, die haltbarste Art ist in Wüstensand eingraben! - Wir haben von unserem Peru-Aufenthalt noch ein paar über tausend Jahre alte Stoffstücke, die alle wunderbar im trockenen Wüstensand überlebt haben. - Scheitert aber leider am hiesigen Klima. Aber der Tipp von "Chrischda" ist gar nicht so unsinnig! Da wir damals dort in Lima wohnten und bei 29° mit 98 % Luftfeuchtigkeit die Motten alle Kleidung gleich mit "Nexalotte" etc. fraßen, wurde alle paar Wochen die Tiefkühltruhe damit bestückt und das Ungeziefer war erledigt. Und die Methode ist absolut chemifrei! (Geht auch mit Möbeln bei Holzwurmbefall und ähnlichem - kommt nur auf die Größe der Kühltruhe an. Bei größeren Teilen hilft manchmal auch der Weg zum benachbarten Fleischer ins Kühlhaus). Grüße, Sabine P.S. Bei dem Tipp mit dem Museum kann der Schuß auch nach hinten losgehen; die haben nämlich erst vor kurzem gemerkt, mit was für chemischen Keulen sie die ganzen Jahre umgegangen sind und teilweise immer noch umgehen. Dort ist die Umgebung manchmal so hochgradig verseucht, daß die Bediensteten da eigentlich gar nicht mehr arbeiten dürften. Stellt sich die Frage, ob man das seiner Nachwelt überhaupt hinterlassen will.
Lavendel Geschrieben 20. Januar 2006 Melden Geschrieben 20. Januar 2006 Bitte nicht lachen - aber ich hab 2 Tiefkühltruhen: in einer ist mein Filzwollvorrat und im Sommer kommt auch abwechselnd wollene Winterkleidung da rein!
Hiltruda Geschrieben 20. Januar 2006 Melden Geschrieben 20. Januar 2006 Apropos Möbel mit Holzwürmern: da helfen auch ein paar Tage mit heißer Luft (so 50 Grad C). Es gibt Mühlen, die machen das ein-,zweimal im Jahr oder so und schaffen sich damit die Schädlinge vom Hals. Alte Textilien nicht knicken, besser rollen oder eben flach lagern!
eigenhaendig Geschrieben 21. Januar 2006 Melden Geschrieben 21. Januar 2006 Bitte nicht lachen - aber ich hab 2 Tiefkühltruhen: in einer ist mein Filzwollvorrat und im Sommer kommt auch abwechselnd wollene Winterkleidung da rein! na, sach ich ja! :) Grüße, Sabine
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