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Capricorna

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Über Capricorna

  • Rang
    Ältestenrat

Personal Information

  • Wohnort
    Hamburg
  • Homepage
    http://www.capricorna.de/naehen/

sonstige Angaben

  • Maschine
    Pfaff Freestyle 1522, Bernina 800DL, Happylock SP-1000
  • Meine Galerie
    http://hobbyschneiderin24.net/portal/galerie/showgallery.php/cat/500/ppuser/7

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  1. Ich fange mal hinten an: Aus welchem Stoff man die näht, richtet sich nach dem Schnitt und dessen Empfehlung. Bei den Schnittmustern für weite, luftige Hosen würde ich Empfehlungen wie Viskose, dünne Baumwolle oder ähnliches erwarten. Der Fall dieser Stoffe ist unterschiedlich; deswegen muss man entweder vom Schnitt ausgehen und gucken, was dafür geeignet ist, oder man sucht sich einen Stoff aus und guckt dann, ob es geeignete Schnitte dafür gibt. Aus Viskose würde ich zum Beispiel eine weite Flatterhose machen, aber keine hautenge Hose; aus Popeline umgekehrt keine luftige Sommerhose, weil die eher fest fällt. Zum Thema Schnittmuster suchen (nicht Anleitung): Ein Weg ist es, die Seiten der einschlägigen Hersteller zu besuchen und sich dann dort durch die Kategorien zu klicken. Der größte Hersteller hierzulande ist immer noch Burda: http://www.burdastyle.de - Im Shop findest du die Schnittmuster und kannst mit den Filtern dort viele Parameter für die Suche setzen, Größe, Kleidungsstück, Stil, bestimmte Schnitt-Details etc. Der zweite große deutsche Anbieter ist der OZ-Verlag; die geben viele Zeitschriften raus. Dummerweise findet man auf deren Website noch weniger als bei allen anderen; am erfolgversprechendsten ist da eher der Besuch einer Bahnhofsbuchhandlung in einer Großstadt und das Durchblättern der Magazine; die geben gleich mehrere zum Thema Nähen heraus: http://www.oz-verlag.de Kannst du englisch? Das würde die Palette der möglichen Anbieter deutlich erweitern, aber auch hierzulande gibt es inzwischen viel (Online-)Konkurrenz von unabhängigen Schnittmuster-Anbietern. Mir fällt leider keine Website ein, auf der die alle hübsch übersichtlich versammelt sind, aber vielleicht kennt jemand eine solche. Ansonsten füttere mal Google mit den Worten Hose Schnittmuster Gr. 52 dann bekommst du sowohl Händler als auch Anbieter (Makerist, Farbenmix etc.) Und vielleicht hat jemand hier noch einen konkreten Tipp für einen Schnitt...
  2. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass mir jemals was aus Viskose ausgeblutet ist; ich würde mir da auch keine Sorgen drum machen
  3. Wenn die Seiten gleich sind, wäre das eher ein Zeichen, dass der Schnitt sehr weit/nicht passform-sensibel ist; da macht man eher beide Seiten gleich weit. Ich würde mal aus dem Stegreif behaupten, dass je enger der Schnitt ist, desto größer der Unterschied von Vorder- zu Rückenteil sein muss, weil vorne und hinten halt, aus den beschriebenen Gründen, weder bei Frauen noch bei Männern ganz gleich sind. Sonst sähen Menschen ganz schön seltsam aus... Und bei dehnbaren Stoffen ist das auch unwichtiger; deswegen sind viele Strick-Pullover vorne und hinten gleich designt, weil das einfacher ist und das Material vergibt; genauso bei T-Shirts. So richtig gut sieht es aber imho nur aus, wenn die Teile an die Figur angepasst sind und da gibt es dann halt ggf. Unterschiede. Vom Schnitt-Auflageplan und von der Nähanleitung her kann man das bei dem verlinkten Shirt allerdings nicht erkennen, dass die Seiten nicht gleich sind. Ausgedruckt ist korrekt? Gibt es ein Kontroll-Kästchen für den Größenabgleich?
  4. Die von mir verlinkte Anleitung verwendet keine Schlauchware, sondern Meterware. Und die zwei Nähte beziehen sich natürlich nur auf die zwei Nähte, die man machen muss, um diesen Schlauch selbst herzustellen, den man dann zerschneidet. In den fertigen Streifen sind dann natürlich mehr Nähte drin. Aber wenn man nicht extra fertige Ware kaufen will, ist das wohl die beste Lösung, oder nicht?
  5. Stimmt, Jersey muss man nicht schräg zuschneiden. Aber es gibt einen ziemlich coolen Weg, endlos lange Schrägstreifen zuzuschneiden mit nur zwei Nähten. Das ist hier schön anschaulich erklärt:
  6. Hm, das Video zum Nähen von Kalium ist ja noch online. Das sind nur rechteckige Teile, das sollte sich mit ein bisschen Gehirnschmalz auch nachmachen lassen, in jeder gewünschten Größe...
  7. @Melanie80, blöde Frage: Verwendest du denn noch ein Futter als dritte Lage? Einlage zum Aufbügeln verwendet man idR nur als Zwischenlage, wenn da noch innen ein Futter drüber kommt. Ich habe einmal am Anfang den Fehler gemacht, eine Baumwolltasche mit Vlieseline als innerer Schicht zu machen; die hat die Wäsche auch nicht lange überlebt und sich sehr schnell abgerieben. Als äußere Lage ist Vlieseline nicht gedacht.
  8. Viele Baumwoll-Jerseys haben keinen Elasthan. Viskose-Jersey ist meistens mit Elasthan. Baumwolle ist dafür meiner Erfahrung nach nicht so farbecht, und läuft eher ein. Aber vielleicht hatte ich da einfach Pech mit den Stoffen... Man muss unterscheiden zwischen: - dem Material; das kann zB Baumwolle oder Viskose sein, oder Polyester, oder Polyamid etc. - mit oder ohne Elasthan - welche Webart bzw. Wirkart: Single-Jersey, Interlock und Pique sind drei unterschiedliche Herstellungsarten mit unterschiedlichen Eigenschaften der fertigen Stoffe Das gibt es dann bunt gemischt in fast jeder Kombi zu haben. Also immer genau hingucken und ggf. eine Stoffprobe bestellen, wenn man nicht direkt vor Ort kauft und den Fall des Stoffes in natura beurteilen kann. Pique ist zB idR dicker und fällt viel fester als ein Single-Jersey; da macht man ganz unterschiedliche Sachen draus. http://www.stofflexikon.com/ gibt Definitionen, aber letztendlich ist das ein Handwerk, was man nur durch Anfassen und Ausprobieren lernt. (Das schließt idR einige Teile für die Tonne mit ein...)
  9. @NadelEule, stimmt, das sehe ich auch so. Sachen mit Gummizug unten sind derzeit gerade in Mode; hatte grad am WE wieder was anprobiert in der Art. Und das bauscht sich unweigerlich um die Taille. Körpernah und Gummizug ginge meines Erachtens nach nur, wenn da ein langer Verschluss drin ist. Länger als hüftlang und Gummizug stelle ich mir auch schwierig vor. Um nicht hochzurutschen, müsste der Gummi dann unter dem Po enden; das wäre eine seltsame Optik, oder? @Sew me, nicht verzagen. Mode ist eine eigene Sprache und die muss man erstmal lernen. Ich habe dazu auch mehrere Jahre und die Lektüre vieler Stil-Ratgeber gebraucht, und das regelmäßige Lesen mindestens einer Modezeitschrift hilft auch, um da am Puls der Zeit zu bleiben. (Ich bevorzuge da die bodenständige Brigitte gegenüber den Hochglanz-Magazinen; da ist wenigstens noch guter Inhalt dabei.) Ich war vorher auch ein Mode-Verweigerer und hab mich jahrzehntelang überhaupt gar nicht um dieses Thema gekümmert, bis ich mit dem Nähen dann quasi unfreiwillig dazu gekommen bin. Weil ich irgendwann ähnliche Erfahrungen gemacht habe wie du, dass ich gar nicht genug darüber weiß, um eine informierte Entscheidung für das Nähen treffen zu können. Wenn du ein mindestens hüftlanges Teil haben willst, was aber körpernah sein soll, brauchst du auf jeden Fall einen tieferen oder durchgehenden Verschluss, um da überhaupt reinzukommen. (Mit einer Tunika ganz ohne Verschluss wird das nur klappen, wenn du dehnbaren Stoff verwendest; das geht dann nicht mit deiner Viskose. Dann brauchst du wiederum auch ein Schnittmuster, was für dehnbaren Stoff ausgelegt ist, weil du dir sonst wieder andere Probleme einhandelst.) Von Simplicity gäbe es diese beiden Teile, die vielleicht dem nahekommen, ohne den Gummizug natürlich. Diese Schnitte sind aus der Sonderkollektion für mehrere Körbchen-Größen, so dass du dir eventuell auch die FBA sparen kannst: https://www.simplicity.com/simplicity-storefront-catalog/patterns/women/tops--vests/simplicity-pattern-8455-missespetite-blouse-with-length-and-sleeve-variations/ https://www.simplicity.com/simplicity-storefront-catalog/patterns/brands/simplicity/simplicity-pattern-1461-misses--plus-size-tunic/ (oh, ich sehe gerade, das ist Plus-Größe. Welche Größe brauchst du denn?) Wenn du das alte Teil nach dem Brustumfang ausgesucht hast, könnte das auch mit ein Grund dafür sein, dass es wie zwei Nummern zu groß aussieht. Hast du daran gemerkt, dass du eine FBA brauchst? Grundsätzlich ist auch so ziemlich jeder Schnitt FBA-tauglich; wenn der Schnitt noch keinen Abnäher (oder Teilungsnähte) hat, fügt man diesen dann ein mit der FBA.
  10. Ouha.... ob die Knickstreifen beim Färben weggehen, ist die Frage... Kann sein, dass nicht...
  11. Ich nähe gnadenlos rüber, noch bevor irgendwas getrocknet ist. Hatte ich noch nie Probleme mit... Falls sich irgendwas nicht rauswäscht, sehe ich da auch kein Problem, sofern der Kleber zwischen zwei Lagen ist, und das ist bei mir die typische Anwendung, wenn ich einen Saum punktuell fixiere oder irgendeine Appli. Da kann es mir ja egal sein, wenn sich das nicht auswäscht; davon merke ich ja nix.
  12. Mit der Overlock annähen muss funktionieren, denn die gekauften Sachen sind ja auch alle mit der Ovi genäht. Für extrem dehnbare Sachen habe ich an meiner Ovi die Möglichkeit, den einen Greifer abzudecken, so dass unten nur noch mit einem Faden genäht wird; oben mit zweien. Mit der Naht habe ich extrem enge Fahrradtights aus sehr dehnbarem Stoff genäht; hält 1A. Cover sollte auch gehen; gerade bei den schicken/engen Sportklamotten sind ja viele Sachen mit diesen Cover-Ziernähten genäht; so ist die Naht sehr flach und sieht von beiden Seiten gut aus. @NadelEule, hast du denn exakt den Gummi verwendet, den auch Pattydoo verwendet hatte? Wenn du anderes Material hast, würde ich sonst die Länge des Streifens anpassen, damit man den nicht ganz so brutal dehnen muss, wenn der gar nicht so dehnbar ist wie das bei ihr verwendete Material. Mit beiden Händen dehnen und Nähen bekomme ich hin, aber die Dehnung muss dann im buchstäblich handhab-baren Bereich liegen...
  13. *nick* Die Wasch-Bedingungen haben definitiv einen großen Einfluss. - Und das Problem ist halt, dass man bei gekauften Stoffen nicht weiß, wie die Fasern gewachsen sind, ausgewählt und weiterverarbeitet wurden und welche Prozesse der gekaufte Stoff durchlaufen hat. Das ist leider immer ein Glücksspiel. Der Preis ist ein Anhaltspunkt, aber nicht der einzige und nicht immer aussagekräftig...
  14. Polyester ist das Material; das kann alles mögliche sein. Ballonseide ist auch irgendein Poly-Stoff. - Seide ist es auf gar keinen Fall, auch, wenn der Name das vortäuscht. Stoffbezeichnungen lügen gerne, um etwas höherwertiges vorzutäuschen... Du hast jetzt eine bestimmte Vorstellung, was du mit Polyester meinst, aber Polyester ist, genau, wie Baumwolle oder Leinen, nur das Material, aus dem X unterschiedliche Stoffe gemacht werden können. Aus Baumwolle kann man z.B. einen dünnen, transparenten Voile, einen mittelschweren Jeans oder einen sehr festen Canvas machen, die alle völlig unterschiedlich aussehen und sich anders verhalten. Für Poly gilt das noch viel mehr, denn mit Poly-Verbindungen kann man so gut wie alles (optisch) nachbauen. Es ist ziemlich verwirrend, weil es ganz unterschiedliche Stoff-Namen gibt...
  15. Die alten Sachen sind grad wieder schwer in und Adidas selbst hat eine „Originals“-Kollektion. Habt ihr euch die mal angeschaut? Für mich sehen die so aus, wie die Teile, die du wohl meinst (bin auch Bj. 72.. https://www.adidas.de/manner-originals-kleidung Ansonsten würde ich auch Ballonseide nennen. (Viskose-Jersey ist völlig anders.)
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