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Pagliazzo

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Everything posted by Pagliazzo

  1. Floppy, das wird nix. Ich (männlich, technik-versiert) habe mir damals auch industrielle Maschinen fürs Grobe geholt. Sie kamen beide mit diesen schrecklichen, schweren Kupplungsmotoren. Daß sie laut sind und ständig laufen, und man dadurch abends und nachts nicht nähen kann, ohne die Nachbarn zu ärgern, ist der eine Punkt. Viel schlimmer ist die Tatsache, daß man diese verflixten Motoren mit dem Pedal einfach nicht ordentlich dosieren kann. Ich habe auch versucht, mit Potis / Gleichrichtern, etc... die Motoren zu drosseln. Doch auch wenn sie nur mit halber Speed laufen, sind sie immernoch unzähmbare Monster. Ich mußte bei beiden Maschinen diese Servo-Motoren kaufen. Und ich sag dir: ich habs nicht bereut. Es ist ein Genuss! Sieh zu, dass du einen dieser länglichen, beigen Servomotoren kaufst. Kosten zwischen 150 und 200 EUR. Man kann sie nämlich einstellen. Der Pedalweg liefert, je nach Gusto, von 0 bis 20 Stichen pro Minute oder von 0 bis 100 oder 0 bis 2000, wie man will. Und die Servomotoren sind absolut leise (komplett still), sie drehen nur, wenn du aufs Pedal drückst. Neben der perfekten Dosierbarkeit mag ich, dass diese langen beigen Motörchen auch eine akustische Quittierung haben. D.h. der Motor meldet dir (das ist beabsichtigt) mit einem ganz leisen Piepston die Position des Pedals. Wie gesagt: wenn Servomotor, dann die langen, beigen, mit den Rillen. Sehen aus wie eine Rohrbombe. Wattzahl ist egal. Schon der schwächste kann deine Maschine super antreiben. Man kann damit super langsam und feinfühlig, oder super schnell nähen. Finger weg von allen anderen Servomotoren. Es gibt welche, die aussehen wie ein Würfel aus Alu. Die sind nicht so feinfühlig wie die langen, beigen Motoren. Ich hoffe, diese Info hilft.
  2. Oh... leider habe ich diesen Thread zu spät entdeckt. Ich kann über Sewkey berichten. Es handelt sich um preiswerte, geclonte Maschinen von Herstellern wie Pfaff oder Mitsubishi. Ich habe vor etwa 1,5 Jahren gleich zwei industrielle Maschinen dort gekauft. Tja, wie zu erwarten war, mußte ich auf die eine Maschine einen Monat, auf die andere gleich zwei Monate warten. Denn der deutsche Händler hat die Dinger gar nicht auf Lager. Sie werden aus China geliefert. Tja, und beide trafen bei mir total lädiert an: die Nähmaschine war so mißhandelt worden, daß das große stählerne Antriebsrad zerbrochen war und in Bruchstücken im Karton lag. Ersatz dauerte wieder einen Monat. Die Nähmaschine entspricht NICHT IM GERINGSTEN meinen Qualitätsansprüchen. Man merkt sofort, daß sie von Amateuren zusammengeschraubt wurde. Sie klackert, die Teile passen alle irgendwie nicht gut zusammen, schlecht zusammengeschraubt, falsch eingestellt. Sie steht seit einem Jahr bei mir und ich gehe nur dran, wenns nicht anders geht. Die andere Maschine war durch den Transport ebenfalls lädiert. Einstellschrauben durch Transport-Mißhandlungen um 90° verbogen und der Mechanismus lag in Teilen verstreut im Karton. Keine Kulanz vom Händler. Hat sich tot gestellt. Mein Tipp: die China-Kopien von Sewkey sind meines Erachtens wirklich nicht gut. Sie sind schlecht hergestellt, falsch eingestellt, klackern, stottern, lassen Stiche aus, sind krumm und man hat damit echt keine Freude. Obwohl ich totaler Freund von low-budget bin, werde ich bei Nähmaschinen wirklich nur noch zu bekannten Firmen greifen. Ist nur meine persönliche Erfahrung und Meinung.
  3. Wenn Leder und Filz zusammengenäht werden sollen, würde ich eine Maschine mit Zweifachtransport nehmen, denn vor allem die Flexibilität und die Weichheit des Filz können für Maschinen mit "nur Untertransport" zum Problem werden. Im englischen nennt man das "walking foot". Bei uns glaube ich nennt man das "alternierenden Obertransport". Das heißt, der Nähfuß hebt und senkt sich während des Nähens, er hüpft praktisch bei jedem Stich ein paar Millimeter vorwärts und zieht das Material nach hinten.
  4. Ja, danke für die Meldungen erstmal. Ich bin selber einer der vorsichtigen Sorte. Gerade mit dem Land des Lächelns habe ich beruflich viel zu tun, ich weiß daher, was man - oder auch was man nicht - erwarten darf. Die Devise lautet daher: immer woanders Meinungen und testimonials einholen. Ich habe selber ein bißchen mehr rausgefunden, und ich glaube, ich lag etwas falsch. Es handelt sich bei dieser Maschine um ein "walking foot", allerdings nicht um Dreifachtransport, da die Nadel nicht mitwandert oder mit-transportiert. Sie sticht nur auf und ab. "Alternierend" heißt hier: der Minifuß in der Mitte wechselt sich mit dem größeren äußeren Fuß ab. Mal drückt einer, mal der andere den Stoff. Transportieren tut aber nur der äußere. Der Minifuß in der Mitte bewegt sich nur auf und ab, nicht nach vorne und hinten. Wenn transportiert wird, hat der Minifuß keinen Kontakt zum Stoff. Nur wenn zugestochen wird, kommt der Minifuß kurz runter. Ehrlich gesagt, reicht mir das auch. Ich kann übrigens von den Youtube-Videos nicht genug kriegen. Manche gucken dort Autovideos, manche Musikclips, und ich... ich gucke Nähmaschinen.
  5. Guten Abend, allerseits. Ich bin gerade auf der Suche nach einer industriellen Nähmaschine für Polsterarbeiten, also dickeres Material, wie Leder oder Alcantara mit Schaumkaschierung, etc... Bei Youtube gibt es so schöne Videos von Maschinen die alles schaffen, mit Zickzack und Nadeltransport und alternierenden Füßen, etc... Ich dachte immer, der Begriff "walking foot" sei mit "Dreifachtransport" gleichzustellen. Also: Zähne unten, Zähne oben, und dann zuletzt noch eine Nadel, die ebenfalls mitmarschiert. Ich habe nun im Netz eine nette Maschine gefunden, made in China. In der Beschreibung steht: "mit Untertransport und alternierndem Fuß-Obertransport". Ich habe den Händler gefragt, ob die Maschine "walking foot" hätte. Ich meinte dabei Dreifachtransport. Der Händler erklärte per Mail, diese Maschine habe, (Zitat): "Walking Foot, ist aber nur mit 2-Fach Transport aufgerüstet". Was bedeutet das nun genau? Ich habe auch ein Foto vom Fuß: Sorry für die Größe. Könnt Ihr anhand des Fotos beurteilen, ob sich das Mini-Füßchen der Nadel mitbewegt? Und ist das auf dem Bild wirklich ein alternierender Fuß-Obertransport? Danke Euch!
  6. Die Select ist doch sowas wie der Klon der 1525/1527, oder? Meine kam beim Kauf mit einer winzig kleinen Tube Öl daher. Ich öle sie etwa einmal im Monat. Mit "ölen" meine ich einen winzigen Tropfen unten in den Greifer. Da ist eine kleine Kerbe. Wenn die Maschine etwas lauter klappert, kann ein Tröpfchen Öl dort helfen. Wenn sie schlägt, liegt es normalerweise an einer stumpfen Nadel.
  7. Ich habe am Wochenende versucht, einen Plastikkeder zwischen zwei Lederstücke zu nähen. Eigentlich eine einfache Sache, dachte ich. Es sollte so aussehen, wie auf dem Foto: Ich nähe seit Jahren Leder mit meiner Pfaff, und ich kriege vieles hin, aber diesmal hats nicht ganz funktioniert. Der Keder (also der Schlauch) schaut etwas zu weit raus. In anderen Worten, der Stoff wird nicht nah genug an das Röhrchen genäht. Ich habs erst mit meinem frisch gekauften Kederfuß probiert. Danach habe ich es mit meinem Reißverschlußfuß versucht. Ich habe erst die eine Seite genäht, umgedreht und dann das zweite Stück dran. Es sieht zwar sauber und gerade aus, aber der Keder liegt nie so richtig eng an. Er schaut einfach 1 bis 2mm zu weit raus. Das heißt, man sieht ein bißchen die Fahne des Kederbandes. Wie machen das die Sattler? Gibt es einen Trick? Ich habe eine Haushalts- Pfaff, die noch nie vor dickstem Leder kapituliert hat, deshalb denke ich, daß der Fehler eher an mir liegt.
  8. Anhand der ersten Fotos würde ich mal folgendes sagen: Wenn der rote der Oberfaden ist, wird er etwas zu doll runtergezogen. Das heißt, entweder Unterfadenspannung etwas verringern, oder Oberfadenspannung etwas erhöhen. Zu der Verfärbung: mit Schleifpapier würde ich da nicht dran gehen. Eventuell chemisch mit einem Q-Tip. Nagellackentferner kann da Wunder bewirken. Oder mit einem Tropfen Bremsflüssigkeit von der Guzzi und etwas Watte drüber rubbeln. Kein Scherz. Aber ob dieses Fleckchen das Problem verursacht, glaube ich nicht. Zu dem Problem mit der wackeligen Nadel: schau dir die Mechanik penibel und systematisch an. Fang an der Nadelspitze an und teste alle Kleinteile und deren Zusammenspiel. Prüfe jede Schraube auf festen Sitz. Die Stange, die auf und ab geht... etc... Alles muß fest sitzen. Die Nadel darf nämlich auf keinen Fall wackeln. Du mußt rausfinden, wo das Spiel ist. Wenn du Glück hast, muß nur eine Schraube nachgezogen werden. So gehe ich vor, wenn ich an meinem alten 3er BMW schraube, und auch wenn ich an meiner Pfaff auf Fehlersuche gehe.
  9. Okay, liebe Leute... hier ein kleines Update. Experiment hat stattgefunden und ich berichte. Ich habe mir ein paar industrielle Pfaff-Füße geholt. Hier: Das Paket hat mich etwa 5 Euro inklusive Versand gekostet. Habe mich sofort ans Testen begeben. Mein normaler Pfaff-Fuß sieht so aus: Ich habe ihn abgeschraubt und erstmal mit den industriellen verglichen. Sah von Anfang an gut aus: Ich hatte wohl extremes Glück, weil alle industriellen Füße, die ich gekauft habe, fast exakt die selbe Höhe hatten wie mein Haushalts-Fuß. Das sind etwa 2cm. Ganz wichtig ist, daß der Fuß erstmal auf die Stange passen muß, und ebenfalls wichtig, daß das Loch der Befestigungsschraube auf gleicher Höhe sein muß wie beim Haushaltsfuß. Das war hier der Fall. Das Loch ist sowohl beim industriellen Fuß als auch beim Haushaltsfuß etwa 1,5cm hoch von der Stichplatte entfernt. Sieht man auf folgendem Bild besser. In eingebautem Zustand sieht das folgendermaßen aus: Negativ: a) das IDT läßt sich mit industriellem Nähfuß nicht zuschalten. Der IDT- Transporteur stößt an den Fuß und kann seinen Dienst nicht verrichten. b) Die industriellen sind keine Clip-On-Füße. Schnell wechseln ist nicht. Jeder Fußwechsel erfordert den Griff zum Schraubenzieher, und das nervt gewaltig. c) Die Zähne des Untertransports sind nicht ganz auf industrielle Füße abgestimmt. Haushaltsfüße sind etwas schmaler, liegen nicht flächendeckend auf den Zähnen. Transport funktioniert aber trotzdem gut. Fazit: Diese drei Minuspunkte sind als geringe Mängel einzustufen, wenn man nicht zu oft Füßchen wechseln muß. Die Anfangsfrage war: kann man industrielle Pfaff-Nähfüße an einer Haushalts-Pfaff betreiben? Die Antwort lautet: ja, es geht. Die industriellen müssen aber die selbe Höhe haben wie die Haushaltsfüße. In meinem Fall sind es etwa 2cm. Es gibt auch Füße mit 3cm-Schaft oder höher. Die würden hier garantiert nicht passen. Das Anschaffen und Betreiben gebrauchter industrieller Nähfüße sollte der/dem einen oder anderen Hobbyschneider/in eine Überlegung wert sein, angesichts der unglaublich niedrigen Preise. Ich hoffe, damit der/dem einen oder anderen etwas geholfen zu haben.
  10. Das tolle an den industriellen Füßen ist (in diesem Fall) der Preis, Capricorna. Wie ich anfangs schrieb, sehe ich im Online Auktionshaus regelmäßig ganze Pakete mit 5 oder mehr Füßchen für einen Euro. Oft sind Säumer dabei, manchmal auch gefederte Ausgleichsfüße, Blindstich-, etc... viele feine Sachen die man immer gebrauchen kann. Wenn ich die industriellen an meine Haushalts-Pfaff schrauben könnte, würde ich all diese Füßchen für einen Euro abstauben und nutzen. Bevor ich mir für 13,- Euro einen neuen Nähfuß im Laden kaufe, hole ich mir lieber ein Dutzend industrieller Füße, gebraucht, für einen Euro plus Versand. Dringend ist es nicht, aber schön zu haben auf jeden Fall.
  11. Genau. Deshalb biete ich jetzt auf vier Auktionen. Mal sehen, ob ich ein paar industrielle Pfaff-Füße abstauben kann, um das jetzt zu testen. Versuch macht kluch. Und ich bin kein "sie", sondern ein "er". Lol. Danke für die Tipps.
  12. Anita, erzähl bitte ein bißchen... Was hast du für eine Maschine, und welches industrielle Füßchen hast du dort einsetzen können?
  13. Danke für die Erklärung. Ich werde ab jetzt genauer drauf achten, welche Füßchenhöhe meine Pfaff 1527 hat, und welche im Auktionshaus angeboten werden. Es wäre wirklich super, wenn ich diese schönen, gebrauchten Vollmetall- Industriefüße an meine Haushalts 1527 schrauben könnte.
  14. Seit einiger Zeit geht mir folgende Frage nicht aus dem Kopf: Wäre es möglich, Nähfüße von industriellen Pfaff-Nähmaschinen an einer Pfaff-Haushaltsnähmaschine zu betreiben? Hintergrund: Ich habe eine Haushalts- Pfaff 1527 Classic Style, mit einem halben Dutzend Füßchen. Im Netz sehe ich (im online-Auktionshaus) gelegentlich, daß industrielle Nähfüße gebraucht und in Paketen von 10, 20 Stück angeboten werden. Oft sind traumhafte Füße dabei: Säumer, Kordelfüße, etc... Und diese industriellen, gebrauchten Nähfüße gibt es für unglaublich wenig Geld. Besteht die Möglichkeit, diese industriellen Pfaff-Füße an meiner Haushalts- Pfaff zu betreiben?
  15. Ja, Platz hätte ich genug. Ich müßte halt im Wohnzimmer ein paarMöbel beiseite rücken, dann geht das schon. Ich habe auch schonöfter ganze Kuh-Häute ausgebreitet. Geht ganz gut.@Ive: danke für den Link. Der Nylontaft ist relativ teuer, aber ichhabe dort auch "Fallschirmseide" gefunden. Die kostet nur die Hälfte.Und wenn ich Fallschirmseide bei Ebay eintippe, finde ich Angebote, dienochmal um einiges günstiger sind als in dem Shop. Erstmal danke dafür.Gäbe es für diese Öffnung an der Tür, außer Reißverschlüsse oder Klett,auch noch andere mögliche Varianten? Denn diese beiden könntenin dieser Länge (etwa 2m) dann doch etwas teuer werden.
  16. Die Frage ist absolut legitim. Es gibt sehr preiswerte Fertigplanen. Allerdings wollte ich einige kleine schöne Details in die Plane einbauen bzw. einnähen. Da wären z.B. die Seitenspiegel, für die man schöne Zusatzohren herstellen könnte. Desweiteren würde ich gerne in die Plane einen Klett- oder Reißverschluß nähen, damit man während der Stilllegungszeit die Fahrertür öffen kann, ohne die ganze Plane abnehmen zu müssen, denn das ist eine relativ zeitraubende und vor allem staubige Angelegenheit. Planen mit diesen Features gibt es entweder nur selten oder zu horrenden Kursen. Und zu guter Letzt spielt auch die Näher-Ehre eine kleine Rolle. Ich habe eine so schöne Maschine, mit so vielen schönen Füßchen.... Die warten nur drauf, benutzt zu werden. Ich vergaß: es handelt sich um ein schönes, sehr altes BMW-Cabrio, welches bald den 20ten Geburtstag feiert.
  17. Ich soll für das Auto meiner besseren Hälfte eine Schutzhülle nähen, da das Auto für ein paar Monate abgemeldet und in der Tiefgarage den Winterschlaf verbringen soll. Ihr kennt die Dinger eventuell: Habe mir dieses Foto aus Ebay geliehen. Fragen: was ist das normalerweise für ein Stoff? Ich habe mir die Plane bei einem Bekannten angesehen, und es ist sehr leichtes Material, wie bei einer leichten Windjacke. Ist es Nylon? Und nochwas: da das Auto in der Garage in der Nähe eines Lüftungsschachts steht, gelangen gelegentlich Wasserspritzer drauf, wenns draußen regnet. Der Stoff sollte daher doch etwas wasser-abweisend sein. Ist jedes Nylongewebe wasserabweisend? Falls schonmal jemand sowas gemacht hat, bin ich für jeden Tipp danbar, vor allem was die Auswahl des Materials bzw. Alternativen angeht.
  18. Kunstleder franst nicht aus. Es verzeiht aber auch keine Fehler. Wenn du die Tasche nachnähen willst, mußt du alle Stiche, die auf dem original sind, erstmal auf einem Probestück üben. Ich sehe dort an den Seiten z.B. den parallelen Doppelstepp-Zierstich. Dafür brauchst du entweder einen Nähfuß mit einem Schiffchen (Keil) in der Mitte, wenn du diesen Stich mit der Zwillingsnadel machen willst, oder einen Blindstichfuß, der ein versetztes Schiffchen hat, wenn du nur mit einer einzelnen Nadel arbeiten willst. Du brauchst aber auf jeden Fall ein Füßchen mit Kiel (oder heißt es Keil), damit der die Hauptnaht entlang gleitet. Sonst wird die Ziernaht krumm. Wichtig: Nahtzugaben (also alles, was umgeklappt oder verziert wird), muß bei Leder und Kunstleder, anders als bei Stoff, geklebt werden, bevor man nochmal drübernäht. Zum Beispiel beim Reißverschluß, etc... Falls man nicht klebt, bringt das den Transport durcheinander und die Stiche werden nicht gleichmäßig. Eine Tube Pattex Compact kostet im Supermarkt um die 2,90 €. Für Leder / Kunstleder brauchst du reißfestes Garn. Für Hauptnähte, die nicht sichtbar sind, empfehle ich das preiswerte Amann Saba 80 als Ober- und Unterfaden mit einer 90er Ledernadel. Wenn die Nähte sichtbar sind, zum Beispiel Zier- oder Oberflächennähte, kannst du Serafil 60 als Oberfaden nehmen. Der ist noch relativ dünn. Bei sichtbaren Nähten nehme ich bei Serafil 60 eine 110er Ledernadel. Wenn deine Maschine es kann, kannst du für Ziernähte den Oberfaden eine Stufe dicker wählen, also Serafil 40 nehmen, dann aber mit einer 120er Ledernadel, wenn du eine hast. Geht bei Kunstleder eventuell auch mit einer 110er. Welches Leder? Falls echtes, kein Rindleder. Es ist für dieses Projekt zu dick und ohne Sattlermaschine nicht hinzubekommen. Falls echtes, dann nur Lamm-Nappaleder. Das ist schön dünn und weich. Falls Kunstleder, solltest du eins nehmen, welches weich, schaumig und biegsam ist. Es gibt enorme Unterschiede. Und nicht vergessen, ein Probestück zu kaufen. Und bevor du loslegst, analysiere die Einzelteile auf eventuell unlösbare Rundungen und Biegungen. Es gibt Kurven, die sich mit Stoff sehr einfach nähen lassen, aber mit dickem, widerspenstigem Material wie Leder nicht umsetzen lassen. Und in diesem Zuge auch an den Ecken schauen, wieviele Lagen maximal aufeinander liegen. Eine Haushaltsnähmaschine kann in der Regel Rindleder maximal zweifach durchpieksen. Ich nehme an, bei Kunstleder ist die Grenze etwas höher, also 3 oder 4 Lagen. Auch hier gilt: Grenzen der Maschine durch Testen und Üben kennenlernen.
  19. Vielleicht kann ich noch mit folgendem Tipp beitragen, den ich immer anwende, wenn ich Teile enger mache. Als erstes gilt: erstmal nichts abschneiden. Abschneiden kann man nämlich nicht rückgängig machen. Man steckt erstmal in etwa ab, wieviel der Pulli enger werden muß, und dann näht man drauflos (Geradstich). Das heißt, die neue Naht wird gesetzt, ohne die alte zu trennen. Die alte Naht hält nämlich die beiden Stofflagen zusammen und verhindert, daß am Ende die obere Lage länger wird als die untere. Erst wenn die neue Naht fertig ist, wird das überflüssige Material abgeschnitten und die Kante mit Zickzack oder Overlockstich versäubert. Man muß halt zweimal drüber, aber es wird alles schön sauber und gerade.
  20. Hallo Paula, sehr interessantes Exemplar, dieser Curve Master. Habe gesehen, daß der in den US 34,- Dollar kostet. In Deutschland gibt's den für 39,- Euro. Wie ist das mit Kompatibilität zu deiner Maschine? Hast du Adapter kaufen müssen?
  21. Danke für die vielen Ratschläge. Es ist beruhigend, daß ich nicht der einzige mit diesem Problem bin. Ich habe mich jetzt ein bißchen mit der Technik und dem Material auseinandergesetzt... und bin da auf was Feines gestoßen, was vielleicht die/den eine/n oder andere/n hier interessieren könnte: Da die runden, zu vernähenden Teile aus etwas dickerem Stoff sind, hatte ich das Problem, daß beim Zurechtschieben das Material manchmal knüllte als das Füßchen drüberglitt. Ich habe jetzt bei meiner Pfaff Classic Style 1527 einen Stich entdeckt. Es ist der normale Geradstich aber mit der Einstellung "stretch". Bei dieser Einstellung macht die Maschine zwei Stiche vorwärts, einen rückwärts und dann wieder zwei vorwärts. Das heißt, daß das Füßchen praktisch zweimal über den Stoff fährt und tatsächlich Falten und Beulen flachdrückt, bevor die Nadel einpiekst. Damit lassen sich runde Teile sehr viel einfacher vernähen. Ein Hoch auf meine treue Pfaff 1527. Und vielen Dank für all Eure Tipps!
  22. Seit ich mit der Näherei begonnen habe (Quereinsteiger) stehe ich vor folgendem, für mich unlösbarem Problem. Ich schildere Euch erst einen einfachen, problemlosen Fall, und anschließend zeige ich Euch das Problem. Einfacher Fall: wenn ich zwei Stoffteile zusammennähen will, lege ich einfach die Teile zusammen (schöne Seite auf schöne Seite), mache die Naht, klappe das Teil wieder auseinander und fertig. Bildlich sieht es folgendermaßen aus: Das geht problemlos, solange die Naht gerade ist. Doch jetzt möchte ich zwei Teile zusammennähen, die keine gerade Kante haben. Schaut mal bitte aufs nächste Bild: Diese zwei Teile möchte ich zusammennähen. Das eine Stück hat eine konvexe Kante, das andere eine konkave Kante. Es soll folgendermaßen aussehen: Wenn ich jetzt das grüne Stück, wie gewohnt, einfach umklappe (siehe Bild): ist ein Zusammennähen fast unmöglich, es sei denn, man schiebt und knüllt. Da es sich um etwas festeren Jeansstoff handelt, ist es auch sehr schwierig, das ohne Beulen hinzubekommen, wenn überhaupt. Ich möchte eigentlich nur, daß beide Teile wie im Bild zusammengenäht werden. Vielleicht habe ich als (männlicher) Quereinsteiger irgendeine Technik noch nicht gelernt. Ist diese relativ einfache Aufgabe lösbar? Ich sage Euch, in drei Jahren habe ich es noch nicht rausgefunden. Bin für jeden Trick und Tipp dankbar.
  23. Sag' ich doch. Eigentlich ist so eine Nähmaschine das ideale Spielzeug für Männer: ein Gehäuse mit viel Mechanik und Elektronik drin, Zahnräder die sich drehen, Hebel die umgelegt werden müssen, und *lechz* da ist sogar ein Motor mit einem Gaspedal. Was will man mehr? Übrigens, meine Frau teilt meine Begeisterung für die Pfaff nicht. Die Machine läßt sie total kalt. Aber freuen tut sie sich doch, wenn ich ihre Hose kürzer mach oder die neue Zara Bluse etwas enger mache. Übrigens, ich bin hauptberuflich gutbezahlter BWLer und nähe nur abends oder an Wochenenden. Und wenn es mir etwas zu weiblich werden sollte, mache ich Näh-Pause und schraube an meinem alten BMW herum (durch den ich übrigens zur Näherei gekommen bin). An der Pfaff sitzen oder am BMW schrauben ist irgendwie ähnlich. Beides sind Maschinen, die gepflegt werden wollen, die dann aber auch jede Menge Spaß bereiten.
  24. Ich habe mir im Online Auktionshaus im Laufe des letzten Jahres zwei preiswerte Akkuscheren gekauft. Eine vor 12 Monaten, die andere vor einem halben Jahr. Sie funktionieren am Anfang immer sehr, sehr gut, doch die Klingen verlieren schnell ihre Schärfe. Nachschärfen geht auch nicht mehr. Mir ist aufgefallen, daß bei diesen Billig-Akkuscheren der Kopf mit den Klingen austauschbar ist. Auch untereinander. Ich weiß nicht, ob all die verschiedenen Scheren von einem einzigen chinesischen Lieferanten stammen, aber so wie es aussieht, ist der Kopf mit den Klingen bei vielen, wenn nicht allen, Billig-Akkuscheren einsetzbar. Weiß jemand, ob und wo man Ersatzköpfe für diese Billigscheren kaufen kann? Eine solche Akkuschere kostet bei Ebay nur 9,- Euro, aber mir widerstrebt, jedesmal ein neues Gerät zu kaufen, wenn doch nur die zwei kleinen Klingen stumpf sind und der Kopf austauschbar ist.
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