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  1. Floppy, das wird nix. Ich (männlich, technik-versiert) habe mir damals auch industrielle Maschinen fürs Grobe geholt. Sie kamen beide mit diesen schrecklichen, schweren Kupplungsmotoren. Daß sie laut sind und ständig laufen, und man dadurch abends und nachts nicht nähen kann, ohne die Nachbarn zu ärgern, ist der eine Punkt. Viel schlimmer ist die Tatsache, daß man diese verflixten Motoren mit dem Pedal einfach nicht ordentlich dosieren kann. Ich habe auch versucht, mit Potis / Gleichrichtern, etc... die Motoren zu drosseln. Doch auch wenn sie nur mit halber Speed laufen, sind sie immernoch unzähmbare Monster. Ich mußte bei beiden Maschinen diese Servo-Motoren kaufen. Und ich sag dir: ich habs nicht bereut. Es ist ein Genuss! Sieh zu, dass du einen dieser länglichen, beigen Servomotoren kaufst. Kosten zwischen 150 und 200 EUR. Man kann sie nämlich einstellen. Der Pedalweg liefert, je nach Gusto, von 0 bis 20 Stichen pro Minute oder von 0 bis 100 oder 0 bis 2000, wie man will. Und die Servomotoren sind absolut leise (komplett still), sie drehen nur, wenn du aufs Pedal drückst. Neben der perfekten Dosierbarkeit mag ich, dass diese langen beigen Motörchen auch eine akustische Quittierung haben. D.h. der Motor meldet dir (das ist beabsichtigt) mit einem ganz leisen Piepston die Position des Pedals. Wie gesagt: wenn Servomotor, dann die langen, beigen, mit den Rillen. Sehen aus wie eine Rohrbombe. Wattzahl ist egal. Schon der schwächste kann deine Maschine super antreiben. Man kann damit super langsam und feinfühlig, oder super schnell nähen. Finger weg von allen anderen Servomotoren. Es gibt welche, die aussehen wie ein Würfel aus Alu. Die sind nicht so feinfühlig wie die langen, beigen Motoren. Ich hoffe, diese Info hilft.
  2. Oh... leider habe ich diesen Thread zu spät entdeckt. Ich kann über Sewkey berichten. Es handelt sich um preiswerte, geclonte Maschinen von Herstellern wie Pfaff oder Mitsubishi. Ich habe vor etwa 1,5 Jahren gleich zwei industrielle Maschinen dort gekauft. Tja, wie zu erwarten war, mußte ich auf die eine Maschine einen Monat, auf die andere gleich zwei Monate warten. Denn der deutsche Händler hat die Dinger gar nicht auf Lager. Sie werden aus China geliefert. Tja, und beide trafen bei mir total lädiert an: die Nähmaschine war so mißhandelt worden, daß das große stählerne Antriebsrad zerbrochen war und in Bruchstücken im Karton lag. Ersatz dauerte wieder einen Monat. Die Nähmaschine entspricht NICHT IM GERINGSTEN meinen Qualitätsansprüchen. Man merkt sofort, daß sie von Amateuren zusammengeschraubt wurde. Sie klackert, die Teile passen alle irgendwie nicht gut zusammen, schlecht zusammengeschraubt, falsch eingestellt. Sie steht seit einem Jahr bei mir und ich gehe nur dran, wenns nicht anders geht. Die andere Maschine war durch den Transport ebenfalls lädiert. Einstellschrauben durch Transport-Mißhandlungen um 90° verbogen und der Mechanismus lag in Teilen verstreut im Karton. Keine Kulanz vom Händler. Hat sich tot gestellt. Mein Tipp: die China-Kopien von Sewkey sind meines Erachtens wirklich nicht gut. Sie sind schlecht hergestellt, falsch eingestellt, klackern, stottern, lassen Stiche aus, sind krumm und man hat damit echt keine Freude. Obwohl ich totaler Freund von low-budget bin, werde ich bei Nähmaschinen wirklich nur noch zu bekannten Firmen greifen. Ist nur meine persönliche Erfahrung und Meinung.
  3. Wenn Leder und Filz zusammengenäht werden sollen, würde ich eine Maschine mit Zweifachtransport nehmen, denn vor allem die Flexibilität und die Weichheit des Filz können für Maschinen mit "nur Untertransport" zum Problem werden. Im englischen nennt man das "walking foot". Bei uns glaube ich nennt man das "alternierenden Obertransport". Das heißt, der Nähfuß hebt und senkt sich während des Nähens, er hüpft praktisch bei jedem Stich ein paar Millimeter vorwärts und zieht das Material nach hinten.
  4. Ja, danke für die Meldungen erstmal. Ich bin selber einer der vorsichtigen Sorte. Gerade mit dem Land des Lächelns habe ich beruflich viel zu tun, ich weiß daher, was man - oder auch was man nicht - erwarten darf. Die Devise lautet daher: immer woanders Meinungen und testimonials einholen. Ich habe selber ein bißchen mehr rausgefunden, und ich glaube, ich lag etwas falsch. Es handelt sich bei dieser Maschine um ein "walking foot", allerdings nicht um Dreifachtransport, da die Nadel nicht mitwandert oder mit-transportiert. Sie sticht nur auf und ab. "Alternierend" heißt hier: der Minifuß in der Mitte wechselt sich mit dem größeren äußeren Fuß ab. Mal drückt einer, mal der andere den Stoff. Transportieren tut aber nur der äußere. Der Minifuß in der Mitte bewegt sich nur auf und ab, nicht nach vorne und hinten. Wenn transportiert wird, hat der Minifuß keinen Kontakt zum Stoff. Nur wenn zugestochen wird, kommt der Minifuß kurz runter. Ehrlich gesagt, reicht mir das auch. Ich kann übrigens von den Youtube-Videos nicht genug kriegen. Manche gucken dort Autovideos, manche Musikclips, und ich... ich gucke Nähmaschinen.
  5. Guten Abend, allerseits. Ich bin gerade auf der Suche nach einer industriellen Nähmaschine für Polsterarbeiten, also dickeres Material, wie Leder oder Alcantara mit Schaumkaschierung, etc... Bei Youtube gibt es so schöne Videos von Maschinen die alles schaffen, mit Zickzack und Nadeltransport und alternierenden Füßen, etc... Ich dachte immer, der Begriff "walking foot" sei mit "Dreifachtransport" gleichzustellen. Also: Zähne unten, Zähne oben, und dann zuletzt noch eine Nadel, die ebenfalls mitmarschiert. Ich habe nun im Netz eine nette Maschine gefunden, made in China. In der Beschreibung steht: "mit Untertransport und alternierndem Fuß-Obertransport". Ich habe den Händler gefragt, ob die Maschine "walking foot" hätte. Ich meinte dabei Dreifachtransport. Der Händler erklärte per Mail, diese Maschine habe, (Zitat): "Walking Foot, ist aber nur mit 2-Fach Transport aufgerüstet". Was bedeutet das nun genau? Ich habe auch ein Foto vom Fuß: Sorry für die Größe. Könnt Ihr anhand des Fotos beurteilen, ob sich das Mini-Füßchen der Nadel mitbewegt? Und ist das auf dem Bild wirklich ein alternierender Fuß-Obertransport? Danke Euch!
  6. Die Select ist doch sowas wie der Klon der 1525/1527, oder? Meine kam beim Kauf mit einer winzig kleinen Tube Öl daher. Ich öle sie etwa einmal im Monat. Mit "ölen" meine ich einen winzigen Tropfen unten in den Greifer. Da ist eine kleine Kerbe. Wenn die Maschine etwas lauter klappert, kann ein Tröpfchen Öl dort helfen. Wenn sie schlägt, liegt es normalerweise an einer stumpfen Nadel.
  7. Ich habe am Wochenende versucht, einen Plastikkeder zwischen zwei Lederstücke zu nähen. Eigentlich eine einfache Sache, dachte ich. Es sollte so aussehen, wie auf dem Foto: Ich nähe seit Jahren Leder mit meiner Pfaff, und ich kriege vieles hin, aber diesmal hats nicht ganz funktioniert. Der Keder (also der Schlauch) schaut etwas zu weit raus. In anderen Worten, der Stoff wird nicht nah genug an das Röhrchen genäht. Ich habs erst mit meinem frisch gekauften Kederfuß probiert. Danach habe ich es mit meinem Reißverschlußfuß versucht. Ich habe erst die eine Seite genäht, umgedreht und dann das zweite Stück dran. Es sieht zwar sauber und gerade aus, aber der Keder liegt nie so richtig eng an. Er schaut einfach 1 bis 2mm zu weit raus. Das heißt, man sieht ein bißchen die Fahne des Kederbandes. Wie machen das die Sattler? Gibt es einen Trick? Ich habe eine Haushalts- Pfaff, die noch nie vor dickstem Leder kapituliert hat, deshalb denke ich, daß der Fehler eher an mir liegt.
  8. Anhand der ersten Fotos würde ich mal folgendes sagen: Wenn der rote der Oberfaden ist, wird er etwas zu doll runtergezogen. Das heißt, entweder Unterfadenspannung etwas verringern, oder Oberfadenspannung etwas erhöhen. Zu der Verfärbung: mit Schleifpapier würde ich da nicht dran gehen. Eventuell chemisch mit einem Q-Tip. Nagellackentferner kann da Wunder bewirken. Oder mit einem Tropfen Bremsflüssigkeit von der Guzzi und etwas Watte drüber rubbeln. Kein Scherz. Aber ob dieses Fleckchen das Problem verursacht, glaube ich nicht. Zu dem Problem mit der wackeligen Nadel: schau dir die Mechanik penibel und systematisch an. Fang an der Nadelspitze an und teste alle Kleinteile und deren Zusammenspiel. Prüfe jede Schraube auf festen Sitz. Die Stange, die auf und ab geht... etc... Alles muß fest sitzen. Die Nadel darf nämlich auf keinen Fall wackeln. Du mußt rausfinden, wo das Spiel ist. Wenn du Glück hast, muß nur eine Schraube nachgezogen werden. So gehe ich vor, wenn ich an meinem alten 3er BMW schraube, und auch wenn ich an meiner Pfaff auf Fehlersuche gehe.
  9. Okay, liebe Leute... hier ein kleines Update. Experiment hat stattgefunden und ich berichte. Ich habe mir ein paar industrielle Pfaff-Füße geholt. Hier: Das Paket hat mich etwa 5 Euro inklusive Versand gekostet. Habe mich sofort ans Testen begeben. Mein normaler Pfaff-Fuß sieht so aus: Ich habe ihn abgeschraubt und erstmal mit den industriellen verglichen. Sah von Anfang an gut aus: Ich hatte wohl extremes Glück, weil alle industriellen Füße, die ich gekauft habe, fast exakt die selbe Höhe hatten wie mein Haushalts-Fuß. Das sind etwa 2cm. Ganz wichtig ist, daß der Fuß erstmal auf die Stange passen muß, und ebenfalls wichtig, daß das Loch der Befestigungsschraube auf gleicher Höhe sein muß wie beim Haushaltsfuß. Das war hier der Fall. Das Loch ist sowohl beim industriellen Fuß als auch beim Haushaltsfuß etwa 1,5cm hoch von der Stichplatte entfernt. Sieht man auf folgendem Bild besser. In eingebautem Zustand sieht das folgendermaßen aus: Negativ: a) das IDT läßt sich mit industriellem Nähfuß nicht zuschalten. Der IDT- Transporteur stößt an den Fuß und kann seinen Dienst nicht verrichten. b) Die industriellen sind keine Clip-On-Füße. Schnell wechseln ist nicht. Jeder Fußwechsel erfordert den Griff zum Schraubenzieher, und das nervt gewaltig. c) Die Zähne des Untertransports sind nicht ganz auf industrielle Füße abgestimmt. Haushaltsfüße sind etwas schmaler, liegen nicht flächendeckend auf den Zähnen. Transport funktioniert aber trotzdem gut. Fazit: Diese drei Minuspunkte sind als geringe Mängel einzustufen, wenn man nicht zu oft Füßchen wechseln muß. Die Anfangsfrage war: kann man industrielle Pfaff-Nähfüße an einer Haushalts-Pfaff betreiben? Die Antwort lautet: ja, es geht. Die industriellen müssen aber die selbe Höhe haben wie die Haushaltsfüße. In meinem Fall sind es etwa 2cm. Es gibt auch Füße mit 3cm-Schaft oder höher. Die würden hier garantiert nicht passen. Das Anschaffen und Betreiben gebrauchter industrieller Nähfüße sollte der/dem einen oder anderen Hobbyschneider/in eine Überlegung wert sein, angesichts der unglaublich niedrigen Preise. Ich hoffe, damit der/dem einen oder anderen etwas geholfen zu haben.
  10. Das tolle an den industriellen Füßen ist (in diesem Fall) der Preis, Capricorna. Wie ich anfangs schrieb, sehe ich im Online Auktionshaus regelmäßig ganze Pakete mit 5 oder mehr Füßchen für einen Euro. Oft sind Säumer dabei, manchmal auch gefederte Ausgleichsfüße, Blindstich-, etc... viele feine Sachen die man immer gebrauchen kann. Wenn ich die industriellen an meine Haushalts-Pfaff schrauben könnte, würde ich all diese Füßchen für einen Euro abstauben und nutzen. Bevor ich mir für 13,- Euro einen neuen Nähfuß im Laden kaufe, hole ich mir lieber ein Dutzend industrieller Füße, gebraucht, für einen Euro plus Versand. Dringend ist es nicht, aber schön zu haben auf jeden Fall.
  11. Genau. Deshalb biete ich jetzt auf vier Auktionen. Mal sehen, ob ich ein paar industrielle Pfaff-Füße abstauben kann, um das jetzt zu testen. Versuch macht kluch. Und ich bin kein "sie", sondern ein "er". Lol. Danke für die Tipps.
  12. Anita, erzähl bitte ein bißchen... Was hast du für eine Maschine, und welches industrielle Füßchen hast du dort einsetzen können?
  13. Danke für die Erklärung. Ich werde ab jetzt genauer drauf achten, welche Füßchenhöhe meine Pfaff 1527 hat, und welche im Auktionshaus angeboten werden. Es wäre wirklich super, wenn ich diese schönen, gebrauchten Vollmetall- Industriefüße an meine Haushalts 1527 schrauben könnte.
  14. Seit einiger Zeit geht mir folgende Frage nicht aus dem Kopf: Wäre es möglich, Nähfüße von industriellen Pfaff-Nähmaschinen an einer Pfaff-Haushaltsnähmaschine zu betreiben? Hintergrund: Ich habe eine Haushalts- Pfaff 1527 Classic Style, mit einem halben Dutzend Füßchen. Im Netz sehe ich (im online-Auktionshaus) gelegentlich, daß industrielle Nähfüße gebraucht und in Paketen von 10, 20 Stück angeboten werden. Oft sind traumhafte Füße dabei: Säumer, Kordelfüße, etc... Und diese industriellen, gebrauchten Nähfüße gibt es für unglaublich wenig Geld. Besteht die Möglichkeit, diese industriellen Pfaff-Füße an meiner Haushalts- Pfaff zu betreiben?
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