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jule_voigt

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    Fängt an sich einzurichten
  1. Hei! Ich schaue dir auch mal mit über die Schulter Ich glaube, Rumpelstilz meinte mit Bügeln nicht (nur) den Stoff, sondern die Papierteile des Schnittbogens - die haben ja auch eine ganze Menge Knickfalten! Den Stoff zu bügeln kann natürlich auch nicht schaden - außer ev. z.B. bei deinem Taft, wenn du dann die Struktur zerstören würdest. LG, Jule
  2. Thema: Unterkleidung Den Begriff "Bruche" kannte ich bisher nicht - danke, denn ich bin über alle neuen "Fachbegriffe" froh! Die Bildersuche ergab, dass die Bruche eine sehr weit geschnittene Hose war, über die ggf. die Socken gezogen wurden. Gilt diese Bezeichnung auch für eine so eng geschnittene "Leggins", wie ich sie mir vorstelle? Es gäbe ja auch die Möglichkeit, über der "Leggins" noch eine weite, ev. geschlitzte Hose zu tragen, wie z.B. hier: Quelle: Chranach d.Ä., 1514 Das möchte ich aber nicht (und vor allem nicht mein Freund) Hier habe ich meine Dürer-Puppe noch mit der Chemise bestückt. Diese soll sehr weit werden. Mit einem weiten Ausschnitt - so weit, dass man ihn ohne extra Schlitz über den Kopf ziehen kann, aber nicht zu weit (entsprechend der Stelle, die bei dem Bild herausschaut). Beim Halsausschnitt bin ich mir unsicher: im Bild sieht er sehr glatt aus (was auch an Übermalungen etc. liegen kann), oft war er aber gekräuselt (was ich sehr schön finde): Wie lösen? Die Ärmelsäume werde ich wie auf dem Bild lösen: Bildnachweis: Die abgebildete Gemälde stammen - wenn nicht anders angegeben - aus dem Buch "Albrecht Dürer" von Anja-Franziska Eichler.
  3. also das passiert mir nie... Thema: Ganz-Fell-Mantel oder Stoffmantel mit Fellfutter? Tolle Idee! Ich kann deine Argumentation gut nachvollziehen - klingt in sich sehr stimmig. Die Idee, dass die Zierstreifen die Nähte für die weißen Streifen verdecken, find ich - unabhängig, ob nun Ganz-Fell-Mantel oder nicht - auch sehr einleuchtend. Die Ganz-Fell-Mantel-Version würde das Problem mit den Fellhaaren und Streifen an den Ärmeln lösen Die fehlenden sichtbaren Nähte an den Säumen und auch die Struktur des Stoffes können für Fell sprechen. Es gibt aber auch Dinge, die in meinen Augen dagegen sprechen, bzw. die erst widerlegt werden müssten: Erstmal grundlegend zum Fell: Ich habe gestern Abend das Buch ""Dürers Pelz" durchgelesen, in dem der Autor sich (Überraschung!) mit Dürers Pelzkragen beschäftigt. In Zusammenarbeit mit einem Kürschner hat er nachgewiesen, dass es sich dabei um den Rückenpelz eines Marders handelt. Diese Pelze haben etwa eine Größe von 15x70 cm (im Gegensatz zum Kehlpelz, wo die Stücke viel kleiner sind). 1. Wenn die gegerbte Fellseite außen sichtbar ist und der Mantel durchgängig aus Rückenmarderfell genäht wurde, müssten die Nähte zwischen den einzelnen Pelzen sichtbar sein. Der Pelz - und dabei besonders die Art des Pelzes - hat viel über den Stand und Reichtum des Trägers ausgesagt. Daher hätte Dürer auf die Darstellung der Nähte nicht verzichtet, die darauf hingewiesen hätten, dass der Mantel eben komplett aus Rückenmarderfellen zusammengesetzt wäre. Bsp.: Auf dem Bild Dürers von Kaiser Maximilian I. erkennt man deutlich, dass der Kragen aus einzelnen, großen Fellstücken zusammengesetzt wurde - der Hinweis auf den Rückenmarder! Es wäre auch möglich, dass der restliche Mantel aus einem anderen Fell gefertigt wurde - da fehlt mir das Wissen, welches Fell groß genug wäre und mit Marder kombiniert werden konnte/wurde 2. Mir sind keine Schauben bekannt, welche die gegerbte Fellseite außen zeigen. Schauben wurden ja von verschiedenen Gesellschaftsschichten getragen, und möglicherweise gibt es da auch Bsp. (z.B. von Kürschnern selbst?!) solcher Mäntel. Durch den Rückenmarderkragen stellt Dürer sich jedoch nicht als Handwerker dar, sondern im Rang eines Ratsherren o.ä. Dieser Pelz war niedereren Schichten verboten. Um die Ganz-Fell-These belegen zu können, bräuchte man also ein Bsp. (Bild oder schriftliche Quelle), das eine solche Schaube für den entsprechenden Stand nachweist. Mir ist nur bekannt, dass Pelzschauben hier meist aus dunklen (schwarzen) Stoffen gefertigt waren, die mit Fell gefüttert oder verbrämt wurden. 3. Das o.g. Buch beschäftigt sich (leider) auschließlich mit dem Pelz auf Dürers Bild. Wenn der Autor - bzw. der beratende Kürschner - der Meinung gewesen wäre, die ganze Schaube bestünde aus Leder/Fell und nicht aus Stoff (und das zu erkennen sollte ein Kürschner wohl in der Lage sein), hätte er dies in seine Argumentation mit einbezogen. Stattdessen spricht er auch von einer pelzgefütterten Stoffschaube. ...damit will ich deine Idee jetzt nicht von der Hand weisen, aber sie bedarf mMn einer tiefergehenden Untersuchung LG, Jule Bildnachweis: Das abgebildete Gemälde stammt aus dem Buch "Albrecht Dürer" von Anja-Franziska Eichler.
  4. Auf die Fotos mit deinem Mann bin ich aber gespannt Ich weiß, was meiner sagen würde, wenn ich ihm mit solchem gemusterten Stoff wie am Bund ankommen würde Gibts es eigentlich einen Untertritt unter dem Reißverschluss? Auf dem Bild kann ich keinen erkennen. Kannst du vielleicht die Schnitterstellung noch einmal näher erklären? Ich kenn mich mit dem System gar nicht aus und wüsste gern, wie du zu dem Grundschnitt mit den Maßen deines Mannes gekommen bist. LG, Jule
  5. ...das hatte ich überlesen. Aber es stimmt, ich hab die Teile jetzt auch einmal grob auf dem pdf ausgemessen (nicht ausgedruckt) und bin bei größe 14 auf einen Unterschied von 12 cm gekommen! Hab mir auch mal die Beiträge bei pattern review durchgelesen - da berichtet niemand etwas davon, dass die Teile nicht passen würden Auf den Fotos dort ist auch eindeutig zu erkennen, dass keine Falten in der Taillennaht gelegt wurden. ich bin gespannt, wie du es am Ende anpassen wirst! Vielleicht zuerst mit Einhalten probieren, enger machen kannst du ja auch später noch LG, Jule
  6. Mit welcher Methode hast du denn die Taillenweite vergößert? Der Schnitt geht ja - umgerechnet - nur bis Größe 42. Der Unterschied zwischen zwei Größen ist beim Oberteil ca. 1 cm an jeder Stoffseite, beim Rock ca. 0,4 cm. Du hast 3 Oberteile (also 6 Seiten, die vergrößert werden müssen) und 8 Rockteile (=16 Seiten) 0,4 cm x 16 = 6,2 cm 1,0 cm x 6 = 6,0 cm Also der Rechnung nach sollte es passen Die Angaben sind jetzt nur ungefähr, zumal sich ja auch die Saumlinie bei den unterschiedlichen Größen z.T. etwas verändert. Wenn du auch so vorgegangen bist und die Teile trotzdem diesen Unterschied aufweisen, muss es am Schnitt liegen - ich habe die einzelnen Teile im Originalschnitt jetzt nicht nachgemessen. LG Jule - die dir auch die Daumen drückt! Ps: ich denke, mit einem entsprechenden, bauschenden Unterrock kannst du deine "gerade" Taille gut ausgleichen - die Weite unten wird dann ja durch den Rock erzeugt.
  7. Mein Freund hat auch so seine Figurprobleme... (welche konträr zu den meinen sind ) Lang und dünn - damit findet sich im Laden selten was. Besonders Hosen, die ihm nicht sofort wieder runterrutschen... Und Shirts, die nicht nur bis zum Bauchnabel reichen Also darf die Freundin ran. Aber richtig ausgefallene Sachen habe ich noch nicht gemacht. Er freut sich über einfache, lange Leinenhosen und längere Shirts. Zum Hemd habe ich ihn noch nicht überreden können Jetzt soll eine komplette historische Gewandung her. Frühe Renaissance, um 1500. Vorlage ist das Selbstbildnis von Dürer von 1500 - das versuch ich gerade zu kapieren und Ideen zu entwickeln, was er drunter getragen haben könnte. Zum - bisher sehr theorielastigen - Thread gehts *hier* LG, Jule
  8. Hei. Dein Korsett gefällt mir schon richtig gut - ich mag die S-Silhouette Willst du dazu eigentlich auch noch ein passendes Kleid nähen? - Fänd ich klasse! Besonders die Kleider kurz nach der Jahrhundertwende haben es mir angetan LG, Jule
  9. Schön, dass es jetzt losgeht Mir gefällt die zweite Chemise mit dem dünnen Goldbesatz total gut! LG, Jule
  10. Mein Ziel ist es, nicht nur den Pelzmantel zu nähen, sondern einen Mann komplett ausstatten zu können (ok, reicht da nicht doch der Mantel? ). D.h., ich brauche Hose, Hemd, Wams und Mantel. Wie genau die einzelnen Teile aussehen könnten, würde ich gern mit euch zusammen erörtern. Zuerst die Hose: Gedacht habe ich mir eine eng anliegende, komplett zusammengenähte Hose (also nicht nur Strümpfe + Genitalklappe), unten nur mit Riemchen um die Füße, nicht als ausgebildete Socken. Die Punkte oben stellen die Löcher für die Nestelbänder dar - ob ich das auch so löse, muss ich mal sehen. Die Anleitung dazu werde ich dem "The Medieval Tailor's Assistant" von Sarah Thursfield entnehmen. Gibts als pdf auf Englisch kostenlos zum runterladen, auf Deutsch als Buch zu kaufen: "Mittelalterliches Schneidern: Historische Alltagskleidung zwischen 1200-1500 selbst gemacht". Möglich wären auch Strümpfe mit einer weiteren Hose darüber, aber das mag ich nicht so - ist mir gerade zu puffig Als Dürersche Bildreferenzen möchte ich folgende anführen: Auf diesem Bild sieht man einen Flötenspieler mit einer hinten ganz zusammengenähten Hose. Auf diesen beiden Bildern seht ihr Selbstporträts von Dürer aus der gleichen Zeit wie das Bild im Pelzrock. Auf beiden stellt er sich ebenfalls mit engen Strümpfen/Hosen dar. P.s.: die Bilder stammen allesamt aus meinem Buch "Albrecht Dürer" von Anja-Franziska Eichler.
  11. @ Salat: ich hoffe, dass wird jetzt kein Zwiegespräch zwischen uns beiden Da könnten wir uns auch mal gemütlich auf ein Bier oder so treffen... Ich habe gerade ein neues Buch bekommen, das gute heißt "Dürers Pelz und das Recht im Bild", von einem Kunsthistoriker Namens Philipp Zitzlsperger. Das werde ich mir, sobald Zeit ist, zu Gemüte führen und hoffe, neue Erkenntnisse zu gewinnen! Bis dahin habe ich schon mal den hier: ...meine Dürer-Kleiderpuppe, mit der ich schon mal ein bisschen rumspielen will... Als erstes werden die Unterkleider drankommen... mal sehn, was mir dazu einfällt. Auch ihr seid herzlich eingeladen, die Figur mit Kleidung zu bestücken! LG Jule
  12. Hei. Eine ausführlichere Erörterung des Schwarz-Färbens findet ihr hier: -klick- ...inkl. Geschichte, Beispiele und (theoretischem) Herstellungsverfahren. LG, Jule
  13. Hah! youtube sei dank... Hier in einem Ausstellungs-Rundblick sieht man das ganze Bild! - Auch auf der Vorzeichnung sind die Streifen! Und die Fellhaare sehen auch hier aus, als wären sie darüber...
  14. ((oder der Mantel selbst... Es gibt Repliken, die früheste mir bekannte von 1799, wo der Mantel gleich abgebildet ist. Frühe "Einmischungen" sind mir auch nicht bekannt (bis Angang des 19.Jh. gehörte es durchgängig der Stadt Nürnberg, keinen zwielichten Gestalten). Aufschluss darüber kann die Infrarotaufnahme des Bildes geben, wo die Vorzeichnung zu sehen ist. Dummerweise wird die im Netz immer auf den Kopf beschnitten Mal sehen, ob ich die rankriege...))
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