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Isebill

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    Lebendes Inventar

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  1. In einem Artikel in der Threads habe ich mal gelesen: "Sewing needs judgment". Das kann man nicht so ganz leicht übersetzen. "Nähen braucht Beurteilung" oder "...Entscheidung" trifft es nicht so ganz. Erst wenn man Person UND Stoff UND Modell sieht, kann man beurteilen und entscheiden: welche Vlieseline wie breit die Steppnaht, wohin genau die Taschen wie tief die Abnäher, einer oder zwei welcher Knopf welcher Kragen und vieles mehr. Das braucht ein trainiertes Auge, aber das kann man üben. I.
  2. Carrie, ich verstehe Dich sehr sehr gut. Wenns im realen Leben nicht so optimal lief, dann konnte man sich auf der HS ein bischen erholen, an banalen Themen, an Freud und Leid der anderen..... Das Problem beim Selbstschneidern ist ja, dass es so ein ungeselliges Hobby ist. Einerseits ist es ein Segen, dabei nicht quatschen und sich austauschen und rechtfertigen zu müssen, andererseits KANN es auch einsam sein, denn wer sehnt sich nicht nach menschlicher Begegnung. Eine gewisse Hoffnung darf aber berechtigt sein: Man hat schon viel Zeit hier vertan, die nicht immer nur befriedigend wa
  3. Der Anne wünsche ich alles Gute und ich hoffe, es gibt ein Nachfolgeangebot von ihr. Ich bin dann wieder dabei. Isebill
  4. @eboli: So kenne ich das auch. Und es ist eigentlich logisch: Auf all diese Schritte kann man nicht verzichten ohne Qualitätseinbußen, sonst würden die Maßschneider sie nicht seit Generationen so machen. Die haben auch schon immer gegen die Uhr arbeiten müssen und wenn es schneller und bequemer ginge, dann hätten sie es so gemacht. Das muss man sich manchmal vor Augen halten, wenns wirklich gut werden soll. Nahtzugaben, die wirklich im Wege waren, wurden bei uns in der Aprobe dann eingeschnitten und weggeklappt (nicht: abgeschnitten, das erst als allerletztes). In meine
  5. Wer im örtliche Zeitungsverlag Restrollen unbedrucktes Zeitungspapier kaufen kann, der sollte dort unbedingt zuschlagen. Damit muss man Schnitte zwar "durchradlen", aber glaubt mir, das machen auch die Profis. Man sollte aber unter die Papierlagen eine nachgiebige, glatte Unterlage legen. Ich selbst habe eine Tischdeckenunterlage (Molton). Meine Kursleiterin hat sich Linoleumstücke zuschneiden lassen. Gerade bei Burdaschnitten ist das keine Hexerei. Ich lege erst das grosse Lineal an den Fadenlauf, dann verhaken sich Bogen und Papier schon mal mit dem Rädchen. Und sehr viele Linien bei Bu
  6. Du meine Güte, wieder so viel festliche Mode. Muss ich doch das Staatsopernabo kaufen, dass Ehemann so gerne hätte. Und ihn im Gegenzug dazu prügeln, zu den Lions oder den Rotariern zu gehen... (DAS IST EIN SCHERZ). Im Ernst, leider leider gibt mein soziales Leben den Rahmen für diese Klamotten nicht so wirklich her. Die Stoffe hätte ich ja, daran würde es nicht scheitern. Dummerweise ist das Freundespaar, das sich getrennt hat, das einzige gewesen, wo man mit sowas bei einer Hausparty hätte glänzen können. Ist nicht eine von Euch zufällig Besitzerin eines kleinen Chalets in den Alpe
  7. Ich meckere ja sonst gerne mal an den gezeigten Modellen herum - vor allem an Kindermodellen - aber echt, hier hat jemand wirklich Talent !! Nicht bange machen lassen - die Technik kommt schon noch. Wer auf Anhieb so ein Teil macht, von dem möchte ich auch in Zukunft gerne noch was lesen. Isebill
  8. Ich gebe Nowak recht, es kommt auf die Proportionen an. Für mich selbst kann ich sagen, dass ich Pashminaschals und Seidenschals sehr liebe, aber sie müssen vorsichtig eingesetzt werden und wenn, dann eher in Längsrichtung. So habe ich gute Erfahrungen gemacht mit V- und Blusenausschnitten, in denen die Seidentücher dann innen, aber ohne Knoten getragen werden - also als eine Art innere Ausschnittkante. So sieht man noch etwas Haut, einen Ausschnitt und der Hals ist trotzdem warm, denn ich friere vor allem hinten im Nacken. Ansonsten würde ich konsequent nur Oberteile mit Kragen und
  9. Ich war anscheinend zur falschen Zeit dort - nämlich gestern nachmittag. Die Trachten habe ich garnicht erst gesehen, denn nach einer Runde über den Innenhof haben wir uns in den Biergarten geflüchtet, wo wir aber nicht bedient wurden... (Ich sage nur: DER FÖHN !!). Diesmal war ich echt enttäuscht von dem, was ich gesehen habe. Allerdings war das nicht das ganze Angebot. Es war voll, warm, unübersichtlich, die Standbesitzer ausgepowert oder frustriert, das Angebot teilweise extrem vorgestrig. Zwar handwerklich klasse - aber irgendwie...spiessig. Meine Grete hat allerdings gesag
  10. Wenn man das zusammengefaßt liest, dann haben doch 4 von 5 Userinnen (grob geschätzt von mir !!) Nähen TROTZ Handarbeitsunterricht als Hobby. Direkt schmunzeln musste ich, als jemand das mit den Babysachen im Handarbeitsunterricht angesprochen hat .... genau !! Auch ich musste 1972 als 14jährige Babyspielzeug und ein "Steckkissen" nähen, das ganze im völlig überheizten Handarbeitssaal und mit einem einzigen Bügeleisen für alle Schülerinnen. Es ist wirklich sehr schwierig, Anfängern das richtige Angebot zu machen. Nicht umsonst bin ich ja keine Lehrerin geworden. Wenn ich abe
  11. Ich finde, es ist die typische Praktikantenausbeute. 500 sfr. sind allenfalls akzeptabel für 4 Tage, wenn es geregelte Arbeitszeiten, Pausen und Verpflegung gibt. Es sollen doch Leute mit mehr als einer Berufsausbildung angesprochen werden und wer davon träumt, dort "entdeckt" zu werden, der träume gerne weiter. Ansonsten wäre es wieder mal Zeit für einen kleinen Weberaufstand, wenn ich das so lese. Für 500 sfr. bekommt man in Zürich kaum ein Zimmer und was zu essen für 4 Tage. Auch nicht für drei. Isebill
  12. Ich melde mich noch mal ... Mit meiner Bemerkung ("Bist Du Dir sicher, dass Du das anziehen wirst ?") habe ich den Rüschenrock Nr. 121 aus der BM 8/2011 verhindert. Denn ich konnte mir absolut nicht vorstellen, dass eine zurückhaltenden, eher schüchterne und jugendliche Frau, die zum Kurs in Stretchjeans, mit glatten blonden Haaren, Ballerina und simplem Shirt erscheint, Garderobe und Haltung und Gelegenheit und Schuhe für diesen Rock hat. Ganz schön anmassend von mir - ich weiss. Aber das Mädel hatte eine sehr jugendliche, eher "liebe" und "brave" Ausstrahlung und als erstes Stück
  13. Ich habe die Teilnehmerin ja selbst gesehen, anders als alle anderen. Und wenn in einer Diskussion hier dann meine Beobachtung, dass eine sehr enge Hose für diese Figur mit massiven Reithosen ungünstig ist, grundsätzlich mit dem üblichen "ist man schon fett mit 42 und was fällt Dir ein, über andere zu urteilen" kommentiert wird, dann weiss ich wieder, warum ich lieber im stillen Kämmerlein nähe als mich mit anderen zu unterhalten. I.
  14. Liebe Johanna, das ist genau der Punkt. Bielastischer Stoff ist von Haus aus schwierig zu nähen; eine sehr enge Hose immer wieder anzuprobieren, wenn gerade da die kritischen Stellen liegen, die pure Hölle... Also ich hätte mit einem Vorwand dafür gesorgt (notfalls mit der Lüge, dass die Maschinen im Kurs erfahrungsgemäß keinen bielastischen Stoff mögen....), dass das Mädel sich ein Oberteil aus Baumwolle näht. Die Kursleiterin wird schon wissen was sie tut. Isebill
  15. Manchmal bietet die Mode garnichts anregendes für den eigenen Geschmack. Dann hat man auch keine Lust zum Nähen. Aber diese Phase vergeht wieder. In der Zwischenzeit kann man immer noch sich mit kleineren Änderungen behelfen oder Dinge optimieren oder mal eine neue Tagesdecke nähen. Von Dir, LiLo, kenne ich ja nur Deine Bilder. Dein ausgeprägter Stil wechselt ja nicht so im Rhythmus des Modebetriebs - deshalb gibt es wohl auch weniger Anregungen "von aussen" - also aus Heften und Schaufenstern. I.
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