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CoronarJunkee

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    arbeitet Haupt- oder Nebenberuflich gewerblich
  1. Futter... pfff... Änderungsfreundlich verarbeitet sind die Stangenbänder auf den Miederstoff gesteppt, der dann mit dem Oberstoff bezogen und als eine Lage weiterverarbeitet wird. Der Unterbrustgummi wird dann auf den Nahtzugaben befestigt. Moderne Korsagen für Brautkleider haben meines Wissens eher die Stangen auf einem festen Futter (bebügelter Satin z.B.), das die eigentliche Korsage ist. Der Oberstoff ist dann nur Deko und liegt separat zusammengenäht darüber. Die Nahtzugaben zeigen zueinander und der Unterbrustgummi liegt auf der "guten" Seite der Futterkorsage, also zur Haut. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Gummi fest an der Lage befestigt ist, die den Halt produziert, und nicht nur am Futter. Der Unterbrustgummi kann separat geschlossen werden oder an der Schnürkante befestigt werden. Ersteres funktioniert besser. Übrigens kannst Du die Korsage auch ganz normal anziehen, den Gummi erstmal außen drauf platzieren, um zu schauen, wo er verlaufen und wie eng er sein müsste. Draufstecken, Markierungen übertragen, ein wenig enger machen und dann von innen annähen. Ist praktisch. Jetzt kann ich erstmal nichts mehr von mir hören lassen. Bin gespannt, wie das Ganze in ein paar Tagen aufhört. Grüße aus dem Urlaub.
  2. Hmmm. Erstmal: was bringt ein Unterbrustgummi? Der zieht 1. die Stange der VM an den Körper und zwischen die Brüste, denn die tragen meistens dazu bei, die Stange nach vorne wegzuschieben. Dadurch erhalten die Brüste Halt im Cup (insbesondere durch eine Befestigung des Unterbrustgummis an den Stangen unter dem Cup) und auch die obere Kante wird an die Brust herangezogen (weil die VM am Körper anliegt statt wegzustehen). 2. zieht der Unterbrustgummi das Vorderteil an den Körper heran, wodurch die Mehrweite in der Oberkante nach hinten rutschen kann. Da Brüste in einer Korsage meistens an einem Ort gehalten werden sollen, an dem sie von selbst nicht halten würden, wirkt die Schwerkraft nach unten und nach vorne. Die Korsage "kippt" (ein bisschen. Gehalten ist sie ja in der Taille trotzdem) vorne durch das Gewicht der Brust vom Körper weg, hinten an den Körper ran. Du kannst eben hinten endlos viel Mehrweite in die obere Kante packen, was Dir nichts bringt, wenn alles nach vorne gezogen wird (Wie ein Rock, der vorne schmal sein soll und hinten weit. Das funktioniert ohne Tricks auch nicht). Das soll/kann ein Unterbrustgummi verhindern. (Generell: probier's einfach aus - ist ja nicht besonders aufwendig; in's Probeteil reinheften. Dass so viele Korsagen einen Unterbrustgummi eingebaut haben rührt ja nicht von ungefähr.) Dann: Du sagst zuerst, die Korsage liege unter der Brust an. Dann sagst Du, die Oberkante sei ziemlich locker, wenn Du das Cup-Teil abtrennst. Das passt nicht zusammen und spricht für den Unterbrustgummi, damit es vorne an den Körper ran kommt, aber hinten ein wenig locker sitzen kann.
  3. Drum sag' ich: oben weiter machen, dann Unterbrustgummi rein. Natürlich mit Untermaß. Der wird an der VM festgenäht und mindestens noch an den Stäben unter den Cups. Danach ist es dann nicht schlecht, den Gummi durch Schlaufen an den anderen Stäben laufen zu lassen. Entweder separat schließen oder am Schnürverschluss seitlich annähen. Separat geschlossen sieht von außen besser aus. Der Gummi hält die Cups vorne am Körper dran.
  4. Kleine Zwischenfrage: Gibt es einen mir nicht ersichtlichen Grund dafür, dass der Brustpunkt der Corsage etwa 4cm unterhalb Deines eigenen Brustpunktes sitzt?
  5. So. Vielleicht hilft's. Zumindest hat's mich vom "eigentlichen arbeiten" abgelenkt. Links der fertig verarbeitete Rücken, rechts das Futter, im Stoffbruch liegend. Im Futter die HM oberhalb des Schlitzes über ein paar cm steppen. Sonst die HM heften. HM umbügeln zu der Seite, wo der Untertritt nicht ist. Heftfaden im Schlitz rausziehen, in der Faltentiefe entlang des Bruches aufschneiden bis ein wenig höher als das Schlitzende. Auf dem Rückenteil platzieren, HM auf HM, Schlitzende auf Schlitzende. Den Punkt finden, an dem der Untertrittschlitz aufhört. Kontur des Untertritts markieren. Überflüssigen Stoff wegschneiden, Nahtzugabe stehenlassen, bis zur Ecke einschneiden. Nahtzugaben einklappen und annähen (kann von innen mit der Nähmaschine oder von außen von Hand gemacht werden, je nachdem, wie weit der Schlitz schon verarbeitet ist und womit man sich wohler fühlt). Saum einklappen und annähen. Wenn alle Näherei von Maschine gemacht werden soll und kein separates Schnittteil für den Futterrücken vorliegt, dann muss das ganze Einpassen, Wegschneiden usw. gemacht werden, bevor das Futter irgendwo mit dem Oberstoff verbunden wird. Dann erst den Schlitz und Saum fertig machen, Schlitz- und Saumbelege anhängen, dann den restlichen Mantel verstürzen. Ich hoffe, das hilft weiter. Gruß aus dem kalten und regnerischen Berlin.
  6. Also... Ob in der Faltentiefe nun eine Naht oder ein Bruch ist, ist eigentlich ziemlich egal. Und ob die Faltentiefe nun von oben bis unten genau gleich breit ist oder unten breiter wird, auch. So lange man im Schlitz nicht mehr Stoff braucht als die Faltentiefe hergibt, ist das alles kein Problem. Wird auch seit Schneidergenerationen genau so gemacht. Probier's doch einfach aus Fotos folgen.
  7. Hallo! Als Kind konnte ich alle Lieder auf der Arielle-Kassette auswendig. Ich denke, dieser Thread ist der richtige Ort, das zu gestehen. Was die Corsage anbelangt: Ich denke, Du brauchst sowohl in der SN als auch in der HTN nach oben mehr Weite. Eher zuviel als zuwenig. Wenn Du die Kante verarbeitest, wird es da ohnehin noch enger. Damit dann die Brust nicht durchrutscht, wäre ein Unterbrustband (Gummi) gut. Bei den Cups... naja. Entweder müssten die eine Nummer größer (mit, von der Seite gesehen, mehr Tiefe) oder Du nimmst die Kissen raus, damit Deine Brust reinpasst Wenn die Weite erstmal OK ist, kannst Du den Abschluss eigentlich dahin legen, wo er Dir am besten gefällt. Meistens ist ein wenig höher (so wie jetzt) besser, weil da nicht das BH-Band im Alltag einschneidet - denn dort bildet sich dann meist noch leichter ein Röllchen. Ich bin sehr gespannt! Gruß aus Berlin.
  8. Das könntest Du mal probieren. Glaube aber nicht, dass das funktioniert. Der Streifen soll eigentlich wie ein Nahtband funktionieren, aber eben ein bisschen mitgehen. Für Kurven wird das viel zu fest sein. Aber: probieren geht über studieren Mal angenommen, dass das klappt: ich denke nicht, dass man spiegeln müsste. Ich würde dann die NZ aber auch nicht aufsteppen sondern lose anhängen. Dann sollte das genug Spiel haben, um nicht zu ziehen. Ab dem Moment, wo so ein Streifen mehr Arbeit ist als ein gewöhnlicher Beleg macht das ja auch keinen Sinn mehr
  9. Einfach zuschneiden. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie es dann damit weitergehen könnte. Höchstwahrscheinlich wird das Futter in der HM am Hals und über dem Schlitz über ein paar cm zugesteppt. Danach kann dann das Futter in Schlitzhöhe in der Bewegungsfaltentiefe aufgeschnitten und einseitig bis zur HM-Naht eingeknipst werden. Die Bewegungsfaltentiefe wird dann die Nahtzugabe, mit der das Futter am Schlitzbeleg (im Übertritt) und an der Untertrittkante angenäht werden kann. Ist 'ne ziemlich klassische Verarbeitung. Viel Spaß.
  10. Ich wollte damit hauptsächlich sagen, dass sich solche Systeme selbst aufrecht erhalten: geprüft wird, was man selbst kennt (weil sonst kann man's ja nicht beurteilen), und gelehrt wird, was geprüft wird. Und da die Gelernten dann selber Prüfer werden...
  11. Ich musste erstmal im Forum suchen, was RSO bedeutet... Das mit dem entsprechenden, stark gedehnten, Schrägstreifen habe ich in Paris in meiner Ausbildung gelernt. Als ich dann in deutschen Werkstätten gearbeitet habe, kannte das niemand. Ich denke, das ist weniger eine Profi/Laien-Barriere als eine Frage der Community. Zudem: nimmt man z.B. Müller München. Deren Schnitte (insbesondere im Herrenbereich) erfordern eine ganz bestimmte Verarbeitung. Da Müller München in D als Schnittsystem hoch verbreitet ist, ist auch das Schneiderhandwerk, was die Verarbeitung anbelangt, dementsprechend angepasst. In Frankreich, Italien und England wird wieder anders verarbeitet. Das liegt wahrscheinlich auch an den Handwerkskammern und deren Äquivalenten, die spezielle Prüfungsrichtlinien und Verarbeitungsvorstellungen haben. Was den Schrägstreifen anbelangt: Was auch gut funktioniert, ist einen Futterschrägstreifen zu nehmen, der etwa im 15°-Winkel geschnitten ist. Den dann ohne Dehnen verarbeiten. Hält gut die Form, geht aber auch mit. Stütznähte: Stütznähte kenne ich (ausbildungstechnisch) nur, um Picot-Säume (freie Übersetzung aus dem frz.) schön hinzukriegen: mit Stütznaht die Saumlänge stabilisieren (u.U. vorher mit Heftfaden am hängenden Rockteil), dann auf der Stütznaht umbügeln, drüberzackeln und zurückschneiden. Ich glaube, ich würde mich nicht auf eine Stütznaht verlassen wollen, um eine stark beanspruchte schräge Partie zu halten, schließlich hält so eine einfache Naht ja auch nicht so viel aus. Unterlegen kenne ich auch gut aus meiner Ausbildung. Wird in der Haute Couture dauernd benutzt. Andere nennen es "beziehen". Da gibt es dann Unterschiede, ob die Stoffe wirklich einfach flach aufeinander gearbeitet werden, oder dem Oberstoff ein wenig Rollweite gegeben wird (weil er in den Nahtzugaben um den Unterlegstoff herumrollen muss), oder der Oberstoff unter Spannung auf den Unterlegstoff kommt (dann ist der Unterlegstoff tendenziell fester und es geht darum, beim Oberstoff Faltenfreiheit hinzubekommen). Ist alle (k)eine Kunst. Wie Nowak schon sagt: Am Ende sieht alles ziemlich ähnlich aus
  12. Die Schulter muss gerader gestellt werden, nicht schräger. Schlagwort wäre "straight shoulder" statt "sloping".
  13. Zwei/drei Anmerkungen zum Dilemma (ganz abgesehen davon, dass ich diese Silhouette wesentlich ansprechender finde): 1) Es kommt ein Gürtel drüber, von daher sieht man weder, was worin steckt, noch ob ein paar cm Falten durch den Rockbund verdeckt werden. 2) Nichts spricht dagegen, die Taille auf Rockbundhöhe zu säumen und den Rock einzuhängen/-haken. Als ich meinte: steck die Taille in den Rock, ging es mir eher um die Proportion als darum, dass die Taille am Ende wirklich im Rock stecken muss. 3) Du kannst auch Deinen Rockbund so arbeiten, dass er zwei Verschlusspositionen hat (so viel kann das im Umfang nicht ausmachen, ob eine Taille drin steckt oder drüber liegt... vlt. 2cm? Die weitere Position, wo man also den engeren Verschluss sehen würde, wäre vom Gürtel verdeckt. Die engere Position entspräche dann der Option Rock-direkt-über-Korsett-und-Balltaille-drüber. Ich finde, das Ding kommt. Und sieht wirklich vielversprechend aus. Mir kommt gerade ein vielleicht seltsamer Gedanke. Wie wäre es mit einem zwar nicht dunklen aber doch farblich kontrastierenden Gürtel? Ich könnte mir vorstellen, dass das dem Kleid mehr Charakter verleiht. Changierenden Taft könnte ich mir dazu bspw. gut vorstellen (wenn er nicht glatt liegt). Etwa in hautfarben/taubenblau oder hautfarben/petrolgrau. Irgendwie müsste es noch pudrig sein. Aber vielleicht wäre das was, um das Kleid näher an Deine Persönlichkeit ranzuziehen. Gruß aus Berlin.
  14. Das ging aber schnell. Ich würde sagen: 1) Puffärmel müssen ein wenig mehr reingesetzt werden (ca 1,5 an der Schulter und 2 im vorderen Armloch). Das kannst Du ja von Hand machen trotz der Perlen und ist ja beim Puffärmel kein Problem. 2) Zieh doch endlich mal den Rock über die Taille Das würde m.E. die Silhouette sehr ausgleichen. Und dann den Gürtel genau so wie er im Original ist. Mit dem Gebamsel. Evtl. glatt von hinten bis zur Seitennaht, dann von der SN bis zur Schleife leicht aufdrehen, damit es Falten gibt. But who am I
  15. Tolle Ärmel Ich halte an meiner Meinung fest: Gürtel hell. So wie er jetzt ist, wirkt das ganze ein wenig wie eine historische Spielerei als Variation auf eine zentraleuropäische Tracht. Ich würde auch mal zwei Varianten (an Dir!) probieren: Gürtel unterhalb der Taille, so wie jetzt, oder Gürtel oberhalb der Taille. Selbst wenn letzterer den Oberkörper nicht streckt, denke ich, dass das bei Dir besser aussehen würde...
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