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  1. Auch ich habe keine Tipmatic 1015, kenne es aber von anderen Tipmatics wie von stoffetzerl beschrieben. Stichlänge 9 finde ich außerdem recht ungewöhnlich. Jedenfalls sind die Ziffern am Rad normalerweise die Stichlänge in mm. Hast du die Abbildung vom Rad aus der Bedienungsanleitung mit deiner Maschine verglichen? Wie sehen deine Tasten aus, sind Stretchstiche darauf abgebildet? Hast du mal Nähproben mit dem Rad auf 7, 8 und 9 gemacht in Kombination mit verschiedenen Tasten?
  2. @Stoffliesel27 Mein Auge würde von der Linienführung her beide Modelle in knapp überm Knie endender Länge gut finden. Optimal sind die Prinzessnähte wegen ihrer vielen Möglichkeiten zur Passformkorrektur falls es nötig sein sollte. Ich glaube, ich würde es vom Stoff abhängig machen und welchen Gesamteindruck du möchtest. 8292 ist ein schöner, klassisch-zurückhaltender Schnitt. Ideal, um schöne Stoffe zur Geltung zu bringen, auch weil die Krägen schlicht sind und keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Optisch wären wahrscheinlich Eingriffstaschen besser, aber wenn du Platz für Handschuhe o.ä. willst, bist du mit den aufgesetzten besser dran. Genaue Abmessungen und Platzierung würde ich am Körper festlegen. Der Schalkragen von 6387 ist der Hingucker des Modells und kommt mMn am besten zur Geltung, wenn der gesamte Mantel uni ist oder uni Schalkragen auf gemustertem Mantel. Krägen, aber auch andere Details wie Nahtführung, Taschen usw. gehen bei Muster auf Muster, auch wenn's aus demselben Stoff ist, mMn ziemlich unter. Das fällt mir v.a. bei Burda-Modellen auf, die sie in leicht variierten Schnitten in uni und in gemustert arbeiten. Um wieviel du den Schalkragen verkleinerst, würde ich mit einem Stück Stoff aus der Restekiste ausprobieren, von Originalgröße ausgehend immer kleiner umbücken, an dir feststecken, vor den Spiegel stellen, ggf. auch fotografieren und so fort. Schulterbreite oder kurz davor kann ich mir gut vorstellen. Wenn du wie im Modell einen Bindegürtel machen möchtest, würde ich Ton in Ton wählen, Länge und Breite wieder selbst festlegen und dabei auch Materialeigenschaften berücksichtigen, also wie geschmeidig oder sperrig der Stoff fällt, ggf. auch eine Schließe statt Bindegürtel in Erwägung ziehen. Nach-Schub: 8292 ist mMn auch dann ideal, wenn du gerne dicke Winterschals um den Hals trägst, die ziemlich viel Volumen machen. Diese richtig dicken kuscheligen Dinger. Bei 6387 würden solche Schals vom Kragen ablenken. Ich würde auch überlegen, wie du das V warm kriegst, wenn du mit dem Mantel länger als 2-3Minuten draußen bist. Reichen dicker Pulli oder Cardigan? Hast du dünne, aber warme Schals oder müsste das auf die Shopping- oder to-knit-Liste? Sind natürlich nur meine subjektiven Eindrücke und Gedankengänge. Für deine beschriebene Größe und Figur kann ich mir beide Modelle gleichermaßen gut vorstellen.
  3. Es kommt wirklich drauf an, mMn vor allem auf den Stoff und was deine Ansprüche an Handwerk, Qualität sind; Industrie, Couture oder irgendwo dazwischen. Natürlich auch an die gewünschte Optik: Crisp und clean oder weicher fallend. Für den verlinkten Mantel vermutlich eher letzteres? Ich persönlich bin mit der Verarbeitungsqualität von klassischen Winter-Wollmänteln aus der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, die ich von Omas und Großtanten zu Studienzwecken geerbt habe, sehr zufrieden und orientiere mich daran. Das sind alles Stücke, die ca. in den 1960er/1970er Jahren (vor der Polyester-Welle) für deutsche Kaufhäuser und Bekleidungsgeschäfte gefertigt wurden. Mittelklasse-Massenware, keine Couture-Labels. Die Mäntel wurden mindestens 30 Jahre lang jeden Winter geschleppt. Sie waren bis zum Schluss formstabil und wurden aussortiert, als Ärmelsäume, Revers und Krägen sich abgestoßen hatten. Diese Mäntel haben erstaunlich oft aufbügelbare Einlage nur an Belegen verwendet, an Teilen der Armkugel und Säumen, natürlich an Krägen und Revers und ähnlichen neuralgischen Stellen. Vorder- und Rückenteile, Seitenpanels: Meist Fehlanzeige. Diejenigen, die darüberhinaus Einlage hatten, verwendeten diese ausschließlich am Vordermantel, nicht am Rücken, auch am oberen nicht. Die Einlage hatte fast immer Fäden in Längsrichtung eingearbeitet wie Freudenbergs H410. Ich verzichte daher bei Mänteln meistens auf Einlage in Vorder- und Rückenteil.
  4. @Valentina89 Hast du auf dieser SM schon Walkloden genäht oder ist es quasi eine Premiere? Ausgelassene Stiche hatte ich mit Walkloden noch nicht, kann also nur Erfahrung teilen, die für mich funktioniert. Vielleicht ist etwas dabei, was du ausprobieren kannst. Ich nutze für dünnen wie dicken Walk (gefilzter Wollstrick) Universal-Polyester-Garn verschiedener Hersteller, eine 80er Jersey-Nadel und einen schmalen Zickzackstich (0,5mm breit). Bevor ich loslege, teste ich auf Reststückchen des Stoffs die optimale Stichlänge. Für dünnen Walk starte ich mit etwas mehr als 2,5mm, für richtig dicken mit 3mm, probiere aber immer längere Stiche aus und vergleiche die Ergebnisse. Mir gefallen eigentlich immer die längeren besser, einen sehr dicken Walk habe ich mit 3,5mm genäht (0,5mm breit). Mein übliches Troubleshooting-Programm bei ausgelassenen oder sonstwie unschönen Stichen: Nadelsitz prüfen, Ober- und Unterfaden neu einfädeln, Fadenspannung prüfen, neue Nadel. Ich habe mir angewöhnt, nach jedem Nähtag rund um Spule und Stichplatte (diese dafür entfernen) auf Staub und Stoffflusen und -fädchen zu checken und falls vorhanden zu entfernen. Dauert keine 2 Minuten und schließt dies als Fehlerquelle aus. Wenn du dies nicht schon geprüft und ggf. gesäubert hast, würde ich dies tun. Falls deine Maschine verstellbaren Füßchendruck hat würde ich diesen ebenfalls variieren. Nicht vergessen, dir irgendwo zu notieren, welche Naht du wie genäht hast, damit du später weißt, welche Kombination an Nadel, Garn, Stichlänge (ggf. Stichbreite), Fadenspannungen usw. ein gutes Ergebnis erzielt hat. Viel Erfolg!
  5. @jadyn Hallo, hast du den Cardigan mit einem ärmellosen Oberteil darunter anprobiert? In der Beschreibung, die du verlinkt hattest, steht "This cardigan is designed to be worn over a sleeveless top". Jalies Ärmel sind mEn bei figurnahen Schnitten immer sehr schmal geschnitten, haben bei T-Shirts gerne auch mal negative Weite (negative ease). Falls vorhanden würde ich im Kleiderschrank auf die Suche nach schmalen Cardigan-Ärmeln gehen, die dir gut passen und diese ausmessen. Je nach Dehnbarkeit des Materials können die Maße ein bisschen unterschiedlich ausfallen, aber oft sind sie sich sehr ähnlich. Auch die Höhe der Armkugel ausmessen und vergleichen. Mit diesen Maßen würde ich einen Ärmel selber konstruieren, großzügige NZG anzeichnen, ins untere Armloch einnähen, anziehen und den Rest des Ärmels am Körper ins Armloch stecken (lassen).
  6. In einem Nähbuch aus den 1960er Jahren habe ich mal von sogenannten Saumgewichten gelesen. Über den Weg gelaufen sind sie mir nie, vielleicht sind sie für leichte Stoffe auch zu schwer, aber eine Kette ähnlich wie bei Chanel kann ich mir vorstellen. Nur dünner, weniger schwer und ggf. aus glatten Kunststoffgliedern statt Metall.
  7. Du schreibst du hast "die Schulter angehoben". Meinst du damit den Schulterpunkt, Schulternaht oder beides? Ich würde den abgetrennten Ärmel ganz abmachen, weder anclippen noch -stecken, dann die Schulternaht abschrägen. Ein Foto von der Seite wäre nicht verkehrt, um Armloch und Seitennahtverlauf, aber auch die Kurve des oberen Rückens zu sehen. Außerdem würde ich den Schulterwinkel des Schnitts sowie den deines Mannes messen und miteinander vergleichen. Die Schulterschrägung kann links und rechts auch durch körperliche Belastungen unterschiedlich sein, daher links und rechts messen. Die Längsfalten am Rücken können Weite sein (gewollt vom Design oder weil dein Mann schmaler gebaut ist) oder auch an nach vorne gezogenen Schultern. Ein Foto von hinten, wo dein Mann die Schultern bewusst die Schultern gerade bzw. nach hinten zieht, kann weitere Anhaltspunkte geben, wo die Falten herkommen.
  8. Eine gute Zuschneideschere erleichtert das Leben ungemein. Meiner Meinung nach ein Rollschneider mit Zuschneidematte noch viel mehr, aber das ist individuell unterschiedlich, was man bevorzugt. Für gerade Strecken kann ein Lineal aus stabilem Plexiglas helfen. Dann brauchst zu auch etwas zum Markieren. Selbst wenn du Nahtzugaben im Kopf hast und keine Nahtlinien einzeichen möchtest, gibt es Passzeichen, Anstoßzeichen, Start und Stop von Einhalten oder Kräuseln, Lage von Knöpfen und Knopflöchern oder Reißverschlüssen und so weiter. Klassisch ist Schneiderkreide, es gibt aber auch Trickmarker oder auswaschbare Filzstife. Stecknadeln brauchst du mMn noch, und Handnähnadeln braucht man zwischendurch auch immer mal wieder. Je nach Projekt, Naht und Material ist auch Heftgarn, Wondertape (schmales doppelseitiges Klebeband, welches sich später beim Waschen löst) oder bei unkomplizierten Materialien auswaschbarer Klebestift Der rote Griff des Trennmessers sieht mir recht kurz aus. Ist das ein Modell zum Zusammenstecken, wo das untere Gestänge fehlt? Entweder würde ich danach suchen oder ein neues mit einem Griff kaufen, welcher gut und sicher in deiner Hand liegt. Die Dingelchen sind verdammt scharf, weshalb man sie im wahrsten Sinne des Wortes im Griff haben sollte.
  9. Hallo Peter, ich vermute, du wirst ein breites Spektrum an Meinungen auf deine Frage bekommen. Hier ist meine: Ich würde zu Beginn keine großen Garn-Vorräte anlegen, sondern von verschiedenen Herstellern eine einzelne Rolle besorgen und mit Stoffen bzw. Materialien testnähen, die du oft planst zu vernähen. Verschiedene Materialien können verschiedene Ansprüche haben. Wenn du dann weißt, welches dir am besten gefällt, würde ich nur größere Mengen in Farben zu kaufen, die du oft benutzen wirst. Manche Maschinen nehmen alles, auch günstiges No-Name-Garn vom Stoffmarkt, andere zicken rum, wenn's nicht bestimmte Garne sind. Meine Maschinchen sind zum Glück von der klaglosen Sorte, weshalb ich keine bestimmte Marke kaufe, sondern das, was farblich am besten passt. Wie deine 1229er reagiert, findest du nur durch Probieren heraus. Viel Spaß und Erfolg!
  10. Noch eine Stimme, die die überschnittene Schulter als Ursache im Verdacht hat. Ich würde aber auch einmal mit ein paar Stecknadeln die Schulterschrägung anpassen und gucken, ob das irgendeinen positiven Einfluss hat. Es mag am Winkel der Aufnahmeposition liegen, aber ich meine zu sehen, dass die dezente waagerechte Struktur des Stoffs schon etwas abkippt, bevor das Schultergelenk erreicht ist. Eine schrägere Schulternaht würde das beheben. PS: Wenn du den nächsten Sweater nähst, würde ich ihn auf der NM heften und die Ärmel erstmal weglassen. Dann kann man vieles besser beurteilen, zum Beispiel ob die Falten schon da sind oder nicht, ob das Armloch zu klein oder zu groß ist und von der Form her okay ist. Erst wenn der ärmellose Sweater gut sitzt, die Ärmel mit der Nähmaschine einheften. Falls nötig Änderungen am Ärmel vornehmen, alle Änderungen auf den Schnitt übertragen und dann mit Overlock den Sweater endgültig zusammenrattern.
  11. Schickes Modell! Es ist der Grund, weshalb ich mir im Juli spontan diese August-Burda zugelegt hatte. Nach dem akuten "Haben-Wollen"-Gefühl Im Laden setzten zuhause beim genaueren Anschauen Zweifel ein, wegen der Fotos am Modell und der Puppe. Hast du sie dir mal angeschaut? Ich glaube auch, dass es aus zwei Gründen ein etwas schwieriger Schnitt ist. Zunächst die Wahl des Stoffs. Zunächst darf er meines Erachtens nach nicht zu schwer sein und sollte ein bisschen Stand haben, weil sonst die Schwerkraft die Falte zusätzlich eistütenartig aufsperren lässt und nach unten und zur Seite wegbricht. Außerdem muss die Passform tiptop sein. Brustpunkt-Höhe und -Breite und auch keine überflüssige Weite oberhalb der Taille, besonders ab Brust aufwärts. Alles, was an Weite zuviel ist, lädt die Falte geradezu zum Kollabieren und Verschieben ein. Es schaut für mein Auge so aus, als hättest du v.a. im Vorderteil mit Knopfloch zuviel Weite. Ich habe spontan in den Bildschirm greifen und eine Falte von der Schulter zum Brustpunkt wegkneifen wollen. Ebenso auf der Vorderteilseite mit Knopf, aber etwas weniger stark ausgeprägt. Förderlich fürs Falten-Verschieben bei Bewegung ist auch, dass der Blazer nur mit einem Knopf in der Taille geschlossen wird. Es gibt also nur auf Taillenhöhe Widerstand bei Bewegung, darüber ist alles im freien Fluss. Aus diesen zwei Gründen hatte ich den Blazer auf Eis gelegt, aber doch ein paar Ideen notiert. Keine Ahnung, ob es funktionieren würde, aber ich würde ein Probemodell machen, das ich von oben nach unten figurnah anpassen und die Falten direkt am Körper legen würde. Außerdem würde ich ein Zwischenfutter machen, an dem ich die Faltenböden und -schenkel möglichst unsichtbar und unverschiebbar fixiere. Unter Umständen würde ich auch versuchen, in Brusthöhe mittels Druckknopf die Vorderkanten zu fixieren. Ich weiß allerdings, dass mich die Optik stören würde, sobald ich den Blazer offen habe und habe auch deshalb den Schnitt erstmal ganz hinten in die Schlange verbannt. Ich finde ihn aber wirklich toll und glaube, es lohnt sich, noch ein bisschen herumzuprobieren, wie du die Falten in den Griff bekommst.
  12. @3kids Probemodell zum Überprüfen und Anpassen ist mMn immer eine gute Idee! Beim Nähen gilt für mich Praxis, also echtes Leben, schlägt Theorie (Lehrbuch), lieber ein Probeteil für die Passform zuviel als zu wenig. Der Abnäherverlegung von Schulter zu Brust konnte ich nicht folgen, sorry. Wenn ich die Linien richtig zuordne, hast du viel Strecke zwischen Armloch und oberem Abnäherschenkel und könntest ihn problemlos weiter nach oben drehen. Das höhere Armloch ist in diesem Fall hilfreich. (Ich kenne zu tiefe Armlöcher aus eigener Erfahrung. Kein einziges Konstruktionsbuch und kein einziger kommerzieller Hersteller hat die für mich passende Armlöcher, selbst die in Kurzgrößen-Schnitten sind noch etwas zu tief. Zylindrische Oberkörper, die die Strecke eher waagerecht als senkrecht brauchen, scheinen nicht der Konstruktionsnorm zu entsprechen...) Hast du erst den Abnäher verlegt und dann den Brustpunkt tiefer gelegt oder in umgekehrter Reihenfolge? Solange der Abnäher nur an der Seitennaht etwas hin- und her rotiert wird, sollte dies keinen Einfluss auf die Saumlinie haben (anders, falls du ihn in den Taillenabnäher rotieren würdest). Mein Probeteil für einen Grundschnitt mit Brustabnäher hatte ich aus gewebtem Karostoff genäht (geprüft unverzogen, Karos schön im rechten Winkel), ähnlich wie es Palmer & Pletsch (Fit for Real People) anfangs verwendet hatten. Man sieht in Karo zwar Falten weniger gut, aber dafür Fadenlauf und ob sich horizontal etwas ändert. Daher weiß ich, dass bei mir die Saumlinie durchs Rotieren entlang der Seitennaht unbeeinflusst war. Aber mir scheint es am besten, wenn du im Entwicklungsprozess deines Grundschnitts jetzt vom Papier zum Stoff wechselst und guckst, was schon gut passt und was noch optimiert werden kann.
  13. Wenn du an so etwas Spaß hast, könntest du ein Croquis von dir machen (einen Umriss deiner Figur auf Grundlage eines Frontalfotos), mehrfach nebeneinander kopieren und verschiedene Mäntel "ausprobieren". Ich habe hier im Forum auch schon Croquis gesehen, aber im englischsprachigen Nähforum Stitchers Guild gab es vor vielen Jahren einen Thread mit einigen Userinnen, die sich damit ausgiebig beschäftigt haben und so auch ohne Text eindrucksvoll zeigen, welche unterschiedliche Wirkung diverse Formen, Stillinien, Designelemente usw. erzielen können. Der Thread ist schon im Archiv und nicht mehr alle Bilder vergügbar, aber einiges hilfreiches kann man noch sehen: Croquis Conversation at Stitcher's Guild . Userin M lambie zeigt in Antwort 22 eine Serie von Röcken, eine andere von Kleidern. Userin crazyquilter hat in Antwort 36 (wird in meinem Browser als Seite 2 angezeigt) sogar ihrer Croquis Klamotten angezogen und diese dann auf ihr Croquis-Foto kopiert. Virtuelles Anprobieren sozusagen. Userin Magali Roberts (Antwort 84, S.3) zeigt 24 gezeichnete Outfits an ihrer Croquis. Es ersetzt natürlich nicht Anprobieren im echten Leben, aber liefert im besten Fall doch die eine oder andere hilfreiche Erkenntnis, was dir an dir gefällt und was nicht.
  14. Ich habe und nutze zwei mechanische Maschinen, die für meine Nähbedürfnisse völlig ausreichen. Ständig aufgebaut und für 99% aller Fälle nutze ich die jüngere, die ziemlich genau 30 Jahre alt ist. Die ältere ist fast doppelt so alt, wohnt normalerweise im Schrank und kommt nur zum Einsatz, wenn es kleiner und fitzeliger wird, da ihre Füßchenbreite schlanke 6mm beträgt. Eine Maschine mit Kniehebel würde mich interessieren, aber nicht so sehr, als dass ich deswegen eine neue Maschine kaufen würde, sondern nur als Ersatz für die Erstmaschine, sollte diese irgendwann streiken und aufgrund fehlender Ersatzteile nicht mehr repariert werden können.
  15. Knielang hört sich gut an! Finde ich persönlich auch eine sehr alltagstaugliche Länge. Aber wie nowak schon schrieb, ist es ohne Bild schwierig mehr zu sagen. Das Zusammenspiel von Länge, Volumen, Material (Farbe, Textur), Art und Anordnung und Proportionen von Taschen + Verschluss, Art und Proportion des Kragens ergibt einen subjektiven Gesamteindruck, wo man mMn aber nicht in jeder Kategorie das Optimum herauskitzeln muss, sondern nur die gröbsten Fallstricke vermeiden. Als Beispiel der Mantel aus der Januar 2019 Burda, was mir so beim Betrachten durch den Kopf geht. Er ist ungefüttert, aus Mohairstrick, hat einen interessant geschnittenen Schalkragen und Schmucksteine als Blickfang, hat überschnittene Schultern und einen sehr geraden Schnitt. Ungefütterte Mäntel neigen zumindest bei mir dazu, dass sie immer irgendwo auf der Kleidung aufsitzen und daher auftragen. Wenn dir ein glatter Fall des Mantels wichtig, würde ich ihn in jedem Fall mit rutschigem Material füttern. Mohairstrick mogelt optisch eher was dazu als weg, Flausch und Plüsch ebenso. Daher würde ich für den Mantel ein glatteres Material wählen. Der Kragen des Mantels ist toll! Meine Augen bleiben aber an den Kragenspitzen hängen, dort wo die Steine aufgenäht sind. Das ist auf Achselhöhe, was ich von den Proportionen her nicht so günstig finde unabhängig von Körpergröße, auch wenn die Steine nicht noch zusätzlich die Aufmerkamkeit dorthin lenken würden. Blickpunkte weiter oben, also näher an Hals und Schultern, finde ich vorteilhafter. Das Schöne beim Selbernähen ist ja, dass man das alles frei gestalten kann und sich nicht dem fügen muss, was die Modelabels in die Läden bringen. Die stärker überschnittene Schulter und der sehr gerade Schnitt könnten ebenfalls nicht optimal sein, aber ohne Foto nicht wirklich zu sagen. Außerdem ist es ein Wintermantel, wo trotz aller Überlegungen zur Optik die Funktion im Vordergrund steht. Wenn du planst, regelmäßig dicke Strickpullis oder Fleecejacken drunter anzuziehen, wirst du den Platz, den ein eher formloser oder wenig taillierter Mantel bietet, eher brauchen als wenn du Blusen oder Feinstrickpullis darunter trägst. Übrigens finde ich nur beim Mantel 6378 den Verschluss merklich nach außen versetzt. Die anderen beiden Mäntel haben den Verschluss nur minimal wenn überhaupt über den normalen Übertritt hinaus verlegt. Alle drei Lösungen finde ich für kleinere Frauen völlig unproblematisch.
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