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lysistrata

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  1. Darf ich dir einen Tip geben? Vergiß das CoolAid - das ist teuer und zu 70% nicht lichtecht. Man ärgert sich nen Wolf, wenn ein Schal oder Socken nach ein paar Wäschen die Farbe verloren haben. Am besten sind m.M. nach die Ashford-Farben - ich hab Socken damit, die schon über 10 Jahre alt sind, und nur minimal blasser geworden sind. Es lohnt sich also wirklich - und man braucht ja nicht wirklich das ganze Sortiment (ich hab da 3 Farben, die ich noch NIE gebraucht habe). Es wäre empfehlenswert, sich ein bißchen in die Farbtheorie einzulesen - das hilft sehr viel weiter. Das Grundproblem liegt darin, daß es keine reinen Farben gibt - Rot ist immer entweder gelb- oder blaustichig, usw. Das macht das Selbermischen und Färben ja so interessant - man kann sich wirklich EXAKT den gewünschten Farbton mischen, aber dafür braucht es halt die Farbtheorie. Ich hab damals je 10g ungefärbte Wolle abgewogen, bzw. die entsprechenden Meter Sockenwolle zu Docken gewickelt, und dann jede einzelne Farbe erst mal mit der vollen Farbmenge für die 10g gefärbt, und dann jede mit der Hälfte, dann mit 20%, dann mit 10% . Und dann das Ganze mit allen Farben kreuz und quer, alles mit Aufschrieb dabei. Dadurch habe ich eine Referenz-Sammlung aller Farben in verschiedenen Farbstärken, und Mischungen. Das hat mich fast 3 Monate gekostet, aber das war es wert. Seitdem kann ich jeden Farbton färben - auf Seide und allen Wollen. Und man glaubt nicht, wie viele verschiedene Mischungen am Ende einfach nur braun sind....:rolleyes: Bei den Ashfordfarben färbt es sich am besten mit Zitronensäure, das stinkt nicht so wie Essig. Ich mache alles in einem dafür gekennzeichneten Dampfgarer - Verläufe macht man da mit hitzefester Mikrowellenfolie - stramm eingewickelt und wenig Wasser. Ich mach es jetzt seit 10 Jahren, und hab immer noch Spaß dran.
  2. Ich hab auch "nur" einen alten 80er Rahmen, und ich spinne die Kettfäden zweifädig, und den Schuß einfädig - mit genügend Anschlag kommt da was raus, was etwa Harris-Tweed ist. Was mich so nervt, ist das aufrüsten - mein Mann hat mir wenigstens schon mal einen Scherbaum gebaut - damit geht es etwas schneller, aber bei einem 40er Kamm (4 Fäden pro cm) sind das dann 320 Fäden, die eingezogen werden müssen, und das dauert. Das Weben selbst geht sogar ziemlich fix, und man ist nicht auf simple Leinwandbindung angewiesen. Ein gutes Buch dazu gibt es von Jane Patrick, leider auf englisch, "The Weaver's Idea Book: Creative Cloth on a Rigid Heddle Loom", aber die Bilder sind so gut, daß man sie auch ohne versteht. Ich krieg auf meinen Rahmen mit selbstgemachten Baumscheiben 9m Kette drauf - durchaus ausreichend für ein Kleidungsstück. Für meine Nichte hab ich schon einen Poncho mit Kapuze gemacht, und eine Ruana für mich. Mein Mann wünscht sich zu Weihnachten eine extrawarme Mütze plus Halswärmer - da spinn ich mit Angora und Yak grad dran.... Und man kann auch mit noch kleineren Rahmen aus Streifen was zusammenpuzzeln. Noreen Crone-Findley hatte mal eine Doku bei Ravelry, wie sie ihrem Mann ein neues Hemd gemacht hat - in blau und weiß, und alles Streifen auf verschiedenen kleinen Webrahmen, bis runter auf 12cm - das war am Ende ein wirklich tolles Hemd. Es geht also auch ohne großes Gerät.
  3. Ich hab die Bilder gesehen, und nur gedacht, das hab ich doch alles schon mal genäht, so in den 80ern....(sogar das Make-up von Bild 5 könnte ich heute noch im Schlaf)
  4. Ich trage auch nur Designer-Einzelstücke (designed by me, wenn auch noch ohne "richtige Nähte - für ne Overlock reicht es noch nicht). Und ich kauf lieber alle paar Monate nen wirklich guten Stoff, und näh mir was, was mir wirklich gefällt, als meine paar Kröten für den gängigen Schund auszugeben. Und meist trage ich sowas dann über mehrere Jahre - da ist es mir auch wurscht, ob es modisch ist - klassisch wird nie wirklich unmodern. (ich hab mich letzten Winter von meinem heißgeliebten roten Dufflecoat aus dem Jahr 2000 trennen müssen - aber ich hab den Schnitt noch )
  5. Wenn du ansonsten schlank bist, spräche nichts gegen den zweiten Schnitt - auch mit großer Oberweite. Den Gürtel braucht man da ja nicht wirklich, das ist nur ein Gimmick. Was ich da sehe, ist eine sehr starke Taillen- und Hüftbetonung durch den Schnitt. Man sollte dran denken, daß damals meist "formende Unterwäsche" getragen wurde, und die Schnitte allgemein sehr körpernah waren. Das türkisfarbene dürfte auch in rot toll aussehen Ich finde sowas toll an anderen - aber mir ist es zu unbequem, ich mag es alltags eher locker.
  6. Bei 22.37 zieht sie den Mantel aus, und man hat eine tolle Ansicht auf die Stickereien und das Korsett darunter. Ich war schon lange nicht mehr so hingerissen von einem Kleid....
  7. So ab Minute 17. Und ich finde das Kleid unter der Jacke noch schöner, als die Jacke.
  8. Weiß jemand, wer das Hochzeitskleid aus dem Film "The Making of a Lady" designt hat? https://www.youtube.com/watch?v=Re6lAi_Qp1E Ich finde das so toll...
  9. Weil die Erdölchemie wesentlich flexiblere Produkte billiger liefern kann. Denk mal an das Melamin-Camping/Kindergartengeschirr - das ist hart und relativ brüchig - und dann denk mal an Polyäthylen/Polypropylen - da liegen Welten zwischen den Einsatzorten und -Mengen. Ich persönlich finde die derzeitige Kuhhaltung absolut nicht artgerecht, weil von der Natur niemals 10.000 Liter pro Jahr UND ein Kalb vorgesehen waren. Mittlerweile gibt es sogar schon "gesextes" Sperma bei den Besamungsfirmen zu kaufen, damit möglichst nur weibliche Kühe geboren werden. Enthornen oder kastrieren finde ich grausam (ja, ich bin ein Weichei, was das Wohlbefinden der Tiere angeht). Meine Konsequenz sind zwei Milchschafe zum Melken, deren männliche Nachzucht immer im Herbst im TK landet. Die Lämmer bleiben drei Wochen am Stück bei den Mamas, und die werden dann ab der vierten Woche morgens gemolken, die Lämmer die Nacht abgesperrt - den Rest des Tages dürfen die Lämmer sich bedienen. Und wenn es vorbei ist mit der Milch, ist es halt vorbei. Desto mehr freut man sich auf die nächste Saison. Ich hab GsD den Platz und das Futter für die Tiere, und ein einigermaßen gutes Gewissen. Milchfaser finde ich so überflüssig wie einen Kropf - es gibt Leinen, Nessel, Seide, Wolle, Baumwolle, - plus zig Kunstfasern - das reicht doch eigentlich?
  10. Nein - kann ich nicht - ich wasche alles mit Seide nur mit Wasser und Essig drin. Wenn Flecken drin sind, gebe ich es lieber in die Reinigung.
  11. Alle Seidensorten sollten niemals mit basischen Laugen in Kontakt kommen, nachdem das Sericin der Kokons mit starker Lauge entfernt wurde. Das bedeutet, daß man Seide bitte immer in einer sauren Lösung behandeln sollte - solange die Umgebung sauer ist, passiert der Seide nichts. Ich färbe seit Jahren meine selbstgesponnenen Seidengarne für Shawls selbst - ohne jedes Problem. Glanz behält Seide wirklich nur, wenn keine basischen Waschmittel drankommen. Bügeln ist kein Problem, solange der letzte Waschgang sauer war.
  12. Einmal das, und zum anderen haben sämtliche aus Maisstärke oder Milch oder Algen hergestellten Fasern keine wirklich lange Lebensdauer. Abby Franquemont, eine der US-Handspinn-Königinnen, hatte ein Päckchen Maisfaser (Handelsname Ingeo) für ein knappes Jahr im Schrank liegen, und es zerbröselte ihr in den Fingern, als sie es spinnen wollte. Biologisch abbbaubar....jaha. Vor allem sollte man wissen, daß sämtliche dieser "neuen" Naturfasern einfach nur Viskose/Rayon sind. Die Preise dafür als Spinnfasern sind viel zu hoch dafür- das ist nix anderes, als was es früher schon gab, nur mit verbesserten Fabriken dafür (lies: womit man mehr Geld verdienen kann). Diese Stoffe als Meterware gewebt hab ich noch nichts gesehen, aber ich wohne auch in einer Kleinstadt Ich bleibe lieber weiterhin bei Wolle, Leinen, Hanf, und Seide in allen Varianten - das ist für mich deutlich ökologischer als Nahrungsmittel zu Fasern/Stoff zu verarbeiten. Und ich hab auch kein gutes Gefühl, wenn Mais in die Biogasanlage wandert - das ist Futter/Lebensmittel!
  13. Das liegt an der damaligen Unterbekleidung - feste Miederteile und grausige BHs - und meine ganze weibliche Verwandschaft trug Hüfthalter oder Corseletts. Das gab natürlich eine ganz andere Silhouette als heute. Und dazu kommt noch, daß die Damen (und Herren) seit den 50ern um ca. 10cm länger geworden sind.
  14. Moin, wenn die Shirts direkt auf der Haut getragen werden, läßt sich gegen den Gilb leider nichts machen. Ich trage seit zig Jahren im Winter Angora-Unterwäsche, und m.W. sind die einzigen Wege, den Gilb zu vermeiden, entweder darunter noch Baumwolle zu tragen, oder alles auf dunkle Farben umzustellen. Es liegt nicht nur am Hautfett an sich, sondern auch an den jeweiligen körpereigenen Bakterien, die auf der Haut leben. Und da kann man nichts dran ändern, ohne krank zu werden.
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