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Tarlwen

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About Tarlwen

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Personal Information

  • Wohnort
    Tor zur Welt
  • Interessen
    Historische Mode und Larp-Gewandung nähen und tragen, Fotografieren, (Feuer)Poi spielen...
  • Beruf
    Dipl. Mediendesignerin
  • Homepage
    http://www.wandelnde-bilder.de.vu

sonstige Angaben

  • Maschine
    Brother NX-200, Brother Inno-vis750e
  • Meine Galerie
    http://www.hobbyschneiderin24.net/portal/galerie/showgallery.php/cat/500/ppuser/13934
  • Seit Jahresbeginn habe ich verarbeitet:
    Für die Sissi (bis jetzt): 19 Meter
    Für die Houpellande: 13,5 Meter
    Fürs Mittelalter-Zelt (bis jetzt): 12 Meter
    Fürs Narrengewand: 6 Meter
    Für die rote Seidenschnürbrust: 4 Meter
    Kleinkram: 2-3 Meter

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  1. Moin moin, Ambitioniertes Projekt. Ich glaube, ich würde es so machen: Einen Brautreifrock mit Tüllpetticoat für das Volumen und dann einen schwarzen Tellerrock drüber. Ja nachdem, wie viel Weite es sein soll, auch einen doppelten Teller. Je nachdem, welchen Stoff Du nimmst, kann das recht schwer werden, daher würde ich das Ganze an einen breiten Bund oder noch besser eine Art Taillenkorsett montieren. (Schau mal beim Unterrock von meiner Krankenschwester) Das Taillenkorsett dient aber nicht der Taillenreduktion sondern verteilt das Gewicht des Rockes besser so dass er angenehm zu tragen ist. Sieht man von dem trägerlosen Oberteil was, wenn er den Smoking trägt? Man sieht das auf den Fotos so schlecht - alles schwarz in schwarz. Sonst würde ich es weg lassen und nur Rock und Smoking machen. Diese Art Rock unterscheidet sich in der Anfertigung nicht wirklich für Männer und Frauen. Ich denke mal fast, dass das Smoking-Oberteil nähtechnisch anspruchsvoller ist.
  2. Genau wie NadelEule sagt. Ich zeige es noch mal bei der Taille, die bekommt ja auch Wimpel.
  3. Danke Euch! Gerne. Was denn genau? Bevor es mit der Taille weiter geht, muss ich noch mal auf den Unterrock zurück kommen: Dem fehlte ja noch die Schleppe. Für die Schleppe habe ich einen 90 cm breiten BW-Streifen (das ist das Maß vom Ansatz der 2. Rockstufe bis zum längsten Punkt der Schleppe.) in Falten gelegt und an der Ansatznaht der 2. Rockstufe festgesteckt. Um den Saumverlauf zu markieren, stelle ich die Puppe auf den Tisch, so dass der Rock frei hängen kann. Den Saumerlauf markiere ich und schneide das, was überflüssig ist, weg. Dann habe ich die obere, gekräuselte Kante mit Schrägband eingefasst und in regelmäßigen Abständen kleine Schlaufen genäht, mit denen die Schleppe mit Knöpfen am Unterrock befestigt wird. Eigentlich wollte ich Knopflöcher machen, aber durch das dicke Schrägband hat der Fuß nicht richtig transportiert. Also gabs Schlaufen. Der Saum der Schleppe bekommt auf der Unterseite einen Beleg mit Köper, da der widerstandsfähiger ist als der BW-Stoff, wenn die Schleppe über den Boden schleift. Oben bekommt die Schleppe wieder zwei übereinander liegende Rüschen wie der Rest des Unterrocks. Damit der Unterrock brav unter dem Basisrock liegen bleibt und seine Schutzfunktion erfüllen kann, verbinde ich beide Lagen mit Laschen und Knöpfen.
  4. Weil so eine Schleppe bei schlechtem Wetter doof ist, habe ich noch einen "Schleppenaufzug" eingebaut: Innen im Rock werden Knöpfe angenäht und dazu passend ein Ripsband mit Knopflöchern versehen. Damit das Band nicht verloren geht (ich kenn mich... ) wird es am Bund an einer Seite angenäht und hängt bei Nichtgebrauch lose im Rock. Das andere Ende bekommt eine große Öse, die in einen Haken am Bund eingehängt werden kann, wenn die Schleppe hoch gerafft wird. Von aussen sieht das auch nicht besonders toll aus, wird aber ja später von der Drapierung der Polonaise verdeckt. Der Basisrock ist fertig! :happy:
  5. ju_wien, ein schickes Kleid, aber die 30er stehen mir absolut nicht. Da lass ich besser die Finger von. So, hier ist es etwas weiter gegangen - der Basisrock und die angeknöpfte Schleppe vom Unterrock sind fertig! Aber von vorne: Wir waren ja beim fertig genähten, aber undekorierten Basisrock stehen geblieben. Die Deko nähe ich vom Saum nach oben hin auf, weil sie dachziegelartig übereinander liegt. Die erste Etage bildet eine Tüllrüsche. Um den Tüll vernünftig in Streifen zu schneiden, habe ich den Tüll parallel zur Webkante gefaltet, so dass er in vier Lagen übereinander liegt, gut fest gesteckt und mit Lineal und Rollschneider geschnitten. Die Streifen für die unteren beiden Rüschen sind 12 cm hoch und werden längs gefaltet vor dem kräuseln, das gibt eine schönere Kante und eine dichtere Rüsche. (Man soll ja nicht durch gucken können.) Weil der Ruffler so Sachen wie den weichen Tüll nicht mag, ist wieder die Overlock dran. Die Rüsche wird dann einfach auf den Rocksaum gesetzt - die untere Rüschenkante parallel zum Rocksaum. Darauf folgen dann die beiden Faltenstreifen und weitere Tüllrüschen. Die Lagen überlappen sich immer weit genug, so dass man den Ansatz der darunter liegenden Lage nicht sieht. Die dritte Tüllrüsche ist breiter, da sie den Raum zwischen den Zacken der Abschlussborte ausfüllen soll. Jetzt fehlt noch die Wimpelborte. Die sieht kompliziert aus, ist es aber nicht. (Nur Arbeit... ) Alles beginnt mit einem Streifen Stoff (in meinem Fall Cordsamt), hier 8,5 cm. Das krumme Maß kommt dadurch zustande, dass die Wimpel oben genau so breit sind wie der Streifen breit und die benötigte Länge der Borte (gute dreieinhalb Meter wenn ich mich recht erinnere) durch die Breite der Wimpel teilbar sein sollte, damit es am Ende aufgeht und ich nicht irgendwo einen halben Wimpel über oder zu wenig habe. Wenn das richtige Maß ermittelt ist, zeichne ich auf dem Streifen quer zur Webkante immer im Abstand von 8,5 cm eine Line, die ich dann bis einen cm vor dem Durchschneiden einschneide. Ich habe also jetzt quasi eine Fähnchenkette. Weil die offene Stoffkante doof aussieht, schneide ich mir 3 cm breite Satinstreifen zu und fasse damit jeweils die rechte und die untere Kante von jedem Fähnchen ein. Die zweite Naht der Schrägbandeinfassung nähe ich im Nahtschatten der Vorderseite, durch den Flor vom Cord fällt die Naht quasi nicht auf. Im Anschluß bekommt auch die obere Kante noch eine Schrägbandeinfassung. Die Zacken oder Wimpel entstehen dann, indem immer eine Seite der Abschnitte in Fältchen gelegt wird. Damit das besser fällt, drehe ich die Falten ein bisschen auf, bevor ich sie mit der Hand fixiere. Die Borte wird dann wieder im Nahtschatten auf dem Rock genäht: Jetzt kommen auch die Knöpfe ins Spiel, sie werden einfach auf die jetzt noch sichtbaren Nahtstellen der Raffung gesetzt.
  6. Die Kostüme sind ja cool geworden! Glück, wenn man so eine kreative Mama hat.
  7. Das Plastikzeug ist m.M.n. für Korsetts und Reifröcke im historischen Sinn nicht geeignet. Das geht höchstens für Corsagen, die ein bisschen Halt geben sollen, aber nicht für richtige Korsetts, die die ja die Silhouette verändern. In Reifröcken geht Plastik auch höchstens in Deko-Reifröcken, wie sie z.B. manchmal im Gothic-Bereich sichtbar getragen werden oder für unter ganz leichte Kleider. Für Reifröcke bzw Krinolinen, die meistens recht viel Gewicht tragen müssen, reicht die Stabilität oder eher die Sprungkraft von Plastikband nicht aus. Zu Dir selbst den Gefallen und nimm Stahlband.
  8. Hier ist das mit der Rüschen noch mal zu sehen: Am Wochenende war ich mit dem Zug Unterwegs und habe mir Beschäftigung mit genommen: Knöpfe beziehen. Ich brauche am Ende über 100 Knöpfe, also kann ich schon mal anfangen. Ich mag diese Knöpfe zum Beziehen von Prym nicht, die fallen immer auseinander, ausserdem werde ich da bei der Menge arm. Also beziehe ich einfache Knöpfe. Bei ebay habe ich vor kurzem einen ganzen Sack Knöpfe für genau den Zweck geschossen. Mein Material: Knöpfe zum Beziehen (ich habe einfache Wäscheknöpfe mit 19 mm Durchmesser genommen) Stoff zum Beziehen Schablone (Kreis mit 40 mm Durchmesser) & Kreide zumAnzeichnen Garn, Nähnadel, Schere Kleber (ich habe Schmucksteinkleber genommen, was anderes geht aber auch) So geht's: [/ Knöpfe bereit legen & Bezugstoff zuschneiden Stoffkreis mit einer Handnaht mit kleinen Stichen umranden, Fadenende lang lassen. Faden etwas zusammen ziehen & Knopf einlegen Faden fest zusammen ziehen und verknoten Offene Kante des Bezugs sternförmig überstechen. Faden dabei fest anziehen um den Bezug fester über den Knopf zu spannen Fäden verknoten und abschneiden Knopfrückseite mit Kleber betupfen um die Knoten zu sichern Fertig! LIST]
  9. Mit verschiedenen Gabeln kann man ja verschieden breite Falten machen. Für die Gabelmethode fand ich den in Falten zu legenden allerdings zu breit. Da ging das so freihand irgendwie besser. Die Faltschablonen find ich aber auch ne klasse Idee, das müsste man auch gut aus Pappe oder dicker Folie selber machen können. Die Deko (bzw. ein Teil davon) ist ja fertig, als nächstes ging es an den Rock: Der gewählte Truly Victorian Schnitt ist ein 7-Bahnen-Schnitt mit Schleppe. Hier der Zuschnitt der drei hinteren Bahnen, die je zwei mal zugeschnitten werden und der vorderen Bahn. (unten rechts). Weil mir der Satin allein zu fließend fällt, habe ich alle Teile zusätzlich aus Organza zugeschnitten, um dem Rock mehr Stabilität zu verleihen. Zusätzlicher Vorteil des Organzas: er wiegt fast nix. Im 19. Jahrhundert wurden Röcke oft mit Baumwolle oder Leinen und manchmal mit Seidenorganza gefüttert. Oberstoff und Organzafutter habe ich getrennt voneinander zusammen genäht, in der hinteren Mitte bleibt ein 10 cm langer Schlitz offen. In die rechte Naht zwischen vorderem und hinterem Seitenteil kommt noch eine einfache Nahttasche. Anschließend habe ich Oberstoff und Futter ineinander gesteckt und am Bund zusammen gesteckt, die Nahtzugaben liegen alle innen. Den Schlitz habe ich versäubert und hübsch gemacht, indem ich auf der einen Seite einen Streifen Satin aufgesetzt und nur durch den Organza festgenäht und anschließend die offene Seite eingeschlagen und mit der Hand anstaffiert habe. Die andere Seite hat einen Untertritt aus einem Streifen Satin bekommen, der zwischen Oberstoff und Organza gefasst ist. Auch wenn man den Schlitz am Ende nicht mehr sieht, finde ich es mit Untertritt hübscher. Die obere Kante der hinteren beiden Rockbahnen habe ich in Falten gelegt (aber vergessen ein Foto zu machen ) und festgeheftet. Der Bund ist einfach ein fadengrader Streifen Satin, verstärkt durch einen Streifen Leinen, der angesetzt, zwei mal eingeschlagen und mit der Hand innen im Rock angenäht wird. Auf dem Foto seht Ihr noch eine von zwei mit gefassten Schlaufen zum Aufhängen. Auf der Puppe lasse ich den Rock erst mal aushängen und passe den Saum vom Organzafutter an den Satin an. An dieser Stelle habe ich die Schleppe um fast 20 cm gekürzt, für ein Tageskleid waren mir 45 cm Schleppe einfach zu viel. Bevor ich den Saum mache, bekommt der Rock nach bei mir bekannter Manier einen 12 cm breiten Beleg aus Leinen. Der Beeg wird genau so zugeschnitten wie die Rockbahnen, d.h. er wird aus mehreren Teilen zusammen gesetzt, die Nähte ausgebügelt und innen aufgesetzt. Die untere Kante kommt 2 cm entfernt von der Saumkante zu liegen und wird festgesteckt, die obere Kante des Belegs wird schmal eingeschlagen und knapp neben der Kante fest gesteppt. Auf dem Foto ist die Saumkante zwei mal um den Beleg eingeschlagen, das sah mir aber am Ende zu unordentlich aus, also habe ich alles wieder aufgetrennt, die Zugabe zurückgeschnitten und die Kante mit Schrägband eingefasst. Um den empfindlichen Satin vom Boden weg zu halten besetze ich den Saum von innen mit einer Rüsche aus Baumwolle mit Organzaspitzenkante. Die Rüsche habe ich genau so hergestellt wie beim Unterrock. Damit ist der Rock in der Rohform fertig und wartet auf seine Dekoration. Die aussen sichtbare Naht von Beleg und Rüsche wird später gnädig von der Dekoration verdeckt.
  10. Moin moin, Ich würde gern das Knotenkleid nehmen.
  11. Interessant, was dabei heraus gekommen ist. Mir gefallen die Gewinner auch sehr gut. Auch wenn es mehr künstlerisch-konzeptionell denn handwerklich (im Sinne von Schneidern) ist. (Das ist nicht negativ gemeint!) Auch gut fand ich, dass die Entwürfe anonym und somit unvoreingenommen bewertet worden sind.
  12. Danke Euch! Weiter geht es mit dem Basisrock: Bevor ich den Basisrock zuschneide, kümmere ich mich erst um die Garnierung. Grund ist der, dass ich schauen will, wie schwer die Dekoration wird und ob ich den Satin zur Stabilisierung füttern muss oder ob es so geht. Ich will ja nicht, dass mir nachher eine zu schwere Deko den Rock verzieht. Ich fange mit dem aufwendigsten Teil der Garnierung an - den beiden Faltenreihen. Ich möchte das meine Falten im Hauptteil aus Satin bestehen, aber einen Samtstreifen am Saum haben. Fertig werden die Streifen 14 cm hoch. Als allererstes muss ich also Streifen schneiden. Viele Streifen. 12 Laufmeter pro Faltenreihe... Leider ließ sich der Satin nicht reissen und ich musste alle Streifen schneiden. War ich froh über Lineal, Schneidematte und Rollschneider. Der Cordsamt war da pflegeleichter, der ließ sich gut reißen. Die Streifen habe ich anschließend aneinander gesetzt und die Nahtzugaben ausgebügelt. Leider fransen die beiden Stoffe wie Teufel, deswegen habe ich mich hier für die Overlock entschieden (jaa... die pööööse un-A-Overlock aber man sieht ja am Ende nix mehr davon ) Den Samtstreifen habe ich zur Hälfte gefaltet und mit der Overlock an den Satin genäht. Das Falten war ursprünglich nicht so vorgesehen, aber so spare ich mir einen Saum und eine sichtbare Maschinennaht. Die Entscheidung ist erst nach dem zurecht-reissen der Streifen gefallen, so wird der Faltenstreifen am Ende zwar einen cm schmaler bzw. niedriger als geplant aber damit kann ich leben. Die andere Kante habe ich auch durch die Overlock gejagt, die sieht man später auch nicht mehr. Nach dem Ausbügeln der Naht zwischen Samt und Satin kanns losgehen mit den Falten: Die Falten werden je 2 cm breit, die Einteilung auf der Schneidematte hilft beim gleichmäßigen Faltenlegen. Um das Ganze besser gut bügeln zu können, nehme ich Stecknadeln ohne Kopf. Viele viele viiiiiiele Falten später... jeder Faltenstreifen muss eine Länge von guten vier Metern haben. Ja, ich bin irre.... Ich habe nach dem ersten halben Meter ernsthaft überlegt, die ganze Chose an eine Plissieranstalt zu gaben, aber das ist ja ein weitestgehend ausgestorbenes Gewerbe. Nachdem die erste Faltenreihe fertig gesteckt war, habe ich die Falten unter einem Stück Baumwollstoff stückweise heiß eingebügelt und immer gut auskühlen lassen. Damit sich die Falten während des Verarbeitens nicht wieder auseinander falten, hefte ich die Falten mit Reihgarn zusammen. Knapp neben der oberen Kante habe ich die Falten schon mal zusammen genäht. (Weniger zu heften. ) Nach dem Heften habe ich die Falten noch mal unterm Tuch gebügelt, um die Abdrücke von den Stecknadeln wieder los zu werden. Status quo: Erste Faltenreihe ist geschafft, wir brauchen ja noch eine zweite. Ich geh dann mal falten...
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