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Nähen - gemeinsam und motiviert

Jeden Monat neu - ein Thema, dem wir uns nähend widmen.
Die Teilnahme ist freiweillig und es gibt keine Probleme, wenn man es nicht schafft. Der aktuelle Monat ist hier, die vergangenen sind einsortiert in Unterforen.


Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal

Nähen - gemeinsam und motiviert


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  #86  
Alt 10.07.2013, 17:45
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AW: Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal

Nun macht Ihr dassselbe mit dem Shirt, VM und HM markieren, diese aufeinanderlegen und die entstehenden Punkte mit Nadeln markieren, sodass Ihr wieder 4 Referenzpunkte habt.

Jetzt wird alles zusammengebracht: Legt die VM des Bandes mit der offenen Kante an die offene Kante der VM des Shirts, zusammenstecken, dann alle anderen Punkte genauso verbinden. Dann nehmt ihr Euch die dazwischenliegenden Abschnitte vor und steckt unter leichtem Zug des Bandes (nicht des Shirts!!! Ganz wichtig!!!) die Kanten aufeinander. In meinem Fall hätte ich dann quasi drei offene Kanten aufeinanderliegen (ich habe ja das Band nur einmal zur Hälfte gefaltet und es doppelt liegend angesteckt)
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Halsausschnitt 5.jpg (14,2 KB, 889x aufgerufen)
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  #87  
Alt 10.07.2013, 17:57
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AW: Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal

Das Ganze wird nun mit einem langen Maschinenstich/Heftstich vorgeheftet. Dabei darauf achten, dass ihr ein kleines Stück neben der eigentlichen Naht näht, s.o. . Für alle, die noch nicht so viel Erfahrung mit Shirts haben:macht das Ganze langsam und in Ruhe, steckt am Anfang lieber ein paar Nadeln mehr als zu wenig (Die alten Hasen können natürlich nur die vier Markierungsnadeln nehmen und das Ganze freihändig nähen, wie Ihr wollt und könnt....) und versucht, gleichmäßig genau neben der Nahtlinie zu bleiben. Diese Heftnaht kann Euch nämlich nachher wertvolle Dienste beim Overlocken leisten, dann könnt Ihr sie als Maßstab nehmen und das Füßchen der Ovi an ihr ausrichten. Also Sorgfalt ist auch hier sehr hilfreich....

Nachdem Ihr es einmal rundherum geheftet habt, legt Euch den Halsausschnitt einmal aus, will heißen, klappt die Nahtzugabe zum Shirt hin (weg von der Kante des Enfassbandes) und schaut, ob es sich schön legt. Das könnt Ihr über einem Bügelei machen, aber auch, indem ihr das Shirt einmal über den Kopf zieht und schaut, ob es sich gut anschmiegt oder irgendwo absteht, Falten wirft oder eben sonstwie unschön aussieht. Wenn es aussieht, als habe der Einfass das Shirt gekräuselt, dann habt ihr den Einfass zu eng bemessen, dann solltet Ihr ihn noch einmal abtrennen und ein wenig weiter machen (daher die etwas weiteren NZ von eben....). Schlabbert der Einfass und legt sich nicht schön rund auf Eurem Dekolleté, dann müsst Ihr ihn auch abtrennen und ein wenig enger machen. In solchen Fällen prüfe ich das Ganze meist noch einmal nach, lege also das Shirt wieder an den Schulternähten aufeinander und messe es noch mal ab.

Für alle, die dieses Messmethode nicht mögen: Man kann theoretisch auch die Strecke des Ausschnitts abmessen und das Band mindestens ca. 15% bis bis zu 30% kürzer zuschneiden. Aber ich werde damit nicht so warm. Ich verwende sehr viele unterschiedliche Jerseys, mal mit sehr viel und mal mit weniger Elasthan, bei ersterem kann man manchmal 30% abziehen und bei letzterem hat man manchmal schon mit den 15 % Probleme (je nach dem wie dehnbar Euer Jersey ist). Ich halte also von der Messmethode am „lebenden Objekt“ mehr....

Wenn sich alles schön legt, könnt Ihr das Ganze vorsichtig anbügeln (nicht richtig, nur so weit, dass es sich selbstverständlicher legt, dass ist sozusagen die letzte Sicherung, um zu schauen, ob wirklich alles gut ist und es nachher im übrigen etwas einfacher zu overlocken ist.)

Nun könnt Ihr mit Eurer Ovi direkt an , aber nicht auf der Heftnaht, den Halsausschnitt befestigen. Startet hierbei am besten nicht in der hinteren Mitte, sondern an einer Schulternaht, dann sieht es nachher am fertigen Shirt schön sauber aus und man sieht den Übergang nicht, wo das Ende der Ovinaht auf den Anfang trifft.
Wenn Ihr die Naht beendet habt, näht zwei, drei cm über sie hinaus und schneidet dann die Ovikette ab. Zieht den Heftfaden und geht Euren schicken Halsausschnitt ausbügeln.

Halsuasschnitt fertig.jpg

Dafür am besten wieder auf einer etwas gewölbten Oberfläche arbeiten (Bügelei,, oder ein gefaltetes und geformtes Badetuch) Das Shirt mit der rechten Seite nach oben auslegen und die Ovinaht in Richtung Shirt legen. Dann mit Bügeltuch und moderatem Druck/Dampf anbügeln. Nachschauen, wie es sich verhält und nochmal und so lange bügeln (eher pressen), bis alles schön ausgebügelt ist.

Da das Ganze jetzt sicher für einige doch etwas komplett Neues sind und bewegte Bilder alles ein wenig verständlicher machen, habe ich Euch mal ein Video verlinkt:

http://www.threadsmagazine.com/item/...ding-for-knits



Theoretisch könnte man das Ganze jetzt so lassen und Ihr hättet einen wunderschönen Ausschnitt gezaubert.

Wer mag, kann aber nun die Ovinaht noch einmal nah an der Nahtlinie absteppen (Geradstichich). Dann bleibt sie an Ort und Stelle und nimmt evtl. die Steppung bei den Schulternähten wieder auf.
halsausschnitt steppen.jpg
Optisch erinnert es auch eher an sportliche Kaufshirts mit einer solchen Steppung. Aber wie immer ist auch das Geschmackssache.

Bis hierher erst einmal die Nähma/Ovimethode. zu den Möglichkeiten nur für die Nähma kommen wir gleich, ich muss hier nur mal kurz eine Pause machen.
Bis gleich...
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  #88  
Alt 10.07.2013, 18:51
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AW: Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal

Für alle ohne Ovi kommen hier noch ein paar Ideen, wie Ihr den Halsausschnitt angehen könnt.

1) Wie oben beschrieben heften und dann nah an der Naht steppen, die NZ an gewünschter Stelle mit Zickzack versäubern und nah an der Zickzacklinie beschneiden.Zickzackkante flachbügeln.

2) Einfassband wie gekauftes Schrägband vorbügeln(einmal längs zur Mitte, auffalten die Längskanten zur Mitte hin bügeln und noch einmal zur Mitte falten) oder luxuriöser mit dem Schrägbandformer (z.B. von Prym) fertigen. Man kann es auch mit einer Stecknadel machen, die man so im Bügelbrettbezug verankert, dass man den Stoffstreifen durchziehen kannn (in der gewünschten Breite der eingeschlagenen LängsseitenAbmessen wie oben beschrieben und zum Kreis schließen. Band auffalten und die vier referenzpunkte marlieren wie oben, auch am Shirt. Dann eine offene Kante rechts auf rechts an die offene Kante des Shirt stecken (System wie oben) absteppen, Nahtzugaben beschneiden und den verbliebenen Teil des Bandes nach innen umklappen dabei „versteckt“ der umgeklappte Teil die beschnittenen Nahtzugaben(es ist im Prinzip der klassische „Einfass“), stecken, evtl. heften und dann von rechts schmalkantig absteppen.
Das sieht dann so aus:
Einfass halsauschnitt eingeschlagen.jpg

3) Mit vorgeformten Halsausschnittstreifen (insbesondere bei V-Ausschnitten gut) arbeiten. Ein Beispiel ist dafür für alle, die das Ottobreheft 2/07 haben, das sog. Rosentop (nr. 5). Da werden statt Einfassband kleine, vorgeformte Halsausschnittstrefen gearbeitet, die die offene Shirtkante einschließen. Diese Halsauschnittstreifen „ragen“ quasi in den Ausschnitt und legen sich nicht um die Shirtkante herum wie bei 2)

4) Mit Belegen arbeiten:
Man braucht dafür einen Beleg für die hintere Ausschnittkante bis zu den Schulternähten und einen für den vorderen Teil. Belege kann man sich ganz leicht selbst herstellen. Nehmen wir an, ihr habt ein shirt abkopiert, dessen Ausschnitttiefe ihr so mögt, dann zeichnet die Ausschnittlinie (vorher ein Blatt Papier oder Folie drüberlegen, dass man Ergänzungen vornehmen kann)bis zum Übergang in die schultern ab. Dann messt Ihr von der sich dann ergebenden Ausschnittkante auf die gesamte Länge von Schulternahtansatz bis zur VM ca 5 cm ab. Verbindet die Punkte zu einer durchgehenden Linie und die Punkte an der vorderen Mitte, zeichnet ein, welche Markierungen sich beim Shirt indiesem Bereich befinden, Stoffbruch, Fadenlauf etc. Damit habt Ihr ein schnitteil für einen vorderen Beleg. Für den hinteren beleg mit dem rückenteil genauso vorgehen.Wenn Ihr diesen dann arbeitet könnt Ihr in nach Wunsch versäubern, also z.B. mit gekauftem Schrägband, selbsthergestelltem Schrägband asu dem gleichem stoff, Zackenschere (wenn sie gut ist und eine schöne Linie schneidet ohne viele Ansatzstellen), mit elastischer Spitze, wenn sie sich nicht durchdrückt (also sehr flach gearbeitet ist und der Stoff, den ihr verwendet , eher robust ist. Usw. usw....

So, das war es erst einmal für heute, ich hoffe, es hilft Euch und Ihr habt für die Woche genug oder zumindest ein bisschen was zu schauen/zu probieren... Falls Fragen sind, immer her damit....

Schönen Abend!

LG

Biggi
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  #89  
Alt 10.07.2013, 19:19
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AW: Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal

Du Biggi, wenn Du den Halsausschnitt mit Geradstich nochmals absteppst - geht damit nicht die Dehnbarkeit verloren?

Liebe Grüße, haniah
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Notiz an mich: Bewegungsfalten sind keine Passformprobleme...
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  #90  
Alt 10.07.2013, 20:03
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Hannah, ja das ist so. guter Hinweis, das hatte ich vergessen, zu erwähnen. Ich mache immer recht weite Ausschnitte bei dieser Art von Shirt, sodass es für mich keine große Rolle spielt, ob ich ihn absteppe oder mit der Cover verarbeite.
natürlich ist es nur dann sinnvoll, wenn man den Ausschnitt nicht dehnen muss. Habe ich eben nicht dran gedacht, weil ich die Wochenaufgabe unbedingt heute noch ganz schaffen wollte....

Daher sollte jeder, der eher kleine Ausschnitte machen möchte, entweder die Cover nutzen, wenn vorhanden, oder z.B. den leicht elastischen Stich, der wie ein schräger Zickzackstich aussieht,Zickzack selbst oder einen elastischen Zierstich. Wenn man eine doppelte Naht mag, kann man auch an die Zwillingsnadel denken, die Naht ist auch etwas elastisch.
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