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Andere Diskussionen rund um unser Hobby

Es geht ums Nähen und alle anderen Forenbereiche sind nicht zutreffend?
Dann ist hier der Platz, der Raum bietet.


ARTE-Programm: eine andere Mode ist möglich

Andere Diskussionen rund um unser Hobby


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  #11  
Alt 17.09.2018, 16:14
Benutzerbild von Nähbert
Nähbert Nähbert ist offline
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AW: ARTE-Programm: eine andere Mode ist möglich

Hab mal, ich glaube in der ARD, eine Doku gesehen, wo sie junge Mädels zwischen 15 und 22 Jahren beim Einkaufen in die Großstadt begleitet haben. Mir kamen die Tränen... die haben die Oberteile einfach so gekauft, ohne Anprobe... wenn's nicht 100 Prozent passen würde, könnten sie es ja wegwerfen, hat ja quasi nichts gekostet.
Bei Primark z.B. sind die Teile so billig, dass sie nach einmaligem Tragen oder nach ein paar Wochen durch neue Kleidungsstücke ersetzt werden.
Wenn Du bei H&M ein Teil siehst, das Dir gefällt, tust Du gut daran, es sofort zu kaufen, denn die nächste Kollektion kommt schon kurze Zeit später und Dein Wunschteil ist weggeräumt, aussortiert oder verramscht oder taucht mit ein bischen Glück ein halbes Jahr später im Schlussverkauf wieder auf. Warten, gucken, bis Du das Geld dafür zusammen hast und dann kaufen, ist nicht mehr, weil dann schon wieder neue Ware am Bügel hängt.

Ich glaube nicht, dass bei Kollektionswechseln wie "damals", also viermal im Jahr, sich diese Spirale des immer mehr und immer billiger so entwickelt hätte. Sie sagen im Film ja auch, dass diese Kollektionswechsel der großen Modemarken und -ketten eine in den 90ern herangezüchtete Sucht nach immer neuen Kleidungsstücken bedienen... Shopping als Sucht und Zeitvertreib.

Na, ich geht dann mal nähen... bei mir ist das ganz besonders "slow fashion"
__________________
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  #12  
Alt 17.09.2018, 17:34
Benutzerbild von sisue
sisue sisue ist offline   Administrator
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AW: ARTE-Programm: eine andere Mode ist möglich

Zitat:
Zitat von Nähbert Beitrag anzeigen
Wenn Du bei H&M ein Teil siehst, das Dir gefällt, tust Du gut daran, es sofort zu kaufen, denn die nächste Kollektion kommt schon kurze Zeit später und Dein Wunschteil ist weggeräumt, aussortiert oder verramscht oder taucht mit ein bischen Glück ein halbes Jahr später im Schlussverkauf wieder auf.
Ich habe bei H&M mal die am besten jemals mir passende Bluse gekauft. Zwei Tage später habe ich diverse Filialen in der Stadt abgeklappert um noch eine weitere davon zu kaufen und es gab sie nirgends mehr; online sowieso schon nicht mehr.
Ich habe danach mal den Anlauf unternommen, den Schnitt abzunehmen, aber irgendwie ist das im Sande verlaufen.
__________________
Good judgement comes from experience, and experience comes from bad judgement.
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  #13  
Alt 17.09.2018, 17:53
Benutzerbild von Capricorna
Capricorna Capricorna ist offline
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Ort: Hamburg
Beiträge: 18.586
AW: ARTE-Programm: eine andere Mode ist möglich

Die Fast Fashion-Ketten wie H&M haben einen Zyklus von zwei Wochen! Die sehen ein Design auf dem Laufsteg und haben das in der Zeit kopiert und in die Läden gebracht.

Und jeder, der so ein Teil kauft, macht sich so gesehen mitschuldig am Mode-Karussell. Ganz egal, ob man selbst das Teil dann trägt, bis es auseinander fällt, ist damit die Ausbeutung des Planeten (Wasserverbrauch, Pestizide, Mono-Kultur, Umweltverschmutzung etc.) und der Menschen, die die Teile für einen Hungerlohn zusammennähen immer noch gegeben.

Und zum Thema, ich orientiere mich nicht an der Mode: Wenn ihr eure neuen Sachen in Geschäften kauft, dann orientiert ihr euch zwangsläufig an der Mode. Schließlich hängen in den Läden nur die Teile, die gerade in Mode sind. Man entkommt dem System nicht; auch beim Selbernähen nur bedingt; schließlich kaufen wir Schnittmuster und Stoffe, die idR auch nicht zig Jahre alt sind, und ja auch alle mal mit den endlichen Ressourcen dieses Planeten hergestellt wurden.

Noch zu Zeiten meiner Eltern, und die sind jetzt gerade mal Mitte 70, war es üblich, dass man zweimal im Jahr in die Stadt ging, um sich für die kommende Jahreszeit neue benötigte (!) Klamotten zu kaufen. Und heute ist „Shoppen“ ein Hobby, und mal ehrlich, wir haben alle mehr Kleider und Stoffe zu Hause, als wir im Leben wirklich benötigen würden. Ich nehme mich da selbst nicht aus.

Dass Mode-Designer überflüssig wären, kann ich aber so nicht stehenlassen. Zumindest einige davon sind Künstler, wie Maler oder Architekten.
__________________
Liebe Grüße,
Kerstin

--
Homepage - Blog - Linkliste - Halsausschnitt bei T-Shirts (englisch)
Stoffbestand: zuviel
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  #14  
Alt 18.09.2018, 10:17
Benutzerbild von charliebrown
charliebrown charliebrown ist offline   Administrator
Moderatorin
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Registriert seit: 06.11.2004
Ort: Umgebung München
Beiträge: 18.322
AW: ARTE-Programm: eine andere Mode ist möglich

Capricorna, ja das stimmt so, leider...
__________________
VG charliebrown
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  #15  
Alt 18.09.2018, 13:55
Jochen S Jochen S ist offline
Hilfsbereit und kreativ
 
Registriert seit: 27.04.2018
Ort: Rhein Main
Beiträge: 103
AW: ARTE-Programm: eine andere Mode ist möglich

Zitat:
Zitat von Nähbert Beitrag anzeigen
Immerhin werden die Kleider dort im Pariser Vorort nicht verbrannt, sondern wiederverwertet.
Habe gelesen, dass einige große Modemarken beschlossen haben, ihre Rückläufer oder nicht abgesetzten Lagerbestände in Zukunft nicht mehr zu verbrennen.
... wobei: wenn dann alles, was nicht abgesetzt wurde, nach Afrika geschickt wird, machen sie damit die lokalen Kleiderproduzenten platt...
So viel ich weiß (Fernsehen...) ist das Afrikanische Bekleidungshandwerk doch eh schon platt? - Was willste erwarten oder zu seiner Rettung tun? In Klamotten steckte Arbeit drinnen die irgendwie bezahlt oder zumindest freigestellt werden muß. Also herrschen Marktbedingungen und wo kein Geld ist, muß auf den Preis geschaut werden.

Verbrennen? - Altkleider waren eigentlich immer irgendwie begehrter Rohstoff, sei es für die Papierindustrie oder als Putzlappen. - Als ich in einer Lackiererei jobbte gab es dort weisse Altkleider als Lappen. Ein Heidelberg Instruktor berichtete minderbegeistert von einem Einsatz in Nordafrika wo er statt der (Druck)branchenüblichen Mietlappen plötzlich ein ehemaliges Paillettenkleid in der Hand hatte, um sich damit die Druckplatten zu zerkratzen.

Fast Fashion: Irgendjemand scheint davon leben zu können, also wirds gemacht. Was ist das schlimme dabei? - Das Zulieferer von jetzt auf gleich, bis spätestens vorgestern produzieren sollen? - Ist das nicht überall so?

Fair bezahlte Slow Fashion wird wohl ein Luxus für wenige bleiben, aber es ist beruhigend zu wissen, das auch wohlhabende Leute Möglichkeiten haben ihr Geld zu verbraten.

3D Druck: Daraus "Mode" zu machen scheint mir augenblicklich noch Spielerei / Proof of Concept.
Was ich wirklich vielversprechend fand, war die ebenfalls gezeigte Maßnehm App.
Ich sehe keinen riesigen Sinn darin wahrscheinlich etliche 1000 Euro Maschinerie über Nacht laufen zu lassen, um nachher einen Weichplastik Minirock zu erhalten (obwohl selbiger nach nem Regenschauer sicher Gebrauchswert für risikofreudige Rollerfahrerinnen hat).
Was ich toll fände wäre Schuhe mit Orlthopädischen Einbauten online beim Hersteller bestellen zu können oder, weil ich noch keine Erfahrung mit Schnittmustern hab, eine Stoffbahn abfotografieren zu können die Folgen meines Elementearrangements am Bildschirm in 3D simuliert zu bekommen und wenn sie mir gefallen den Stoff auf Arbeit durch den Schneidplotter zu jagen. Bzw 3D Simulation daheim, Bestellung, Baukasten oder Endprodukt in der Post.
Insgesammt denke ich das Digitalisierung und Globalisierung zu Müllvermeidung durch Produktion on demand führen könnten und sollten.
Am Elend der NäherInnen wird sich wohl nicht viel großartig ändern? Kürzlich irgendwo ein Video geguckt nachdem die Herstellung eines Hemd-Bügelrobotters heutzutage immernoch eine riesige Herausforderung ist. Die Textilindustrie scheint Verarbeitungsstraßen zu haben, doch die Halbfertigprodukte werden dort augenscheinlich immernoch mehrfach von Hand angelegt?
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Stichworte
design , mode

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