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Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse

Anderen beim Nähen über die Schulter zu schauen kann eine spannende Sache sein. Man lernt neue Tricks und Kniffe, verfolgt Freude und manchmal auch Verzweiflung und bekommt Ideen für eigene Kreationen. Hier könnt Ihr Schritt für Schritt den Entstehungsprozess Eurer Werke dokumentieren, angefangen vom Stapel mit den ausgesuchten Stoffen und dem Schnitt bis hin zum fertigen Stück. Am besten schreibt Ihr während Ihr näht, dann können andere mitfiebern und Ihr werdet gleichzeitig motiviert.


Schnittkonstruktion nach Guido Hofenbitzer und Suzy Furrer

Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse


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  #1  
Alt 01.02.2016, 01:43
Benutzerbild von Evica
Evica Evica ist offline
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Schnittkonstruktion nach Guido Hofenbitzer und Suzy Furrer

Hallo alle zusammen!

Da bin ich wieder Nicht zu fasen wie schnell mal geschwind ein paar Jahre ins Land gezogen sind, seit meinem Shaeffer Couture Blazer (der, ich geb es ja zu, nicht fertig ist... ehrlich gesagt, weiss ich nicht mal genau wo der ist ) Ich freue mich aber sehr hier ins Forum zu schauen und so viele von den lieben talentierten Hobbyschneiderlein wieder zu sehen
Bei mir ist in letzter Zeit nähtechnisch nicht viel passiert, ich bin stattdessen unter die Stricker gegangen. Es hat sich herausgestellt, dass ein Strickkorb wesentlich weniger Platz benötigt als die vielen scharfen Scheren und Nadeln und und und, die man ohnehin nicht so gern in der Nähe von neugierigen Kleinkindern hat. Und nachdem ich vor einem Jahr fast gleichzeitig drei Babyblankets für den Nachwuchs von Freunden gestrickt habe, haben wir festgestellt, ich kann gleich noch eine weitere für uns selber machen ( Hier mal ein paar meiner Arbeiten. Wie auch beim Nähen habe ich immer eine neue Technik ausprobiert )



So sind wir nun seit Ende September zu viert mit einer kleinen Prinzessin. Für das kleine Mäuschen wollte ich gerne auch wieder ein paar Sachen nähen, aber meine NähMa hat so rumgezickt, dass es wirklich gar keinen Spass gemacht hat. Vor einem Monat hab ich unsere neuen Vorhänge von Hand gekürzt, da ich echt die Nase von der Maschine voll hatte.
Und dennoch, einmal Nähfieber kommt immer wieder. So auch bei mir, ich hab mein NähMojo wieder gefunden und mir schwirren schon zich tolle neue Projekte im Kopf die ich gerne ausprobieren möchte. Als erstes musste aber eine neue NähMa her und so bin ich nun stolze Besitzerin einer Veritas Famula Electric 4980.



Ich habe sie über so eine Art Kleinanzeigen Plattform gebraucht erstanden und der Zustand ist auch dementsprechend. Ich habe sie nach Ihrer Ankunft kurz getestet und sie funktioniert auch, aber als erstes geht sie die Woche zur Wartung. Ich bin ganz begeistert davon wie schwer und stabil sie ist, und liebe die Funktionen wie die einstellbare Nähgeschwindigkeit und die Nadel Hoch Runter Funktion
Bis sie in einem brauchbaren Zustand ist, habe ich aber erstmal Zeit für mein erstes Projekt. Eigentlich ist es eine Kombination mehrerer Projekte.

Ihr habt doch bestimmt schon mal den Artikel von Kenneth D. King im Threadmagazine gesehen, in dem für eine Puppe mehrere "Körper" genäht werden? Im Grunde genommen werden zwei Oberteile genäht. Eines, dass den Maßen der Puppe entspricht. Diese wird dann "gepadded" (entschuldigt, mir fallen oft die deutschen Wörter nicht ein) und dann mit einem zweiten Oberteil angezogen, dass den eigenen Maßen entspricht. Das Ganze wird mit einem Reissverschluss im Rücken ergänzt und Voilá, die Puppe kann ratz fatz ihre Proportionen ändern :-)

Um das Oberteil für die Puppe zu nähen, werde ich zwei verschiedene Varianten ausprobieren. Einmal nach der Methode von Guido Hofenbitzer aus Bekleidung: Schnittkonstruktion für Damenmode Grundlagen Band 1 und ein zweites Modell nach dem Craftsy Kurs von Suzy Furrer - The Bodice Slopper. Man könnte jetzt meinen, dass es doch die gleiche Methode ist, aber das stimmt nicht ganz. Nach Hofenbitzer, werden zu den eigenen Maßen die Zugaben noch vor der Konstruktion einkalkuliert, je nachdem was man machen möchte (Korsage, leichte Bluse, weiter Mantel). Das heisst, der Grundschnitt wird immer neu gezeichnet, da die Maße sich je nach Zugabe ändert. Frau Furrer hingegeben zeichnet zunächst eine Moulage ohne jeglich Zugabe, also wirklich hauteng, und erst nachdem bei dieser der Schnitt durch ein Probeteil aus Nessel geprüft und evt. korrigiert wurde, werden mit Industrie Standard Werten kleine Veränderungen vorgenommen und ein tailliertes Oberteil zu erhalten. Dies ist dann aber immer das gleiche. Wenn man dann einen Mantel machen möchte, wird dieser Grundschnitt verändert und zusätzlich Ease an den Seiten oder durch Aufschieben der Princessnaht gegeben. Wie gesagt, ich bin sehr gespannt, welche Methode welches Ergebnis erzielt.

Bevor es dann aber an den Schnitt mit meinen Maßen geht, werde ich dieses Project kurzzeitig auf Eis legen und ein kleines Spin-Off einlegen. Wie gesagt, ist unsere Maus mittlerweile 4 Monate alt und mein Kőrper hat im letzen Jahr einiges geleistet und aufgrund des Stillens tut er das ja immer noch. Nun bin ich wie die meisten Menschen nicht symmetrisch und durch das Stillen hat sich diese Disbalance noch mehr gestärkt. Da ich aber mittlerweile mein Vorschwangerschaftsgewicht schon um ein paar Kilos unterschritten habe, passen weder die Still BHs die ich noch während der Schwangerschaft geholt habe, noch meine alten. Ganz klar, bevor es an den Grundschnitt für das Oberteil geht, müssen erst mal ordentliche BHs her. Da bietet es sich doch gerade zu an, diese auch selbst zu nähen Muss ja auch mal probiert werden wie das geht Wenn das erledigt ist, geht es hier wieder weiter und wenn die Schneiderpuppe dann mit meinem Körper angezogen ist, dann könnte man sich ja auch mal endlich an das Couture Kleid wagen... Ach ich freu mich, dass wird ein richtig tolles Jahr :-D

Liebe Grüsse
Éva
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  #2  
Alt 01.02.2016, 08:05
Crusadora Crusadora ist offline
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AW: Schnittkonstruktion nach Guido Hofenbitzer und Suzy Furrer

Hallo Eva!

Schöne Sachen hast du gestrickt und schöne Sachen hast du vor.

Eine Kleinigkeit über Hofenbitzer möchte ich nur gerne korrigieren:
"...Das heisst, der Grundschnitt wird immer neu gezeichnet, da die Maße sich je nach Zugabe ändert"

Das stimmt so nicht ganz. Im Hofenbitzer wird auch gezeigt, wie man einen Grundschnitt auf verschiedene Passformklassen aufblähen kann. Somit wäre das dann vermutlich doch wieder recht ähnlich zu Suzy Furrer. (Ich kenne ihre Methode nicht im Detail, da ich lieber im metrischen System konstruiere.)

Ich wünsche dir viel Erfolg und bin gespannt, wie deine Pläne verlaufen. Besonders würden mich Unterschiede in der Konstruktion interessieren.

Lieben Gruß! Andrea
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  #3  
Alt 01.02.2016, 15:03
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deo deo ist offline
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AW: Schnittkonstruktion nach Guido Hofenbitzer und Suzy Furrer

Hallo Eva,
ich freue mich sehr, dass du wieder an Bord bist und wieder spannende Unternehmungen vor hast. Sehr schön, sehr interessant!
Liebe Grüße in den Süden, Dagmar
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  #4  
Alt 03.02.2016, 00:23
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AW: Schnittkonstruktion nach Guido Hofenbitzer und Suzy Furrer

Hallo zusammen,

freut mich, wenn mein(e) kleine(s) Projekt(e) euer Interesse geweckt hat/haben
Dass sich die Schnitte nach Hofenbitzer auch aufblähen lassen, habe ich noch gar nicht gesehen, aber andererseits hab ich auch nicht alle ~360 durchgelesen Danke für den Hinweis.

Meine Maschine hab ich heute in der Werkstatt abgegeben und in einer Woche kann ich eine generalüberholte, praktisch neue (immerhin mit einem Jahr Garantie) Maschine abholen. Somit isr genügend Zeit mich ans Messen, Zeichnen und Zuschneiden zu machen.

Bevor es aber mit dem Messen richtig losgehen konnte, hab ich an meiner Püppi mit ein paar Stecknadeln ein paar bestimmte Punkte markiert, so wie eine Gummilitze um die Taille gelegt. Welche Punkte markiert werden, und wie man die bei einer Puppe findet, ist im Craftsy Kurs sehr schön erklärt. Ich habe auch noch eine Schnur um die Hüfte gelegt um bestimmte Messungen leichter machen zu können. Und hier hab ich auch gleich etwas sehr Interessantes festgestellt. Zunächst hatte ich die Schnur an der Stelle festgesteckt wo meines Erachtens nach die breiteste Stelle des Torsos war, in dem Fall 91cm waren. Im Craftsy Kurs werden zwei Hüftumfänge gemessen, einmal der High Hip und einmal der Low Hip. Diese liegen nach Industriestandard bei 4,5 bzw 8,5 Zoll unter der Taille. Als ich diese Punkte mit meinen Stecknadeln feststecken wollte, hab ich festgestellt, dass die Schnur die ich zuvor als Hüfte umgelegt hatte, irgendwo dazwischen lag. Sehr seltsam…. Ich hab mir dann nochmal das Massband geschnappt und bei 8,5 Zoll unterhalt der Taille gemessen und siehe da, 92cm. Hat sich da doch tatsächlich noch einer ganzer Zentimeter versteckt.



Nachdem ich die Puppe nach beiden Methoden vermessen habe, hier mein Vergleich:

Bei Hofenbitzer werden für den Oberteil Grundschnitt, tailliert, 14 Werte benötigt, von denen aber nur 5 wirklich gemessen werden, 8 werden errechnet und einer ist mehr oder weniger frei. Das wäre die Modellänge.

Mit Frau Furrer wird das Model 15 mal vermessen. Diese 15 Werte werden teilweise nochmal weiterberrechnet, um die passenden Werte für das vordere und hintere Teil zu erhalten.

Nochmal, Hofenbitzer 14, Craftsy 15, praktisch gleich und dennoch sind lediglich 4 Messungen bei beiden gleich vorkommen. Das wären Brustumfang, Taillenumfang, Hüftumfang und die Rückenlänge. Der Rest hat jeweils einen etwas andere Ansatz.

Mein persönliches Fazit: Obwohl Hofenbitzer super genau erklärt ist, fand ich es teilweise doch verwirrend. Die Berrechnungen sind nicht direkt schwer, es ist alles wunderbar niedergeschrieben, allerdings kann man recht leicht den Überblick verlieren, wenn man von einer Formeltabelle zur nächsten sprint. Den Craftsy Kurs fand ich so gesehen einfacher, dass man halt alles mit dem Massband gemessen hat, und was danach berechnet wurde, war wirklich total logisch, wie z.B. dass man die Rückenbreite durch zwei teilt, weil man ja auch nur ein halbes Rückenteil konstruiert. Natürlich ist es auch angenehmer, alle Schritte in einem Video vorgekaut zu bekommen. Alles in allem aber können beide Methoden wunderbar durchgeführt werden, mit der nötigen Portion Aufmerksamkeit

Als nächstes geht es daran die Schnitte zu konstruieren. Ich bin schon sehr gespannt darauf, ob und wie sehr (oder auch nicht) sich die Schnitte unterscheiden werden.

Lg
Éva
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  #5  
Alt 03.02.2016, 07:02
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AW: Schnittkonstruktion nach Guido Hofenbitzer und Suzy Furrer

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Hallo zusammen,

freut mich, wenn mein(e) kleine(s) Projekt(e) euer Interesse geweckt hat/haben
Dass sich die Schnitte nach Hofenbitzer auch aufblähen lassen, habe ich noch gar nicht gesehen, aber andererseits hab ich auch nicht alle ~360 durchgelesen Danke für den Hinweis.
Sehr gerne. Ab S.152 wird das beschrieben.

LG!
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