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Fragen und Diskussionen zu Materialien und Stoffen

Was nehme ich wofür? Diskussionen rund um die Auswahl der Materialien haben hier ihren Platz.
Bezugsquellen(suche- oder angabe) gehören hier nicht hin, die kommen in den Markt.


Sweat-Stoff beim Vorwaschen diagonal eingelaufen

Fragen und Diskussionen zu Materialien und Stoffen


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  #1  
Alt 02.03.2007, 14:06
gundi2 gundi2 ist offline
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Sweat-Stoff beim Vorwaschen diagonal eingelaufen

Hallo,
meine Tochter möchte sich eine Sweat-Jacke nähen. Nun haben wir den Stoff gewaschen - und festgestellt, dass er ein ganzes Stück diagonal eingelaufen ist, 1,70 Stoff an beiden Seiten um ca. 12 cm verzogen.
Beim genaueren Ansehen kann man erkennen, dass er ursprünglich rund gestrickt war und ganz offensichtlich aufgeschnitten wurde für den Ballen, und das auch nicht ganz gerade.
Ich gehe mal davon aus, dass er jetzt nicht noch wesentlich weiter einlaufen wird - hoffe es zumindest... - und wir überlegen jetzt, wie man ihn am besten zuschneidet. Ist es gut, die Schnittteile jetzt "maschengerade" auf den Stoff zu legen? Oder wie sonst? Oder können wir den Stoff abschreiben?
Es ist unser erster Versuch mit Sweat-Stoff, und jetzt das....
gundi
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  #2  
Alt 02.03.2007, 14:44
Benutzerbild von Carolina
Carolina Carolina ist offline
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Ort: zwischen Frankfurt und Gießen (Hessen)
Beiträge: 2.776
AW: Sweat-Stoff beim Vorwaschen diagonal eingelaufen

Hai Gundi,

ja, ist richtig. Sweat ist Wirkware, wird in Runden gestrickt und dann aufgeschnitten.

Den Schnitt am besten im Maschenlauf auflegen und die Schnittteile möglichst als Ganzes auflegen und nicht im Bruch. Wenn ihr genug Stoff habt, bleibt von den "Webkanten" weg. Je näher man an die Kante kommt, um so verzogener ist der Stoff.
__________________
Liebe Grüße

Carolina
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  #3  
Alt 02.03.2007, 14:56
Benutzerbild von Muschka
Muschka Muschka ist offline
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Beiträge: 14.871
AW: Sweat-Stoff beim Vorwaschen diagonal eingelaufen

Hallo Gundi,
ich hatte auf eine ähnliche Frage schon mal geantwortet, und mir wurde gesagt, dass ich das sehr anschaulich geschildert hätte.
Deshalb kopiere ich dir diesen Text nochmal hierher.

"Singel Jersey und auch Interlock werden auf Rundstrickmaschinen gestrickt, die ca 60 -100 cm Durchmesser haben. Stell Dir vor, da kwäre ein Faden, der an einer Stelle die Maschen strickt, während sich die Maschine dreht. Das würde sehr lange dauern, bis ein Meter Stoff gestrickt ist. Deshalb baut man mehrere "Schlösser" rundum an der Strickmaschine an. Dabei werden bei einer Umdrehung der Maschine so viele Reihen gestrickt, wie Schlösser an der Maschine sind. Das geht natürlich viel schneller. Es gibt Maschinen, die haben mehr als 90 Strickstellen.
Nun stell Dir wieder vor, Du strickst 90 Reihen gleichzeitig. Was passiert, wenn die am Ende der Runde aufeinander treffen, um eine neue Reihe zu bilden? Die erste gebildete Reihe muss dann quasi einen Sprung über 90 Reihen machen, um weiterzustricken.
In der Praxis sieht man keinen Sprung am Anfang/Ende, sondern das verteilt sich über einen Maschinenumfang. Das Getrick wird schief!!
Wenn Streifen gestrickt werden, kann man gut eine Steigung erkennen, wie bei einer Wendeltreppe oder einem Gewinde.

Der Stoff wird schon schräg hergestellt. Der ist schief! Da nützt alles Ziehen und Schieben nichts. Der wird immer schräg bleiben, weil es die Natur dieses Stoffes ist.

Die besseren Qualitäten, die auch teurer sind, werden mit weniger Schlössern gestrickt, um eine zu große Steigung zu verhindern. Deshalb müssen diese Stoffe teurer sein, weil man länger zur Herstellung braucht.

Es gibt zwei Möglichkeiten beim Zuschneiden: Entweder man richtet sich nach den Streifen, dass die z.B. am Saum gerade laufen. Dann werden die Maschen im Teil schräg laufen.
Oder man achtet darauf, wie man es normalerweise bei Unifarben macht, dass die Längsreihen der Maschen gerade liegen. Dann bleiben die Streifen schräg.

Wenn man beim Zuschneiden und oder Nähen die Farbstreifen aufeinander zieht, dann werden sie sich irgendwann später nach dem Waschen
verziehen.
Man muss Kompromissse eingehen."

LG Ursel
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  #4  
Alt 02.03.2007, 15:23
Benutzerbild von Wildkatze
Wildkatze Wildkatze ist offline
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Registriert seit: 02.02.2007
Ort: Norddeutschland
Beiträge: 65
AW: Sweat-Stoff beim Vorwaschen diagonal eingelaufen

Hallo Ursel,

das ist wirklich sehr anschaulich und supergut beschrieben.
Diese Information habe ich mir kopiert, weil ich auch demnächst Sweartshirtstoff verarbeiten werde.

Danke dir!
__________________
Liebe Grüsse
Marie

Nicht ärgern, nur wundern!
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  #5  
Alt 02.03.2007, 15:50
Benutzerbild von yasmin
yasmin yasmin ist offline
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Ort: lkr. erding
Beiträge: 2.982
AW: Sweat-Stoff beim Vorwaschen diagonal eingelaufen

danke für die ausführungen, ursel!

das verziehen (bzw. das extra-verziehen bei der ersten wäsche) ist der grund, warum ich maschenware *immer* vorwasche und in den trockner werfe bzw. so behandle, wie ich es mit dem fertigen kleidungsstück vorhabe.

ich schneide maschenware (sweat/jersey etc.) mal so, mal so zu.
bei unifarbenen/bedruckten/gemusterten stücken richte ich mich stur nach dem maschenlauf. egal, wie schief die schnittteile auf dem stoff liegen.
der stoffverbrauch ist dadurch durchaus höher, das berücksichtige ich schon beim einkauf.
vorteil: so zugeschnittene stücke bleiben gerade, die seitennähte bleiben dort, wo sie hingehören und im vergleich zu gekauften sachen macht das auch das zusammenlegen nach dem waschen deutlich mehr spaß, weil es nicht überall falten vom verzogenen stoff gibt.

bei streifenstoffen versuche ich meist einen kompromiss aus maschenlauf und streifenverlauf, damit die streifen an seitennähten aufeinandertreffen und am saum gerade sind.
durchsichtige schnittmusterteile (auf folie statt auf papier) haben sich dabei bewährt.
__________________
grüße,
yasmin

jetzt spinnt sie komplett!
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