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Händlerbesprechung
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Beratungsgebühr in Ladengeschäften - was haltet ihr davon?

Händlerbesprechung


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  #81  
Alt 04.12.2017, 09:54
Benutzerbild von bmüller
bmüller bmüller ist offline
Ältestenrat
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Registriert seit: 12.01.2010
Ort: Niederbayern
Beiträge: 18.373
AW: Beratungsgebühr in Ladengeschäften - was haltet ihr davon?

indem sich unsere Mentalität von...jede Woche 1-2 T-shirts mitnehmen, weil sie gerade so billig sind!..zu einem sinnvollen Einkaufsverhalten rückentwickelt. Das bedeutet für mich, wenn ich ein T-Shirt brauche, oder einen neuen Rock, dann plane ich diesen Kauf, schau, ob er in mein Budget paßt und/oder verkneife es mir auch einmal, wenn es diesen Monat nicht paßt. Dann hält dieses Teil aber auch über einen längeren Zeitraum als die Kik-Ware, die man sich ja fast nicht zu waschen traut. ( ohne Kik beleidigen zu wollen, ich habe noch nie einen Kik-Laden betreten, bin nur hier auf den genannten Laden eingegangen)
Um bei unserem Thema zu bleiben: bei wie vielen von uns stapeln sich die Stoffe in unendliche Höhen, weil..sie ja so günstig, ein Schnäppchenangebot etc waren? Ist doch genau das Gleiche. Wenn wir alle nur Projektbezogen einkaufen würden, dann.... Die Lebenshaltungskosten sind zwar auch gestiegen, aber unsere Ansprüche haben sich potenziert, in rasantem Tempo.
Und da greift man zwangsläufig zum billigen, (weil man sich einbildet, damit zu sparen, weil dies Teil ja soo preiswert war) und da sind wir wieder bei...siehe oben.
Ich fürchte nur, daß sich diese Spirale nicht mehr zurückdrehen läßt.

Ach ja, Beratungsgebühr war das Thema. Wenn man früher in ein Fachgeschäft ging mit der Kaufabsicht, war eine fachliche Beratung Vorraussetzung, wenn ich ein Kleid kaufte, habe ich über den Stoff eine ausführliche Erklärung erhalten, es war auch schon mal ein Plausch über Mode an sich und Hersteller und und und drin. Heute muß ich mir meine Sachen zusammenklauben, anprobieren, ohne jeglichen Verkäuferkontakt, und muß noch höflich fragen, wo bitte ich diesen Fummel auch bezahlen darf.
Dafür will ich nun wirklich keine "Beratungsgebühr" bezahlen.
Aber die Geschäfte, die ich heute (ich kaufe notgedrungen wegen absolutem Fachgeschäftemangel, im Internet ) betrete, beraten mich ohne Gebühr und fachkompetent, weil sie wissen, ich habe eine Frage, die, wenn sie sie mir kompetent beantworten, durch einen Kauf belohnt wird.
__________________
es grüßt
Barbara

Geändert von bmüller (04.12.2017 um 10:03 Uhr)
  #82  
Alt 04.12.2017, 10:04
xpeti xpeti ist offline
Ältestenrat
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Registriert seit: 13.01.2012
Ort: Sachsen
Beiträge: 15.868
AW: Beratungsgebühr in Ladengeschäften - was haltet ihr davon?

Warum wird die Produktionen in Billiglohnländern ausgelagert? Weil in allererster Linie der Unternehmer seinen Gewinn steigern will und nicht weil er in D so überhaupt keinen Gewinn machen würde. Nein es muss ja eine jährl. Steigerung her.
Würden diese Waren auf Grund einer ordentlichen Einfuhrsteuer ähnlich im Endverkaufspreis sein als wenn sie in D hergestellt würden wäre dieser Anreiz weg. Es müssten deutschen Arbeitnehmern ein ordentliches Gehalt gezahlt werden damit sie in den Unternehmen arbeiten, der AN würde sich mit seinem Unternehmen identifizieren, würde diese Waren kaufen, pflegen und empfehlen und damit eine Nachhaltigkeit in Gang setzen.

Aber so, alles billig - auch von Sozialhilfe kann ich bei Primark große Tüten voll Ware kaufen, nicht reparierbar - was lange hält bringt kein Geld und immer verfügbar. Wie soll der jetzigen Generation da was vermittelt werden? Ist ja wohl auch gar nicht gewollt, denn dummes Volk regiert sich ja bekanntlich gut.

Wenn sich also was ändern soll dann müsste es von ganz "Oben" gesteuert werden. Aber unsere Regierung ist viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, die Politik der Wirtschaft viel zu hörig

Und wieder zurück zum Erschleichen von Dienstleistungen in Form von Beratung: Nur was ich selber denk und tu, trau ich anderen Leuten zu.
Alle über einen Kamm zu scheeren bringt auch keine Lösung.
__________________
LG von peti

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Hobbyschneiderin 24 - Forum
  #83  
Alt 04.12.2017, 10:05
garoa garoa ist offline
Bringt Bettzeug mit
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Registriert seit: 02.11.2004
Beiträge: 1.290
AW: Beratungsgebühr in Ladengeschäften - was haltet ihr davon?

Dazu hatte ich letztens ein interessantes Gespräch mit meiner Frisörin. Sie ist die Ladeninhaberin und sucht eine weitere Mitarbeiterin, findet aber keine, die auf Steuerkarte arbeiten will.
Eine angestellte junge Frisörin kann von ihrem Lohn allein nicht leben, weil er zu gering ist. Würde sie einen höheren Lohn zahlen, müßte sie die Preise erhöhen und damit viele Kunden verlieren, weil sie sich dann einen Frisörbesuch kaum noch leisten können, was dann dazu führt, dass sie ihre Mitarbeiterin entlassen müßte.

Da beißt sich die Katze in den Schwanz.

Ich glaube nicht, dass Menschen der unteren Lohngruppen in "teureren" Läden einkaufen könnten, wenn sie ihren Konsum einschränken/ändern würden.
Gruß Marion
__________________
Hunde haben alle guten Eigenschaften des Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen.
  #84  
Alt 04.12.2017, 10:06
Benutzerbild von Junipau
Junipau Junipau ist offline
Lebendes Inventar
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Registriert seit: 08.06.2011
Ort: NRW
Beiträge: 3.327
AW: Beratungsgebühr in Ladengeschäften - was haltet ihr davon?

Zitat:
Zitat von Seewespe Beitrag anzeigen
Ich sehe da einiges anders.

Die Geiz ist geil Mentalität, die wir seit vielen Jahren in allen Einkommensschichten hegen, ist nicht für Gruppe A verwerflich und für Gruppe X okay.

Wer gutes Geld verdienen möchte, muss auch anderen ein gutes Einkommen gönnen, nur so kann sich etwas verändern. Dabei geht es auch um Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung, darum, dass Konsum überdacht wird und man vielleicht auch damit klar kommen muss, dass man nicht zu jedem Zeitpunkt immer gleich alles und dann noch in zigfacher Ausfertigung haben kann und scheinbare Selbstverständlichkeiten einmal hinterfragt.

Desweiteren geht es um Engagement. Viele Menschen haben aufgehört, sich gewerkschaftlich oder innerhalb von Betrieben zu organisieren und einzusetzen.

Ich kann nicht einerseits über verödende Innenstädte mit den immer gleichen Ketten lamentieren, dann aber selbst vorwiegend im Netz permanent auf Schnäppchensuche gehen und genau bei diesen Billigheimern, hinter denen viele Menschen mit miserablen Arbeitsbedingungen stehen, einkaufen.

Die "billigen Preise" haben einen Kehrseite, die letztlich auch einen Bogen zum eigenen Einkommen und zu unseren Lebensräumen zieht.

Lohndumping und Ressourcen-Ausbeutung führen in letzter Konsequenz auch zu den aktuell heiss diskutierten Flüchtlingsthemen und eben diesen Milchmädchenrechnungen.

Das liest natürlich niemand gern, noch weniger mag man sich verantwortlich fühlen und etwas aktiv verändern. Beispielsweise auch durch bewussteren Konsum. Ändern sollen immer nur "die Anderen" etwas, man selbst hat es schon schwer genug.
Danke, Seewespe!
Sich bewußt machen, daß man Verantwortung nicht nur für sich, sondern auch für die große weite Welt hat, auch wenn man lieber für sich alleine bleiben würde, ist der Beginn für Veränderungen. Jede/r kann durch Umdenken etwas bewirken, auch wenn es noch so klein erscheint. Raus aus dem Egoismus, in dem wir es uns seit Jahren immer mehr bequem machen, das würde schon manches ändern!

Wie haben wir gestern so schön gesungen: "Wachet auf..."
Das Thema paßt auch und gerade in den Advent

LG Junipau
  #85  
Alt 04.12.2017, 11:01
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moniaqua moniaqua ist offline
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Beiträge: 686
AW: Beratungsgebühr in Ladengeschäften - was haltet ihr davon?

Zitat:
Zitat von peterle Beitrag anzeigen
Das Problem sehe ich vor allem in den drastisch gestiegenen Lebenshaltungskosten und Abgaben durch die kalte Progression.
Was genau ist da eigentlich gestiegen?
Milch hat vor ca. 40 Jahren für die Molkereien 30 Pfennig der Liter gekostet. Jetzt kämpfen die Bauern um 40 cent für den Liter.
Eier - gut, früher 10 bis 20 Pfennig das Stück, jetzt zahl ich 50, beide Male Bio, nur früher stand's nicht drauf.
Waschmaschinen und solche Sachen - früher 1000 Mark, heute eine vergleichbare 800 Euro für die Waschmaschine, bei der Nähmaschine ist es noch krasser, knapp 1000 Mark früher gegen ca. 300 Euro heute. Sprich, früher musste man gut über einem halben Monat Monat dafür (Nähmaschine) arbeiten (überschlagen), während es heute je nach Gehalt in einem knappen sechstel Monat geht, nehmen wir mal die 2700 Euro.

Hmmm.

Mieten, die sind exorbitant teuer geworden, vor allem in der Stadt.

Zitat:
Ich kenne Menschen mit einem Netto um 1400 Euro, die von den knapp 2700 Mark früher eine ganze Familie ernähren konnten, die kommen jetzt "so über die Runden".
Zitat:
Das ist ein Teufelskreis von dem ich nicht weiß, wie man ihn durchbrechen soll, wenn wir nicht wieder anfangen uns bewußter gegenseitig wertzuschätzen.
Wertschätzung und Dankbarkeit, da sehe ich einen großen Knackpunkt heute. Und übersteigerte Erwartungshaltungen. Und eben, im Falle der Beratungsgespräche, eine gewisse Gewissenlosigkeit.

@xpeti - man kann durchaus auch beobachten, man muss nicht alles selber tun und denken
__________________
Herzliche Grüße
Monika
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