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Fragen und Diskussionen zur Verarbeitung

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Haltbarkeit von Jeans-Kappnaht: Unterfaden auf Außenseite?

Fragen und Diskussionen zur Verarbeitung


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  #1  
Alt 11.09.2013, 17:04
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sdwarfs sdwarfs ist offline
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Frage Haltbarkeit von Jeans-Kappnaht: Unterfaden auf Außenseite?

Vorgeschichte:
Ich hab mich die letzten Tage mit Nähgrundlagen beschäftigt und will nun meine nächste Jeans nähen. Als Vorlage für den Schnitt dient erst einmal wieder eine gekaufte Jeans. Doch ich möchte nun ein paar Dinge bei der Fertigung Hosennähte mit dem doppelten Steppstich ändern.

In üblichen Kauf-Jeans ist das ein geschlossener, symmetrischer Saum mit ca. 10 mm Nahtzugabe (abgekettelt mit Overlock-Stich), der seitlich umgebügelt und dann knappkantig jeweils einmal abgesteppt wird. Die Nähte sind jeweils 1 mm von der Kante (d.h. 1 mm und 9 mm vom Stoffbruch entfernt).

Daraus will ich, wegen besserer Haltbarkeit und Innen-Optik (und vor allem um Erfahrung zu sammeln), eine richtige Kappnaht machen. Klar, da muss dann entsprechend muss natürlich mehr Saumzugabe auf der einen Stoffseite hinzugefügt werden... Je nachdem wie ich lustig bin, werd ich die Nahtzugabe noch mit nem Overlockstich abketteln (ja, ich weiß, es ist eher unnötig).

Zur eigentlichen Frage:
Ich habe gemerkt, dass man beim nähen mit der rechten Stoffseite oben die umgebügelte Nahtzugabe auf der linken Stoffseite schnell "verfehlt" oder stückweise so knapp erwischt, dass sie sich mit der Zeit ablöst und dann da so lose "rumhängt". Sieht sehr unschön aus und ist sicher ganz schlecht für die Haltbarkeit.

Deswegen habe ich überlegt, ob es nicht besser ist, die Steppnaht von der linken Seite zu nähen, sodass der Unterfaden auf der Außenseite liegt.
Ich hab das mal auf einem Probestück ausgetestet. Man muss den Oberfaden sehr fest einstellen, damit der Unterfaden "hübsch" aussieht, aber von der Optik her ginge das. Im Gegensatz dazu: Bei Kaufjeans ist der Oberfaden scheinbar sehr locker eingestellt und die Schlingen des Oberfadens sind auf der Innenseite sichtbar. Teilweise wird auch nur die eine Steppnaht nahe des Stoffbruchs mit festem Jeansgarn genäht, die andere mit dünnerem dunklen Garn.

Bei der Naht knappkantig am Stoffbruch kann man sich am Stoffbruch orientieren und ggf. mit dem Blindstichfuß arbeiten. Die Parallelnaht, muss man - von der rechten Stoffseite genäht - per Hand ausrichten (andere Naht an rechter Außenkante des Standardfußes entlangführen) oder man braucht einen Nähfuß mit variabler Führung (hab ich aber nicht und kostet mir auch mit ~23 EUR etwas zu viel, evtl. bastel ich mir da was...).
Beim manuellen führen kann es schnell passieren, dass man eben den Millimeter verrutscht oder bei leichter Ungenauigkeit der Saumzugabe (und damit etwas schmalerem Saum, auf der linken Seite) einfach daneben sticht ohne es gleich zu sehen.

Daher war meine Idee, man könnte ja die andere Naht von der linken Stoffseite nähen und ebenso mit dem Blindstichfuß knappkantig an der Saumkante entlang nähen. In dem Fall wäre dann aber der Unterfaden außen!

Warum ist der Unterfaden außen jetzt ein Problem? -- Wie ich gelernt habe, lässt sich eine Naht ganz flott auftrennen, indem man den Unterfaden in 5cm-Abständen aufschneidet und dann seitlich weg zieht. Der Oberfaden lässt sich dann einfach raus ziehen. Somit dürfte der Unterfaden auf der Außenseite (wo er häufig an harten Kanten gescheuert wird) eher ungünstig sein.... Andererseits überlege ich, ob der Unterfaden sich technisch vom Oberfaden überhaupt unterscheidet, wenn der Oberfaden korrekt / straff genug eingestellt ist.

Außerdem wären noch die Frage, ob Unterfaden außen und Oberfaden außen nebeneinander gut aussehen?

Was ist Eure Meinung/Erfahrung dazu?

Stefan
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  #2  
Alt 11.09.2013, 17:14
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AW: Haltbarkeit von Jeans-Kappnaht: Unterfaden auf Außenseite?

Ich meine, ich näh das immer von innen, aus den von dir genannten Gründen. Allerdings nähe ich keine Jeans, sondern leichtere Stoffe.
Ober- und Unterfaden sind bei mir gleich (100er Poly).
Was du an Auftrenntechnik beschreibst, hängt wohl von der gewählten Fadenspannung ab, ich schlitze die Seite auf, die lockerer ist, wenn nicht eine ganz große Gefahr besteht für den dortigen Stoff. Dann kann ich den anderen Faden rausziehen.
Versäubern trägt meist auf, wenn du nicht ganz dünnes Garn hast, darum find ich das für eine eh schon friemelige Kappnaht eher störend.
__________________
Liebe Grüße,
stoffmadame
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  #3  
Alt 11.09.2013, 17:37
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sdwarfs sdwarfs ist offline
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AW: Haltbarkeit von Jeans-Kappnaht: Unterfaden auf Außenseite?

Zitat:
Zitat von stoffmadame Beitrag anzeigen
Ich meine, ich näh das immer von innen, aus den von dir genannten Gründen.
[...]
Versäubern trägt meist auf, wenn du nicht ganz dünnes Garn hast, darum find ich das für eine eh schon friemelige Kappnaht eher störend.
Danke!

Das is schon mal gut zu wissen, dass das - zumindest mit anderen Stoffen - nicht auffällt. Und das Versäubern lass ich vielleicht dann wirklich weg.

Wenn die Kappnaht erstmal aufgeht, ist wahrscheinlich sowieso schon alles zu spät und so fest wie die mit den Parallelnähten getackert wird, dürfte der Stoff eigentlich in der Kappnaht nicht viel hin und her schieben. Die einzige Gefahr, die ich ansonsten sehen würde wäre, dass äußere Nahtzugabe soweit ausfranzt, dass sich die Naht löst (also die 9 mm vom Stoffbruch weg).

Ansonsten ist die Frage, ob die Säum-Variante der Kaufjeans so viel schlechter ist (d.h. mit Versäuberung per Overlock-Stich) oder nicht sogar wieder haltbarer ist. In dem Fall müsste aber die Schnittkante sehr gerade sein, um dann knappkantig daran entlang nähen zu können. Stoffsparender (mind.: 2 cm x Hosenlänge) ist es auf jeden Fall, dafür verbrät der Overlock-Stich jede Menge Garn und braucht auch seine Zeit bei der Fertigung...
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  #4  
Alt 11.09.2013, 21:58
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AW: Haltbarkeit von Jeans-Kappnaht: Unterfaden auf Außenseite?

Also die Kappnähte liegen ja eh außen, zumindest bei mir. Sonst hätte man ja den "Hubbel" innen auf der Haut, was die Grundidee etwas konterkariert...

Ich lasse die NZG immer gleich breit, nähe dann die erste Naht, bügle mir die "obere" Lage der Kappnaht um und schneide die untere erst dann zurück. Dadurch bleibt die bei mir wohl relativ breit, aber bisher hat immer der Stoff nach einigen Jahre aufgegeben, nicht die Naht.

Und normalerweise sollten Ober- und Unterfaden eher mit der gleichen Spannung eingestellt sein, so daß es also völlig egal ist, welcher oben liegt. (Es sei denn, man arbeitet mit unterschiedlichen Garnstärken.)

Falls das deine Frage nicht beantwortet, habe ich dein Problem nicht verstanden.
__________________
Gruß, marion



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SO! Pattern, Dinah Lady (Hose)
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  #5  
Alt 12.09.2013, 03:06
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AW: Haltbarkeit von Jeans-Kappnaht: Unterfaden auf Außenseite?

Zitat:
Zitat von nowak Beitrag anzeigen
Ich lasse die NZG immer gleich breit, nähe dann die erste Naht, bügle mir die "obere" Lage der Kappnaht um und schneide die untere erst dann zurück. Dadurch bleibt die bei mir wohl relativ breit, aber bisher hat immer der Stoff nach einigen Jahre aufgegeben, nicht die Naht.
Hm, wenn der Stoff als erstes hin ist, spricht das am ehesten dafür die am schnellsten (und sparsamsten) zu produzierende und am angenehmsten zu tragende Variante zu wählen.

Zitat:
Zitat von nowak Beitrag anzeigen
Und normalerweise sollten Ober- und Unterfaden eher mit der gleichen Spannung eingestellt sein, so daß es also völlig egal ist, welcher oben liegt. (Es sei denn, man arbeitet mit unterschiedlichen Garnstärken.)

Falls das deine Frage nicht beantwortet, habe ich dein Problem nicht verstanden.
Die grundlegende Frage ist genau das gewesen, ja.

Es macht aber wohl einen Unterschied, wenn man die Naht erst von der einen Richtung und dann die Parallelnaht in die andere Richtung näht. Also damit meine ich nicht linke/rechte Seite, sondern z.B. untere Stoßkante zum Schritt hoch und dann parallel wieder zurück.

Was dabei passieren kann ist, dass der Stoff sich dabei gegenläufig zueinander verschiebt (das passiert immer ganz leicht) und dann zieht es den ganzen Stoff schief. Jedenfalls hab ich das so gelernt...

Der Grund dafür ist wohl, dass der Stofftransport unten ist und schiebt... und oben der Fuß etwas den oben liegenden Stoff bremst.

Von der Sache her müsste man dann die Parallelnaht, wenn man sie mit der anderen Stoffseite nach oben näht, genau in die andere Richtung nähen, damit die Effekte sich ausgleichen, oder?

PS: Wenn Du nicht weißt, was ich meine, dann mach mal folgendes. Nimm zwei Stoff-Reste von so 20 cm Länge. Lege sie aufeinander und schneide die Enden ab, sodass sie exakt gleich sind. Dann nähst Du drüber, ohne irgendwas straff zu ziehen. Danach wirst Du sehen, dass die Enden sich gegeneinander verschoben haben. Das lässt sich etwas ausgleichen indem man beim nähen den Stoff in Nährichtung entlang leicht straff zieht, aber die Tendenz bleibt wohl noch vorhanden...

Geändert von sdwarfs (12.09.2013 um 03:11 Uhr)
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