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Janome 230 DC - Erfahrungen

aus der Redaktion


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  #1  
Alt 16.01.2018, 11:47
Hummelbrummel Hummelbrummel ist offline
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Janome 230 DC - Erfahrungen

Liebe Alle,

nun hat mir ja sozusagen der Hobbyschneiderin24-Weihnachtswichtel eine neue Nähmaschine gebracht und so denke ich, ich könnte Euch ein wenig an meinem Glück und an meinen Erfahrungen mit der Maschine teilhaben lassen.

Kurz vorweg:

Ich hatte ca. 1,5 Jahre lang eine Janome 4120. Diese war mein erster Kontakt mit einer computergesteuerten Nähmaschine. Manches an ihr mochte ich sehr, manches hat mich genervt, weshalb ich mich von ihr getrennt habe.
Ansonsten nähe ich auf einer (oder zwei) alten mechanischen Nähmaschine/n. Die Jüngste stammt aus dem Jahr 1965, die Pfaff 362 meiner Mutter. Das nur am Rande.

So, nun zur neuen Nähmaschine: (Foto unten)

Die 230DC ist quasi die kleinste Schwester der 4120 und so habe ich mich auf Vertrautes gefreut und war ansonsten sehr gespannt.

Natürlich habe ich schon mal im Netz geguckt, was die Maschine so zu bieten hat. Da fand ich, dass es mehrere Versionen davon gibt: Mit und ohne verstellbarem Nähfußdruck, mit und ohne extra Anschiebetisch.
So blieb es spannend bis zu dem Augenblick, als die Maschine vor mir stand:

Und – große Freude: Sie hat beides!
Das finde ich superklasse.
Denn wenn ich die Wahl zwischen Freiarm und Fläche hätte, würde ich immer Fläche bevorzugen (nun bietet dieses Modell beides).
Und der verstellbare Nähfußdruck macht sie natürlich deutlich vielseitiger.

Die sonstigen Features und Zubehörteile und so weiter kann man ja den einschlägigen Seiten im Netz entnehmen. Daher beschreibe ich jetzt lieber meine Eindrücke, wobei zwangsläufig der ein oder andere Vergleich mit der großen Schwester nicht ausbleiben wird (und ich wohl auch schon manches von damals wieder vergessen habe.)

Nähfußhub: (Fotos unten)
Der Nähfuß hat eine Extra-Hochstellung, wie viele andere auch.
Allerdings ist hier für mein Empfinden (bzw. im Vergleich zu ihrer Vorgängerin) wirklich richtig viel Platz unterm Fuß und er lässt sich auch ohne nennenswerten Krafteinsatz hochstellen. Find ich gut.

Stichangebot:
Die 30 Stiche sind meines Erachtens auf Vielseitigkeit ausgelegt. Für viele mögliche Anwendungen jeweils ein bisschen was. Scheint mir sehr sinnvoll.

Die drei Knopflöcher sind (wie die ganz vielen der 4120 auch) "einstufig" zu nähen. Das heißt, man legt den betreffenden Knopf in den Knopflochfuß, bringt diesen lt. Bedienungsanleitung in Stellung, drückt auf Start: Und die Maschine näht selbstständig das ganze Knopfloch und der richtigen Größe.
Im Vergleich zur alten mechanischen Maschine eine echter Erleichterung.
Für meine Knopflochbedürfnisse sind die drei zur Auswahl stehenden Varianten mehr als ausreichend.

Stichauswahl:
Während die 4120 für etliche Nutzstiche Direktwahltasten hat – die ich auch gerne und viel genutzt habe – werden bei der 230 alle Stich-Einstellungen über vier Pfeiltasten vorgenommen.
Im ersten Moment fand ich das etwas lästig und vermisste die Direktwahltasten.
Bis ich dann meine Stichüberischt/Nähprobe fertig genäht hatte, hatte ich mich aber auch schon dran gewöhnt. Noch 2-3 Stunden Nähzeit – und ich werde die Maschine völlig intuitiv bedienen.
Was die Sache beschleunigt, ist, dass man die "Zehner" und "Einer" der Stichmusternummern einzeln verändern kann.

Nadel-Position "hoch/tief":
Bei der 4120 ist die – soweit ich mich erinnere – grundsätzlich programmierbar. Also man entschiedet sich, ob man die Nadel immer oben oder immer unten haben möchte und stellt das dann so ein.

Bei der 230 ist das – wie ich finde – sehr pfiffig gelöst:
Variante 1) Man legt den Stoff drunter, senkt den Fuß (die Nadel steht naturgemäß oben) und näht los: Bei jedem Nähstopp fährt die Nadel nach oben.
Variante 2) Man legt den Stoff drunter, senkt den Fuß, fährt die Nadel mit der entsprechenden Taste nach unten und näht los: Bei jedem Nähstopp bleibt die Nadel unten.
Ändert man während der Arbeit seine Meinung, bringt man einfach bei einem Nähstopp die Nadel mit der Taste rauf oder runter und dann geht's im passenden Modus weiter.
Diese Funktion liebe ich jetzt schon.

Zweiter Garnrollenhalter:
Der steht – im Gegensatz zur 4210 sowie zum ersten Garnrollenhalter – senkrecht. In der BDA ist extra vermerkt, das sei praktisch zum Spulen und ich muss sagen: Stimmt.

Geräusche:
Die Maschine fiept, wenn sie gerade nicht näht (so ein leises Dauergeräusch, hatte die 4120 auch).
Das macht sie allerdings nicht immer, wobei ich noch nicht rausgefunden habe, nach welchen Gesichtspunkten sie das tut.
Sie macht es nicht bei allen Stichen und entweder wird es weniger, wenn sie länger an ist, oder ich habe mich dann doch schnell dran gewöhnt oder es wurde von den Umgebungsgeräuschen übertönt.
Ich find's nicht so schlimm, wollte es nur der Vollständigkeit erwähnen.

Ansonsten näht sie mit normalem Geräusch und angenehm "ruhigem" und "vertrauenserweckendem" Nähgefühl. Die Maschine ist ja sehr leicht. Aber auch bei maximalem Nähtempo näht sie präzise Stich um Stich ohne zu rumpeln, zu rattern oder gar zu wandern.

Transportfähigkeit:
Absolut gegeben. Die Maschine ist sehr handlich.
Von den Maßen her dürfte sie der 4120 relativ gleich sein.
Ihre Kofferhaube ist etwas runder und sitzt etwas enger an der Maschine, was einen noch etwas handlicheren Eindruck erweckt.

Bedienungsanleitung:
Die scheint mir bei jenen Punkten, die sie behandelt, ausführlicher und detaillierter zu sein, als jene der 4120 (die bei mir manche Frage aufwarf) aber vielleicht täuscht auch die Erinnerung.
Nach der Lektüre der BDA für die 230 fühle ich mich jedenfalls über den Umgang mit der Maschine durchaus aufgeklärt.

Unerwähnt bleiben Zwillingsnadel und Freihandstopfen, wobei einerseits die Maschine weder eine Zwillingsnadel noch einen Stopffuß mitbringt, (was das Fehlen erklärt) aber doch sehr wahrscheinlich beides möglich ist. Zumindest die Warnung, bei der Verwendung einer Zwillingsnadel auf die Stichbreite zu achten, hätte mein innerer Perfektionist im Hinblick auf einen potentiellen unterfahrenen Leser schon nützlich gefunden.
Und meine innere Deutschlehrer-Redakteurinnen-Kombi hätte sich gefreut, wenn das Heft vor der Drucklegung mal auf dem Schreibtisch eines Korrekturlesers gelegen hätte (und dort vielleicht sogar durchgesehen worden wäre).
Aber sei's drum. Ich bin da wohl auch besonders pingelig.

So weit erstmal zu den ersten Eindrücken.
Fortsetzung mit praktischen Erfahrungen folgt.
Angehängte Grafiken
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Geändert von Hummelbrummel (16.01.2018 um 11:57 Uhr) Grund: Fotos ergänzt
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  #2  
Alt 16.01.2018, 11:50
Benutzerbild von peterle
peterle peterle ist offline   Administrator
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AW: Janome 230 DC - Erfahrungen

Oh, das klingt nach einem interessanten Erfahrungsbericht. Danke!
__________________
grüße
peterle

„Du musst nicht über Meere reisen. Du musst nicht in den Himmel hinaufsteigen. Du musst nicht die Alpen überqueren. Der Weg, der dir gewiesen ist, ist nicht weit:
Du musst Gott nur bis zu dir selbst entgegengehen.“
Bernhard von Clairvaux
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  #3  
Alt 16.01.2018, 12:04
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AW: Janome 230 DC - Erfahrungen

Ich danke Dir.
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  #4  
Alt 16.01.2018, 12:17
Hummelbrummel Hummelbrummel ist offline
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AW: Janome 230 DC - Erfahrungen

Nähprobe /Stichprobe:

Die musste natürlich sein, denn ich wollte doch wissen, wie die Stiche in Wirklichkeit aussehen und 30 Stiche sind ja auch so überschaubar, dass man sie gut an einem Nachmittag auf einem Stück Stoff unterbringt.

Praktischerweise kam die Maschine schon eingefädelt zu mir und so konnte ich gleich loslegen:
Baumwollgarn Stärke 30 (Mettler, Stick-), Nadel: Die, die drin war.
Ich habe auf doppelt gelegtem Baumwollwebstoff genäht.

Das Nahtbild ist ordentlich und sehr schön.

Für "Öse", "Riegel" und "Stopfen" steht in der BDA, wie man sie über das Display einstellen kann. Allerdings führte die entsprechende Korrektur bei dieser Stoff-Garn-Konbi nicht zum gewünschten Ergebnis, so dass ich doch die Auswirkungen des Balance-Reglers testete: Mit Pfeiltasten + Balance sind diese Stiche korrekt justierbar, wenn es nötig sein sollte.

Ich habe dann aber schnell alles wieder zurückgestellt. Im Übrigen kam ich in meinem bisherigen Nähleben völlig ohne Ösen und Riegel aus und auch für's Stopfen brauche ich keine Stopfautomatik. Es gibt für mich also keinen Grund, mich damit aufzuhalten.

Den Blümchen-Sternchen-Stich finde ich herzallerliebst und die Applikationsstiche werden sicher bald mal zum Einsatz kommen.
Angehängte Grafiken
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Geändert von Hummelbrummel (16.01.2018 um 12:20 Uhr)
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  #5  
Alt 16.01.2018, 12:37
Hummelbrummel Hummelbrummel ist offline
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AW: Janome 230 DC - Erfahrungen

Täschchen aus "Upcycling-Stoff" eignen sich hervorragend, um eine Nähmaschine besser kennenzulernen.

Auf dem einlagigen Stoff wirkten die Stiche nicht so gut, darum habe ich wiederum zwei Lagen verwendet.

Die Bogen-Blümchen- Borte wäre perfekt, wenn ich den Stoffrand vorher gerade geschnitten und dann den Stoff ordentlich an den Markierungslinien geführt hätte. ...

Bei der anderen Bogenborte fährt der Nähfuß bei der zweiten Reihe "einbeinig" über die bereits genähten Bögen, was offenbar zu Ablenkungen im Transport führt. Wenn man so etwas ernsthaft vor hätte, müsste man vielleicht mit übergelegtem Vlies oder so experimentieren.

Reißverschluss:
Den hat sie mit der gleichen Perfektion bewältigt, die ich an ihrer Vorgängerin in diesem Zusammenhang schon sehr geschätzt habe.

Seitennähte:
Da wird's ja immer etwas tricky, wenn man beim RV ankommt, wegen Berg und Knubbel und so. Das hat sie auch mindestens so elegant und problemlos erledigt wie ihre Vorgängerin.

In diesem Zusammenhang (Reißverschluss, Seitennähte ... ) schätze ich übrigens den automatisch vernähenden Geradstich besonders. (Hier Stich Nr. 02)

Eine "mechanische" vernäht zwar genauso gut, aber nett ist es schon, wenn die Maschine von selbst auf die korrekten Längen und Strecken achtet.
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Geändert von Hummelbrummel (16.01.2018 um 12:44 Uhr) Grund: Fotos ergänzt
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