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Alt 08.09.2013, 21:08
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Capricorna Capricorna ist offline
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Ich nähe leuchtende Sachen!

Hallo ihr Lieben,

die eine oder der andere wird vielleicht schon mal von "intelligent clothing", "smart fashion" oder ähnlichen Schlagwörtern gehört haben.

Das ist ein weites Feld, auf dem zum Beispiel versucht wird, entweder die Stoffe selbst "intelligent" zu machen, oder aber elektronische Intelligenz in Stoffe bzw. Kleidung etc. zu implementieren.

Seit einiger Zeit gibt es nun ein Buch von René Bohne, erschienen im O´Reilly-Verlag, das verspricht, diesen Bereich für absolute Laien sowohl auf dem Gebiet der Elektronik/Programmierung als auch des Nähens zugänglich zu machen: "Making Things Wearable".

Das fand ich schon immer ganz interessant und dank der freundlichen Leihgabe/Spende eines Freundes bin ich derzeit im Besitz sowohl des Buches als auch vieler kleiner, beeindruckend aussehender technischer Kleinteile und sonstigem Zubehör wie z.B. leitendem Garn und Stoff.

Es gibt bei Watterott ein paar Kits zu dem Buch, die die jeweils benötigten Materialien für einzelne Kapitel enthalten.

Das erste Projekt startet mit den absoluten Basics: Man nimmt eine niedliche LED und eine handelsübliche Knopfzelle.

Dann steckt man die Knopfzelle zwischen die Beinchen der LED. Leuchtet!



Jep, das war es auch schon!

Zweck der Übung: Den Unterschied zwischen Plus- und Minuspol lernen:

Kurzes Bein der LED - Minuspol, auch Kathode genannt

Langes Bein - Pluspol, auch Anode genannt

Um die LED zum Leuchten zu bringen, muss der Pluspol der LED mit dem Pluspol der Batterie Kontakt haben; dito mit dem Minuspol. Batterien sind ja freundlicherweise beschriftet; da ist das leicht zuzuordnen.

Der Text dazu klärt einen auch noch über Polung sowie Gleich- und Wechselstrom auf; das gebe ich jetzt mal nicht alles wieder (ist aber nur eine Seite). Wichtig zu wissen ist nur noch der Sicherheitshinweis, dass der Strom, der aus der Steckdose kommt, für solche Experimente nicht geeignet ist, weil lebensgefährlich!

Die im Buch gezeigten Nähtechniken dürften für uns hier in der Regel kein großes Problem darstellen; einfache Hand- und später einfache Maschinnenähte sind gefordert. Erst in Kapitel 4 kommt die Nähmaschine überhaupt zum Einsatz; ich denke aber, dass man sie auch vorher schon benutzen kann, wenn man das möchte.

Für mich als absolute Physik-Traumatisierte finde ich dieses langsame, schrittweise Vorgehen einen prima Ansatz, und ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Um euch ein bisschen den Mund wässrig zu machen: Mit den Kenntnissen aus dem Buch könnte man dann zum Beispiel mal solche leuchtende Kleidung herstellen:
leah buechley - projects - LED tank top

Ich werde sporadisch - ihr kennt das ja von mir - über den weiteren Fortschritt der Dinge berichten; hier und in meinem blog.

Ich freue mich über Mitleser und -macher!

Liebe Grüße
Kerstin
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Liebe Grüße,
Kerstin

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Stoffbestand: zuviel
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