Einzelnen Beitrag anzeigen
  #17  
Alt 22.02.2008, 10:21
elaine elaine ist offline
Ältestenrat
Sterne für Mitgliedschaft:
 
Registriert seit: 14.07.2005
Ort: Hessen
Beiträge: 14.897
AW: Hobby statt Karriere?

im Gegensatz zu den wahrscheinlich meisten hier (die Ex-DDRler mal ausgenommen ) bin ich mit der Einstellung aufgewachsen "Frau geht selbstverständlich genauso arbeiten, wie der Mann, für die Kinder gibt es die Oma und den Ganztagskindergarten". Von meinen Eltern (als ich klein war, beide im Schichtdienst, später mein Vater immer noch Schichten, meine Mutter hat Teilzeit gearbeitet und hinterher bis tief in die Nacht zuhause freiberuflich genäht) hab ich nicht allzuviel gesehen als Kind.
Und als ich dann selbst ein Kind hatte, war mir irgendwo klar - so möchte ich nicht. Natürlich, ich könnte auch meine 40-60h schieben und ein AuPair einstellen, aber das ist nicht das Leben, das ich leben möchte.
Ich hab das Glück, einen Workaholiker als Mann zu haben, der ganz gut verdient (er jammert zwar immer wieder mal über den Job, aber als er mal 2 Monate zuhause war, konnte er es gar nicht erwarten, wieder zu arbeiten), daher hab ich freie Wahl, was ich mache. Und ich weiß, daß ich persönlich mit einem Vollzeitjob kreuzunglücklich wäre, weil es heißen würde, daß ich mich zerreißen müßte, um allen gerecht zu werden. Ich durfte so eine 60+xh-Woche auch mal ausprobieren und wußte schon damals, ist jetzt Jahre her - nein, ist nicht meins, ich möchte nicht erst um 22 Uhr heimkommen und halbtot ins Bett fallen.
Und solange es finanziell reicht, würde ich persönlich also irgendeine Teilzeitlösung bevorzugen, die mir Zeit läßt für mein Kind (und irgendwannmal Kinder), meine ehrenamtlichen Tätigkeiten und ja, auch meine Hobbies.
Das war meine Entscheidung.
Natürlich muß das auch von der Familie mitgetragen werden, wenn man finanziell voll auf das Einkommen angewiesen ist, sieht es evtl. schon ganz anders aus...
__________________
Viele Grüße
elaine
Mit Zitat antworten
 
Page generated in 0,21424 seconds with 12 queries