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Alt 31.05.2014, 09:00
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Das Threadsmagazin Nr. 173, Juli 2014

Die Sommerausgabe des Threadsmagazine, Nr. 173 liegt schon seit geraumer Weile bei mir.

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Das Bild des Kleides auf dem Titel erinnert mich an ein Abschlußballkleid oder an eine Party an einem heißen Sommerabend.

Das Kernthema dieses Mal ist "Vintage made Modern".


Los geht es mit dem Thema "bubble-licious trim". Eine Vintage Technik, die den Stoff so "bearbeitet", daß 3. Dimensionale Blasen entstehen.
Technisch gesehen finde ich die Bearbeitung des Stoffes sehr spannend, aber wenig tragbar bzw. sehr amerikanisch.
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Darauf folgt eine Stickereitechnik per Hand, die durchaus auch Vintage ist und an einem Kleid im "up close" dargestellt wird: "Floating adornment"
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Perlenstickerei auf semitransparenten Stoffen.
Es wird aufgezeigt, daß der richtige Faden ebenso wichtig ist, wie die verwendeten Perlen.
Ich bewundere so etwas sehr mit dem Wissen, daß ich das niemals machen werde. Warum war nochmal eine Stickmaschine bei mir eingezogen?


Es folgt ein schnelles Projekt mit vermaßten Teilen: "Ruler keeper".
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Die Idee ein Utensilo für die Linieale zu nähen, die man für die Schnittkonstruktion braucht gefällt mir und ich hatte ernsthaft darüber nachgedacht,
ob das etwas für mein Arbeitszimmer ist.
Die Anleitung ist Schritt-für-Schritt mit Bildern dokumentiert. Es sind einige pfiffige Tipps zur Befestigung der Lineale dabei.
Einzig die Stoffe quälen mein Auge. Ich würde andere wählen. Wie gut, daß wir nähen können, was uns gefällt.


Der PatternReview tritt dieses Mal mit unserem letzten Motivatonsquartal zusammen "For moms & babies"
Wir hatten dort mit NINA| Umstandsmode genäht.
Das Threadsmagazine kümmert sich um die werdenden Mamis mit einem Kleid von Butterick 5860, einem Wickeltop, Simplicity 1468 und einer eleganten Jacke, Burda 7024, in einer langen oder kurzen Version.
Dazu gibt es niedliche Babyschühchen, Simplicity 1710, einen Schnitt für Tageskleidchen, McCalls 4424, sowie einen hübschen Kinderregenmantel, OliverandS.com.
Am Ende steht die Accessorie-Tasche für das, was man alles für Babies mitnehmen muß - Butterick 5798.
Auch wenn ich keine werdende Mama bin, ich finde die Vorschläge schön und sie machen mir Lust auf nähen.


Es folgt der Titel "Ombré Visions", dramatic or subtle, ombré fabrics create distinctive garments.
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Ombré ist eigentlich französisch und bedeutet "schattiert". Hier geht es um Stoffe mit Farbverläufen.
Es wird gezeigt welche Effekte man damit erreichen kann und wie subtile diese Farbverläufe eingesetzt werden können.
Der Titelstoff zeigt dieses Thema sehr eindrucksvoll. Bei der Verarbeitung solcher Stoffe wechselt die Richtung, in der man den Stoff zuschneidet.
Je nach dem, welchen Effekt man erreichen möchte und wie der Farbverlauf angeordnet ist.
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"The Figure-eight Stitch", zeigt einen sicheren couture Saum für spezielle Stoffe.
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Bisher ist mir dieser Stich noch nie begegnet. Ich kann mich auch nicht erinnern, daß ich diesen in meinen vielen schlauen Büchern gesehen hätte.
Die Schritt-für-Schritt-Anleitung sieht interessant aus, aber ich überlege mal wieder, wie ein Linkshänder das näht.
Nach meinem letzten Experiment hinsichtlich handnähen, werde ich mir das vielleicht mal für einen Rock vornehmen. Man lernt ja nie aus.


Kragen, ordentliche Kragenstege, mein persönlicher Alptraum. Ich trenne meinen Kragensteg immer mindestens 1x wieder ab. Der Bericht über "Precision Collar Band" könnte mir das nächste mal vielleicht helfen, es von Anfang an richtig zu machen. Auch hier gilt, die Anleitung ist gut bebildert.
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Der Titel "Inspired Sleeves" klingt zwar spannend und ich bin fasziniert über den Umgang mit den Stoffen und der Schnitttechnik, aber ganz ehrlich? Ich finde die Machart der Ärmel sehr amerikanisch. Persönlich würde ich ein Kleidungsstück mit solchen Ärmeln niemals anziehen. Das liegt vielleicht auch daran, daß solche auffallenden Merkmale nur an großen Frauen gut ausehen.
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Als nächstes Spielen die Macher des Threadsmagazine mit unüblichen Materialien "Tyvek in Fashion"
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Tyvek ist ein Papierähnliches Vliesmaterial, die genaue Beschreibung gibt es hier.
Es wird als Trend erkannt, Beschaffungsquellen genannt, Tipps zur Verarbeitung gegeben.
Im Bereich von Taschen finde ich das Material gut. Es reißt nicht so schnell, aber im Modebereich? Ich habe dann eher das Gefühl in einem Maleroverall zu stecken und zu tapezieren.
Das Material zu einer Tasche zu verarbeiten kann ich mir allerdings sehr gut vorstellen.


Ein immer wieder präsentes Thema ist die Passform und Passformfehler. So auch dieses Mal wieder in der Zeitschrift "Where is my Waist - This - and other mysteries of fit - resolved"
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Wieder eine Menge interessanter Tipps und Lösungsvorschläge wie man welche figürlichen Herausforderungen bei einer Schnittanpassung angehen sollte.
Dazu gibt es Hilfsmittel, von denen ich bisher noch nichts gehört hatte: "Hurth Ruler". Ein Teil, daß ich mir mal genauer ansehen werde. Im Bild unten links zu sehen.


Endlich kommt der Artikel zu dem Titelbild/ -kleid: "Sculpt with Pleats"
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Ich finde die Verarbeitung von Mme Grès sehr beeindruckend. Das ist für mich Haute-Couture.
Welche Materialien wie zum Einsatz kommen und am Ende dieses Kleid entsteht.
Auf den ersten Blick wirkte es nicht soooo spektakulär, aber wenn man dann sieht, wie es verarbeitet wird, dann versteht man die Eleganz und den Preis dieser Kleider.
Ich fühle mich dann wie ein Stoffe-zusammentackernder Stümper. Es ist aber toll sehen zu dürfen, wie so etwas entsteht und als Ziel vor Augen zu haben, wie es sein könnte.


Ob Gummiband unverzichtbar ist, wie es und das Magazine in seinem Artikel "Indispensable elastic" weiß machen möchte, wage ich mal zu bezweifeln, aber für bestimmte Effekte oder als Stilmittel im Schnitt gibt es verschiedene Gummibandarten.
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Bei "reader´s closet" hat mich dieses Mal eine bestickte Jacke in rot tief beeindruckt.
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Zum Schluß muß ich Euch noch ein Geständnis machen: ich liebe die Werbung in dem Magazin. Dort sind oft die neuesten Maschinen der verschiedenen Hersteller in Hochglanz zu bestaunen, wenn hier noch nichtmal Bilder auf den deutschen Seiten stehen.
Auch die vielen verschiedenen unabhängigen Schnittmusterhersteller bereiten mir Freude. Es ist ein buntes und vielfältiges Bild.
In Deutschland hat in letzten Jahren ein Wandel hinsichtlich der Schnittmusterhersteller statt gefunden. Es gibt viele neue, junge und fröhliche Schnitte. Ich finde das gut, wenn es hilft Menschen, egal welchen Alters, welchen Geschlechts oder welcher Hautfarbe zusammen zubringen und etwas gemeinsam entstehen zu lassen.
Nur die Passform dürften einige noch verbessern.


Bis zum nächsten Heft.
__________________
Greets, Ina

redaktion (at) hobbyschneiderin24.de


ina.lusky (at) hobbyschneiderin24.de


Ich bin der Schatten, der die Nacht durchflattert und nicht "Everybodys-Darling".

Geändert von Quälgeist (31.05.2014 um 17:30 Uhr)
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