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stelletta 22.02.2008 01:15

Hobby statt Karriere?
 
Hallo,

sitz grade mitten in der Nacht mal kurz vorm PC und bewundere wie so oft Werke in der Galerie und hab solche Lust, wieder mal ein größeres Projekt zu starten...

Bin beruflich - man würde wohl sagen - ganz groß beim Durchstarten, wenn ich es geschickt anpacke, kann ich in den nächsten Monaten das machen, was man den wesentlichen Karrieresprung nennt. Dafür darf ich jetzt schon 60 Stunden in der Wochen arbeiten, was für die Zukunft wohl ziemlich übliches Pensum würde.
ABER: Auf diese Art komm ich überhaut nicht mehr dazu, was Vernünftiges zu nähen, vielleicht grade mal ein bisschen Dekokram. Derzeit stricke ich primär, Socken kann man auch in 20 Etappen fertig machen. Bald werde ich mein eigenes Atelier haben, so groß, dass ich mich kaum getraue, eine Zahl zu nennen. Doch Zeit, das zu nützen, wirds wohl kaum geben.

Nun bin ich auf der verrückten Schiene, meinen Job hinzuwerfen und mir eine ganz normale Stelle mit etwa 30 Stunden Arbeitsaufwand zu suchen - damit ich wieder nähen, stricken, filzen und basteln kann. Meinem Sohn im Grundschulalter würde das wohl auch gefallen, zumal er sehr gerne mit mir werkt.

Hobby statt Karriere ist - rational betrachtet - verrückt, ich weiß. Kann das trotzdem jemand nachvollziehen?

Knappkantig 22.02.2008 01:37

AW: Hobby statt Karriere?
 
Hobby statt Karriere ist - rational betrachtet - verrückt, ich weiß. Kann das trotzdem jemand nachvollziehen?


Hallo Stelletta,

aber klar kann ich das nachvollziehen, denn ich habe es selbst so gemacht. Und keinen Tag bereut!

Man muss sich halt klar werden, welche Prioritäten man setzen will .... was sich so leicht anhört, aber gerade das Schwierigste dabei ist. Selbstverständlich gibt es gerade in der Überlegungsphase viele Zweifel und viel Abwägen der Möglichkeiten, aber wenn die Entscheidung gefallen ist, muss damit Schluss sein. Es bringt nichts, danach verpassten Gelegenheiten nachzuweinen.

Ideal wäre natürlich, wenn man probeweise beide Möglichkeiten mal für ein paar Monate ausprobieren könnte.

connylotti 22.02.2008 06:52

AW: Hobby statt Karriere?
 
Hallo Stelleta,

ja, ich finde es verständlich, daß du dir solche Gedanken machst. Mir würde "Karriere" nicht mehr ausreichen - seitdem ich "nur" Hausfrau-Mutter - also Familienmangerin ;) - bin und dabei auch wieder Hobbys und soziale Kontakte pflege, bin ich wesentlich zufriedener - auch wenn diese Tätigkeit ein 24-Stunden-Job ist und kein Geld bringt. Aber dies ist auch meine Entscheidung. Vor kurzem habe ich mich mit einer Freundin die etwa 10 Jahre jünger ist darüber unterhalten und wir kamen zu dem Schluß, daß es auch am Alter liegt, ich habe Erfahrungen gemacht und weiß also auch was ich aufgegeben habe bzw. welche Werte mir wichtig sind. (liest sich jetzt etwas merkwürdig und althergebracht)
Manchmal ist es richtig, ein wenig das Tempo zurückzuschrauben und das Leben etwas mehr genießen. Deine Entscheidung kann dir letztendlich keiner abnehmen, aber nimm dir Zeit genau abzuwägen, was dir wichtig ist. Wie Ellen schon schreibt, es ist eine schwierige Entscheidung.

tini 22.02.2008 07:04

AW: Hobby statt Karriere?
 
o.k. 60 Std. knacke ich nicht, aber so 50 schaff ich dann schon öfter mal, jedoch fange ich morgens auch schon zwischen 7 -7.30 Uhr an, so dass ich dann abends trotzdem zu humanen Zeiten zu Hause bin. Ich stricke derzeit auch mehr, aber das Kleid, das ich gerade nähe, wird dann halt in Mini-Etappen genäht. Wenn Du Deine Sachen aufgebaut lässt, was spricht denn dagegen vielleicht an einem Abend den Schnitt zu kopieren, dann den nächsten oder überüberübernächsten zuzuschneiden usw. ?

Mir macht mein Job echte Freude, so dass ich ihn nicht missen möchte, daher wohl meine Einstellung. Für mich war es wichtig, dass das was ich mache mir Freude bringt.

schnufflbaerchen 22.02.2008 07:16

AW: Hobby statt Karriere?
 
Hallo,

ich weiß ja jetzt nicht, von was Du lebst. Wenn Du einen Karrieresprung vor dir hast, dann wirds Dir finanziell wohl sehr gut gehen.
Wie schaffst Du es, die finanzielle Einbuße zu einem 30-Studen-Job aufzufangen? Wenn es da keine Probleme gibt, würde ich eindeutig die Karriere hinschmeißen und mich um meinen Sohn kümmern. Wäre für mich überhaupt gar kein Thema. :D
Ich gehe in die Arbeit um zu leben, ich lebe nicht um zu arbeiten!!!!!!!

Bin gespannt auf Deine Entscheidung.

Liebe Grüße
Andrea


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