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schlafratz 21.01.2011 16:43

Hilfe! Poncho-Schnitt und keine Ahnung
 
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Hallo,

ich hoffe, ihr seid so nett und helft mir. Hab nur als Kind/Jugendliche ein bisschen mit Mama genäht und will jetzt wieder anfangen. Meine Frage wird etwas länger befürchte ich.

Also: auf dem Stoffmarkt im letzten Herbst (hüstl) habe ich einen Poncho gesehen, der was für Schwiegermutti wäre. Sah nicht aus, als wäre er soo schwer zu nähen. Also Stoff und Schnitt gekauft und nun… trau ich mich nicht, anzufangen. :o Zugeschnitten hab ich schon alles.

Der Stoff ist folgender (schön dick, ca 4 mm) muss ich den überhaupt versäubern?:

Anhang 105738

Eine Seite ist verfilzt (Vorderseite) und die andere Seite noch gestrickt (Rückseite).

Der Schnitt: (ohne Rüschen und ohne Kapuze)

Anhang 105740

Probenähte auf den Stoffresten habe ich auch schon gemacht… der (3-fach)Geradstich sah dafür am besten aus, beim Zickzack war nämlich nach dem „auseinanderbügeln“ und etwas dran ziehn die Naht, also der Faden im „Bruch“ sichtbar. Und weil das Ding ja da praktisch dran zieht mit dem Eigengewicht ist ein Spalt auf der Schulter eher ungünstig. Oder gibt’s da einen Trick dafür?

Und dann frage ich mich… soll ich da mit sichtbaren Saumkanten nähen? Ich weiß, ich hätte besser gucken müssen am dort hängenden Probestück – nächstes Mal mach ich das ausgiebigst. Typischer Anfängerfehler eben.

In der Anleitung steht z.B. „das Schrägband für den Schlitz in der Hälfte falten, auf die Schlitzöffnung heften“ (also wohl auf den vorderen Ausschnitt) „festnähen und außen absteppen.“ Hefte ich das jetzt wie ein „U“ um den Stoff rum, also oberen Teil Schrägband, Stoff, unteren Teil Schrägband? Aber dann habe ich ja die obere Stoffkante vom Schrägband sichtbar auf dem Ausschnitt liegen, oder muss ich das erst als Schrägband falten, also halbieren, und dann die beiden „Enden“ in die Mitte falten (dann wird das aber sehr, sehr dick – sind dann ja 5 Lagen Stoff insgesamt - ).

Und:
„Separaten Poncho-Saumstreifen (das ist der auf dem Foto oben) an den Ecken zusammennähen und als ein Stück auf den Saum nähen, außen nochmals absteppen“ Das Vorder-/bzw. Rückteil vom Poncho ist ja einlagig. Und wie steppe ich da am sinnvollsten den gefalteten Saumstreifen drauf? Rechts auf Rechts und dann umklappen? Ich befürchte, bei der Dicke wird das schwer gehen.

Ach mann, ich ärger mich, dass ich damals nicht gaaanz genau geguckt hab :mad:

Wäre Euch für Tipps sehr dankbar. (Vielleicht hat ja schon einer von Euch das Ding genäht? Hab in der Suche aber keinen gefunden, der darüber geschrieben hätte).

Grüße vom Schlafratz

lea 21.01.2011 17:12

AW: Hilfe! Poncho-Schnitt und keine Ahnung
 
Hallo,
Zitat:

Zitat von schlafratz (Beitrag 1564042)
Der Stoff ist folgender (schön dick, ca 4 mm) muss ich den überhaupt versäubern?

Ja! Da kommt ja auch wahrscheinlich kein Futter rein.
Zitat:

Zitat von schlafratz (Beitrag 1564042)
Probenähte auf den Stoffresten habe ich auch schon gemacht… der (3-fach)Geradstich sah dafür am besten aus

Nimm den auf keinen Fall! Das ist äusserst mühsam wieder aufzutrennen, wenn etwas schief geht und es ist absolut unnötig.
Für sowas nimmt man ganz normalen Geradstich.
Zitat:

Zitat von schlafratz (Beitrag 1564042)
Und dann frage ich mich… soll ich da mit sichtbaren Saumkanten nähen?

Was verstehst Du unter sichtbaren Saumkanten? :confused: Den angesetzten Saumstreifen?
Ehrlich gesagt würde ich mir bei diesem gemusterten Stoff nicht die Mühe mit einem extra Streifen machen sondern den Saum einfach breit einschlagen.
Aber ich sehe gerade, Du hast ja schon zugeschnitten...

Bei der Schlitzverarbeitung gibt es verschiedene Möglichkeiten (Einfassen, Verstürzen,...) Wie soll's denn aussehen?

Grüsse, Lea

twins-omi 21.01.2011 17:34

AW: Hilfe! Poncho-Schnitt und keine Ahnung
 
Zitat:

Zitat von schlafratz (Beitrag 1564042)

beim Zickzack war nämlich nach dem „auseinanderbügeln“ und etwas dran ziehn die Naht, also der Faden im „Bruch“ sichtbar. Und weil das Ding ja da praktisch dran zieht mit dem Eigengewicht ist ein Spalt auf der Schulter eher ungünstig. Oder gibt’s da einen Trick dafür?

Schulternähte bügelt man ja in der Regel nicht auseinander, sondern in eine Richtung und zwar nach hinten. Bei dickeren Stoffen die Zugaben unterschiedlich breit zurück schneiden, so bilden sie keine dicke Kante


Zitat:

Zitat von schlafratz (Beitrag 1564042)
„Separaten Poncho-Saumstreifen (das ist der auf dem Foto oben) an den Ecken zusammennähen und als ein Stück auf den Saum nähen, außen nochmals absteppen“ Das Vorder-/bzw. Rückteil vom Poncho ist ja einlagig. Und wie steppe ich da am sinnvollsten den gefalteten Saumstreifen drauf? Rechts auf Rechts und dann umklappen? Ich befürchte, bei der Dicke wird das schwer gehen.

Ist der Streifen nicht als Beleg gemeint? Dann rechts auf rechts und verstürzen. Versuch mal, von den Resten zweilagig etwas zu bügeln, um zu testen, wie der Stoff sich dann verhält.

schlafratz 21.01.2011 19:46

AW: Hilfe! Poncho-Schnitt und keine Ahnung
 
Danke,

da hab ich ja schonmal viel Hilfe bekommen.

Also ich merk mir: normaler Geradstich, Nahtzugabe unterschiedlich lang schneiden und in eine Seite bügeln (stimmt, da war mal was...).

Futter kommt keines rein, das ist richtig. Tja, der Poncho-Saumstreifen war auf dem Stoffmarktmodell Fellstoff in Mint. Da konnte man nicht so genau sehen wie er angenäht war (irgendwie hatte ich da auf Vorder- und Rückseite keine Naht gesehen, aber das kann ja nicht sein, war wahrscheinlich im Fell verborgen. Ich hätt's halt gerne, dass man die Naht nicht sieht (auch am Halsausschnitt oben), kann mir das aber vom nähen her nicht so recht vorstellen. Streifen halbieren, und dann rechts auf rechts auf die Ponchoseite legen und dann hab ich praktisch beide Seiten des Streifens auf der Rückseite am Ende? (Schwer zu beschreiben).

Vielen Dank schonmal.

lea 21.01.2011 19:56

AW: Hilfe! Poncho-Schnitt und keine Ahnung
 
Schulternähte bügelt man eigentlich normalerweise auseinander, dann wird's auch nicht so dick.

Du kannst den Saumstreifen einlagig rechts auf rechts ansteppen, die andere Kante in NZG-Breite umbügeln und von Hand ansäumen; dann sieht man keine Naht. Am Kragen würde ich das unbedingt so machen!

Grüsse, Lea


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