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heide 01.08.2006 17:24

Teilgewerbe
 
Hallo liebe Näherinnen,

hat jemand von Euch schon einmal über ein Teilgewerbe oder so nachgedacht.
Ich nähe und sticke (maschine) für mein Leben gern, habe aber nicht so einen großen Freundes- oder Bekanntenkreis für die ich etwas nähen o. sticken könnte, daher denke ich schon seit geraumer Zeit über ein Teilgewerbe nach, kann mich aber noch nicht so recht entschliessen.
Villeicht hat jemand von Euch schon Erfahrung mit der Angelegenheit. Ich bin sehr dankbar für Hinweise und Tipps.

LG heide

heide 01.08.2006 17:34

AW: Teilgewerbe
 
ich möchte natürlich nur teilweise arbeiten da ich auch noch halbtags einer geregelten Arbeit noch gehe.Ich dacht so an Änderungen oder Reparatur so in diese Richtung. Aber ich trau micht nicht so richtig.
LG Heide

MichaelDUS 01.08.2006 17:41

AW: Teilgewerbe
 
Hallo Heide,

du meinst "nebenberufliche Selbständigkeit"? Dazu benötigst du einen Gewerbeschein, eine Pflichtmitgliedschaft bei IHK bzw. HWK, einen Steuerberater, sofern du deine Gewinn/Verlustrechnung nicht selber machen möchtest, du bekommst Post von der Berufsgenossenschaft und du solltest das Thema mit deiner Krankenkasse klären. Ausserdem solltest du vorher klären, bis zu welcher Höhe du einen selbständigen Nebenverdienst ausüben kannst, ohne das Sozialabgaben fällig werden.

Das ist in Deutschland leider alles ziemlich kompliziert :(

Aber das sollte dich nicht davon abhalten ;)

Allerdings solltest du dir auch vorher überlegen, ob du überhaupt Kunden für deine Werke hast.

Michael

rena 01.08.2006 17:58

AW: Teilgewerbe
 
Hallo,

meine eine Nichte ist auch nebenberuflich selbständig. Allerdings als Floristin. Sie hat sich einen Gewerbeschein geholt. Der Rest kommt fast automatisch ins Rollen. Die Gemeinde meldet das dann beim Finanzamt, von dort gibts dann einen Fragebogen. Und die IHK lässt dann auch nicht lange auf sich warten.

Am einfachsten ist die sog. Regelung für "Kleingewerbetreibende". Bis zu einem bestimmten Umsatz brauchst du nur eine Einnahme- Überschussrechnung zu führen. Denkbar einfach, nur zwei "Töpfe": Einnahmen und Ausgaben. Am Jahresende alles zusammenrechnen und fertig. Am besten wäre jedoch ein Steuerberater, der sich damit wirklich gut auskennt, denn der kann immer noch mehr Kosten ansetzen, als einem selber einfallen. Der liebe Stb. selbst kostet aber auch nicht unerheblich.

Meine Nicht hat damals bei ihrer Krkasse angerufen und sie darf bis ca. 14.000,00 € nebenberuflich dazu verdienen, ohne das zusätliche Sozialabgaben anfallen. Ob das von Krankenkasse zu Krankenkasse differiert kann ich dir nicht sagen.

Am besten kalkulierst du alles vorher durch und überlegst dann, ob es sich überhaupt noch lohnt. Und wenn man nämlich nach ein paar Jahren nicht wirklich einen Gewinn einfährt, kann es sein, dass dir das Finanzamt deine kleine Firma wieder schließt, nach dem Motto: Liebhaberei, statt Gewerbe.

Sorry, ist jetzt etwas länger geworden, als geplant. Und diese Info ist natürlich ohne Gewähr. Das war eben die Geschichte meiner Nichte. In einem anderen Bundesland kann alles wieder völlig anders sein.

Gruß, Rena

sticki 01.08.2006 22:31

AW: Teilgewerbe
 
Zitat:

Zitat von rena
Am einfachsten ist die sog. Regelung für "Kleingewerbetreibende". Bis zu einem bestimmten Umsatz brauchst du nur eine Einnahme- Überschussrechnung zu führen.

Selbst wenn man nicht die Kleinunternehmerregelung wählt, muss man meist nur eine EÜR machen. Für die Verspflichtungen zur Bilanzierung bzw. doppelten Buchführung gibt es andere Gründe.
Der Unterschied zur Regelbesteuerung liegt darin, das keine Umsatzsteuer abgeführt werden muss, andererseits aber auch keine Vorsteuer der eigenen Ausgaben geltend gemacht werden kann.


Zitat:

Zitat von rena
Meine Nicht hat damals bei ihrer Krkasse angerufen und sie darf bis ca. 14.000,00 € nebenberuflich dazu verdienen, ohne das zusätliche Sozialabgaben anfallen.

Der Betrag erscheint mir ziemlich hoch, also bitte unbedingt kundig machen. Ich habe in der letzten Zeit oft was von ca. 350 € gelesen.


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