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Wie Unterhemd aus Rippenjersey (Schlauchware) zuschneiden? )


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:) Hallo zusammen!

Ich habe einen Baumwoll-Schlauch-Rippenjersey in 3 Farben hier, der schon Jahrzehnte in einer Kiste herumliegt.

Nun ist es soweit! Ich möchte ihn zu Unterhemden verarbeiten.

Ich habe schon etliche Hemdchen aus normalem Jersey genäht - aber wie schneide ich den Schlauch zu?

Der Schlauch ist schmaler als mein Schnitt, aber wenn ich ihn überziehe passt er, zieht sich also auseinander.

Normal zuschneiden lässt er sich nicht, da zu schmal - und wäre dann auch bestimmt viel zu weit, wegen dem Ziehharmonika - Effekt. Ich stehe irgendwie auf der Leitung.:cool:

Hat das schon eine von Euch verarbeitet und kann mir raten?

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Hallo...auf alle vorher heiß waschen...das Zeugs läuft nämlich ziemlich ein...ich habe davon auch eine große Rolle und habe auch meine Probleme was draus zu machen, weil es wie gesagt tierisch ein läuft....wenn frisch gewaschen total zusammenschnerrt und dann beim Tragen wieder Sackig weit wird....ich habe mir deshalb nur Schlupfhosen draus gemacht....und mal ein ganz einfaches Nachthemd mit U-Bootkragen...echt schwierig

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Hallo Anke, wird der Schlauch bei zuschneiden gedehnt oder einfach nur hingelegt? Mein 1. Versuch vor längerer Zeit war nicht besonders gelungen.

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:) Vielen lieben Dank für Eure Hinweise! Ihr seid so Klasse!!

 

Mensch Marion! sogar eine Step-by-step Beschreibung, damit habe ich nun garnicht gerechnet!

 

Es ist also doch machbar. Ich werde den Stoff also vorher ordentlich waschen und trocknen, denn das ist er noch nicht. Es wird noch ein bißchen dauern bis ich dran kann, denn i.M. haben wir noch eine Riesen-Baustelle hier und alles steht voll Zeugs, da die gesamte Wohnung wegen einem Wasserrohrbruch chaotisiert wurde.

Darum schreibe ich auch erst jetzt, bin gestern abend quasi auf dem Sofa zusammengeklappt und eingeschlafen :o.

Aber ich bereite meine nächsten Projekte jetzt zur Entspannung schon mal gedanklich vor ;). Das beruhigt mich.

 

Danke Euch sehr!

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Hallo!

 

Wie Marion beschrieben, so geht es ganz einfach. Nach dem gleichen System (Stoff dehnen) habe ich ein passendes Hemdchen draufgelegt und einfach ausgeschnitten. Damit bei Hemdblusen das Hemdchen nicht immer hervorkommt, eventuell in der vorderen Mitte ein kleines V- schneiden und statt der angeschnittenen Achseln Träger dran nähen. Selbstverständlich kann man auch Randspitze oder Randgummi verwenden und wie bei Slip verarbeiten. In diesem Fall zeichne ich vorher die Trägeransätze an und lasse beim festnähnen der Spitze ca. 1 cm für die Träger frei. In dieses "Loch" stecke ich dann die Träger und nähe nochmals mit 3-Stich Zick/Zack drüber. Bei dieser Version wird der Bereich Trägeransatz nicht so dick.

Viel Spaß beim NÄHEN!

Erika

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Hallo,

 

Marions Beschreibung finde ich auch sehr gut. Ich würde nur den Stoff nicht am Boden festkleben, sondern einen Karton in der passenden Breite in den Schlauch schieben. Vor dem Losschnippeln die Schnittlinien anzeichnen, weil sich der Stoff mit dem ersten Einschnitt anfangen wird zusammenzuziehen!

 

Ich hab mal vor Jahren Hemdchen aus Schlauchware gemacht, indem ich einfach vorne ein Stück gerade Spitze angenäht habe und auf der Rückseite entsprechend umgesäumt habe. Durch den Saum muss auf alle Fälle ein Gummi, die Kante leiert sonst ziemlich aus. Für die Armausschnitte hab ich nur relativ wenig tief eine kleine Rundung eingeschnitten, vielleicht so etwa fünf Zentimeter, und dann einfach diesen „Armausschnitt“ samt Saum hinten und Spitze vorne mit Schrägband eingefasst, das dann auch die Träger bildet. Statt des Schrägbands lässt sich auch quer ein Ring vom Schlauchstoff abschneiden, der dann wie Bündchenware gedehnt wird.

hemmedsche.jpg.388a7c90cd9aed2378ca73e8ae9168e5.jpg

Ich hab mal mit der Maus versucht eine Zeichnung zu krakeln: Schwarz ist der Schlauch, die Spitze und die Rundung für den Armausschnitt, die grüne Linie ist das umgesäumte gerade Stück hinten, wo das Gummi durchgezogen ist, rot die Trägerchen aus Schrägband.

 

Viel Spaß dann beim Nähen, wenn die Wohnung wieder aufgeräumt und trocken ist!

 

Liebe Grüße

Cochlea

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HIch würde nur den Stoff nicht am Boden festkleben, sondern einen Karton in der passenden Breite in den Schlauch schieben.

 

Stimmt, das hätte ich auch machen können. Da bin ich gar nicht draufgekommen. :o (Andererseits.. ich hätte erst mal einen Karton finden müssen.. *g*)

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Hallo,

 

ich habe es so ähnlich wie Cochlea beschrieben mit dem Karton gemacht, nur daß ich mir ein dünnes Sperrholzbrett habe zuschneiden lassen. Das war ganz billig und ist für die ärmellosen Bodys für meinen Sohn super geeignet. Da ziehe ich den Stoff drüber und zeichne dann die Linien durch.

 

Du mußt nur beachten, daß sich der Stoff an den Trägern wieder auf die ungedehnte Breite zieht und diese dementsprechend breiter planen. Alternativ kannst du den Stoff oben zusammennähen, auf das Brett/Karton ziehen und dann an den Seiten Schlitze für die Ärmellöcher machen. Dann ist in dem Bereich keine Dehnung mehr und du kann die Träger normal einzeichen.

 

Gruß Natascha

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  • 11 years later...

Der Thread ist ja uralt, bin grade erst darüber gestolpert. Beim Versuch, die Dehnbarkeit eines Schlauchs zu bestimmen, fand ich für mich folgende Lösung: In den Schlauch reinsteigen lassen. (Ja, wie Arielle!) Lässt er sich über den Po ziehen, kann er seamless zum Shirt verarbeitet werden. Lässt der Schlauch sich nicht so weit hochziehen, den Umfang an der Höhe messen, bis zu der der Schlauch hochgezogen werden kann. Die Dehnbarkeit lässt sich dann mit Dreisatz bestimmen. Arm- und Halsausschnitte am ungedehnten Schlauch entsprechend weniger weit in den Stoff reinschneiden. Ich habe grade einen Schlauch aus feiner Wolle/Viskose, der nicht auf den Körperumfang dehnbar ist. Da versuche ich die zusätzlich erforderliche Weite mit einem Seitenteil zu erreichen wie bei einem Jackett, also ohne Seitennaht, dafür mit Teilungsnähten vorn und am Rücken. Armausschnitt entfällt somit. Ob das klappt, zumal ich  Ärmel einsetzen möchte und ganz grade Schnitte ohne Taillierung nicht so mag? Kann ich noch nicht sagen. Ich hoffe drauf. Das Ziel ist ein Unterziehhemd für den Winter, oder ein feiner wärmender Wollpullover, je nachdem, wie vorzeigbar das Ergebnis ist. 

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@Gehtdoch1 Hört sich etwas kompliziert an. Dehnbarkeit kannst du auch testen, indem du ein abgemessenes Stück entlang eines Lineals oder auf eine Schneidematte dehnst.

 

Und wenn der Schlauch nicht weit genug ist, kannst du ihn auch einmal längs aufschneiden und wie flachen Stoff verwenden. Z. B. nebeneinander ein Vorderteil und einen Ärmel zuschneiden. Und dann weiter auf der Stoffbahn das Rückenteil und ein Ärmel. Ist viel einfacher zu händeln als da schmale Steifen seitlich einzusetzen. UNd lässt sich auch prima taillieren. Den Schlauch so zu verwenden wie von dir beschreiben, hat doch keinen Vorteil. Oben wird eh geschnitten für die Armausschnitte und am Rumpf hast du statt 0 oder zwei Nähten gleich vier.

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Ich danke euch für die Antworten. Es ist nie zu spät für eine Antwort.  Ich habe für mich eine Lösung gefunden. Inzwischen sind Enkelkinder da und diese passen da etwas besser hinein 😉😂

Ein gesundes  Jahr 2021

 

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 Vielen Dank! Auch euch ein  gutes, gesundes und kreatives Neues Jahr! Bei mir bzw. meiner Schlauchware ist der  Po das Maß aller Dinge! :classic_biggrin:  Messen anhand eines Kartons käme mir komplizierter vor! Doch sicher ist das  eine Frage der individuellen Vorlieben. Wenn ich bei dem zu engen Schlauch einen Ärmel neben einem Vorder- oder Rückenteil zuschneiden könnte, wäre das eine  gute effektive Lösung, das werde ich mal ausmessen.

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