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Woran erkenn man Leinen


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Ich habe alten Damast für Bettwäsche, unbenutzt etwa aus den 40er Jahren. Kennt jemand einen Trick um zu erkennen ob es sich um Leinen oder Baumwolle handelt? Die Fäden sind schon etwas ungleichmässig, da der Stoff unbenutzt ist glänzt er auch ganz toll - aber ist es Leinen?

Falls ja, möchte ich daraus Bettwäsche machen, da brauche ich dann sicher auch noch mal einen Tip...

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Damast aus Leinen ist mir völlig unbekannt - aufgrund der natürlichen Verdickungen,

die Leinen aufweist, wohl auch ungeeignet, denn dann wäre die damasttypische

glänzende Oberfläche kaum möglich...

 

Baumwolle ist am wahrscheinlichsten; könnte auch reine Chemie sein, um das zu

klären, hilft der Brenntest.

 

Sollte es sich um Seide handeln (selten, kommt aber vor), hilft der Hörtest ("Seidenschrei").

 

Hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen...

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Natürlich gibt es Damast aus Leinen, Bettwäsche aus Chemiefasern hingegen war in den 40ern noch nicht üblich.

Leinen knittert edel wie man so schön sagt, hast du den Stoff mal in die Waschmaschine geworfen? Wenn du beim anschließenden Bügeln keine Chance hast, ist es Leinen ;)

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hast du den Stoff mal in die Waschmaschine geworfen? Wenn du beim anschließenden Bügeln keine Chance hast, ist es Leinen ;)

ich lach mich schief.:lachen::freu::lachen:

 

Gisela

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Vielen lieben Dank für alle Hinweise! Ich habe ein Teil in die Waschmaschine getan, ihn getrocknet und gebügelt. Leider ist der Stoff recht glatt geworden, es wird also kein Leinen sein. Schade!

Trotzdem habe ich eine ganze Menge gelernt!

Liebe Grüße an alle Hobbyschneiderinnen und besonders die Patchworkerinnen!

 

sabazu

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Wenn man beim Bügeln keine Chance hat, ist es imho echter Nessel.

Leinen wurde früher kalandert, d.h. durch die Kaltmangel genudelt oder es kam unter die "Rolle" (ein anderer Ausdruck für Kalander). Deshalb hatte es diesen herrlichen Glanz, den man heute durch Bügeln und schon gar nicht mit Dampf nicht mehr erzielen kann. Daher kommt auch der heute noch gebräuchliche Ausdruck: Frau NN hat heute ihren Rolltag. Das war nämlich der Tag, an dem die Frauen ihre Leinenwäsche zur Rolle trugen. Eine Rolle/Kalander gabs nämlich höchstens eine für ein paar Dörfer oder nur in großbürgerlichen oder herrschaftlichen Haushalten.

Ein ganz einfacher Test, ob es wirklich Leinen ist: die flache Hand drauf legen; Leinen fasst sich immer kalt an.;)

Christas Klugsch... modus aus

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Also gerade alte, schwere Leinentischdecken werden erstaunlich glatt, wenn man sie hängend im Wind trocknet. Und Damast ist weniger knittrig als einfache Leinwandbindung. Da gibt es schon Unterschiede.

 

Wenn der Stoff beim Bügeln stärker auf Dampf reagiert, dann ist es eher Baumwolle, wenn er eher auf Hitze und Druck reagiert, dann eher Leinen. Es gibt aber auch sehr lange schon Mischgeweben, auch Acetat hat man schon in den 40ern verwendet, dann glänzt es aber ganz anders.

 

(Eine meiner Schwiegergroßmütter hat bis zu ihrem Tod bettwäsche mit "Manschettenknöpfen" benutzt, also Knöpfe, die komplett entfernt wurden. Denn ursprünglich mußte die Bettwäsche in die Kaltmangel, das hätte kein Knopf ausgehalten.)

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