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Pagliazzo

Runde Teile zusammennähen? Helft mir büdde.

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Seit ich mit der Näherei begonnen habe (Quereinsteiger) stehe ich vor

folgendem, für mich unlösbarem Problem.

Ich schildere Euch erst einen einfachen, problemlosen Fall, und anschließend

zeige ich Euch das Problem.

 

Einfacher Fall: wenn ich zwei Stoffteile zusammennähen will, lege

ich einfach die Teile zusammen (schöne Seite auf schöne Seite),

mache die Naht, klappe das Teil wieder auseinander und fertig.

 

Bildlich sieht es folgendermaßen aus:

 

Naehbeispiel1.jpg

 

Das geht problemlos, solange die Naht gerade ist.

Doch jetzt möchte ich zwei Teile zusammennähen, die keine gerade

Kante haben. Schaut mal bitte aufs nächste Bild:

 

Naehbeispiel3.jpg

 

Diese zwei Teile möchte ich zusammennähen. Das eine Stück hat eine

konvexe Kante, das andere eine konkave Kante. Es soll folgendermaßen

aussehen:

 

Naehbeispiel5.jpg

 

 

Wenn ich jetzt das grüne Stück, wie gewohnt, einfach umklappe (siehe Bild):

 

Naehbeispiel4.jpg

 

ist ein Zusammennähen fast unmöglich, es sei denn, man schiebt und knüllt.

 

Da es sich um etwas festeren Jeansstoff handelt, ist es auch sehr schwierig,

das ohne Beulen hinzubekommen, wenn überhaupt.

 

Ich möchte eigentlich nur, daß beide Teile wie im Bild zusammengenäht

werden. Vielleicht habe ich als (männlicher) Quereinsteiger irgendeine

Technik noch nicht gelernt. Ist diese relativ einfache Aufgabe lösbar? Ich sage

Euch, in drei Jahren habe ich es noch nicht rausgefunden. Bin für jeden

Trick und Tipp dankbar.

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Keine Bange, das geht!!!

 

Wenn der Stoff recht fest ist, könntest du auch in 2 Schritten vorgehen, also erst von der Mitte zum einen Rand und dann von der Mitte zum anderen Rand.

 

Mach dir am besten Markierungen (auf jeden Fall die Mitte markieren und evtl. noch ein paar auf dem Weg), wo was aufeinander treffen soll, das erleichtert das Stecken.

 

Hier ist ein Link, vielleicht hilft der ja:

http://www.neuhauser.ch/new_york_beauty.doc.htm

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Hallo - ich als ins Hobby quereingestiegenes Weibchen aus der Technologiebranche (schwallschwall...) sag mal:

Das wird sich immer werfen und zuppeln

 

oder ist hier jemand so super geschickt und bekommt das hin?

 

 

Vorschlag (nein, nein, bitte nicht hauen!)

aufeinanderkleben/heften/sonstwas und breiten Satinstich drüber

 

gutgemurksisthabgeschafft

 

Leviathan Handarbeitslehrerinnenschreck

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Anea - echt????

Bei großem Radius und einiges weniger als Halbkreis kann ich mir das vorstellen ... da ist es fast wie Volantspiralen annähen

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Guest vermaithe

Hallo,

 

schön, dass es anderen auch am Anfang so geht :o. ich konnte mir das auch nicht vorstellen und saß vor der Dortje- Hose von Farbenmix. ABER !! es geht eigentlich ganz einfach. stoff etwas zusammenschieben, und laaangsam nähen. ich habe trotzdem von einer seite aus angefangen zu nähen und habe mich dann stück für stück vorgearbeitet;)

 

auf den tipp mit der mitte und dem "erst-zu-einer-seite-nähen-und-dann-zur-anderen" bin ich damals nicht gekommen.

 

wenn ich diese rundung stecke, klappt es bei mir nicht so gut, wie wenn ich einfach von einer seite aus losnähe und dann quasi cm um cm vorwärtsnähe...

 

öööhmmm, da zuppelt nix und sieht wirklich gut aus....:confused::o

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Hallo :)

 

noch ergänzend zu Annettes Ausführungen: wichtig ist dann auch das Einschneiden der Nahtzugaben nach dem Nähen ! Sonst kann das Teil hinterher gar nicht platt liegen :D

 

Und: es geht tatsächlich - mit viel Geduld, Spucke und Stecknadeln *gg*

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Eine Alternative besteht im Flachsteppen:

Das blaue Teil mit Zugabe zuschneiden, das grüne Teil ohne. Dann das grüne Teil so auf das blaue drauflegen, wie es fertig aussehen soll und auf der Zugabe mit einem Zierstich feststeppen. Ich nehme dazu den Rautenstich, das sieht ganz nett aus. Bei der Methode ist die Naht sichtbar!

 

Ansonsten wie gehabt, und wie in deinem letzen Bild gezeigt:

Leichter wirds mit wenig Nahtzugabe, vielen Stecknadeln, von der Mitte aus nach aussen nähen und hinterher nicht vergessen Nahtzugaben zurückschneiden und im Bereich der Rundung bis nahe der Naht einknipsen.

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Hallo :)

 

noch ergänzend zu Annettes Ausführungen: wichtig ist dann auch das Einschneiden der Nahtzugaben nach dem Nähen ! Sonst kann das Teil hinterher gar nicht platt liegen :D

 

Und: es geht tatsächlich - mit viel Geduld, Spucke und Stecknadeln *gg*

 

Hallo Mausebärchen,

 

wir als Bärennäher wissen das auch und haben öfters diese Pfriemelei, eh.

LG Christine

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:rolleyes: ich glaub ich such mir ein anders Hobby ....

werde es trotzdem versuchen, aber sucherheitshalber den Halbkreis für dier Stickmaschine einproggen damits exakt wird

Sachen gibts...

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Hallo Mausebärchen,

 

wir als Bärennäher wissen das auch und haben öfters diese Pfriemelei, eh.

LG Christine

 

Ja, Christine :D auch mit der Hand hab ich anfangs ein bisserl gebraucht - mittlerweile geht's auch mit der Maschine (allerdings nicht bei den Minis :eek: )

 

LG Barbara

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Hmmm ... vielleicht klingt das ja ein wenig naiv und ich habe es auch noch nicht ausprobiert ... aber ich würde z.B. nur das Grüne Teil in Form zuschneiden und das Blaue als Rechteck (also ohne den Bogen).

 

Wenn man dann das Grüne und das Blaue rechts auf rechts im Rund näht und dann erst die überstehende Kontur des Blauen abschneidet, einschneidet und anschließend wendet, dann müßte das doch perfekt passen - ooooooder??????

 

Geht das oder mache ich da einen Denkfehler?

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:rolleyes: ich glaub ich such mir ein anders Hobby ....

 

 

Nein bloß nicht, es ist doch das schönste Hobby der Welt :D

 

Hast du schon einmal einen Ärmel eingenäht? Da verhält es sich genauso. Wenn du, wie weiter oben schon beschrieben, von der Mitte ausgehend steckst und genug Nadeln benutzt klappt es ganz gut. Ich lasse dann such gerne mal die Nadeln drin und nähe langsam darüber, so verrutscht nichts.

 

Viel Erfolg

Petra :winke:

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Hm, Sigrid, ich glaube nicht....

 

Dann hättest du wahrscheinlich ne Zipfelmütze genäht :p, denn die Rundungen wären nach dem "Abschneiden" ja an beiden Teilen konvex.

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Geht das oder mache ich da einen Denkfehler?

 

Hallo Sigrid,

 

leider ist da tatsächlich ein Denkfehler :o : das zusammengenähte Teil soll ja nachher "platt" liegen. Mit Deiner Methode käme eine "Tasche" raus ;)

 

LG Barbara

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Es gab doch mal diese tolle Anleitung wo runde Abzeichen aufgenäht wurden, oder Applikationen! Das ging so: am grünen Teil die Nahtzugaben über eine Pappversion des Schnittteiles bügeln, auf das blaue drauflegen und aufnähen, am besten 2mal, einmal nah am Rand einmal weiter innen.

 

So arg gebogen wird das nach der Methode Nähen-Schieben-Nähen m.E. nichts, das geht nur bei weniger Rundung.

 

Rita

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Hallo Paglazzo,

auf jeden Fall erteile ich dir ein Lob für deine anschaulichen Grafiken. Der Stil würde jedes Lehrbuch bereichern...

 

Zum Thema fällt mir aber auch nichts anderes ein, ich bin bei runden Nähten immer überrascht, wenn aus dem Geknubbel doch eine schöne Kurve heraus kommt.

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Diese zwei Teile möchte ich zusammennähen. Das eine Stück hat eine

konvexe Kante, das andere eine konkave Kante.

so, dann wollen wir das Problem mal ganz akademisch angehen ;)

 

theoretisch ist es natürlich kein Problem, diese beiden Teile lückenlos zusammenzusetzen. Praktisch, wenn sie zusammengenäht, also real aus Stoff mittels Naht aus Garn zusammengefügt werden sollen, stellt die Nahtzugabe das einzige Problem dar - die braucht es nämlich, da die Naht nicht halten kann, wenn Sie nicht ein wenig Abstand zur Schnittkante hat.

Bei gleich langer Nahtline gibts bei dem einen Teil zu viel und bei dem anderen zu wenig 'Material' an der Nahtzugabe - klar ne? Weil durch die Zugabe die konvexe Kurve größer und die konkave Kurve kleiner wird. Also muss letzere mit Einschnitten bis an die Nahtline versehen werden um ein in der Praxis glattes, maschinelles Verbinden der beiden Nahtlinen zu ermöglichen.

 

das hat nix mehr mit Nähen zu tun, sondern nur noch mit Geometrie - oder Erfahrung und ist nur mit Worten sehr schwer zu erklären ;-)

 

schöne Grüße, Rosa

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Dochdoch, das geht. Ist Übungssache, das Nähen.

 

Der erste entscheidende Punkt ist, wie Rosa schon schrieb, die Geometrie schon bei der Schnitterstellung zu beachten.

 

Du kannst nicht, wie bei einer gerade Naht, den Stoff einfach auseinanderschneiden und dann zusammennähen, sondern du mußt ein Schnitteil erstellen.

 

Das heißt, du malst deine Rundung erst mal auf Papier und schneidest das genau durch.

 

Danach machst du an die Nahtlinie eine Nahtzugabe dran. Ich würde 1,5 cm nehmen, weil die Nähmaschine dann schöner greift, aber mit 1cm könnte es leichter gehen.

 

Und dann erst schneidest du die Teile aus Stoff zu, mit der Nahtzugabe.

 

Man markiert die Mitte an beiden Teilen und steckst sie erst da aufeinander und arbeitest dich dann zu den Seiten vor.

 

Immer noch Probleme? Dann noch ein Trick: Du nähst zuerst auf das nach innen gebogte Teil einen Stütznaht, mit einem Milimeter weniger Nahtzgabe als die eigentliche Naht. (Wenn die NZG 1,5 cm ist, dann liegt die Stütznaht 1,4 cm von der Schnittkante entfernt. Oder 1,3... ;) ) Jetzt schneidest du die Nahzugabe mehrfach (so oft wie nötig) bis zur Stütznaht ein.

 

Und schon kannst du dein nach innen gebogtes Teil gerade ziehen und viel leichter auf das nach Außen gerundete stecken/ heften/ nähen. Beim Nähen muß man dann natürlich exakt nähen, sonst hat man die Einschnitte auf der falschen Seite. Aber Rundungen muß man eh exakt nähen...

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Danke für die vielen Ratschläge. Es ist beruhigend, daß

ich nicht der einzige mit diesem Problem bin. Ich habe mich jetzt ein bißchen

mit der Technik und dem Material auseinandergesetzt... und bin da auf

was Feines gestoßen, was vielleicht die/den eine/n oder andere/n hier

interessieren könnte:

Da die runden, zu vernähenden Teile aus etwas dickerem Stoff sind, hatte

ich das Problem, daß beim Zurechtschieben das Material manchmal knüllte

als das Füßchen drüberglitt.

Ich habe jetzt bei meiner Pfaff Classic Style 1527 einen Stich entdeckt.

Es ist der normale Geradstich aber mit der Einstellung "stretch". Bei dieser

Einstellung macht die Maschine zwei Stiche vorwärts, einen rückwärts und

dann wieder zwei vorwärts.

Das heißt, daß das Füßchen praktisch zweimal über den Stoff fährt und

tatsächlich Falten und Beulen flachdrückt, bevor die Nadel einpiekst. Damit

lassen sich runde Teile sehr viel einfacher vernähen. Ein Hoch auf meine

treue Pfaff 1527. Und vielen Dank für all Eure Tipps!

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Guten Abend,

erleichtert es das Nähen nicht auch ungemein, wenn man den Stoff im schrägen Fadenlauf zuschneidet- sofern es das Muster zuläßt?

Liebe Grüße Silke

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Hallo

Bei so starken Rundungen würde ich das Teil was oben sein sollte mit einer Schablone umbügeln und dann aufsteppen ,haben wir so in der Näherei gemacht.

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Und dann gibt es noch den Curve master, ob mit dicken Stoffen auch so einfach zu gebrauchen, weiss ich nicht, an sonsten ideal.

LG Paula

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Hallo Paula, sehr interessantes Exemplar, dieser Curve Master.

Habe gesehen, daß der in den US 34,- Dollar kostet. In Deutschland

gibt's den für 39,- Euro.

Wie ist das mit Kompatibilität zu deiner Maschine? Hast du Adapter

kaufen müssen?

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