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Arbeitsplatz in der eigenen Wohnung


Schneidervomdienst

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Hallo Zusammen,

 

ich spiele schon länger mit dem Gedanken mich nebenbei selbstständig zu machen. Jetzt wäre allerdings meine Frage, ob ich meine Wohnung als meinen Arbeitsplatz nutzen kann um zu starten, da ich nicht das Budget hab mir einen Laden zu mieten etc. 
 

hat da jemand Erfahrung ? 
bin über jeden Tipp dankbar 

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Hi,   Im eigenen Haus kein großes Problem. Wohnst du in einer Mietwohnung dann ist der Vermeiter zu fragen, ist ganz wichtig,hast du Kundeverkehr?? oder einen Internet Handel?? Maschinen die laut sind ? Gewerebeam Anmeldung, IHK oder HWK klären und noch viel mehr. Suche auch hier im Forum nach Infos. LG Hedi

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In einem reinen Wohngebiet darfst du auch nicht jedes Gewerbe eröffnen.

 

Eine Bekannte hatte ein Nagelstudio - bis sich jemand beschwert hat. Sie ist dann umgezogen in ein Mischgebiet. Was ich erstaunlich fand, sie hat das Gewerbe bei der Stadt angemeldet, da hat niemand gesagt, dass das nicht zulässig ist (Oder sein könnte). 

 

Also vorher erkundigen auch im Eigenheim.

 

LG Rita 

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vor einer Stunde schrieb Engelmann Hedi:

Hi,   Im eigenen Haus kein großes Problem. Wohnst du in einer Mietwohnung dann ist der Vermeiter zu fragen, ist ganz wichtig,hast du Kundeverkehr?? oder einen Internet Handel?? Maschinen die laut sind ? Gewerebeam Anmeldung, IHK oder HWK klären und noch viel mehr. Suche auch hier im Forum nach Infos. LG Hedi

Ich wohne in einer Mietwohnung. Kundenverkehr habe ich nicht, da ich erstmal alles online machen will. Meinen Maschinenpark benutze ich bisher größtenteils privat, ich würde aber zukünftig eine Onlinepräsenz anstreben. 
 

vielen Dank für den Tipp

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vor 8 Minuten schrieb Schneidervomdienst:

Ich wohne in einer Mietwohnung. Kundenverkehr habe ich nicht, da ich erstmal alles online machen will. Meinen Maschinenpark benutze ich bisher größtenteils privat, ich würde aber zukünftig eine Onlinepräsenz anstreben. 

Es ist trotzdem eine Gewerbe, und muss deswegen an Deiner Adresse geduldet werden. Die genauen Regeln kennt sicher nur Dein Gewerbeamt dazu. 

 

Liebe Grüsse 

Silvia 

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Da gibt es ja zum Beispiel auch Themen wie - die Müllabfuhr fordert dann für das Gewerbe separate Mülltonnen (egal wie sinnig oder unsinnig das ist) - oder die Adresse taucht im Impressum eines Online-Shops auf und das ist dem Vermieter nicht recht (ich weiß nicht, ob der Vermieter das tatsächlich unterbinden könnte - oder der Vermieter sucht einen Grund und kündigt Dir die Wohnung wegen "falscher Nutzung"....

 

Sabine

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@Scherzkeks: Meinst du, dass genau dieses Gewerbe geduldet werden müsste, weil es z.B. nicht so laut/dreckig/etc. wäre wie eine Autowerkstatt oder wie meinst du das? :kratzen:

 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass beliebige Gewerbe in einem Wohngebiet geduldet werden müssen; genau dafür gibt es ja die Trennung von Wohn-, Misch- und reinen Gewerbe-Gebieten, oder nicht…?

 

Ob die Menschen im Gewerbeamt verpflichtet sind, zu prüfen, ob der Ort der Betriebsstätte überhaupt rechtens ist, ist die Frage.

 

Es gibt vom Bund ein hilfreiches Portal für Existenzgründung, guck mal hier:

https://www.existenzgruendungsportal.de/Navigation/DE/So-gehts/Unternehmensanmeldung/unternehmensanmeldung.html

Da gibt es auch eine Hotline; vielleicht können die das beantworten. :)

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vor 13 Minuten schrieb Capricorna:

@Scherzkeks: Meinst du, dass genau dieses Gewerbe geduldet werden müsste, weil es z.B. nicht so laut/dreckig/etc. wäre wie eine Autowerkstatt oder wie meinst du das? :kratzen:

Ok, wenn ich meine Aussage nochmal lese, ist sie selbst für mich zweideutig. :p

Ich wollte damit sagen: Dein Gewerbeamt entscheidet das.

In einer anderen Stadt, kann die Entscheidung dann schon ganz anders ausfallen.

Ich habe damals mein Gewerbe auch von zu Hause aus betrieben. Kein Kundenverkehr war für das Gewerbeamt an meiner Adresse wichtig, obwohl in einem Misch-Gebiet. 

 

Das ging übrigens nur so lange gut, bis die eine Nachbarin ständig Theater machte. Allerdings hat sie das auch so sehr schnell.

 

Liebe Grüsse 

Silvia 

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Ob man an der eigenen Adresse ein Gewerbe betreiben darf, sagt einem normalerweise das Bauamt. Zumindest theoretisch muss die Wohnung ggf. umgewidmet werden, was aber der Eigentümer machen müsste.

 

(Wenn man wenig Kundenverkehr hat kann es sein, dass das lokale Bauamt einem durch die Blume mitteilt, dass man das bitte nicht tun soll, weil das Arbeit macht, die keiner haben will.)

 

Und die Immobilie muss in einem Mischgebiet liegen, nicht in einem Wohngebiet.

 

Wenn man seine Wohnung als Wohnung gemietet hat, muss man ggf. auch den Vermieter fragen.

 

(Zumindest in NRW, kann in anderen Bundesländern anders sein.)

 

Zudem muss man überlegen, ob man die Maschinen nicht ins Betriebsvermögen einbringt. Und in welcher Form. Und welcher Raum als Gewerberaum dienen soll.

 

vor 40 Minuten schrieb Capricorna:

Meinst du, dass genau dieses Gewerbe geduldet werden müsste, weil es z.B. nicht so laut/dreckig/etc. wäre wie eine Autowerkstatt oder wie meinst du das? :kratzen:

 

Ich denke, so ist das nicht gemeint, sondern dass man erst loslegen kann, wenn man die Info hat, dass das Gewerbe an der Stelle geduldet oder genehmigt ist.

 

Wenn es nur um das Impressum der Webseite geht, kann man einen Briefkasten mieten. Also eine Adresse, an die die Firmenpost geht. Das ist weniger teuer, als ein Laden oder ein Büro.

 

 

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vor 1 Stunde schrieb nowak:

Ich denke, so ist das nicht gemeint, sondern dass man erst loslegen kann, wenn man die Info hat, dass das Gewerbe an der Stelle geduldet oder genehmigt ist.

Danke: so meinte ich das. :)

Natürlich wusste mein Vermieter damals auch Bescheid, und war einverstanden damit.

 

Liebe Grüsse 

Silvia 

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Zum Thema "Gewerbe in reinem Wohngebiet" - sucht mal nach der DIskussion zu Ferienwohnungnen auf den Nordseeinseln - da gibt es gerade einen Bauamtsleiter, der da massiv gegen vorgeht - mit der Begründung, dass das eben laut Bauordnung alles REINE Wohngebiete sind - und dass da dann auch eine Vermietung von Ferienwohnungen nicht zulässig ist (auch dann nicht, wenn man das Haus inklusive der Ferienwohnung gekauft hat und die doch schon vorher jahrelang vermietet wurde....). Das ist im Zweifel alles "wo kein Kläger, da kein Richter" - aber man muss es eben mit berücksichtigen, dass es da Ärger geben kann.

 

Sabine

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Wobei das ja nochmal eine andere Ausgangslage hat; da geht es ja um das Problem, dass es dort generell zu wenig dauerhaften Wohnraum gibt. Wenn ich in meiner als Wohnung genutzten Wohnung nur einen Raum selbst für Gewerbe nutze, ist das ja etwas anderes.

 

Aber ja, es ist ein schmaler Grat zwischen „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“ und „wer viel fragt, geht viel irr“… ;)

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vor 23 Minuten schrieb Capricorna:

Aber ja, es ist ein schmaler Grat zwischen „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“ und „wer viel fragt, geht viel irr“… ;)

Ich gehe mal davon aus, dass du den Satz anders gemeint hast, als er da steht. 

 

Natürlich MUSS man ganz viel fragen, bevor man in seiner privaten Wohnung („Wohnung“ kommt von „wohnen“, nicht von „arbeiten“, sonst hieße es „Arbeitung“!). Man muss allerdings die richtigen Leute fragen, was vielleicht nicht an allererster Stelle ein Hobbynäh-Forum ist….

Wesentliche Eckdaten dabei sind: 

* Mietrecht
* Baurecht
* Ordnungs-/Gewerberecht

Beim Mietrecht hilft als ersten Schritt schon ein Blick in den Mietvertrag. Womöglich ist da schon eine Klausel drin, die ein Gewerbe in der Wohnung verbietet. Wobei das auch nicht das Ende vom Lied sein müsste, weil trotzdem nicht alles verboten werden darf. Es kommt unter anderem darauf an, inwieweit es zu Belästigungen aller Art kommt: Publikumsverkehr, Lärm, etc. 

Beim Baurecht kommt es darauf an, ob das Gewerbe in den Räumen baurechtlich zulässig ist. Die Wohngebietarten haben hier ja schon einige Erwähnung gefunden, die Baunutzungsverordnung enthält noch mehr Informationen. Auch da gilt: selbst in einem reinen Wohngebiet kann es Gewerbe geben, die zugelassen sind, insbesondere bestimmte sog. Freiberufler (Achtung! Terminus Technikus! Der Begriff ist definiert!). 

Das Ordnungs- bzw. Gewerberecht hat vor allem was damit zu tun, dass es ein zulässiges Gewerbe sein und als solches angemeldet sein muss. 

Und, wie ebenfalls schon erwähnt: man sollte sich Beratung holen. Von Leuten, die wissen, was Sache ist. Und vorher. Nicht loslegen und dann gucken, wo man nicht weiter weiß.

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  • 2 weeks later...

Für  mich stellt sich die Frage bez da hat man nichts  gehört als viel Leute in Hom Office arbeiten mussten ??? und auch heute noch müssen. Lg Hedi

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Wenn du im Home Office arbeitest, ist das nicht der Firmensitz. Das zählt dann wie ein Arbeitszimmer, was in der Privatwohnung sein darf.

 

Wenn ich mich aber selbständig mache, wird meine Wohnung zum Firmensitz und dafür gibt es Regeln.

 

(Abgesehen davon, dass "Home Office" eben "Büro Zuhause" bedeutet. Nicht "Werkbank Zuhause". Auch ein Unterschied.)

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@Engelmann Hedi

Ich habe sogar bei meinem Internetanbieter angefragt, ob ich Home Office darf (allerdings schon 2017).

Und der Rest ist kein Problem, da ich nicht in einem reinen Wohngebiet wohne und es noch dazu unser Haus ist.

(keine Kunden, kein Krach außer Tastatur Geklapper)

 

Also nicht dass du meinst, die Fragen hätte ich mir nicht gestellt

 

LG Rita

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(Homeoffice in der eigenen Wohnung geht immer. Sonst müssten Lehrerinnen und Lehrer ja per se in ein Mischgebiet ziehen. Wie nowak schon sagte, es besteht ein grundsätzlicher Unterschied zwischen Homeoffice und einem Gewerbe oder einer freiberuflichen Tätigkeit von der Wohnung aus.)

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Es ist tatsächlich nicht so einfach. Es ist streng geregelt, welches Gewerbe wo betrieben werden darf. Dazu gehören Dinge an die man gar nicht denkt. Zum Beispiel Barrierefreiheit oder Toiletten. Parkplätze müssen auch vorhanden sein. Das muss alles individuell abgeklärt werden. Bei uns im Haus hat jemand einfach so eine Praxis für Faszientherapie eröffnet. Das war nicht erlaubt und die Praxis musste geschlossen werden. Und das obwohl hier im Haus Gewerbe erlaubt ist. KiTa, Kinderarzt, Salzgrotte, Friseur, Rentenkasse u.s.w. ist gestattet. Trotzdem durfte die besagte Praxis nicht sein. Es ist genau geregelt, welche Räumlichkeiten für welche Art Gewerbe erlaubt sind und welche nicht. Dabei spielt auch der Kundenverkehr eine Rolle. Bei uns ist es so geregelt, dass Kundenverkehr nur im Erdgeschoss zulässig ist. Alle Räumlichkeiten im ersten Geschoss dürfen nur ein Gewerbe ohne Kundenverkehr haben. Das ist, denke ich, schon bei der Baugenehmigung so vorgesehen. Ich rate den Vermieter zu fragen, was erlaubt ist und was nicht. Als Eigentümer müsste er darüber Bescheid wissen.

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Bei den IHKs gibt es immer kostenfreie Existenzgründerseminare. 

Kann ich nur sehr empfehlen, sind allerdings nur ein allererster Schritt in die Selbstständigkeit. 

Da kann man Dir auch die richtigen Ansprechpartner vor Ort nennen und weiß häufig, wie es in Deiner Stadt, Deinem Viertel aussieht.

Und wenn man hört, was man denn sonst noch so alles beachten muss, von Verpackungsverordnung, Firmenkonto (sonst fällt es schnell unter das Geldwäschegesetz)  bis Haftpflichten erledigt sich der Gedanke für ein paar Teile pro Woche schnell und man hat den Kopf wieder für andere Dinge frei.

 

Wenn es allerdings Dein Traum ist,  wünsche Dir viel Erfolg. Selbstständigkeit muss gut vorbereitet sein und Du brauchst ein vernünftiges Geschäftsmodell und Ideen die es nicht schon hundertfach gibt.

 

LG

 

Margali

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