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Island Home - ein Erfahrungsbericht


Jana
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Salut zäme
Ich finde quilt-as-you-go spannend und habe bisher die verschiedenen Techniken nur so halb improvisiert nachempfunden.
Nach Lektüre von Brandwig bin ich auf die Videos von Monica Poole gestossen.
Ich mag die Videos sehr und habe mit Aussie-English kein Problem
(wobei sie für mein Empfinden sehr klar und nicht schnell spricht -
 aber ich bin mit meinem familiären Background kein Gratmesser)

Also so habe ich mich kostenpflichtig für die Master class resp. resp. mystery quilt Island Home angemeldet.
Hier der Link auf das Programm: ABOUT ISLAND HOME | Pattern Poole
Die how-to Videos gibt es gratis auf YouTube (siehe Pattern Poole TV - YouTube)

Ich werde hier keine Anleitungen teilen, sondern von meinen Erfahrungen berichten und die Ergebnisse teilen. 
Die vollständige Kursdokumentation gegen moderate 125 AUD oder 85 CHF. resp. die Lektionen sind auch einzeln erhältlich.

Im nächsten Beitrag wird die geneigte Leserschaft etwas über die Vorbereitung erfahren,
im darauf folgenden Beitrag etwas über Lektion 1 von Island home.

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Wie habe ich mich auf die Island Home Masterclass vorbereitet?
Oder: wie bin ich überhaupt darauf gekommen, mitzumachen?

Dazu ein Exkurs in die Vergangenheit:
Ich habe vor inzwischen Jahrzehnten mal einen Patchworkkurs gemacht.
Damals war Patchwork noch sehr traditionell, was Muster und auch Stoffe betrifft.
Ich habe ein wenig im Forum gekramt und bin auf meine ersten Werke aus den Jahren 2005 gestossen:
hier ein  , ein blauer Tischläufer und derselbe nochmal in grün.
Dann war lange Schluss, meine Haltung war:
warum um alles auf der Welt sollte ich schöne Stoff mutwillig zerschnibbeln um sie dann wieder zusammen zu nähen?


Irgendwann Mitte der Nuller Jahre war ich lange in den USA und mir war langweilig . Also bin ich zu Joann's marschiert und habe dort beschlossen, dem Thema Patchwork eine zweite Chance zu geben. Mit dem Ergebnis, dass ich um eine Enzyklopädie klassischer Quiltmuster und ein paar Yards Stoff für einen Buckeye Quilt reicher war. Zugeschnitten war der Quilt schnell, dann waren die Ferien vorbei und das Ufo Buckeye schlummerte in einer Kiste.

2014 war ich gesundheitshalber monatelang ans Haus gefesselt und habe in meiner Langeweile den Quilt wieder vorgekramt, genäht und mit dem Obertransport gequiltet. Hier habe ich das Bild dazu gefunden. Spannend ist mein Kommentar in der Galerie :"Für mich ist PW nix, das ist mir zu kleinteilig..". Dem war lange nichts hinzuzufügen.

Zeitsprung 2021:
Ich habe nach langer Nähabstinenz im Zuge der Pandemie wieder angefangen zu nähen. Nach 20 Jahren habe ich mir in Eingeständnis alterbedingt nachlassender Sehstärke eine neue Overlockmaschine mit Weihnachtsbeleuchtung in Form von LED und Lufteinfädelsysstem gegönnt. (Mir ging sprichwörtlich ein Licht auf!) Ja, und dann hat mein Mann schicksalshafterweise den Buckeye von 2014 versehentlich auf 60 Grad gewaschen......

Der Quilt war hin und es brauchte Ersatz und in der Pandemie war mir langweilig und die Pensionierung meines Mannes stand bevor. Ein individuelles Geschenk musste her.
So habe ich gegoogelt und bin auf den Anchor von Tula Pink gestossen. Das Schicksal nahm unweigerlich seinen Lauf: ich habe mit Erstaunen festgestellt, wie sich PW in den letzten Jahren entwickelt hat, was für coole Stoffe und Muster es gibt und: dass ich Lust darauf habe!
So habe ich den technisch simplen Anchor Aweigh innerhalb weniger Wochen genäht. Auf meiner alten Brother. Ohne LED-Licht, das meine neue Overlock schon hat.
Soviel zum Thema Begehrlichkeiten. Es war klar, dass ich den tollen Quilt niemals nicht auf meiner kleinen Nixe nähen kann. Also habe ich den Quilt der fabelhaften Iva Steiner zum Quilten überlassen. Das habe ich keinen Moment bereut, aber es war klar: das will ich selbst können. Versuche auf der alten Nixe von Brother sind kläglich gescheitert.

Und so kam eins zum anderen: ich habe verschiedene Fabrikate und Modelle gecheckt und habe mir eine grosse Bernina gegönnt. Kurse für FMQ und Rulerquilting gemacht, auf der Q16 gequiltet und mich schockverliebt. Irgendwann hat die Vernunft gesiegt und die Budgetlimite gesiegt (trotz Inflation, die eigentlich zum Ausgeben einlädt): eine Babylock Gloria, eine Bernina B770 QEPlus und das passende Nähmöbel von Rauschenberger sind letztes Jahr eingezogen (von den diversen PW Hilfsmitteln und Stoffen ganz zu schweigen): da liegt keine Q16 mehr drin. Also habe ich mich nach Methoden umgesehen, wie man häppchenweise quilten kann.

Und JETZT (nach gefühlt 97 Romanseiten) kommt QAYG ins Spiel: Ich bin zufällig über die Bücher von Jera Brandvig gestolpert. Ich hatte aber schnell das Gefühl, dass das noch einfacher gehen muss, zumal am Schluss immer noch ein Backing Monster zu bewältigen ist. (Für die weniger Bewanderten: Brandvig quiltet Teile des Tops auf das Vlies, näht am Schluss die vorgequilteten Teile zusammen und quiltet dann den Rückseitenstoff dran). 

Beim Surfen bin ich auf Monica und Alaura Poole gestossen. Die Videos vom letztjährigen Sewalong haben mich überzeugt. Das kann jeder auf jeder Maschine, unabhängig vom Durchlass rechts der Nadel. Ursprünglich wollte ich das Originalpanel bestellen (aboriginal art), aber die gestörten Versandwege von/nach Australien haben mich dann doch davon absehen lassen. 

Ich nutze ein Fat Quarter Bundle von Brigitte Heitland names Quotation. Für die Rückseite habe ich einen dezent gemusterten grünen Stoff ohne Richtung ausgewählt: Spotted Grass, auch von Brigitte Heitland für Moda. Den Hintergrundstoff habe ich in dezentem Grau genommen, denn ich stehe nicht so auf Beige und wollte insgesamt eine modern-kühle Farbgebung. Ich benutze ein Soja-Vlies, damit habe ich bisher angenehme Erfahrungen gemacht.   

Im nächsten Post dann mehr zur Lesson 1 :classic_ninja:

Edited by Jana
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Wer bisher gelesen hat, hat festgestellt, dass ich ziemlich offen rep. naiv an PW herangegangen bin.
Wer die bisherige Herleitung übersprungen hat, hier die Kurzfassung:
Gerüstet mit Stoff, Stunden von theoretischem Wissen dank YouTube, einer Kursanmeldung für Island Home und grosser Neugierde habe ich losgelegt.

Das erste Lehrstück sind Pinwheels, aber als qayg with sashing.

Ich habe mich spontan entschieden, Rückseiten und Hintergrundstoff zu tauschen und zu gucken, wie das aussieht.
Nicht übel, aber das Grün ist mir doch zu dominant. Ausserdem kommt das Quilting mit dem grau-schwarzen Verlaufsgarn nicht so schön raus:

 

 

  
Also habe ich eine zweite Variante mit grauem Hintergrund gemacht:
schon viel besser, dabei werde ich bleiben.


Ich bin als zahlendes Mitglied auch in der FB-Gruppe und finde den Austausch dort sehr themenorientiert, hilfreich und angenehm.

Die Videos von Monica und Alaura sind aufwändig und professionell gemacht, Monica spricht (für eine Aussie) sehr klar.

Das Geld ist für mich perfekt investiert, ich werde die Methode aus Lektion 1 für das Zusammensetzen des Old Block Sampler von Bernina anwenden (den ich bis Ende Monat parallel fertig haben möchte).

Edited by Jana
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Posted (edited)

In Lektion 2 a geht es um akkurates Piecing und die legendären scant 1/4" Seams. Im Prinzip ist es banal: man kann so exakt nähen wie man will, dadurch, dass zwei Stoff aufeinandergenäht und auseinandergebügelt werden, nimmt die NZG mehr als 1/4" weg.

Heisst, wenn man 3 Stoffstreifen von je 1 1/2 Inch mit einer NZG von 1/4" aneinandernäht, ist das mittlere Stoffstück in der Theorie noch 1" breit. Praktisch aber nicht, weil man ja die NZG hat, die Stoff wegnimmt. Also muss man ausprobieren, wieviel mehr nach rechts man die NAdel stellt, um nach dem Zusammennähen und Bügeln ein Mittelstück zu haben, das exakt 1" breit ist. Das ist dann die Einstellung für "a scant 1/4"".

Das macht für alle Blöcke mit Spitzen (z.B. Sterne) Sinn, die 1/4" entfernt vom Block enden. Oder auf andere Spitzen treffen sollen.

Also experimentiere ich als nächstes ein mit übrigen Stoffen, bevor ich mich an den eigentlichen Block wage. Dazu habe ich je 1 1/2" * 4" Streifen in türkis und weiss zugeschnitten. Heute Abend geht es los, da gucke ich, wie breit der mittlere Streifen ist, wenn ich mit Nadelposition Mitte Nähe.
Lasset die Spiele beginnen - ich bin gespannt.  

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Edited by Jana
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Ja das finde ich auch. Und ich bewundere, wie klar und energisch du auf ein Ziel hin arbeitest! Wow! 
Wünsche dir viel Spaß weiterhin und auch schöne Ergebnisse!
 

Ach: da fällt mir auch noch eine Frage ein: wieso ist ein Quilt nach einer 60° Wäsche hin? Mein Gedanke ist, dass er das aushalten kann. 🤔. Oder war ein Wollvlies drin?

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@stoffmadame der Quilt war beige rot - nach der 60 Grad Wäsche irgendwo zwischen rosa-dreck-schlamm irgendwas. Ich wasche Quilts kalt resp. max. auf 30 Grad. Welche Qualität das Vlies hatte, kann ich beim besten Willen nicht mehr sagen. Das Problem war weniger, dass der Quilt nicht mehr taugte, sondern einfach optisch hinüber war.

(OT: Der Buckeye Quilt wärmt nun einen Randständigen. Ich wohne am Fuss des Zürcher Uetlibergs. Nicht alle Randständigen finden im Pfuusbus Platz oder wollen das auch nicht. Deshalb nächtigen einige im Wald.

Also habe ich den Quilt auf einen meiner täglichen Spazierrunden mitgenommen und einem Randständigen, der mir aus seiner Reisighütte entgegenkam, geschenkt. Ihn hat's gefreut und ich habe mein gutes Tageswerk getan. Da schlägt die Pfadfinderjugend in mir zu)  

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Schade um den schönen Quilt, aber schön, daß er noch ein gutes Werk tut. :super:

 

Ich schau dir auch interessiert bei deinen "Machenschaften" zu :) 

Irgendwann werde ich mich auch mal an einen Quilt wagen. Bis dahin nutze ich die Zeit, und schau mir nützliche Details von den Leuten hier ab, die so lieb sind, ihre Erfahrungen mit uns zu teilen. :hug::classic_happy:

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Ah ja, der ist ausgefärbt. Das kann ich mir schon eher vorstellen. Das ist schon schade. Aber dein „gutes Werk“ stelle ich mir auch klasse vor.

 

Ich hatte mal vor etlicher Zeit einen roten knapp m2 großen Quilt genäht mit unterschiedlichen Materialien zum Fühlen, hauptsächlich dicker Canvas, aber auch Fell, Chiffon etc, und meine Kollegin hat ihn aus Versehen auf 60 Grad gewaschen: Der sah aus wie neu! 🙈😄

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@running_inch
Ich mache mir selten im Vorfeld Gedanken darüber, ob ich etwas kann oder "gut genug" in etwas bin.
Deshalb mag ich sew alongs: es gibt Augenfutter und eine Community.
Bei pattern poole ist ein Pluspunkt, dass man nicht nur Anleitungen in Wort und Bild,
sondern auch Videos über YouTube hat.
Das hat für weniger englischkundigen den Vorteil, dass man sich dt. Untertitel einblenden lassen kann (just in case).

Ich halte es mit Henry Ford und Pippi Langstrumpf:
"Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist."
"Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe."

Und ich freue mich immer, wenn ich durch meine Ergüsse in Wort und Bild jemanden ermutige, loszulegen. 

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@Jana  Stimmt. Die große Planerin bin ich auch nicht; meist lege ich sogar (fast) komplett ohne Plan los... mit unterschiedlichen Ergebnissen... :o

Nur hab ich halt in diesem Fall entsprechend Zeit und muß daher nicht jeden möglichen Fehler auch selbst machen, wenn ich mir vorher anschauen kann, wie es vielleicht auch besser geht. Letzten Endes mach ich dann aber doch wieder, was ich will (wie Pippi Langstrumpf auch). :o :engel: :D

 

Und ja: deine Ergüsse sind für mich eine Ermutigung, loszulegen - nur halt später. :bussi:

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Guest Ralph1

Hallo Jana,

da hast du einen interessanten Bericht geschrieben, der sich auch sehr gut lesen läßt.

Nach deinem Pseudo Cathedralquilt  ist das jetzige Projekt ja eine ganz andere Richtung.

 

Es ist interessant, etwas über deine Näherfahrung zu lesen. Die Patchworkdecken von früher unterscheiden sich doch erheblich von den heutigen Decken, bezüglich Farbe und Verarbeitungstechnik.

Du hast recht, beige ist auch für mich keine richtige Farbe aber manchmal braucht man sie. Von deinen Quilts gefällt mir der Anchor Aweigh am besten, auch passt er gut in den Raum.

 

Über Quilten auf der Nähmaschine, sowie das Vernähen der Blöcke ohne Sashing habe ich mir auch schon viele Gedanken gemacht.

 

Ein Weg könnte sein:

  • Blöcke anfertigen
  • Blöcke nicht bis zum Rand quilten
  • Topp der Blöcke mit der Maschine rechts auf rechts vernähen, aufklappen
  • Vlies zuschneiden und vernähen
  • Rückseite von Hand vernähen.

Soviel aus meinem Kopfkino, gemacht habe ich es noch nicht. Hoffentlich verstehst du was ich meine.

 

Auf deinen Fotos sieht es aus, als hättest du mitten im Nähen den Faden von hell auf dunkel

gewechselt. Liegt das an dem Verlaufsgarn oder spinnt mein Tablett?

Ich freue mich schon auf den weiteren Bericht.

 

MfG

Ralph

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Posted (edited)

@Ralph1 Hallo Ralph
danke für Deine netten Zeilen und das Kompliment für den Anchor aweigh.

Dein Kopfkino bzgl. Vernähen ohne Sashing geht in die richtige.
Genau das wird wird in Teil 2 von Lektion 2 ausführlich erklärt und gezeigt.
Das Video habe ich schon geguckt, aber ich muss ja erst noch die Blöcke mit den scant 1/4" seams nähen.
Das ist nämlich auch beim qayg ohne Sashing von elementarer Bedeutung.

(Und zuerst muss ich meine reversible T-Shirts inkl. Bericht fertig machen, siehe hier)
Ich hoffe, am Wochenende dazu zu kommen und werde berichten.

Bezüglich des Farbwechsels hast Du richtig vermutet: der Effekt kommt vom Garn mit Farbverlauf.

Edited by Jana
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So. Weiter geht die wilde Fahrt…

Maschine geputzt und geölt.

 

Versuchsanordnung 1:

Fuss 57D, 9mm Stichplatte, Stich 1303, Nadelposition Mitte

 

Von links NZG exakt 1/4“

 

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von rechts gebügelt:

nicht ganz 1“

 

 

 

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Edited by Jana
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Guest Ralph1

Du bist ja rasant, so schnell kann ich nicht lesen wie hier die Bilder reinpurzeln.

Das Video ist klasse, danke für den Link.

MfG

Ralph

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Ich nähe übrigens mit 70 er Nadel - eigentlich immer, ausser Jeans. Jetzt probiere ich noch, ob die orange Stichplatte mit 1 Loch mit Nadelposition +2 klarkommt.

 

Mit Handrad ohne Stoff funktioniert es:

 

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Posted (edited)

@Ralph1 ich habe einen kreativen Lauf.

jetzt muss ich zuschneiden, das dauert länger. Ausserdem sind an iPhone und iPad die Akkus fast leer, die hüpfen jetzt auf die Ladestation

Edited by Jana
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