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Meine Jeans gibt auf. Suche Tipps zur haltbaren Verarbeitung


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Nachtrag: Ich habs gelesen, danke @nowak für deine tollen Reparatur-Anleitungen! Aber sind die für mein Problem geeignet? Ich habe keine kleinen Scheuerstellen, sondern der ganze Hosenboden ist im Sitzbereich ausgedünnt. Also das, wo man bei Radfahrern auf blauen Jeans immer so schön den weißen Sattel-Bereich sieht. Vlies und Nähte großflächig im Sitzbereich, ich weiß nicht...

 

Wenn diese schwarze Jeans jetzt stirbt, ist es nicht allzu schlimm für mich (so lange ich vorher die neue schaffe:classic_biggrin:), denn das war meine allererste überhaupt und die Länge ist trotz Probehose etwas knapp geraten. Der Saumumschlag ist daher nur einfach und auch ziemlich schmal und man sieht, dass sie etwas hochwässerig ist. Gerade noch tragbar, aber ich fühle mich nicht ganz wohl damit. 

Hauptsächlich möchte ich Materialwahl und Verarbeitung für zukünftige Hosen optimieren. 

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Also ich glaube, so eine große Fläche würde ich nicht mehr auf einmal stopfen. Am Ende habe ich zwar oft auch relativ große Stopfflächen, aber die entstehen meist im Laufe der Zeit über mehrere kleinere Stopfstellen.

 

Definitive Grenze ist der Stickring. Was da nicht mehr reinpasst, ist nicht mehr geeignet.

 

Bei dem was du beschreibst fürchte ich allerdings, ist "Jeans" eigentlich der falsche Begriff. "Jeansartig aussehende Schlupfhose mit viel Elasthan" sieht zwar ähnlich aus, aber mit viel Elasthan kommt das Stopfen an die Grenze. Zum einen, weil die gestopften Stellen hinterher unelastisch sind und bei Schlupfhosen stößt das einfach schneller an Grenzen, als eine Jeans mit nur 2-3% Elasthan.

Und das Basismaterial ist weniger stabil, deswegen halten die Stopfstiche nach meiner Technik (die ja nur in eine Richtung gehen) nicht so gut, weil einfach weniger da ist, worin sie halten können.

 

Wenn du es probieren willst und die Hose noch nicht ganz durch ist: Einfach probieren, aber die Stichreihen etwas weniger eng aneinander. Und dann einfach gucken, ob es reicht und die Hose noch bequem ist. Wird sie durch das Stopfen unbequem oder unangenehm steif beim Radfahren, ist es zu viel Elasthan für die Technik. Wenn die Stiche quasi durchbrechen... desgleichen.

 

Aber vielleicht geht es auch.

 

Was ich bei einer Schlupfhose mit Elastahn schon mal gemacht habe ist das hier: https://nowak.blog.hobbyschneiderin24.net/2018/02/11/durchreibschutz-an-hosen-ohne-buegeleinlage/

 

Allerdings ist die besonders zu schützende Stelle bei mir nicht so flächig. Ob das am Hosenboden auch geht, weiß ich nicht. (Die Hose hält bislang, aber da ich nur ein Oberteil dazu habe, trage ich sie nicht so oft...)

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Hm, ich fürchte auch, du suchst die eierlegende Wollmilchsau...

 

Handelsübliche Jeans-Stoffe sind entweder zu dünn, und zu schnell durchgescheuert, oder zu dick und damit unbequem zum Fahren (und eingeschränkt in der Schnitt-Auswahl).

 

Es gibt inzwischen ja mehrere Hersteller, die spezielle Jeans nur zum Fahrradfahren anbieten (zB Alberto, Du/Er, Pearl Izumi etc.). Die haben aber alle eine spezielle Fasermischung; das ist nicht einfach nur Jeans mit Elasthan, sondern spezielle Kunstfasern beigemischt. Aus gutem Grund. Das Zeug bekommt man aber nicht als Meterware. (Außer, die Outdoor-Shops haben vielleicht mal Glück und erwischen einen Überhang...?)

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  • 2 weeks later...

Ich gebe meinen Vorrednern recht, alles auf einmal wirst Du wohl nicht erreichen können.

Der Schnitt ist ja an sich schon sehr ungewöhnlich - dass die Hose nur hochgezogen wird und oben herum trotzdem so eng anliegt führt ja dazu, dass das Material dort stark gedehnt wird. Auch wenn der Stoff entsprechend dehnbar ist, beansprucht das natürlich trotzdem die (nicht flexiblen) Nähte. 

Der Stoff an sich sieht auch recht dünn aus, es gibt durchaus dickeren Denim mit Elasthananteil (der dann allerdings meist geringer ist) - das ginge dann aber zulasten der Bequemlichlichkeit.

 

Wenn die Hose dann noch starken Belastungen standhalten soll, würde ich einen schweren Denim ohne Elasthan nehmen - aber dann eben entsprechend auch keinen so engen Schnitt.

 

Eine etwas ungewöhnliche Idee wäre vielleicht noch, die Hose an den Stellen, an denen der Stoff schnell "dünn wird", mit einer Art Passe zu doppeln. Die könnte man dann im geraden Fadenlauf zuschneiden. Das habe ich aber selbst noch nie probiert, nur mal an einer Western-Jeans so ähnlich gesehen.

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@nowak Vielen Dank für deine umfangreichen Erläuterungen! :classic_smile:

 

Deine Anleitung zum Durchreibschutz habe ich mir durchgelesen, aber nicht verstanden. Bzw. auf den Bildern nicht das Richtige erkannt. Welchen Bereich genau verstärkst du mit dem zweiten Stoff? Und wie befestigst du den, wo sind die Nähte? Müsste man die beim Tragen nicht sehen? 

 

Am 19.3.2021 um 09:59 schrieb Capricorna:

Hm, ich fürchte auch, du suchst die eierlegende Wollmilchsau...

 

Handelsübliche Jeans-Stoffe sind entweder zu dünn, und zu schnell durchgescheuert, oder zu dick und damit unbequem zum Fahren (und eingeschränkt in der Schnitt-Auswahl).

 

Es gibt inzwischen ja mehrere Hersteller, die spezielle Jeans nur zum Fahrradfahren anbieten (zB Alberto, Du/Er, Pearl Izumi etc.). Die haben aber alle eine spezielle Fasermischung; das ist nicht einfach nur Jeans mit Elasthan, sondern spezielle Kunstfasern beigemischt. Aus gutem Grund. Das Zeug bekommt man aber nicht als Meterware. (Außer, die Outdoor-Shops haben vielleicht mal Glück und erwischen einen Überhang...?)

 

Ja ich hatte halt gehofft, ich könnte so Jeans-Stoff finden wie meine Kaufhosen waren (diverse Marken, nichts spezielles). Da hatte ich ja auch Jeans mit Stretch, die länger als ein Jahr gehalten haben mit recht häufigem Radfahren. Die aktuelle schwarze selbstgenähte hatte ich jetzt 1 Jahr lang, in dem ich sie extrem selten getragen habe - die Abnutzung ist relativ gesehen viel stärker als bei Kaufhosen. Ich habe allerdings bei Kaufhosen auch nie aufs Etikett geschaut, ob da Polyester drin ist. 

Ich habe inzwischen speziellen abriebfesten Denim beim Outdoor-Stoffhändler gefunden, fürchte aber, dass der sehr steif ist. Ich werde Muster bestellen. 

 

Am 29.3.2021 um 18:06 schrieb Len83:

Ich gebe meinen Vorrednern recht, alles auf einmal wirst Du wohl nicht erreichen können.

Der Schnitt ist ja an sich schon sehr ungewöhnlich - dass die Hose nur hochgezogen wird und oben herum trotzdem so eng anliegt führt ja dazu, dass das Material dort stark gedehnt wird. Auch wenn der Stoff entsprechend dehnbar ist, beansprucht das natürlich trotzdem die (nicht flexiblen) Nähte. 

Der Stoff an sich sieht auch recht dünn aus, es gibt durchaus dickeren Denim mit Elasthananteil (der dann allerdings meist geringer ist) - das ginge dann aber zulasten der Bequemlichlichkeit.

 

Wenn die Hose dann noch starken Belastungen standhalten soll, würde ich einen schweren Denim ohne Elasthan nehmen - aber dann eben entsprechend auch keinen so engen Schnitt.

 

Eine etwas ungewöhnliche Idee wäre vielleicht noch, die Hose an den Stellen, an denen der Stoff schnell "dünn wird", mit einer Art Passe zu doppeln. Die könnte man dann im geraden Fadenlauf zuschneiden. Das habe ich aber selbst noch nie probiert, nur mal an einer Western-Jeans so ähnlich gesehen.

Ja, verstehe. Ich werde wohl perspektivisch auch auf klassische Jeans mit RV umsteigen. Genäht habe ich schon eine, das ist nicht das Problem, nur verhält sich bei dem steiferen Stoff die Passform völlig anders und da muss ich erst Zeit investieren, um den Schnitt zu verbessern. Deshalb habe ich mich entschieden, meinen sehr akuten Hosenmangel erstmal kurzfristig zu beheben, indem ich zunächst den erprobten Schnitt wiederhole. 

 

Meine schwarze Jeans hatte übrigens nur 2% Elasthan. Weniger geht ja kaum. Jeans ohne Elasthan kann ich mir nicht vorstellen, trägt sich das nicht total steif und sieht formlos aus? 

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vor 1 Minute schrieb Quietscheente:

Jeans ohne Elasthan kann ich mir nicht vorstellen, trägt sich das nicht total steif

Die Älteren unter uns ;) sind mit solchen Jeans aufgewachsen, nicht mit dem lappigen Zeug, das einem heute als "Jeans" angedreht wird.

vor 6 Minuten schrieb Quietscheente:

und sieht formlos aus? 

https://www.gettyimages.de/detail/nachrichtenfoto/marilyn-monroe-wearing-blue-jeans-backstage-at-the-nachrichtenfoto/501322942  

 

 

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vor 3 Minuten schrieb lea:

Die Älteren unter uns ;) sind mit solchen Jeans aufgewachsen, nicht mit dem lappigen Zeug, das einem heute als "Jeans" angedreht wird.

Glaube ich dir, aber das ist noch kein Beweis für die Bequemlichkeit. :classic_wink:

 

Tja, Marilyn Monroe... klasse Figur, auch in Jeans, keine Frage. Bei "steifem Jeans ohne Elasthan" habe ich immer ein Bild von 80er Jeans im Kopf. Weiter Oberschenkel, beutelig an Po und Schritt... Ich finds auch ganz praktisch, dass eine elastische Jeans im Sitzen etwas nachgibt für den Bauch. Sonst müsste ich wohl immer den Knopf aufmachen. 

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vor 26 Minuten schrieb Quietscheente:

trägt sich das nicht total steif und sieht formlos aus? 

Erinnere mich nur ungern daran, dass der Knopf am Bauch im Sitzen immer gedrückt hat, gerade, wenn sie enger saß. 

Und bei eng geschnittener Form konnte man das Knie nie so hoch anheben, das hat immer gekniffen.

Wie schön die heutigen Zeiten mit Elasthan doch sind.:rolleyes:

Dafür schneller durchgeriebene Stellen an den Oberschenkeln...

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1 hour ago, Quietscheente said:

Welchen Bereich genau verstärkst du mit dem zweiten Stoff? Und wie befestigst du den, wo sind die Nähte? Müsste man die beim Tragen nicht sehen? 

 

Verstärken mußt du da, wo bei dir die Durchscheuerstelle ist. Bei mir ist das zwischen den Beinen, vor allem die Hinterhose.

 

Bei der Methode im dem Blogbeitrag wird der Futterstoff mit einer Naht jenseits der typischen Durchreibposition (da musst du natürlich deine nehmen) auf das Hosenteil genäht. Diese Naht ist von außen sichtbar, was bei mir nicht stört, weil sie weitgehend zwischen den Beinen liegt, etwa da, wo man bei manchen Hosenschnitten einen angesetzten Zwickel hat.

 

Ob das bei dir funktioniert, kommt drauf an, wo die Scheuerstelle ist und ob du da ggf. eine passende Stelle findest, wo eine Naht entlanglaufen kann. Wobei man bei Jeans eine Naht auch relativ unauffällig in eine der "Rillen" des Köpers setzen kann, wenn die Garnfarbe stimmt.

 

Dann wird der "Schutzstoff" zu den Nahtkanten des Hosenteils geklappt und beim Nähen der Hose da mitgefasst.

 

(Und Jeans konnte man eng genäht tragen, weil Köper schon durch die Bindung etwas elastisch ist. Anders als Stoffe in Leinwandbindung. Aber es war natürlich ein fester Stoff, keine Jogginghose oder Legging. Das ist schon ein anderes Tragegefühl.)

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vor 2 Minuten schrieb nowak:

 

Verstärken mußt du da, wo bei dir die Durchscheuerstelle ist. Bei mir ist das zwischen den Beinen, vor allem die Hinterhose.

 

Bei der Methode im dem Blogbeitrag wird der Futterstoff mit einer Naht jenseits der typischen Durchreibposition (da musst du natürlich deine nehmen) auf das Hosenteil genäht. Diese Naht ist von außen sichtbar, was bei mir nicht stört, weil sie weitgehend zwischen den Beinen liegt, etwa da, wo man bei manchen Hosenschnitten einen angesetzten Zwickel hat.

 

Ob das bei dir funktioniert, kommt drauf an, wo die Scheuerstelle ist und ob du da ggf. eine passende Stelle findest, wo eine Naht entlanglaufen kann. Wobei man bei Jeans eine Naht auch relativ unauffällig in eine der "Rillen" des Köpers setzen kann, wenn die Garnfarbe stimmt.

 

Dann wird der "Schutzstoff" zu den Nahtkanten des Hosenteils geklappt und beim Nähen der Hose da mitgefasst.

 

(Und Jeans konnte man eng genäht tragen, weil Köper schon durch die Bindung etwas elastisch ist. Anders als Stoffe in Leinwandbindung. Aber es war natürlich ein fester Stoff, keine Jogginghose oder Legging. Das ist schon ein anderes Tragegefühl.)

Ah, jetzt habe ichs verstanden, danke. Naja, bei mir betrifft das den Fahrradsattel-Kontakt-Bereich, also den ganzen Hosenboden. Das wird schwierig, da unauffällig was zu doppeln.

Meine Fahrrad-Regenhose hat einen gedoppelten Sitzbereich mit fast kreisrunder Kante auf dem Po. Als Regenhose okay für mich, aber nicht für Alltagsjeans. :classic_biggrin:

 

Ich habe gerade eine neue Jeans aus BW/EL fertig genäht und suche jetzt Jeans mit Polyester. 

 

Mir fällt noch ein: Der genannte schwarze Jeansstoff von der fast-kaputten Hose war vielleicht von sich aus minderwertig, weil auch die Farbe extrem schnell rausging. Das war für mich schon ein großer Minuspunkt. Allerdings war die wirklich irre bequem, von daher doch irgendwie schade... 

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18 minutes ago, Quietscheente said:

also den ganzen Hosenboden. Das wird schwierig, da unauffällig was zu doppeln.

 

Oder einfach, weil du auf beiden Seiten den "Unterstoff" in den Nähten mitfassen kannst.

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20 minutes ago, Quietscheente said:

 

Mir fällt noch ein: Der genannte schwarze Jeansstoff von der fast-kaputten Hose war vielleicht von sich aus minderwertig, weil auch die Farbe extrem schnell rausging. Das war für mich schon ein großer Minuspunkt. Allerdings war die wirklich irre bequem, von daher doch irgendwie schade... 

 

Nicht zwangsläufig, das passiert gerade bei qualitativ hochwertigen Indigo-Färbungen - wo hast Du den Stoff denn gekauft? Ich habe bei Stoffmärkten etc. schon viel wirklich schlechten Jeansstoff im den Händen gehabt - und fast nie guten.

 

2% Elasthan empfinde ich übrigens als recht viel, meine Kaufjeans mit Elasthan haben nur 1% und leiern trotzdem kräftig aus..

Edited by Len83
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vor 21 Minuten schrieb nowak:

 

Oder einfach, weil du auf beiden Seiten den "Unterstoff" in den Nähten mitfassen kannst.

Ja, an den Seiten, aber an Ober- und Unterkante? Ich mag keine offene Stoffkante quer unter dem Po bzw. am Beinansatz haben, eine Naht sieht dort auch doof aus. Die Oberkante könnte ich vielleicht mit der Sattelnaht zusammenlegen. Trotzdem bleibt die Frage: Hilft der untergelegte Stoff wirklich dem Oberstoff? Der reibt ja trotzdem am Fahrradsattel?

vor 19 Minuten schrieb Len83:

 

Nicht zwangsläufig, das passiert gerade bei qualitativ hochwertigen Indigo-Färbungen - wo hast Du den Stoff denn gekauft? Ich habe bei Stoffmärkten etc. schon viel wirklich schlechten Jeansstoff im den Händen gehabt - und fast nie guten.

 

2% Elasthan empfinde ich übrigens als recht viel, meine Kaufjeans mit Elasthan haben nur 1% und leiern trotzdem kräftig aus..

Ich habe ihn in einem kleinen Shop auf dem großen Kreativ-Marktplatz gekauft. Und verwaschene Farbe würde ich bei allen Schattierungen von blau akzeptieren, aber bei Schwarz? Zumal das Foto absolut tiefschwarz war (genau so eine Hose wollte ich eigentlich) und die Farbe nach dem Vorwaschen nur noch grau war, mit vielen hässlichen Streifen. Ich habe den Stoff vor dem Nähen direkt überfärbt und die fertige Hose nach dem ersten Waschen gleich nochmal. Jetzt habe ich was schwarz-verwaschenes, was ich nie wollte und was auf dem Produktfoto auch ganz anders aussah.

 

Hm, mein anderer Jeans hat 6% Elasthan, daher fand ich 2% wenig... aber ich habe kaum Erfahrung mit sowas.

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30 minutes ago, Quietscheente said:

Trotzdem bleibt die Frage: Hilft der untergelegte Stoff wirklich dem Oberstoff? Der reibt ja trotzdem am Fahrradsattel?

 

Ob das bei dir hilft, mußt du selber ausprobieren. ;) Reibung passiert ja, weil zwei Sachen gegeneinander reiben. Bein und Sattel.

Bei mir ist die Stelle, die schnell durch ist, deutlich kleiner. Hingegen macht Fahrradfahren oder nicht keinen spürbaren Unterschied für die Haltbarkeit meiner Hosen.

 

Wenn es vor allem am Sattel liegt, könnte Lehrlings Idee einen Versuch wert sein. Oder ein anderer Sattel.

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vor 9 Stunden schrieb nowak:

Oder ein anderer Sattel.

Ich werfe mal den guten Brooks Ledersattel ins Rennen. Durchgescheuerte Jeans habe ich zwar schon auch, aber nicht vom radeln.

 

Achtung: Ledersättel passen sich mit der Zeit der Gesäßform an, das macht sie sehr bequem. Bedeutet aber auch, dass sie im Neuzustand unbequem sein können. Grundsätzlich sind Ledersättel hart.

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vor 2 Minuten schrieb Gallifrey:

Ich werfe mal den guten Brooks Ledersattel ins Rennen.

Ich habe lange einen gefahren und fand den super, allerdings konnte ich nur mit Radlerhosen darauf sitzen.

Da der Sattel keinen Millimeter nachgibt, habe ich mit normalen Hosen jede Falte und sogar den Rand der Unterhose gespürt :cool:

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Ja, Daunenkissen sind es nicht gerade - ich fahr inzwischen meinen dritten Brooks: der hat einen großzügigen Schlitz in der Mitte ("carved"), das macht ihn deutlich weicher als die Variante ohne. 

Ich hab aber nie irgendwelche Druckprobleme oder Reibstellen wenn ich normale Hosen/Unterwäsche auf dem Rad trage. Dazu muss ich schon ne Polsterhose anziehen. :D 

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Ich habe auch einen Brooks, wobei ich auf längeren Radtouren dann tatsächlich keine Unterhose anziehen durfte. Für den normalen City-Betrieb mit ein, zwei Stunden Radeldauer stört es allerdings nicht.

 

Ich hatte vorher einen Gelsattel und selbst auf dem neuen, uneingefahrenen Brooks hatte ich weniger "Poweh". (Ich bin damals kurz nach dem Kauf auf eine 14tägige Radtour gegangen. Hinterher war er eingefahren. Ab und zu nachstellen hilft.) Im Moment hat er allerdings auch ein Häkelcover, weil er abfärbt, was nun im Alltag unpraktisch ist.

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11 hours ago, Quietscheente said:

 

Ich habe ihn in einem kleinen Shop auf dem großen Kreativ-Marktplatz gekauft. Und verwaschene Farbe würde ich bei allen Schattierungen von blau akzeptieren, aber bei Schwarz? Zumal das Foto absolut tiefschwarz war (genau so eine Hose wollte ich eigentlich) und die Farbe nach dem Vorwaschen nur noch grau war, mit vielen hässlichen Streifen. Ich habe den Stoff vor dem Nähen direkt überfärbt und die fertige Hose nach dem ersten Waschen gleich nochmal. Jetzt habe ich was schwarz-verwaschenes, was ich nie wollte und was auf dem Produktfoto auch ganz anders aussah.

 

Hm, mein anderer Jeans hat 6% Elasthan, daher fand ich 2% wenig... aber ich habe kaum Erfahrung mit sowas.

Ok, wenn Du tiefschwarz suchst, ist ein Stoff mit Polyesterbeimischung vielleicht keine schlechte Idee. Ansonsten sollte jeder Stoff ohne weißen Schussfaden die Farbe etwas länger halten. Die lassen sich dann auch ohne optische Abstriche überfärben.

 

Eine Hose mit 6% Elasthan ist mir bei Herrenjeans noch nie über den Weg gelaufen, nimmt man das für diese "spray on skinny"-Modelle?

 

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vor 14 Stunden schrieb Lehrling:

@Quietscheente wenn du meinst, der Fahrradsattel sei schuld an deinem Jeansdilemma , dann

versuch doch mal, ob ein Sattelbezug aus Stoff Abhilfe schaffen kann

Gute Idee, das ist eine Überlegung wert. Meiner Einschätzung nach passiert der Abrieb hauptsächlich auf der Außenseite der Hose, nicht auf der Innenseite. 

 

vor 4 Stunden schrieb Gallifrey:

Ich werfe mal den guten Brooks Ledersattel ins Rennen. Durchgescheuerte Jeans habe ich zwar schon auch, aber nicht vom radeln.

 

Achtung: Ledersättel passen sich mit der Zeit der Gesäßform an, das macht sie sehr bequem. Bedeutet aber auch, dass sie im Neuzustand unbequem sein können. Grundsätzlich sind Ledersättel hart.

Oh ja, die kenne ich. Mein Vater hat sein Jahren einen und schwärmt auch seit Jahren davon. Ich habe mich aber bisher nicht getraut, weil der ja wirklich bretthart ist (wie lange tut der Po weh, bis man den eingesessen hat?) und weil ich Angst vor dem Abfärben habe. Ich trage ja auch mal andere Farben. Und wenn man nach monatelangem Einfahren merkt, dass der nix ist, dann hat man das teure Stück umsonst bezahlt... Ich bin mit meinem Sitzgefühl auf meinem Sattel seit 13 Jahren zufrieden und bin da sehr froh drüber, dass ich da nicht auf die große Suche gehen muss. 

 

vor 4 Stunden schrieb lea:

Ich habe lange einen gefahren und fand den super, allerdings konnte ich nur mit Radlerhosen darauf sitzen.

Da der Sattel keinen Millimeter nachgibt, habe ich mit normalen Hosen jede Falte und sogar den Rand der Unterhose gespürt :cool:

Das klingt zusätzlich abschreckend für den Alltag. 

 

vor 2 Stunden schrieb Len83:

Ok, wenn Du tiefschwarz suchst, ist ein Stoff mit Polyesterbeimischung vielleicht keine schlechte Idee. Ansonsten sollte jeder Stoff ohne weißen Schussfaden die Farbe etwas länger halten. Die lassen sich dann auch ohne optische Abstriche überfärben.

Polyester hält die Farbe länger? Meinen Stoff finde ich von der Farbe her schwer einzuordnen. Auf der Fläche war der schon komplett schwarz, da war kein Weiß zu sehen (wie bei dem leicht melierten Eindruck von blauem Jeans mit weißem Schussfaden). An der Webkante allerdings schauten weiße Fäden raus, die auch nach dem Färben noch weiß waren. :confused:

 

Ursprünglich wollte ich so eine ganz tiefschwarze Jeans haben. Als Herrenjeans habe ich die schon hin und wieder gesehen, vereinzelt auch bei Damen, aber weniger (glaube ich). Ich finde, dass man damit für etwas bessere Gelegenheiten ganz gut angezogen ist - das ist so ein netter Kompromiss zwischen Blue Jeans und Businesshose. Aber so ein Stoff ist kaum zu finden (bisher). V.a. da ich ja wegen dem Pull-on-Schnitt auch noch auf Dehnbarkeit geachtet habe. 

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Am 17.3.2021 um 11:15 schrieb mrs. marple:

Ich fahre viel Rad, sowohl im Alltag, als auch in der Freizeit und Jeans sind dabei nie eine gute Wahl. Sie haben hinten oft eine dicke Naht, die schon nach kurzer Zeit anfangen kann zu drücken und zu scheuern. Auch der Stoff, ob mit Elasthan, oder ohne, hält der Belastung auf dem Sattel nicht lange Stand. Deshalb sind "Radfahrhosen" oft am Hinterteil verstärkt und kommen ohne wulstige Nähe aus. Auch bei kurzen Strecken im Alltag verzichte ich inzwischen auf das Tragen von Jeans. Es ist schade um die Hose, ich habe da auch Lehrgeld gezahlt. Abgesehen davon sind sie unpraktisch auf dem Rad, da weder atmungsaktiv, noch winddicht und wenn sie mal nass werden, dann gute Nacht!

Kannst du mir bitte noch verraten, was du sonst im Alltag auf dem Fahrrad anziehst? (Wenn Wechseln nach der Ankunft keine Option ist.) Vielleicht hast du ja noch einen tollen Tipp für mich? :classic_smile:

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Ja, Polyester verliert die Farbe beim Waschen eigentlich nie. Diese tiefschwarzen Levis-Jeans haben alle einen gewissen Polyesteranteil.

Es gibt aber auch durchgefärbte Baumwoll-Jeansstoffe.

Sobald die Rückseite Deines Stoffes nicht schwarz ist, würde ich mit einem Auswaschen der Farbe prinzipiell rechnen.

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Keiner meiner Ledersättel hat je abgefärbt. Sind die abfärbenden Sättel von oben gefettet worden? (Spoiler: nicht machen)

Der ohne Schlitz hat etwa 500 km gebraucht, so furchtbar schlimm fand ich das aber nicht. Muskelkater ist fieser.

Der mit Schlitz war von Anfang an bequem.

 

Ich habe das Thema "weiche" Sättel aber nie nachvollziehen können - für mich fühlt sich ein Fahrrad auch nur wie ein sehr schlankes Pferd an.

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Meinen Brooks Ledersattel habe ich seit rund 30 Jahren. mittlerweile auf dem 4. Rad. Ja, er färbt ab. Natürlich habe  ich ihn alle paar Jahre gefettet. Von unten. Soll man, sonst wird das Leder spröde. Und er muss vor Nässe geschützt werden. 

 

Ich habe mir vor ein paar Jahren einen Überzug aus Superstretch Jeans genäht gegen das Abfärben. Sitzt es sich auch etwas angenehmer drauf wie pur.

 

@Quietscheente Für meine Tochter habe ich vorletztes Jahr schwarze Twillhosen mit der Bezeichnung "True Black" gefunden. Die färben nicht in der Wäsche aus und sind immer noch richtig schwarz.

 

Vielleicht gibt es dass auch als Stoff?

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