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Kleidung / Mode für Menschen mit Behinderung


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Ich bin gerade über diesen Artikel zum Thema Kleidung / Mode für Menschen mit Behinderung gestolpert und dachte, der könnte vielleicht hier auch für einige interessant sein:

 

https://www.zeit.de/zeit-magazin/mode-design/2021-02/adaptive-mode-behinderung-menschen-kleidung-fashion-rollstuhl-prothesen-stil/komplettansicht

 

Adaptive Mode und "disability mainstreaming" (= Stilelemente aus der Mode für Menschen mit Behinderung finden Eingang in die allgemeine Mode) finde ich sehr interessante Ideen! :)

 

Lustigerweise finde ich gerade die eingangs erwähnten Einschränkungen beim Kleiderkauf von Frau Smykowski im Rollstuhl gar nicht so besonders rolli-typisch. Dass Hosenbeine zu lang sind, ein Hohlkreuz die Passform kaputt macht, oder ein weiter Ärmel beim Alltag stört oder auch gefährlich werden kann, ist ja gar nicht auf Rollis o.ä. beschränkt; diese drei Sachen gelten für mich als Frau ohne Behinderung genauso... deswegen habe ich ja unter anderem mit dem Nähen angefangen :D Die Erwartung, dass normierte Größen für jeden Einzelfall passen können, ist einfach nicht realistisch. Aber für Menschen mit Behinderung gibt es natürlich bei dem Thema noch viel mehr Probleme als für mich, logisch! :)

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Das finde ich sehr interessant! Ich arbeite ja in diesem Bereich mit jungen Leuten (Schule) und bin bisher nicht über „muss funktionieren“ gekommen. Selbst das ist schwierig genug. Aber dass mal auf weiter reichende Bedürfnisse hingewiesen wird, finde ich klasse.

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Als meine Mutter noch lebte habe ich ihr Hosen für den Rollstuhl genäht und mich damals das erste Mal mit Schnittanpassungen auseinander gesetzt... Nicht nur, dass sie im Rollstuhl saß, irgendwann kam noch ein Blasenverweilkatheder hinzu und die Hose sollte trotzdem gut an- und auszuziehen sein. Außerdem aus Webware, eine ansonsten klassische Damenhose in Anthrazit wurde gewünscht.

 

Bilder habe ich keine mehr (ich glaube, im alten Forum sind noch welche). Ich weiß, dass ich an einer Seite einen langen RV einnähte. Er ging fast bis zum Knie, weil er teilbar war konnte ich unterhalb eine daumenbreite Platz lassen, dort kam der Katheder raus (damals durften die nicht über Blasenniveau hängen, hatten noch kein Rückschlagventil).

 

Damit die Hose im Sitzen nicht in die Gesäßfalte rutschte, habe ich die rückwärtige Hose von der hinteren Naht zur Seite hin mit einem Keil im Schnitt erweitert.

 

Es war eine für mich als Laiin aufwändige Geschichte. Letzten Endes passte die Hose meiner Mutter mehr oder weniger gut, mangels Alternative durfte ich sie ihr auch anziehen :classic_biggrin:

 

 

 

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Ich Trage meine normale Kleidung wie ich sie im Laden oder Discunter gekauft habe.

Oder die ich aus Schnitmuster Zeitschriften oder Internet habe was ich selber geneht habe.

 

Mit Freudlichen Grüßen

Von sabine 2

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Am 22.2.2021 um 16:53 schrieb maludi20:

Ich habe mit einer Freundin einmal Beutelüberzüge für Stomapatienten genäht.
https://www.coloplast.at/details/details-stoma/kleidung-mit-stoma/

Das macht nicht viel Arbeit und viel Freude.

(Seite Link weiter runter scrollen).

 

Stomapatienten sind eine extrem heterogene (und auch junge) Gruppe. Darin finden sich sehr viele modebewusste PatientInnen, die im übrigen ganz normal dort einkaufen, wo jeder andere Mensch auch nach Kleidung sucht. 

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Das Feld Behinderung ist ja sehr breit.

Junior z.b.hat Down Syndrom und damit etwas andere Körperpropotionen. 

Oft sind die Ärmel zu lang oder bei der Hose der Schritt zu kurz.

Es ist schon bei ihm, mit 7,  schwierig passende Kaufkleidung zu finden.

Bisher war es ok, sogenannte Mitwachshosen zu nehmen.

Er kommt im Sommer in die Schule und dann braucht es auch andere Hosen um nicht irgendwann durch Kleidung noch mehr zum Aussenseiter zu werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

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2 hours ago, Viola2001 said:

Er kommt im Sommer in die Schule und dann braucht es auch andere Hosen um nicht irgendwann durch Kleidung noch mehr zum Aussenseiter zu werden.

 

Wobei du dafür nicht mal eine Behinderung brauchst, da reicht jegliche Abweichung von der Durchschnittsgröße...

Eine Cousine vom mir war immer sehr klein ("fertige Größe" als Erwachsene inwzischen 146cm), völlig gesund, keine Hormonstörung... einfach nur klein. Gibt dann halt im Schulalter nur Kleinkindkleidung... Bei einer anderen Freundin hatten die Mädels zur Einschulung schon Schuhgröße 39. Gut, dass es inzwischen auch flache Damenschuhe gibt, aber so bis in die 1970er hätte es da dann quasi nur Damenschuhe mit Absatz gegeben. Kinderschuhe nicht  mehr.

 

Was das betrifft wäre es eigentlich generell schön, wenn es mehr Möglichkeiten für flexible Größen. Wo man irgendwie einzelne Elemente anpassen kann. So eine Art "fertignähsystem". Kleidung mit breiten Nahtzugaben und sinnvollen Teilungsnähten, die man im Laden grob zusammengenäht anprobiert, die dann dort angegepasst wird und zwei Tage später kann man es richtig fertig genäht abholen.

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