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DIY Adventskalender 23.12.2020


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Guten Morgen Euch allen,

das heutige Adventskalendertürchen möchte ich mit einem wohl eher wenig bekannten Gedicht eröffnen, das ich kennengelernt habe, als einer meiner Deutschlehrer es im Unterricht behandelte - leider weiß ich heute nicht mehr, wer es war und in welcher Klassenstufe. Es hat mich schon damals, in der zweiten Hälfte der 60er Jahre, beeindruckt, und ich denke, es paßt auch in unsere Zeit:

 

Weihnacht

von Rudolf Alexander Schröder (1878-1962)

 

Wir harren, Christ, in dunkler Zeit,
gib deinen Stern uns zum Geleit
auf winterlichem Feld.

Du kamest sonst doch Jahr um Jahr,
nimm heut auch unsre Armut wahr
in der verworrnen Welt.

Es geht uns nicht um bunten Traum
von Kinderlust und Lichterbaum;
wir bitten: Blick uns an

und lass uns schaun dein Angesicht,
drin jedermann, was ihm gebricht,
gar leicht verschmerzen kann.

Es darf nicht immer Friede sein.
Wer`s recht begreift, der gibt sich drein,
hat jedes seine Zeit.

Nur deinen Frieden, lieber Herr,
begehren wir je mehr und mehr,
je mehr die Welt voll Streit.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Außerdem möchte ich auch etwas verschenken. Wer sich an eine deutlich säuerliche Marmelade traut (die man aber auch als Zutat für eine Sauce nutzen könnte) und auch Chutneys mag, schreibe bitte vor 24 Uhr fett Advent, Advent in seine Antwort, um in den Lostopf zu hüpfen.


 

AdvKalender2020.jpg


 

Das Paket wird allerdings erst nach Weihnachten auf die Reise gehen - selbst wenn ich die Adresse schnell bekomme, möchte ich morgen nicht mehr zur Post gehen!


 

 

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@Eva-Maria ein wundervolles Gedicht 😊 

Ich werde es später in Ruhe noch einmal durchlesen, wenn hier nicht so viel HalliGalli ist.

 

Rhabarber-Zwiebel-Chutney habe ich selber eingekocht ... schmeckt auch super zu Grillfleisch oder Grilltofu.

 

Aber nachdem hier niemand außer mir so etwas isst, reicht mein eigener Vorrat ewig.

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Unser leider vorletztes Türchen heute, schade! Danke dafür, liebe Eva-Maria!

 

Es war mir ein liebgewonnenes Ritual, gleich nach dem Frühstück hier rein zu schauen.

So viele schöne Gedichte, Lieder und natürlich Geschenke gab es und ich habe mir etliche Gedichte abgespeichert.

Deines heute ist ja schon etwas älter, aber ich finde, gerade in dieses Jahr passt es gut. 

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Dankeschön für das heutige Türchen! Ein nachdenklich stimmendes Gedicht, aus einer schlimmen Zeit, die den Menschen noch deutlich mehr abverlangt hat als das, was wir heute erleben. Manchmal ist es ja hilfreich, sein eigenes Elend zu relativieren.

 

Über den Satz "Es darf nicht immer Friede sein" bin ich zwar heftig gestolpert, aber in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts gehörte diese Denkweise wohl zum Standard. Jedenfalls scheint Herr Schröder eher unverdächtig, wenn man seine Biographie liest (das habe ich dann erstmal gemacht: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Alexander_Schröder)

 

Deine Chutneys klingen lecker, also hüpfe ich mit einem fröhlichen Advent, Advent gerne in den Lostopf.

 

LG Junipau

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vor 3 Minuten schrieb Junipau:

Über den Satz "Es darf nicht immer Friede sein" bin ich zwar heftig gestolpert, ...


Über diesen Satz bin ich auch gestolpert, allerdings unterliegt das Wort „darf“ einem Wandel in der Zeit.

Es bedeutet zum einen dürfen wie wir es meist verstehen, aber es wurde früher auch häufig genutzt für können/ sein.

D.h. der Satz muss nicht zwangsläufig die Überzeugung des Autors wiedergegeben, sondern kann auch als Resümee der Geschichte verstanden werden ... denn da durfte leider wirklich nicht immer Friede sein.

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vor 1 Stunde schrieb StinaEinzelstück:


Über diesen Satz bin ich auch gestolpert, allerdings unterliegt das Wort „darf“ einem Wandel in der Zeit.

Es bedeutet zum einen dürfen wie wir es meist verstehen, aber es wurde früher auch häufig genutzt für können/ sein.

D.h. der Satz muss nicht zwangsläufig die Überzeugung des Autors wiedergegeben, sondern kann auch als Resümee der Geschichte verstanden werden ... denn da durfte leider wirklich nicht immer Friede sein.

Hmmm, ohne jetzt den Thread sprengen zu wollen, aber Deine Deutung von "dürfen" ist anhand der Wörterbücher nicht wirklich belegbar. Vielleicht eher eine dialektale Nebenbedeutung?  Das deutsche Wörterbuch der Brüder Grimm hat als Hauptbedeutung den Sinn von "bedürfen, brauchen, nötig haben", dazu gibt's dann noch "wagen, sich erdreisten".

Ich fürchte, da spricht schon die Überzeugung der damaligen Zeit aus dem Gedicht. Die saß tief in der "Mitte der Gesellschaft", wie es so schön heißt, sonst wären nicht begeisterte Massen 1914 mit voller Überzeugung in den Krieg gezogen.

Aber eigentlich ist war meine Anmerkung nur ein kleiner Denkanstoß gewesen, solche Gedichte in ihrem historischen Kontext zu lesen und ein bißchen zu hinterfragen, ohne jetzt alles zu problematisieren und hier die Weihnachtsstimmung zu  verderben.:rose:

 

LG Junipau

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@Eva-Mariadankeschön für das heutige Türchen. Das Gedicht kannte ich nicht und weil ich auch beim Lesen mehrmals gestolpert bin, begab ich mich auf die Suche und fand folgenden Link über Schröder:

http://www.gaestebuecher-schloss-neubeuern.de/biografien/Schroeder_Rudolf_Alexander_Dichter_Architekt_Maler_Uebersetzer_Komponist.pdf

 

Ein genaues Datum für die Entstehung/Veröffentlichung des Gedichtes fand ich nicht. Vielleicht ist hier jemand Anderes erfolgreicher....

 

Deine Ernte in Gläsern probiere ich gerne und schreibe Advent, Advent hier in diese Zeile.

Einen schönen Abend.

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Guten Morgen,

 

zunächst mal vielen Dank für alle Eure Äußerungen!

 

Unterdessen ist mein Mann aufgestanden und hat sein Amt als Losfee ausgeübt: Gewonnen hat andrea_ml. Herzlichen Glückwunsch - und Deine Adresse schreibst Du mir bitte als PN!

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