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Oberfadenspannung Veritas Rubina


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Guten Abend,

bei Lesen im Netz bin ich immer wieder auf die Hobbyschneiderin gestoßen. Nun fasse ich mir ein Herz, schreibe erstmals in einem Forum und frage, ob mir evtl. jemand bei meinem Problem helfen könnte: Ich sitze vor einer Veritas Rubina 1262 mit ausgebauter Oberfadenspannung. Die auf dem Foto abgebildeten Teile stehen mir zur Verfügung.

 

teile.jpgIMG_20201106_181514444.jpg

Nach den Informationen, die ich im Netz finden konnte, würde ich sie in der aufgelegten Reihenfolge einbauen wollen. Dabei habe ich aber 2 Probleme/Fragen.


 

1. Wie kommt die Spannung zustande? Wenn ich durch das Aufbringen des Drehreglers Spannung erzeuge, diese dann mit der Madenschraube fixiere, hat der Auslösestift ca. 2 mm Spiel. Dann kann der Hebel, den der Füßchenheber auslöst, den Auslösestift nicht mehr berühren (durch dieses Spiel) und die Spannung würde beim Heben des Füßchens nicht gelockert werden. Ohne Spannung ist der Auslösestift fest.

2.Wenn ich den Drehregler aufbringe, müsste er doch (mit diesem grauen Kunststoffteil?) verrasten, damit eine Spannungseinstellung überhaupt möglich wird und der Regler nicht „durchdreht“. Der Abstand ist aber viel zu groß, der Drehregler hat keine Chance, sich irgendwo einzuhängen.

Ich hoffe, ich habe mich (bin technisch nicht so sehr versiert) einigermaßen verständlich ausgedrückt und bedanke mich im Voraus für evtl. Unterstützung.

Viele Grüße

Silke

IMG_20201106_181604297.jpg

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Hallo Forum!

 

 

Zunächst einmal bitte das ganze Teil in der richtigen Reihenfolge zusammenbauen!

Rechts im Doppelbild ist das Ganze ziemlich verkehrt zusammengesetzt.

 

So ist die Reihenfolge korrekt, ich hoffe, man kann es einigermaßen erkennen.

5625.jpg

 

Bitte öffne den kleinen Sprengring (ohne diese dafür notwendige Zange kommst Du nicht weit!).

Dann setze die Achse in das Teil auf dem letzten Bild mit der Flachstelle zur Madenschraube hinten.

Schiebe die Achse erst einmal bis sie bündig sitzt und ziehe die Madenschraube fest.

Wenn die Spannung überhaupt nicht stimmt, kann man die Oberspannung durch Verschieben der Achse justieren, das brauchst Du aber,  wenn überhaupt, ganz am Schluss.

 

Die Reihenfolge und Richtung / Orientierung der Teile kannst Du diesem Schaubild entnehmen. Wichtig auch, das die Nut des Teils (21) nach oben weist, das bestimmt den Nullpunkt für die Skala.

Spg.gif

 

Bei Detailfragen helfe ich gerne weiter!

 

 

Alles Gute!

 

Ramses298.

 

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@Ramses298 Nur noch kleine Detailfragen: Hier ist es also nicht so, dass man für die Grundstellung den Zahlenring nachträglich passend gedreht aufsetzen kann, sondern man schiebt das ganze Konstrukt mehr oder weniger tief in die Maschine hinein, sodass man bei 0 nahezu keine Reibung des Fadens mehr spürt und bei 9 fast meint, der Faden müsse reißen? (Klar: Jeweils bei gesenktem Fuß)

 

Bisher hatte ich nur Spannungen, bei denen die Tiefe des Einbaus in die Maschine allein die richtige Funktion der Spannungsauslösung bestimmte.

 

Offenbar muss man hier auch die Kraft der Fadenanzugfeder vorher korrekt einstellen - wie schätzt Du die denn ein? (Wobei das hier ja noch unverändert zusammengebaut erscheint.) Diese feine Feder macht mir eigentlich überall am meisten Probleme, was die Beurteilung beim Zusammenbau angeht.

 

Ich hoffe, die Fragen helfen auch der TE zum Verständnis.

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Hallo Forum!

 

Die "Grundstellung" justiert man, wie ich geschrieben habe, durch die Einbautiefe der Achse (12), welche durch die Madenschraube (11) fixiert wird. Das ist in meinen Augen eine sehr schöne Konstruktion. Es exisitert eine eine Zeit lang gebaute Oberspannung (Skala mit I, II, III, IIII), welche viel umständlicher ist und mit der Zeit auch sehr brüchig.

Die Justierung würde ich daran festmachen, daß die Maschine in Stellung '4' vernünftig näht.

 

Die Federkraft wird übrigens durch das Zusammenspiel der Teile (21) mit (24) verändert.

 

vor 8 Stunden schrieb Technikus:

Offenbar muss man hier auch die Kraft der Fadenanzugfeder vorher korrekt einstellen - wie schätzt Du die denn ein?

Diese Federkraft - Feder (13) ist sicher gemeint? - kann man ganz einfach einstellen, indem man das eine Ende in die passende Aussparung im Teil (10) einsetzt. Es gibt etliche Aussparungen, so daß ein großer Spielraum dieser Spannung möglich ist.

Ich habe da aber keine Erfahrungen gemacht, daß eine mittlere Spannung nicht richtig wäre.

 

 

Alles Gute!

 

Ramses298.

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Danke Ramses298,

 

wieder was gelernt. Geht meistens so, dass man die Feder in solche Aussparungen einhängen muss und ich habe es auch immer  mit einer mittleren Vorspannung versucht. Ich hab aber gerade eine Maschine, wo das offenbar nicht klappt und dachte anhand Deines Postings über ein möglichst eindeutiges Prozedere nach:

 

Muss die Feder nicht einfach schwächer als Fadenspannung 1 sein? Oder sogar 0? Denn sie darf ja auf keinen Fall Faden von der Garnrolle nachziehen...

 

Mal schauen, welche Erfahrung die Threadstarterin hoffentlich schildert.

 

Edited by Technikus
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Hallo Forum!

 

 

vor 20 Stunden schrieb Technikus:

Muss die Feder nicht einfach schwächer als Fadenspannung 1 sein? Oder sogar 0? Denn sie darf ja auf keinen Fall Faden von der Garnrolle nachziehen...

Darüber habe ich mir, ehrlich gesagt, noch nie Gedanken gemacht.

 

Die Fadenspannung sollte ohnehin nicht zu niedrig sein, weil das zu unregelmäßugen Stichen führt, die vom Abrollwiderstand der Garnrolle(n) herrührt.

Wenn dieser erwähnte Widerstand in den Bereich der Spannungen eingestellt ist, dann macht sich der Garnrollenwiderstand im Stichbild bemerkbar.

Schon gehabt und gerätselt...

 

 

Alles Gute!

 

Ramses298.

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Guten Abend,

vielen Dank für die Antwort(en). Nach einem Sonntagnachmittag Tüfteln habe ich auch herausgefunden, dass der Zusammenbau auf dem rechten Foto oben nicht stimmen kann. Auch die Zeichnung hatte ich gefunden. Nach gefühlten 30x Auseinander- und wieder Zusammenbauen (reell vielleicht 8x) bin ich jetzt so weit, dass die Spannungsscheiben beim Füßchenhub gelockert werden, die Spannung einstellbar ist und die Maschine näht. Den Sprengring konnte ich allerdings schon mit einem Schraubenzieher ziemlich einfach entfernen. Er rastet aber beim Einbau auch wieder (auf dieser Nut) ein. Auseinandergebaut wurde die Fadenspannung bislang ja mindestens einmal, wahrscheinlich aber auch mehrmals. Die Feder habe ich nun mit dem dicken Ende nach hinten gesetzt. Andersherum hat es einfach nicht funktioniert.

IMG_20201113_151431511.jpg

Ich bin mir nicht sicher, ob das auf dem Foto abgebildete Teil das Teil 25 der Abbildung ist. Kommt das zuletzt unter die Schraube? In welcher Richtung (Wölbung zur Maschine oder nicht) muss es eingebaut werden? Spielt das eine Rolle? Welche? Wofür die Fadenanzugfeder wichtig ist, hab ich leider auch noch nicht verstanden. Aber dieser Teil der Fadenspannung war zum Glück sicherlich wirklich noch original zusammen.

Die Oberfadenspannung ist nun allerdings ganz schön stark. Auf „0“ gestellt, näht die Maschine ganz gut. Bei 4 - 5 ist es bereits ganz schön straff und bei „9“ reißt der Oberfaden. Aber das ist wahrscheinlich auch normal? Die Achse hab ich hinten bündig in Teil 10 eingeschraubt. Die Unterfadenspannung hab ich an der Spulenkapsel mittels Schräubchen so eingestellt, dass die Kapsel bei einem Ruck am Faden ein Stück weit hinabgleitet und sich dann gleich wieder fängt. Ich habe aber auch noch nichts weiter versucht,  keine neue Nadel, Faden nicht getauscht… Erst einmal war ich stolz, dass die Maschine nähte.

Nochmals danke für die Hilfe.

Viele Grüße

Silke

IMG_20201113_151243745.jpg

   IMG_20201113_151320043.jpg   IMG_20201113_151222141.jpg   IMG_20201113_152116971.jpg
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Hallo Forum!

 

Der Zusammenbau schaut jetzt besser aus.

Du solltest die komplette Oberspannung etwas nach rechts drehen, dieser "Stift" sollte auf 12 Uhr stehen, nicht auf 11:22 Uhr.

 

Am 13.11.2020 um 19:16 schrieb silke1968:

Feder habe ich nun mit dem dicken Ende nach hinten gesetzt

So ist es ja auch richtig!

Die jüngere Seite passt in Teil (19), die breitere auf Teil (21).

 

Am 13.11.2020 um 19:16 schrieb silke1968:

Ich bin mir nicht sicher, ob das auf dem Foto abgebildete Teil das Teil 25 der Abbildung ist.

Ist es!

 

Unter die Schraube, auf eines der dünnen Scheibchen. Das Teil hat zwei Nuten, die in die geschlitzte Achse greifen müssen. Das verhindert m.E., daß sich die Schraube (26) löst.

Ich würde die Wölbung in Richtung Achse einbauen, ist einfacher!

 

Am 13.11.2020 um 19:16 schrieb silke1968:

Die Oberfadenspannung ist nun allerdings ganz schön stark. Auf „0“ gestellt, näht die Maschine ganz gut. Bei 4 - 5 ist es bereits ganz schön straff

Dann baue die komplette Oberspannung noch einmal aus der Maschine. Bitte sonst NICHT weiter zerlegen!

Stell die Spannung auf '0' und löse die Madenschraube (11). Dann sollte die Achse ein Stück nach vorne rutschen.

Dann die Madenschraube wieder festziehen und schauen, ob man mit der Spannung leben kann.

Ist sie immer noch zu stark, wiederhole den Akt und stelle die Spannung aber auf '1'.

Usw...

 

 

Alles Gute!

 

Ramses298.

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Guten Morgen,

danke für die Tipps. Diese werde ich demnächst umsetzen. 11:22 Uhr ist gut, es ist bei mir eben noch vor 12:00 Uhr, d. h. noch nicht alles verloren?

Leider sitzt die Feder aber eben andersherum, die breitere Seite auf der 19 und die schmalere auf der 21. Mit "hinten" meinte ich in Richtung Maschine. Vielleicht sollte ich es doch noch einmal andersherum versuchen und bis dahin auseinanderbauen?

Bis später viele Grüße

Silke

 

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Moinmoin,

 

nur ganz kurz zu der schwachen Feder: Wenn man die Maschine langsam vorwärts dreht, sollte man beobachten können, dass der Fadenzughebel (oder hier eher Fadengeber, genauer: sein Fadenloch) irgendwann streckenmäßig ein bisschen schneller/weiter als die Nadel (ihr Öhr) nach unten geht. Das ist der gesamten Geometrie geschuldet, die für das spätere Festziehen der Fadenschlinge im Stoff wohl so sein muss.

 

Gäbe es diese kleine Feder nicht, würde der Faden das eine oder andere Mal vor der Nadel eine Schlaufe auf dem Stoff auslegen weil er halt zu früh schon arg locker wäre. Wenn  nun die Nadel in diese Schlaufe eintritt oder gar in den Faden selber hineinpiekst, kann der nicht mehr normal nachrutschen und wird daraufhin reißen. Diese Feder hält den Faden also so lange leicht gestrafft, bis die Nadelspitze den Stoff berührt - danach wird er dann schon lockerer durchs Öhr laufen und bald der Oberfaden sehr locker herumhängen, bis der Greifer ihn endlich schnell nach unten zieht.

 

Ist die Oberfadenspannung zu schwach und die Feder zu stark, wird sie stattdessen Faden von oben nachholen, statt für ihre eigentliche Aufgabe gespannt zu werden. Meiner Meinung nach sollte sie also auch bei schwächster Fadenspannung nahe oder auf 0 immer bis zu ihrem "Anschlag" gezogen werden, bevor Fadengeber und Nadel nach unten gehen und sich halt erst im späteren Teil der Abwärtsbewegung wieder entspannen (wie beschrieben).

 

Edited by Technikus
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Hallo Forum!

 

vor 7 Stunden schrieb silke1968:

Leider sitzt die Feder aber eben andersherum, die breitere Seite auf der 19 und die schmalere auf der 21. Mit "hinten" meinte ich in Richtung Maschine. Vielleicht sollte ich es doch noch einmal andersherum versuchen und bis dahin auseinanderbauen?

Eigentlich zeigt die Skizze den Sachverhalt recht gut. Die Seite mit dem größeren Durchmesser zeigt nach rechts im Bild.

 

 

Alles Gute!

 

Ramses298.

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Guten Abend,

ja, ich weiß. Ich hatte mir (nach einem Versuch) eingebildet, es würde andersherum nicht funktionieren. Nun habe ich die Spannung doch noch einmal bis zur Feder auseinandergebaut und diese richtigherum eingesetzt. Und sieh an, es funktioniert ja doch.

Den Stift habe ich auf 12:00 Uhr gestellt, allerhöchstens auf 12:05 Uhr ;-)

Nach Ölen, Testen und mit dünnerer Nadel näht die Maschine jetzt auf Spannung 4,5 so, dass ich zufrieden bin. So habe ich die Achse nicht noch einmal angefasst.

Die Funktion der Fadenanzugfeder habe ich versucht nachzuvollziehen. Selbst die nicht gangbare Transporteurversenkung konnte ich mithilfe der Anleitung im Netz zum Arbeiten überreden. Die Mechanik der Maschine ist eigentlich schon ganz schön interessant.

Ich freue mich sehr, dass ich nun eine funktionsfähige Nähmaschine habe und bedanke mich für die Unterstützung.

Viele Grüße

Silke

IMG_20201116_145551385.jpg

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Hallo Forum!

 

 

Schön, daß die Veritas nun wieder funktioniert.

 

Das Modell ist eigentlich recht einfach aber robust.

Der große Pluspunkt an einer Rubina ist deren Stichbreite von 6 mm.

 

Ach ja, wenn Dir die festen Größen der Stichlänge zu unflexibel sind, dann besorge Dir den Applikator!

 

 

Alles Gute!

 

Ramses298.

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Hallo,

die Stichlänge ist doch das, was ich beim Testnähen auf dem Foto oben beim Zick-Zack-Stich variiert habe, oder? Die kann man bei der Veritas 1262 mit einem Drehknopf innerhalb des Programmwählrades einstellen. Oder übernimmt dann der Applikator etwas anderes?

Wofür verwendet der im kleinen Umfang fertigende Hobbynäher den Zick-Zack-Stich mit 6 mm Breite?

Könnte ich tatsächlich mit dem Programm „Stretch/Jersey“ (ein „Punkt“ zwischen Programm 2 und 3) und einer Stretchnadel versuchen, Jersey zu nähen? Die Nadel näht bei diesem Programm auf der linken Seite friedlich geradeaus.

Viele Grüße

Silke

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Hallo Forum!

 

Am 22.11.2020 um 11:22 schrieb silke1968:

Die kann man bei der Veritas 1262 mit einem Drehknopf innerhalb des Programmwählrades einstellen.

Ach ja, da hatte ich ein anderes Modell im Hinterkopf.

Die 1262 hat dann aber keinen Programmdoppler (Hebel auf dem Armdeckel)?

Die Modelle, die ich meinte, z.B. eine 1290, die haben feste Stichlängen und feste Stichbreiten. Die Stichlänge kann man, recht ungenau allerdings, mit der Riegeltaste regeln. Dazu dient dann der Applikator, der in den Spalt der Riegeltaste gesteckt wird.

 

Breitere Stiche haben durchaus ihre Vorteile! Z.B. bei der Segelmachernaht vernäht man eine ein ganzes Stück größere Nähfläche.

Na gut, bei einer Rubina 1091 oder einer der besseren Famulas kann man die Stichbreite stufenlos einstellen, das ist dann noch etwas besser.

 

 

Alles Gute!

 

Ramses298.

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