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Professionellerer Ersatz für Seamly2D gesucht


Schäfchen84
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Hallo zusammen,

 

nach zwei Tagen Suche nach einem geeigneten Konstruktionsprogramm bin ich fast verwirrter als vorher. Vielleicht findet sich hier jemand, der mehr Ahnung hat, als ich.

 

Zur Ausgangssituation: Ich arbeite seit einiger Zeit mit Seamly2D. Im Prinzip kommen wir gut miteinander zurecht, für eine kostenlose Software ein super Programm. Allerdings hat es auch seine Grenzen und wird bei komplexeren Schnitten einfach unkomfortabel. Also beschloss ich ein paar Euro in die Hand zu nehmen und in ein professionelleres Programm zu investieren- mit folgenden Ergebnissen:

 

PatternMaker macht mich in der Pro-Version nicht glücklich. Ich kann dort offenbar keine Variablen und Abhängigkeiten eingeben, wie ich es gewohnt bin. Ich möchte eine Struktur haben, bei der ich anhand einer selbst erstellten Maßtabelle und zusätzlicher Variablen Abhängigkeiten eingebe und anschließend noch verändern kann. Dies bietet PM offenbar in einem Zusatzmodul für Makros. Diese schaut aber so unübersichtlich aus, dass ich dann doch lieber wieder zu Seamly zurück kommen würde.

 

Grafis erscheint mir arg teuer. Bei einer Jahresmiete von 1400 € Netto war ich vorerst abgeschreckt.

 

Inkscape benutzte ich gerne für andere Dinge. Scheint mir für Schnittmuster aber auch nicht ideal geeignet zu sein (man belehre mich gerne eines Besseren, wenn ich das falsch sehe)

 

MarvelousDesigner hat mir viel Spaß bereitet. Technisch finde ich dieses Programm großartig und wenn man sich einen eigenen Avatar in passender Größe bastelt, kann man sicherlich einiges auf die Beine stellen. Passt nur leider nicht zu meiner eher mathematischen Herangehensweise, sondern ist eher zum Drapieren am Computer geeignet.

 

Im Endeffekt suche ich eine Software, die auf einem ähnlichen Prinzip beruht, wie Seamly2D (Ich möchte sagen "Zeichne den dreifachen Brustumfang im gleichen Winkel, wie die Linie da drüben" und nicht 240 cm eingeben-> dann kann ich im Anschluss nicht den Brustumfang ändern und das Schnittmuster mit dieser Änderung neu berechnen lassen). Es sollte aber gradieren können und weniger kompliziert zu handhaben sein, wenn es an komplexere Schnitte geht. Um Geld geht es mir erst in zweiter Linie... günstiger als Grafis wäre herzlich willkommen. Hat jemand dazu einen passenden Tipp?

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Kannst Du mit Patternmaker in Verbindung mit MacGen. MacGen ist dieses Zusatzprogramm, das Du oben erwähnst. Mit MacGen kannst Du selbst festlegen, wie Du Deinen Schnitt konstruierst entweder "mit 240 cm oder dreifachen Brustumfang im gleichen Winkel".  Du kannst sogar noch weiter gehen und sagen "aber wenn die Rückenbreite größer ist als die Brustbreite, dann + 1/20 des Bu noch dazu".Das hängt alles von Dir ab und ist nicht sehr schwer (nach Einarbeitung). Hast Du es mal ausprobiert? Bekommst Du auch als Demo.

lg

heidi

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Danke für die Antwort :)

 

Patternmaker habe ich heruntergeladen. Für MacGen hatte die das Demo (mehrfach) angefragt, aber nie etwas zurück bekommen. Also schaute ich mir das eine oder andere Video dazu an. Das wirkte auf mich aber leider total unkomfortabel. Zumindest hatte ich das Gefühl, dass es kaum möglich ist über die x-y-Eingabe Punkte zu erzeugen, die durch den Schnitt von zwei Kreisen (nur ein Beispiel) entstehen. Bzw. wenn ich einen bestimmten Winkel haben möchte, müsste man mit Trigonometrie rechnen... Oder habe ich das vollkommen falsch verstanden?

 

Liebe Grüße

Katrin

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Der Garment Designer ist nicht in Deiner Liste, evtl. liegt das daran, dass er nicht gradieren kann. Ich kenne Seamly2D nicht, finde das Preis-Leistungs-Verhältnis beim Garment Designer aber ganz ok. Man nutzt Standardmaße oder gibt eigene an und zeichnet damit die Kleidungsstücke, die dann mit dem Ziehen von Linien noch verändert werden können. 

Man kommt ziemlich weit damit, aber er kommt vom Stricken her, was sich merklich auf die Passform von Ärmeln auswirkt. 

Es gibt ein eigenes Forum, hier so https://www.homeatelier.de/

 

Wenn Du noch Detailfragen hast, immer gerne.

 

Auskunftsfreudig

Frau Bratbecker

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Hallo Schäfchen,

hattest Du Dich registriert?

Natürlich ist eine Winkeleingabe möglich und auch ein Punkt, dort wo sich "Arc" und "Arc" treffen. Sonst wären Maßschnitte schwierig zu zeichnen. Es sind aber noch viele andere Dinge möglich.

Man beherrscht das auch nicht von Null auf gleich. Es hat  eine Lernkurve. Trotzdem finde ich,  es ist ziemlich unkompliziert. Ich konnte mich mit meiner Konstruktionsbeschreibung (Methode Müller) dransetzen und diese Punkt für Punkt abarbeiten. Natürlich war ich durch PatternMaker vertraut damit, wie das Programm "denkt". Darum erst PM - dann MacGen. Und das Schöne: Du kannst dann mit deinem vertrauten System arbeiten.

lg

heidi

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Hallo Ihr Lieben,

ich bin erst seit sehr kurzer Zeit hier und bin bislang noch ein stiller Beobachter gewesen. Mein Hauptinteresse ist in der Tat Schnittmuster Software, was diesen Thread sehr spannend für mich macht.

Ich habe eben mal auf die Garment Designer Webseite geschaut und sehe, die scheinen Gradierung anzubieten mit ihrer Garment Designer 2.5 version. Ich weiß nicht genau, ob ich einen Link hier schon posten darf?!

Allerdings bin ich sehr neugierig, ob hier bereits jemand White Rabbit CAD ausprobiert hat? Ich komme mir etwas frech dabei vor, da ich selbst auch an der Software arbeite. Wir sind auf Schnittmuster spezialisiert, aber gehen auf eine ganz andere Weise an das Thema heran. Statt komplizierter oder nüchterner Tabellen-Arbeiten und mühsamem Erlernen von speziellen Programm-Anforderungen lehnt es sich an klassische Papier Techniken an und erlaubt visuelles Arbeiten.

Das hat zwar noch kein Gradieren, ist allerdings schon Teil der kommenden Entwicklung.

Daher meine Neuigier.

 

Ich hoffe, Ihr verzeiht mir, wenn ich mich hier so in die Konversation herein mogele als meinen ersten Beitrag?

 

Alles Liebe,

Timur

Edited by Timur
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Hallo Timur,

 

willkommen im Forum! Da gibt es nix zum Verzeihen. Das Forum lebt doch von Menschen, die sich für Nähen in irgendeiner Form interessieren. Ich persönlich finde, Schnittdesign liegt nicht sooo im mainstream, deshalb freue ich mich über jeden zielführenden Beitrag.

 

Kann White Rabbit CAD auch ordentliche Blazerärmel? Also asymmetrische Zweinaht, die wunderbar passen? Wir können diese Diskussion auch gerne im Markt oder so weiterführen. 

 

Eine neugierige Frage: Muss denn jede Schnittdesign-Software gradieren können? Wenn ich mir die typische Hobbyschneiderin vorstelle, die näht doch vermutlich nur eine begrenzte Anzahl von Größen, z.B. die eigene, und noch x für Ehemänner, Freunde, Verwandschaft. Insofern würde es doch reichen, die Maße dieser Leute in der Software abzuspeichern und auf dieser Basis zu zeichnen. Einzelmaße zu ändern (die Ehe ist eine Zugewinngemeinschaft :classic_smile: ) ist dann total simpel. Unter gradieren habe ich bisher immer das Durchdeklinieren ein und desselben Schnittes durch verschiedene Größen verstanden. Ist für Profis bestimmt unabdingbar, aber für die Hobbyschneiderin? 

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Vielen lieben Dank, Frau Bratbecker! Und was für eine schöne Antwort das ist. Freut mich wirklich riesig, weil auch wir uns dachten, es fehlt eigentlich am meisten eine wirklich angenehme Software zum Schnitte machen ohne Einschränkungen oder limitierte Vorgaben.

 

Die Software ist ein unglaublich offenes CAD Werkzeug, so zu sagen, also nicht etwa eine Bibliothek an Elementen, sondern wirklich wie Papier und Zeichenwerkzeuge mit allen relevanten Werkzeugen zur Schnittentwicklung. Wobei sich einiges davon ungewöhnlich magisch anfühlen mag, weil wir eben wirklich versuchen, an alles zu denken, was tatsächlich gebraucht wird, nicht viel mehr und auf gar keinen Fall weniger. Wenn es also zum Blaserärmel kommt, wird man als Schnittmacher nur wissen müssen, wie man den konstruiert und alle Werkzeuge machen es leicht, das dann umzusetzen. Das hat aber auch den riesen Vorteil, das man nicht von ungünstig geschriebenen Macros abhängig ist. Und wir glauben, das die Herkunft vieler Macros von den Schwierigkeiten stammt, das die jeweilige Software einfach schwer zu bedienen oder zu erlernen ist.

 

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns noch mehr darüber unterhalten können. Ich hoffe, ich finde zum Markt. Ein Link wäre super lieb! Ich bin wirklich noch ein bisschen unbeholfen hier.:classic_blush:

 

Hmmm, ich befürchte, was ich jetzt hier schreibe klingt echt wie Werbung, also im Zweifelsfalle, sagt mir bitte Bescheid und ich editiere die Post wieder...

Ich traue mich immer noch nicht hier Links zu posten, aber ich schlage einfach mal vor, nach "White Rabbit CAD" zu googlen, wenn das in Ordnung ist? Ich freue mich schon so sehr, Euch mehr zu zeigen. Schnittemachen sollte wirklich wieder Spaß machen dürfen!

 

Ich hatte ein paar Unterhaltungen mit unabhängigen Fashion-Designern um die Welt herum und war erstaunt, wie viele von ihnen fast automatisch nach Gradieren fragten, aber dann gar nicht realisierten, dass sie das in ihrem Umfeld gar nicht brauchen. Was allerdings klasse wäre und bei uns auch als nächstes auf der Liste steht, ist Scripting, um vor allem die Automatisierung von Maßschnitten zu ermöglichen.

Im Vordergrund, jedoch, bleibt für uns die Freude am Konstruktionsvorgang, also das Arbeiten mit dem Computer. Wobei wir mehr und mehr wirklich die Qualitäten des Computers deutlich machen wollen.

In welche Richtung wir uns da bewegen, kann man schon ganz schön in unseren ersten Videos sehen, die wir bereits auf YouTube gepostet haben. Wenn das erlaubt ist, post ich die gerne hier! :classic_smile:

 

Nochmal, vielen Dank für die liebe Antwort. Ich freu' mich schon auf mehr! :hug:

 

 

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vor einer Stunde schrieb Timur:

Die Software ist ein unglaublich offenes CAD Werkzeug,

Ist das ähnlich wie Valentina? Das wurde vor einigen Jahren mal hier im Forum besprochen.

Ich habe damit mal ein bisschen herumprobiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass das für mich (die ich nur für mich nähe) keine Vorteile gegenüber der Konstruktion auf Papier bringt. Ich bin keine geübte "Konstrukteurin" und mache das auch nicht allzu oft.

Das Bedienen einer Software (egal wie intuitiv :)) schien mir da eher zusätzlicher Aufwand ohne Mehrwert. Dazu kommt, dass man den Schnitt dann plotten lassen oder kleben muss.

vor einer Stunde schrieb Timur:

Wenn es also zum Blaserärmel kommt, wird man als Schnittmacher nur wissen müssen, wie man den konstruiert

Nur am Rande: ich glaube, so einige Hobbyschneiderinnen hier verstehen unter "Schnittsoftware" etwas anderes: ein Programm, das einem nach Masseingabe und Modellwahl einen fertigen Schnitt ausspuckt; evtl. mit Austausch von Details.

Grüsse, Lea

Edited by lea
Formatierung
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Danke, Lea! :super:

 

Valentina ist prinzipiell aus der selben Art von Schnitt CAD Software, wie alle, die wir kannten und alle die sind der Grund, warum wir unsere gemacht haben, selbst die ganz Großen. Es geht eben auch anders und viel "menschlicher", sag ich mal, also "menschengerecht" an Stelle von "computergerecht".

 

Natürlich müssen die Schnitte dann immer noch auf's Papier, aber dafür haben wir alle wichtigen Ausdrucksformate im Programm, inklusive A0 und völlig offenen PNG, womit man direkt zu Plottern gehen kann, wenn man nicht gar selbst einen hat. Eher ungewöhnlich, aber möglich und herrlich zu haben, kann ich mir vorstellen! :)

Wir haben uns aber auch sehr bemüht, den Puzzle-Aspekt von kleineren Formaten so angenehm, wie möglich zu machen, und dank der Software kann man viel Experimentieren, bevor man es ausdruckt, ohne mit Papier kämpfen zu müssen.

 

Und danke nochmal für die Aufklärung, was den Begriff "Schnittsoftware" hier angeht. Ich stolpere hier noch immer etwas umher und hoffe, Ihr schubst mich in die richtige Richtung, falls ich für Verwirrung sorgen sollte. Da unsere Software exklusive zur Herstellung von Schnitten ist, schien mir das Thema von diesem Thread einladend genug, um endlich ein bisschen mit zu plaudern mit Euch. Wofür ich jetzt schon sehr dankbar bin. :hug:

 

Liebe Grüße,

Timur

 

 

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Moin,

als bekennende Übersichts-Liebhaberin würde ich Timur gerne mit ein bisschen Marktforschung unterstützen. Mir schwebt eine Liste der gängigen Schnittsoftware vor, die die relevanten Infos zusammenstellt. Als relevante Infos sehe ich, nur mal so aus der Hüfte geschossen:

 

0. Datum der Version der Liste: tt.mm.jjjj

Bewertung stark zusammengefasst, z.B. Grafis - der Porsche unter der Schnittmustersoftware (keine Ahnung, ob das stimmt, nur mal als Beispiel)

 

1. Stammdaten

Name der Software

Version

geeignet für (Windows xxx, Mac xxx)

Releasewechsel pro Zeiteinheit, (ja, vermutlich hier eher entbehrlich)

 

2. Funktionsumfang

Wie viele eigene Maße kann man eingeben? 

Symmetrie ja/nein - aka: Kann man für rechts und links unterschiedliche Maße eingeben?

Wie viele Standardgrößen sind enthalten?

Kann man das Kleidungsstück manuell am Bildschirm ändern?

Kleidungsstücke mit Komponenten oder fertig (z.B. Ein Oberteil mit Wasserfallkragen und Raglanärmel versus T-Shirt)

Wie nah ist die Software an manuellem Schnittdesign? (total nah, analog Papier und Bleistift - mittel nah: irgendein Mitteldings - nicht nah: Formeln von Papier und Bleistift sind hinterlegt)

Wie modular bekommt man die Software? (Einer für alles - Damen/Herren/Kinder -  Oberbekleidung Damen, Dessous, Bademode, und ähnliches für Herren :-)

 

3. Preis

Preis pro Lizenz

Preis pro Zeiteinheit (einmalig, pro Jahr, etc.)

 

Was meint Ihr zu dieser Idee? Gibt es womöglich schon so eine Aufstellung? Wenn ja, wo? Was haltet Ihr von den Kriterien? Ich habe dabei in die mir bekannte Software gedacht. Reicht das für jede einigermaßen bekannte Software? Ist das verständlich?

 

Fragen über Fragen. Ich freue mich auf die Diskussion und würde die Infos auch zusammenfassen, die von den Softwarenutzerinen kommen. Für den GD könnte ich die Fragen selbst beantworten. 

 

Also, was denkt Ihr?

 

Tatendurstig und aktuell mit mehr Zeit als üblich

Frau Bratbecker

 

 

 

 

 

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Ob es inzwischen wieder was brauchbares für den Mac gibt, würde mich auch sehr interessieren. Bei GarmentDesigner gibt es leider derzeit noch keine aktuelle Version für das aktuelle Mac-Betriebssystem. Und mit einem alten Rechner möchte man ja aus Sicherheitsgründen nicht arbeiten... So kann ich meine Software derzeit leider gar nicht mehr verwenden; außer, ich würde das alte System noch irgendwo als zweite Partition aufspielen, aber so dringend ist es dann auch nicht... :o

 

Und ja, mich als Hobbyschneiderin würde eine Software mit mitgebrachten Schnitten stärker interessieren als eine reine Konstruktions-Software.

 

@Frau Bratbecker, so eine Liste kenne ich nicht; ich denke, die Profis wissen eh, was sie wollen, und die Laien suchen sich die Infos jeweils selbst zusammen. Ich hatte mal eine kleine Linkliste angefangen, aber die ist inzwischen auch schon veraltet und gerade wegen Umbau auch nicht erreichbar, leider. Ich selbst bin ja auch so eine Listen-Fetischstin, ich fände das cool! :D

 

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vor 2 Minuten schrieb Capricorna:

Und mit einem alten Rechner möchte man ja aus Sicherheitsgründen nicht arbeiten...

Braucht der Garment Designer (ich kenne den nicht) denn Verbindung nach aussen? Wenn nein, wäre es ja egal.

Ich "halte" mir für meine Schnittvision-Software auch noch einen XP-Rechner, bei dem ich das WLAN eben deaktiviert habe.

Grüsse, Lea

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Guten (recht späten) Morgen, Frau Bratbecker!

Das klingt nach einer klasse Idee. Ein guter Überblick ist Gold wert und gar nicht so einfach zu erhalten. Wenn bloß genügend Software existierte.

 

Die Punkte sehen sehr hilfreich und informativ aus. Punkt 1 und 3 sind absolut perfekt. Punkt 2 jedoch hat eine etwas andere Gewichtung, als die original Frage suggeriert. Sind aber dennoch alles klasse Punkte!

 

In der ursprünglichen Frage schien es sich um Konstruktionsprogramme zu drehen, angelehnt an Seamly2D als Referenz...

On 8/8/2020 at 4:15 PM, Schäfchen84 said:

nach zwei Tagen Suche nach einem geeigneten Konstruktionsprogramm bin ich fast verwirrter als vorher. Vielleicht findet sich hier jemand, der mehr Ahnung hat, als ich.

 

Zur Ausgangssituation: Ich arbeite seit einiger Zeit mit Seamly2D. Im Prinzip kommen wir gut miteinander zurecht, für eine kostenlose Software ein super Programm. Allerdings hat es auch seine Grenzen und wird bei komplexeren Schnitten einfach unkomfortabel. Also beschloss ich ein paar Euro in die Hand zu nehmen und in ein professionelleres Programm zu investieren- mit folgenden Ergebnissen:

...

Im Endeffekt suche ich eine Software, die auf einem ähnlichen Prinzip beruht, wie Seamly2D (Ich möchte sagen "Zeichne den dreifachen Brustumfang im gleichen Winkel, wie die Linie da drüben" und nicht 240 cm eingeben-> dann kann ich im Anschluss nicht den Brustumfang ändern und das Schnittmuster mit dieser Änderung neu berechnen lassen). Es sollte aber gradieren können und weniger kompliziert zu handhaben sein, wenn es an komplexere Schnitte geht. Um Geld geht es mir erst in zweiter Linie... günstiger als Grafis wäre herzlich willkommen. Hat jemand dazu einen passenden Tipp?

 

 

Vielleicht sollte Punkt 2 einfach etwas andere Aspekte hervorheben, um die möglichen Software Kandidaten leichter der Frage entsprechend sortieren zu können?

1. Konstruktion von Schnitten manuelle möglich?

2. Einfachheit der Handhabung von manueller Konstruktion.

3. Makro-Einbindung und Umfang des (im Preis) enthaltenen Angebots an Makros (Schnittteil-Vorgaben mit Maßeingabe, Verarbeitung von Schnittteilen, etc...) .

4. Qualität der Einbindung von Makros. Lassen diese sich leicht bedienen und machen sie das Konstruieren wirklich einfacher und angenehmer?

5. Spezielle Module erhältlich und zu welchem Preis?

 

Das ist nur ein Vorschlag und ich hoffe, es ist ok von mir, so früh schon Anpassungen vorzuschlagen. Es geht aber wirklich nur darum, nicht all zu schnell von der ursprünglichen Frage des Threads weg zu kommen.

 

Ich war auch erstaunt, wie die Welt der Schnittkonstruktion auf dem Computer schon so lange still zu liegen scheint. Computer verbessern sich ständig und wir entwickeln immer mehr Verstand, was die Möglichkeiten des Computers angeht. Da wird es doch wirklich Zeit, mal wieder an Bekleidungsentwicklung zu denken und wenigstens ein paar Vorteile des Fortschritts nutzbar dafür zu machen!

 

 

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vor 1 Stunde schrieb Timur:

  In der ursprünglichen Frage schien es sich um Konstruktionsprogramme zu drehen, angelehnt an Seamly2D als Referenz...

 

 

Vielleicht sollte Punkt 2 einfach etwas andere Aspekte hervorheben, um die möglichen Software Kandidaten leichter der Frage entsprechend sortieren zu können?

1. Konstruktion von Schnitten manuelle möglich?

2. Einfachheit der Handhabung von manueller Konstruktion.

3. Makro-Einbindung und Umfang des (im Preis) enthaltenen Angebots an Makros (Schnittteil-Vorgaben mit Maßeingabe, Verarbeitung von Schnittteilen, etc...) .

4. Qualität der Einbindung von Makros. Lassen diese sich leicht bedienen und machen sie das Konstruieren wirklich einfacher und angenehmer?

5. Spezielle Module erhältlich und zu welchem Preis?

 

Das ist nur ein Vorschlag und ich hoffe, es ist ok von mir, so früh schon Anpassungen vorzuschlagen. Es geht aber wirklich nur darum, nicht all zu schnell von der ursprünglichen Frage des Threads weg zu kommen.

 

 

Ja, Timur, das stimmt. Von Schäfchen84s Ursprungsfrage ist 2. weg. Aber korrigiert mich, wenn ich hier etwas falsch verstehe. Ich sehe das so, dass Schäfchen84s Fragen Detaillierungen zu  diesem meinem Punkt sind: "wie nah ist die Software an manuellem Schnittdesign? (total nah, analog Papier und Bleistift - mittel nah: irgendein Mitteldings - nicht nah: Formeln von Papier und Bleistift sind hinterlegt)". Richtig? Bezogen auf den Seamly2D würde die Antwort lauten: Total nah!, wenn ich mir das Youtube-Video dazu anschaue https://www.youtube.com/watch?v=I7UiWcMfw6E

Daraus kann  man dann auch einigermaßen gut ableiten, welcher Hintergrund dem jeweiligen User nützt. Beim Seamly2D hilft ein vorab absolvierter Schnittdesign-Kurs ungemein, z.B. nach Müller & Sohn.

 

Davon abgesehen wäre zusätzlich ein Link auf ein Youtube-Video für Einsteiger ganz praktisch. Würde ich eh prüfen, wenn ich mir die Software anschaue. 

 

Nachdem Ihr das Ob gut findet, stellt sich die Frage nach dem Wie. Mir als best ager fällt natürlich spontan Excel ein. Aber Excel-Weitwurf bei verteilten Erstellern?  :freak: Nein. Weiß jemand eine praktikable Alternative?

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Ich wage mal einen link zu posten, was die einfache Alternative zu Excel sein könnte, wenn es nur um Spreadsheets geht:

https://www.google.com/sheets/about/

 

Ich erinnere mich, dass die recht leicht zu erstellen und zu teilen sind. :)

 

Oh, und was den 2.Punkt angeht, war meine Sorge wirklich in erster Linie die Gewichtung der Themen und das vereinfachte Formulieren.

Edited by Timur
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Am 31.8.2020 um 12:36 schrieb Capricorna:

 

Und ja, mich als Hobbyschneiderin würde eine Software mit mitgebrachten Schnitten stärker interessieren als eine reine Konstruktions-Software.

 

 

Das geht mir genauso. Mein primäres Ziel ist Kleidung, die an mich optimal passt. Ich sach' nur Ärmellänge, FBA, Hohlkreuz, lange Größe:classic_wacko:. Alles das kann ich mit Papier und Bleistift zeichnen, z.B. nach Müller & Sohn. Das dauert. Als ungeduldiger Mensch mag ich es, wenn mir Software diese Zeit verkürzt. Je mehr, desto besser. Schließlich will ich ja überwiegend an den Nähmaschinen sitzen und nicht am Rechner. Aber das ist nur eine Sicht auf die Dinge, eine von vielen. 

 

@Schäfchen84 @stofftante : Was macht Euch an Seamly2D oder Patternmaker/MacGen Spaß?

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Am 31.8.2020 um 12:36 schrieb Capricorna:

Ob es inzwischen wieder was brauchbares für den Mac gibt, würde mich auch sehr interessieren. Bei GarmentDesigner gibt es leider derzeit noch keine aktuelle Version für das aktuelle Mac-Betriebssystem. Und mit einem alten Rechner möchte man ja aus Sicherheitsgründen nicht arbeiten... So kann ich meine Software derzeit leider gar nicht mehr verwenden; außer, ich würde das alte System noch irgendwo als zweite Partition aufspielen, aber so dringend ist es dann auch nicht... :o

 

Hallo Capricorna, ich möchte Dich kurz informieren, dass es für den Garment Designer für Mac jetzt ein Update gibt. Es ist ein Zwischenschritt zum GD3 und hat die Nummer GD2.9 Da es noch neu ist, habe ich es noch nicht auf der Website. Du könntest per Mail bestellen. Das Programm würde als Download geliefert werden.

 

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Jahrelang habe ich mit Lineal und Bleistift und Radierer meine Schnitte selbst erstellt. Warum sollte ich meine Schnitte nicht per Computer zeichnen? Versprach Schnelligkeit und Rückenschonung (in meinem Alter wichtig!).

Als erster habe ich ein amerikanisches System gekauft und mich traf fast der Schlag. Dieser dort gelieferte Schnitt sah nicht gut aus, die Ärmel eine Katastrophe. Ich habe das 1 1/2 Jahre ausgehalten (weil Programm nicht billig für mich!) und nach etwas Besserem Ausschau gehalten.( Natürlich geht das auch mit einem der üblichen CAD-Programm, ist aber umständlich, da braucht es Erfahrung) Dann kam  ich an ein anderes Programm,  nicht schlecht, aber die Ärmel! Wie aus der Strickanleitung! Zuletzt bin ich auf PatternMaker gestoßen, hier sah es besser aus. (Aber die Ärmel!) . Ich konnte mich mit der Designerin Leena viel unterhalten - was natürlich interessant war. Dann bekam ich die Adresse von Bettina (damals Vertrieb von PM Deutschland), und sie war es, die mir ihr MüllerMakro zur Verfügung stellte. Und mich ermutigte,  selbst Makros zu schreiben. Endlich wieder Ärmel, die wie Ärmel aussehen.

Natürlich Anfangsschwierigkeite das Programm zu bedienen - aber ich fand hier Hilfe von Ulli.

Seitdem benutzte ich PM seit fast 21 Jahren!

Meine Anforderungen an ein Schnittprogramm

Nutzung der mitglieferten Schnitte:

Selbstverständlich: Die Schnitte gehen nach meiner Maßtabelle. Kann der Computer nicht so zeichnen, wie ich messe, hätte ich gerne eine Rückmeldung, was schief läuft

(dazu gehört eine kleine Anleitung und Erklärung).Ich brauche Unterlagen darüber, damit ich verstehe, wie der Schnitt erstellt wurde.
Wenn ich etwas ändern muß (und das wird trotz Maßtabelle von Fall zu Fall nötig in jedem Programm) muß das einfachst zu machen sein -  punktuell, schneiden, verschieben, kopieren rotieren und spiegeln.  Und das hängt nicht zuletzt davon ab, wie das Programm zeichnet - besonders Kurven.

Kurven muß ich ausmessen können - sonst kann ich den Schnitt nicht kontrollieren, bevor er gedruckt ist. Linien sind wohl selbstverständlich.

Den vorgefertigten Schnitt kann ich im Stil z.B. Kragenform ändern (einfachst! Verschieben von Punkten mit der Maus  oder Tastatur), Ausschnitt vegrößern usw.

Gerne hätte ich auch ein Baukastensystem z.B: verschiedene Ärmel oder Kragen.

Und verschiedene Paßformklassen.

Eine richtig funktionierende NZ wäre schön.

Der Schnitt muß in mehreren Formaten auszudrucken sein und leicht zusammenzukleben.

Eien Einarbeitungszeit akzeptiere ich - aber kein Studium.

Jährliche Ergänzungen der SchnittMakros wären schön, damit man modemäßig auf dem Laufenden ist.

Dann ist da noch die Frage des Preises.

Lg

heidi

 

 

 

 

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  • 1 month later...
  • 4 weeks later...
  • 4 weeks later...

Hallo, Ihr Lieben,

 

ich beschäftige mich mit der Anschaffung einer Schnittmustersoftware und konnte von Euch schon viel dazu lernen. Momentan teste ich die Patternmaker professional Version und denke, ich werde sie mir auch anschaffen. Aber vielleicht könnt Ihr mir als Neuling einige Fragen dazu beantworten .

1. Kann ich andere Schnitte , z.B. Burda downloadschnitte unkompliziert als Makro einfügen und dann mit meinen Maßen ausdrucken ?

2. Da ich Ausschneiden und Zusammenkleben nur sehr begrenzt mag: kann ich die Patternmaker Schnitte unkompliziert z. B. auf Endlospapier auf einem noch anzuschaffenden Plotter ausdrucken ?

3. wenn ja : was sollte ich bei der Anschaffung des Plotters berücksichtigen ? Stickdateien ausschneiden tue ich nicht...

4. Bisher zeichne ich meine Grundschnitte nach Hofenbitzer auf Packpapier. Um sie mit Patternmaker bearbeiten zu können, muß ich wohl alle Schnitte einmal mit Hilfe des Programms zeichnen, oder?

 

Ich weiß, das sind einige Fragen - aber vielleicht können die Spezialisten unter Euch mich erhellen...

Vielen Dank schon mal im voraus.

Ulrike

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