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peterle

Wie nähe ich einen Mundschutz? - Corona Oster-Mitmach-Kalender - 26. März 2020 - Tag 6

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Ich bin jetzt auch schon seit einigen Tagen am Nähen. 

In dem Seniorenpflegeheim in dem ich arbeite gibt es kaum noch Masken, so dass 

jede Pflegekraft nur noch eine Wegwerfmaske pro Tag bekommen kann. 

Wir sind uns einig, dass ein selbstgenähtes Modell immer noch besser ist als gar keines oder 

ein "durchgesupptes" Papiermodell. 

 

 

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Posted (edited)

Nach anfänglicher Skepsis nähe ich nun schon in Serie für meine ältere Verwandtschaft und für meine Kernfamilie.

Ich bekam auch schon Anfragen von einer Apothekerin, einer Ärztin und einer Krankenschwester, aber das alles zu nähen, schaffe ich zeitlich nicht.

 

So sehr mir das Tüfteln am (für mich) idealen Schnitt, am richtigen Sitz, über die geeignetsten Materialen, das Zuschneiden, Bügeln, Nähen als Hobbyschneiderin Spaß macht, so sehr betrübt es mich, dass es in Krankenhäusern, Arztpraxen und in Bereichen mit viel Publikumsverkehr in einem so hochentwickelten Land wie Deutschland an essentieller und sicherer Schutzausrüstung fehlt.

Nachdem ich viel zum Thema gelesen habe und auch hier viel Input bekommen habe, glaube ich, dass ein selbstgenähter Mundschutz beim Einkaufen, bei Gelegenheiten, wo viele Menschen trotz der Ausgangseinschränkung mit mir in einem Raum sein sollten, ein Schutz sein kann und eine Erinnerung an mein Gegenüber "halte bitte Abstand".

 

Meine selbstgenähten Modelle dürfen dabei gerne farbenfroh sein, vielleicht auch passend zum Outfit, auch wenn das manchem hier jetzt oberflächlich erscheint.

LG, Carola

 

 

 

 

 

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Edited by Nähbert

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vor 34 Minuten schrieb Nähbert:

Meine selbstgenähten Modelle dürfen dabei gerne farbenfroh sein, vielleicht auch passend zum Outfit, auch wenn das manchem hier jetzt oberflächlich erscheint.

Warum sollte das? je ernster die Lage, um so wichtiger ist es Humor und Farbe in den Alltag zu bringen......

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Ich schreib mal was, weil mich das Thema ja schon länger beschäftigt. :) Ein selbstgenähter Mundschutz sollte so konstruiert sein, dass er eng am Gesicht anliegt und sowohl über der Nase als auch an den Wangen gut abschließt. Durch den Stoff sollte man gut atmen können, er darf also nicht zu dicht gewebt sein.  Eine zusätzliche Tasche für Filtermaterial, wie z.B. Küchenrolle, elektrostatisches Staubtuch, Staubsaugerfilter o.ä. finde ich hilfreich. Es gibt zwei grundsätzliche Konstruktionen: in Falten gelegtes Rechteck, das sich aufspannt oder Modell mit Mittelnaht über der Nase. Ich habe beide genäht, der Schnitt mit der Mittelnaht gefällt mir vom Sitz her etwas besser.

Das Anliegen an der Nase erreicht man durch einen eingeschobenen Draht, bei mir sind das Metallheftzungen. Für das seitliche Anliegen habe ich (bei beiden Versionen) einen Tunnel genäht, durch den das Gummiband um die Ohren geführt wird. Dadurch wird der Stoff leicht gerafft und liegt gut an.

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Deshalb nähe ich  solche dreilagigen mit Option Vlies einzulegen. Oben am Nasensteg kommt Aluminiumdraht (Kupfer geht auch , rostet beides nicht) rein damit es am Nasenrücken dicht abschließt . 

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Edited by lanora

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vor 7 Stunden schrieb peterle:

 

Ich gebe es zu ... ich frage mich zum einen, ob so ein selbstgenähter Mundschutz was bringt und wie er konstruiert sein muß, damit er was bringt

 

Meine Antwort:

Ja, zumindest ein bisschen. Und wie konstruiert? Gut anliegend, möglichst bequem, damit er auch genutzt wird, und robust, denn er muss viele Wäschen überstehen.

 Ich bevorzuge das Rechteck mit Kellerfalte, da mir beim „BH-Körbchen“ die Naht genau in der Mitte suspekt ist. 

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Posted (edited)

Ich habe schon einige Mundschutze genäht . Nach dem Haus auf dem Rosensofa.

Man sollte Handwäsche mindestens 60Grad und Kernseife ,die Seife soll Desinfizieren.

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20200322_130333.jpeg

Edited by Maria-Elke

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Der Praxistest mit meinem 1. Mundschutz: man wird noch isolierter als man eh schon ist und er nimmt mir, im wahrsten Sinne des Wortes, die Luft zum Atmen.....

Am Wochenende werde ich den nächsten Versuch starten. 

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Mein praxiserfahrener Mann empfiehlt mit Nachdruck Bindebänder um den Kopf statt Gummi/Bänder um die Ohren - zum Nachjustieren der Enge, damit Brillen nicht beschlagen sondern die Luft unten raus kann, und damit es sich länger tragen lässt als hinter den Ohren.

Ich werde am Wochenende die Produktion testen.

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Also ich trage auch Brille - wenn ich den Nasensteg richtig Anliegen habe beschlägt bei mir nix 🙈.

ich finde mit Gummi hinter den Ohren ist der Mundschutz viel schneller an - und abgelegt 🤷‍♀️

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@Junipau: eine Erklärung hast du schon bekommen. Es kommt noch hinzu, dass man evt auch Bakterien haben kann( Halsangina, Lungenentzündung, Nasennebenhölen usw.). Diese Bakterien gehen nicht ganz so schnell kaputt, werden aber mit langem einweichen zerstört. Unsere Unterwäsche waschen wir auch länger. Klar, man muss nicht so lange waschen oder einweichen, aber besser ist es auf jeden Fall und man ist beruhigter.

@SiRu: danke, super erklärt

@Großefüß: danke

@sisue:die einlegbaren Filter halte ich nicht für gut. Da diese nicht mitwaschbar sind, muss man den Mundschutz nach dem Tragen zu viel anfassen, was wiederum eine erhöhte Infektionsgefahr dar stellt.

 

Ich möchte nochmal betonen: die Handhabung ist sehr wichtig und die kurze Benutzung.

Ich habe das in meinem Post recht genau beschrieben und wenn man sich daran hält, braucht man keine Filter zusätzlich.

Je dichter der Mundschutz ist, je schwerer geht die Atmung, man holt tiefer Luft und der Mundschutz wird schneller feucht.

 

Für med. Personal sind unsere selbstgenähten Masken nur bedingt sinnvoll. Wenn genug da sind zum häufigen wechseln gehen aber auch die, besser als gar keine.

 

Der selbstgenähte Mundschutz hilft wohl gegen Ansteckung, egal in welche Richtung.  Warum sollte der Stoff nur in eine Richtung durchlässig sein. Denkt mal darüber nach.

Und nochmal: die richtige Handhabung ist wichtig.

 

Ich nähe meine aus alten Bettüchern meiner Oma, die sind sehr dicht gewebt, nehme den Stoff doppelt, mache einen Draht rein und Schrägband als Bändel zur Anpassung.

Eine Person bekommt derzeit 10 Stück, von mir , dass man auch häufig wechseln kann. ( Spaß macht es nicht wirklich am Fließband zu nähen :classic_rolleyes:)

 

LG Andrea

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Guten Morgen,

 

der Nasensteg ist immer sinnvoll, weil man damit individuell den Sitz um die Nase anpassen kann, damit der Mundschutz so dicht wie möglich sitzt. Ich nähe gerade welche für Hebammen, die keinen regulären Mundschutz mehr haben. Sehr gut funktionieren für den Steg Pfeifenputzer wie in der Anleitung LZ-UGB Stadt Essen beschrieben.

 

Eine Frage tauchte mir dabei auf:

Wie wäscht man diesen Mundschutz in einer größerren Stückzahl, ohne dass sich die90 cm langen Bänder verheddern???

Hat da jemand brauchbare Vorschläge? Man will ja nicht wertvolle Zeit mit dem Auseinanderzurren verplempern.

 

Dann möchte ich noch vor den vermeintlichen 60-Grad-Waschgängen in den Maschinen mit hoher Energieeffizienz warnen. Diese waschen mitnichten bei 60 Grad, sondern erzielen durch Verlängerung des Waschgang allenfalls ein Waschergebnis, das optisch dem eines normalen 60-Grad-Programms gleichkommt. Schaut mal in der Bedienungsanleitung eurer Waschmaschinen nach.

Meine hat ein zusätzliches sog. Hygiene-60-Grad-Programm und ich habe mich lange gewundert, was das soll. Ich benutze jetzt nur noch dieses. Gesundheit geht vor Energiesparen.

 

Herzliche Grüße

 

Katerina

 

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vor einer Stunde schrieb Rehleins:

@Kitkath braucht man bei Bindebändern dann keinen Nasensteg?

Doch, es soll oben möglichst eng und dicht sein, um die ausgeatmete feuchte Luft nicht an die Brille zu bekommen. Stattdessen das untere Bindeband lockern können, damit die Luft an den Seiten und zum Kinn hin wegkann. Ja, die ist dann (teilweise) nicht gefiltert, aber strömt nicht direkt zu jemand anderem, sondern wird umgelenkt. Genauso wie die eingeatmete Luft durch diese Kanäle strömt, so dass es keinen perfekten Eigenschutz gibt. Das ist ein großer Unterschied zu diesen FFP-Masken, wobei auch mit denen offensichtlich keine Sicherheit erreicht wird. Aber wenn man die Dinger ne Weile tragen will, muss das Atmen ja irgendwie leicht genug sein...

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Verheddernde Bändel in der Wama:

Wäschesäckchen - wenn's wenige Masken sind. (Wie bei Gardinen mit Häckchen evtl. - also nur die Bändel einsacken?)

Vor dem Waschen die Bänder bündeln.(Haargummi drüber? Knoten/Schlaufe?)

 

Am einfachsten ist die direkte Nachbehandlung: Heiße Seifenlauge (im Kochtopf), klar nachspülen, heiß bügeln (ggf. auch trockenbügeln.)

 

Im Backofen im Schwaden kriegt man die auch steril.

Nasser "Lappen" für 30 sek bei 600 -700 Watt in der Mikrowelle macht auch rein... wobei die Methode gern Mief produziert.

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Es gibt doch diese Klammern für Socken, damit die in der WaMa zusammen bleiben; damit könnte man evtl auch die Bändern irgendwie zusammen halten/kürzen, irgendwie sowas?

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vor 50 Minuten schrieb SiRu:

 

Nasser "Lappen" für 30 sek bei 600 -700 Watt in der Mikrowelle macht auch rein... wobei die Methode gern Mief produziert.

 

Da dann bitte mit herausnehmbarer Metallklammer!!

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vor 1 Stunde schrieb andrea59:

die einlegbaren Filter halte ich nicht für gut. Da diese nicht mitwaschbar sind, muss man den Mundschutz nach dem Tragen zu viel anfassen, was wiederum eine erhöhte Infektionsgefahr dar stellt.

Einfache Hygieneregeln einhalten muß man so oder so und es macht keinen Unterschied, egal wie viel oder wenig du die Maske nach dem Tragen anfaßt, sie ist kontaminiert und damit sind deine Hände kontaminiert und du mußt dir die Hände gründlich waschen.

 

 

vor 1 Stunde schrieb andrea59:

Der selbstgenähte Mundschutz hilft wohl gegen Ansteckung, egal in welche Richtung.

Dafür gibt es keine Evidenz. Es gibt Gründe anzunehmen, daß du deine Keime weniger verteilst und somit du wenn du infiziert bist und Maske trägst, es weniger leicht weitergibst, in die andere Richtung sieht es eher dürftig aus.

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Ich zweifle zum einen nach wie vor am Sinn eines selbst genähten Mundschutzes und werde selbst auch keinen tragen. Vor allem deshalb, weil ich Asthmatikerin bin und alles, was mir den Zugang zur Luft versperrt sofortige Atemnot bringt. ich könnte einfach nicht atmen, erst recht nicht mit 3 Lagen Stoff und noch einem Filter.

Ich bleibe lieber so gut es geht alleine bzw. nur mit meinem Mann zusammen und gehe nach Möglichkeit fast nie aus dem Haus außer zum Einkauf 1x wöchentlich. So schütze ich mich und andere denke ich am besten.

 

Liebe Grüße

Tatjana

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@Tati-Stickbärzu Hause bleiben ist immer das allerbeste. Aber manchmal muss man auch raus zum Einkaufen oder wie ich eben zum Arzt und da bin ich froh den Mundschutz anzuhaben.

 

LG Andrea

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@Nähbert: Wie groß schneidest du zu? Wie tief legst du die Falten? Dein Model sieht sehr gut aus.

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Ich habe heute einige genäht nach dem Schnitt der Feuerwehr Essen für ein Kinderpalliativteam, die haben sich das so gewünscht und wer bin ich da,

etwas anderes vorzuschlagen. Es gilt der Wunsch der Leute, die damit arbeiten müssen.

Die sehen dem Modell von Nähbert recht ähnlich. Und die wollten ausdrücklich kein Gummi, sondern Bindebänder. Wahrscheinlich weil die Gummibänder nur begrenzt kochfest sind.

Liebe Grüße von Karin

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