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Hallo zusammen :-) 

 

Ich hab mir in einem Anflug von Größenwahnsinn dieses Schnittmuster zugelegt und weil ich noch nie ein Probekleid benötigt habe, auch gleich losgelegt.  https://www.burdastyle.de/produkt/magazinschnitt/kleines-schwarzes-kleid-04-2010-191_191-042010-DL

Die Anleitung dazu ist leider sehr knapp beschrieben. Bisher hatte ich als Abendkleider nur ein Schnittmuster von Burda Young, das relativ ausführlich beschrieben war, und eins von Simplicity mit wirklich ausführlicher Beschreibung für mich als "Nähanfänger"... 

 

Im Schnitt steht unter der Schulternaht "einhalten". Als aufgeregter Vollprofi hab ich das natürlich übersehen und gerade erst beim Schnittmuster aufräumen bemerkt.

Meine erste Suche ergab, dass damit Größenunterschiede der Schnittteile ausgeglichen werden. Nur sind das bei diesem Schnitt maximal 2-3 mm. Ich hab das erst auf ungenaues Schneiden oder Anzeichnen der Nahtzugabe zurückgeführt. Dummerweise habe ich gleich die Nahtzugabe etwas in den Rundungen zurückgeschnitten und versäubert, so dass ich nicht mehr viel Nahtzugabe habe, maximal 0,5-0,8 cm. 

 

Muss ich das Ganze nochmal aufmachen und einreihen lernen oder verzeiht u.U. der Stoff das Ganze? Es ist ein relativ schwerer Stretch-Satin. Anprobieren konnte ich noch nicht wirklich, weil es vorn noch nicht zusammen ist. An der Puppe aber fällt die Naht eigentlich ganz gut... 

 

(Einreihen ist doch im Prinzip wie Kräuseln, oder?) 

 

Danke euch! 

 

Liebe Grüße!

Violine 

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Bei so wenig Mehrweite und Stretch im Stoff... lass es. Das, was das einhalten bewirken soll, schafft der Elastananteil vom Stoff schon.

 

Das einhalten der Mehrlänge der rückwärtigen Schulternaht soll den Platz für die Schulterblätter schaffen - so'n oberer Rücken ist ja nicht total platt und eben, sondern leicht gebogen (in alle möglichen Richtungen, soweit das einen Bogen nach vorne heißt...)

 

Jain, beim einhalten ist i.a.R. so wenig Mehrweite vorhanden, das Du das völlig fältchenfrei einfach durch das zusammenschieben des Stoffes hinkriegst.

Die kürzere Nahtlinie nach unten, die längere oben und dann über den Daumen leicht rund halten - schon passt das... (meistens).

 

Einreihen  wäre das ganze  mit mehr Mehrweite und/oder einem störrischen Stoff - auch dann sollte es  (abgleichen mit der technischen Zeichnung, bitte) in aller Regel nach dem Nähen faltenfrei  sein.

Während einkräuseln ja nun vorsätzlich Fältchen produziert.

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Danke, dann näh ich einfach beruhigt weiter ;-) 

Ja, hab parallel noch ein bisschen weitergelesen dass es Einreihen und Einhalten gibt...

Ist das Einhalten für Taillennähte ("Prinzessnähte"?) wichtig? Bisher hatte ich nämlich nur ein Schnittmuster mit diesen Taillennähten und da hat es halt je nach Stoff mehr oder weniger mit "normal nähen" gepasst. 

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Man kann sich ein Teil übrigens schon mal anprobieren, also über die Schultern legen, sobald die Schulternaht geschlossen ist.

 

Falls es wirklich ganz fürchterlich über dem Schulterblatt aussieht (was ich in dem Fall auch nicht befürchte) merkt man das dann schon.

 

Und beim nächsten Mal weißt du es. ;)

 

(Und Einhalten muß man immer dann, wenn es nötig ist. Das ergibt sich aus der Länge der Nahtlinien. :o )

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Jupp, bei Prinzessnähten ist normalerweise im Bereich der Brustrundung was einzuhalten. (In handwerklich guten Schnittmustern hat es da Passzeichen...)

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vor 5 Stunden schrieb SiRu:

.Jain, beim einhalten ist i.a.R. so wenig Mehrweite vorhanden, das Du das völlig fältchenfrei einfach durch das zusammenschieben des Stoffes hinkriegst.

Die kürzere Nahtlinie nach unten, die längere oben und dann über den Daumen leicht rund halten - schon passt das... (meistens).

 

Nur damit ich das richtig verstehe: für Rechtshänder den Stoff vor der Nadel vor dem davor abgelegten rechten Daumen hochziehen? Ich habe immer so meine Probleme mit manchen Tipps hier und lese das dann mehrfach und verstehe es trotzdem nicht immer, sorry. Anfänger halt. Oder nur den oberen Stoff hochziehen, der ja eingehalten werden soll? Was ich logischer fände.

 

Das sind ja ja genau die Tipps, die man online in Tutorials oder Videos eigentlich gar nicht bekommt. Genau die Feinheiten also, die manchmal fehlen, wenn man autodidaktisch unterwegs ist. Ein Meister in der Ausbildung würde einem das wahrscheinlich einfach zeigen *soifz*.

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Posted (edited)

Beide Stoffe liegen rechts auf rechts aufeinander.

Der mit der längeren Nahtlinie (das ist immer das Rückenteil) oben - wenn Du jetzt beide Stofflagen leicht  nach oben durchbiegst, also mit dem Daumen unter beiden Stofflagen und dann den Stoff rechts und links runterhängen lässt...  dann macht der obere Stoff etwas mehr Weglänge als der untere. Nicht viel, aber viel brauchen wir dabei auch nicht.

 

 

(Autodidaktisches Nähen erlernen als Ausrede gilt nicht - dafür gibt's die alten Nähbücher.

Ich hab auch nur die absoluten Grundlagen gelehrt bekommen - Handarbeitsunterricht in der Schule, Sekundarstufe 1 und später ein bißchen mehr in der Ausbildung. Als Hauswirtschafterin lernst Du aber eher flicken. Und Tischdecken und sowas säumen, als Kleidung nähen...

Der große Rest war  vor Internet dann Bücher wälzen. Und auch mit Internet noch ganz viel  Bücher lesen.

Und fragen, wenn ich wen vom Fach erwischte... )

Edited by SiRu

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Ich glaube, es gibt hier ein kleines Missverständnis.... 

Was SiRu beschreibt, ist die Vorgehensweise zum Heften. Das längere Teil legt dabei den (minimal) längeren Weg zurück. So heften, admit es sich beim Nähen mit der Maschine nicht mehr verschiebt. 

An der Maschine dann das etwas längere Teil (hier das RT) nach unten legen. Der Transporteur hilft dann zusätzlich beim Einhalten mit. 

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vor 2 Minuten schrieb sunshine06:

An der Maschine dann das etwas längere Teil (hier das RT) nach unten legen. Der Transporteur hilft dann zusätzlich beim Einhalten mit. 

 

Das ist genau das, was ich nicht mag... ich lege den "schwierigen" Teil immer nach oben, ich will sehen, was passiert und im Zweifelsfall auch was machen können.  - Im Zweifelfall habe ich dann doch etwas mehr Vertrauen auf mein Urteilsvermögen als auf die Intelligenz meines Transporteurs. :D

(So leichte Einhalteweite streiche ich immer mit den Fingern hin, aber das ist nicht gerade die anfängertauglichste Technik, das gebe ich zu.)

 

Abgesehen davon, daß meine Maschine die Stoffschichten nicht so sehr gegeneinander verschiebt, dass der Transporteur da viel täte. Meine Nähmaschine hat ja kein Differenzial.

 

Aber gelesen habe ich davon auch schon öfter. Für manche Leute und auf manchen Maschinen scheint es gut zu funktionieren.

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(Ich hatte vorausgesetzt, das das mindestens erstmal gesteckt wird.:o

Ich hab das dann mit der längeren Seite oben unter der maschine - funzt durchaus.

Aber stecken, heften, steppen wäre dann natürlich perfekt.

 

btw. ein gut eingestellter, sauberer Transport dehnt nix aus, hält aber auch nix ein.

 

Das man bei gekräuselten Nähten das gekräusel möglichst zum Transporteur legt, hat mehr mit der verhedderfreundlichkeit des nähmafüßchens zu tun - auf glatter Stoffbahn kann es sich einfach nicht festfahren. Und dem Transporteur ist das Gerüschel  i.a.R. egal... der beißt zu und nimmt den Stoff mit.)

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So unterschiedlich ist das, Gekräusel hab ich lieber oben liegen, damit sich die Kräusel nicht ungleichmäßig verschieben bzw. ich das im Blick habe. 

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Klassische Verarbeitung: Das ist geheftet. Da verschiebt sich so oder so nix.

 

(Wobei Kräuseln bei mir eher selten vorkommt. Einhalten hingegen dauernd.)

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Posted (edited)

Keine Sorge, ich hefte Kräusel. Und trotzdem hab ich sie lieber oben. Und nein, da verheddert sich nichts am Füßchen.

 

Genauso wie ich einzuhaltendes hefte und trotzdem die lange Seite lieber unten habe. Und selbst bei Ärmeln hatte ich da bisher noch keine Probleme mit der Mehrweite, von wegen Ausstreichen müssen. 

 

Mein Fehler, dass ich was gesagt habe. 

Edited by sunshine06

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vor 8 Minuten schrieb sunshine06:

Mein Fehler, dass ich was gesagt habe. 

Nö, kein Fehler. Aus den vielen mitgeteilten Erfahrungen hier sucht sich jeder raus, was für ihn passend ist.

Beim >alles-mal-durchprobieren<, häufen sich möglicherweise Aha-Erlebnisse und Erkenntnisse ;)

 

liebe Grüße

Lehrling

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(Ich hefte ja selbst Kräusel selten... Vor allem deswegen, weil ich es mit meiner Maschine meist gut schaffe, mit vielen quergesteckten Nadeln das sauber angenäht zu bekommen. Beim Handheften hingegen gerne was verschiebe. Man kann zu allem zu dämlich sein. :o Aber auch die Kräusel lieber oben.)

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vor 19 Minuten schrieb Lehrling:

Nö, kein Fehler. Aus den vielen mitgeteilten Erfahrungen hier sucht sich jeder raus, was für ihn passend ist.

 

Sehe ich auch so, wenn es nur eine Meinung dazu gäbe, wäre es doch langweilig.

 

Gerade für Anfänger ist es doch gut, verschiedene Meinungen und Erfahrungen zu lesen. Selbst wenn man sich spontan für eine Technik entscheidet, kann es sein, daß es in der Praxis doch nicht so funktioniert und dann weiß man gleich, was die Alternativen sind.

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vor 10 Stunden schrieb SiRu:

Beide Stoffe liegen rechts auf rechts aufeinander.

Der mit der längeren Nahtlinie (das ist immer das Rückenteil) oben - wenn Du jetzt beide Stofflagen leicht  nach oben durchbiegst, also mit dem Daumen unter beiden Stofflagen und dann den Stoff rechts und links runterhängen lässt...  dann macht der obere Stoff etwas mehr Weglänge als der untere. Nicht viel, aber viel brauchen wir dabei auch nicht.

 

 

(Autodidaktisches Nähen erlernen als Ausrede gilt nicht - dafür gibt's die alten Nähbücher.

Ich hab auch nur die absoluten Grundlagen gelehrt bekommen - Handarbeitsunterricht in der Schule, Sekundarstufe 1 und später ein bißchen mehr in der Ausbildung. Als Hauswirtschafterin lernst Du aber eher flicken. Und Tischdecken und sowas säumen, als Kleidung nähen...

Der große Rest war  vor Internet dann Bücher wälzen. Und auch mit Internet noch ganz viel  Bücher lesen.

Und fragen, wenn ich wen vom Fach erwischte... )

 

Danke Siru, so habe ich es verstanden und finde es auch logisch. Ausreden brauche ich übrigens nicht...wie du siehst, frag ich ja, wenn es das Thema und die Gelegenheit hergibt :razz:. Bei mir wird erst gesteckt, dann gereiht von Hand und dann gesteppt.

 

Allerdings habe ich genau wie @nowak  die,längere Seite lieber oben, damit ich sehen kann, ob sich eine ungewollte Falte gerade in der Naht verewigt :D.

 

Und beim Kräuseln, wo die Falten ja gewünscht sind, mache ich das genau wie @sunshine06 und fixiere das mit einer Naht bevor ich das zusammentacker.

 

Aber wie @Lehrling schon schrieb: auch beim Nähen führen viele Wege nach Rom :engel:.

 

Ich danke euch allen für die ausführliche Diskussion! 

 

PS: bin immer noch froh, auf Autodidakt umgestiegen zu sein. Seitdem fluppt es, auch wenn ich gerne mal die schönsten Fehler mitnehme :hammer:

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vor 18 Stunden schrieb sunshine06:

die lange Seite lieber unten habe

 

Meiner Erfahrung nach hängt das von der Näma ab. Manche nähen das dann besser, bzw halten es von sich aus ein ;) . Das hat meine Pfaff varimatic ohne Idt gerne so gemacht. Der Transport war genau genommen schlecht, der Fußdruck nicht so stark. Jetzt versuche ich das manchmal mit der elegante mit Idt, und wundere mich, dass die das nicht so macht.

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