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Kleidung zuerst aus Probestoff nähen?


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Ich habe gelesen, dass viele Näherinnen die Kleidungsstücke zuerst mal aus einem günstigeren Probestoff nähen. Ich habe das jetzt auch schon zweimal so gemacht und fand das als Anfängerin schon hilfreich, gerade wenn man wegen der Größe und der Passform unsicher ist. Aber es ist ja auch etwas teurer, weil man dann für das Probestück ja auch Stoff braucht.

 

Wie macht ihr das denn? Näht ihr Kleidung auch schon mal zuerst aus einem Probestoff? Macht ihr das bei allen neuen Schnitten so?

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Kommt drauf an. Wenn ich einen sehr teuren Stoff verwenden will (jeder definiert natürlich "teuer" anders) oder einen vergriffenen Lieblingsstoff, mache ich ein Probeteil. Auch bei ungewöhnlich geschnittenen Teilen, bei denen ich die Passform nicht einschätzen kann.

Man muss nur drauf achten, dass der Probestoff möglichst ähnliche Eigenschaften hat. Ein Probeteil aus sehr dehnbarem Jersey hilft nur bedingt weiter, wenn man das Teil aus einem weniger dehnbaren Jersey nähen will.

 

Sonst mache ich aber nicht unbedingt ein Probeteil. Fast alle Teile, die nicht passen, kann man noch irgendwie anpassen und retten, zur Not mit einem Einsatz.

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Ich bin mit Probeteilen auch eher geizig, weil ich nicht gerne für die Mülltonne nähe - hat etwas mit Umweltschutz zu tun für mich.

 

Also nähe ich entweder mit sehr großzügigen Nahtzugaben (schon mal bis zu 3 cm, je nachdem wieviele Teile es sind im Umfang) und passe dann an, oder ich nähe erst einmal aus einem Stoff, an dem mir nicht so viel liegt und aus dem es zur Not ein Schlafanzug werden darf.;)

 

Einige Änderungen wiederholen sich ja auch jedes Mal - so bin ich länger als 168cm und muß daher grundsätzlich Länge und Abnäher kontrollieren. Dafür mache ich aber auch keine Probeteile.

 

Komplizierte Schnitte teste ich allerdings dann doch gelegentlich - z.B. ein Miederoberteil fürs Dirndl (war für die Tochter mal ein Thema), oder eine Jacke mit Wiener Nähten - die habe ich erst einmal aus einem einfachen Stoff genäht (aber einem, den ich dann auch angezogen habe), bevor ich mich an die teure Wolle gewagt habe.

 

Allgemein kann man für Probeteile z.B. ausrangierte Bettwäsche nehmen, die sonst eh nur noch im Container landet - fest gewebte Bezüge für Schnitte aus Webware, Spannbettücher für Schnitte aus Jersey. Da sind dann ja auch durchgelegene Stellen oder Löchlein etc. egal.

 

Und wenn Du dann erst mal einige Schnitte hast, in denen Du Dich wohlfühlst, kannst Du die ja auch gut abwandeln, ohne jedes Mal einen ganz neuen Schnitt testen zu müssen. So braucht es für einen anderen Ausschnitt oder einen Rollkragen nicht gleich einen neuen Schnitt, wenn der Rest vom Shirt sitzt. Und wenn die Armkugel paßt, kann man da auch gut mit Ärmellänge und -weite spielen, ohne alles neu machen zu müssen; und die Länge vom Shirt kann man auch mit wenig Erfahrung auf ein schlichtes Kleid verlängern, oder ein Rockteil ansetzen (nur als Beispiele). So funktionieren ja z.B. auch die Varianten bei vielen Schnittmusterherstellern, wie z.B. pattydoo.

 

LG Junipau

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So mit dem Gedanken erst Probestoff, dann teuren Stoff, geh ich nicht ans Werk. Ich bin, gerade bei Jersey, auch noch absolut unerfahren.

 

Ich versuche meine Erfahrungen mit preiswerten Stoffen zu gewinnen. Also nicht unbedingt den superdupatollen und dadurch auch supadupateuren Stoff zu kaufen. Lieber dann etwas mehr, damit ich noch Material zum Anpassen habe. Weil das mit dem Nähen eben nicht so toll gelaufen ist, weil der Stoff störrischer ist als ich dachte, oder weil ich einfach Mist gebaut habe.

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Ich habe mit ganz günstigen / reduzierten Stoffen angefangen zu nähen und für "Haus, Hof, Hund" hat es immer gereicht. Mittlerweile weiß ich welche Größe ich bei meinen beiden Schnittanbietern benötige und was ich jewiels ändern muss. Um andere Anbieter mache ich den Bogen.

Nur bei ganz teuren oder schwierigen Stoffen nähe ich ein Probeteil aus günstigen / reduzierten Stoffen, die ich auch anziehen kann.

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Einmal, als ich einen komplizierten Hosenschnitt hatte (Cargohose aus knapp 20 Teilen) habe ich ein Probestück genäht, einfach um auch die richtige Reihenfolge auszutüfteln.

 

Es gab nur ein von einer alten Hose abgenommenes Schnittmuster, eine Anleitung gab es nicht.

 

Dafür habe ich Einschlagvlies/Winterabdeckung für Pflanzen genommen.

Hat für 5m um die 7€ gekostet.

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Bisher habe ich noch nie etwas so richtig zur Probe genäht.

 

Allerdings muss ich sagen, dass die meisten Nähprojekt vom Materialaufwand eher gering waren.

 

Das Teuerste, das ich bisher genäht habe, war eine Softshelljacke und da wäre ich zu faul zu gewesen, die erst einmal zur Probe zu nähen. Dann aggiere ich lieber nach dem Motto no risk no fun. :D

 

Das einzige was ich schon mal mache ist, dass ich beim ersten Mal (z.B. bei einem neues T-Shirt-Schnitt) nicht unbedingt den Stoff nehme, den ich besonders schön finde und den ich nicht so ohne Weiteres nachbekomme. Dann nehme ich einen Jersey, dessen Verlust ich verschmerzen könnte oder den ich schnell nachkaufen kann.

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...wenn's so richtig gut sitzen soll ...

 

Meine nächsten Projekte sind ein klassisches "kleines Schwarzes" und eine dazu passendes "French Jacket", also eine Boucle-Jacke im Chanel-Stil.

 

Beide Stoffe sind richtig teuer (hab sie allerdings günstig erbeutet), und ich will mich damit sehen lassen können.

 

Da mache ich dann schon ein Nesselmodell nach der Methode von Susan Khalje, wie sie es im Craftsy-Kurs "The Couture Dress" zeigt ...

 

Ich hoffe, dass ich es bis Ende Januar schaffe :o ...

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Ich habe schon einiges an Probeteilen genäht, bis der Schnitt saß. Dafür habe ich günstig erworbenen Stoff benutzt. Eine aufwändige Jacke würde ich wohl aber direkt nähen, sonst würde ich nie fertig :D. Hängt also vom Aufwand UND von den Kosten ab. Ich könnte mir vorstellen, dass sich das mit wachsendem Können ein bisschen abschwächt...

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Ich habe gelesen, dass viele Näherinnen die Kleidungsstücke zuerst mal aus einem günstigeren Probestoff nähen. Ich habe das jetzt auch schon zweimal so gemacht und fand das als Anfängerin schon hilfreich, gerade wenn man wegen der Größe und der Passform unsicher ist. Aber es ist ja auch etwas teurer, weil man dann für das Probestück ja auch Stoff braucht.

 

Wie macht ihr das denn? Näht ihr Kleidung auch schon mal zuerst aus einem Probestoff? Macht ihr das bei allen neuen Schnitten so?

 

Verschieden, mal näh ich ohne mal mit. Wenn ich ohne ein Probeteil nähe, dann lasse ich entsprechen großzügig Nahtzugabe daran. Wann ich das wie mache, hängt bei mir doch auch von der Einschätzung Schnitt zu Körper ab.

 

Ob es wirklich teurer ist, wenn du ein Teil zuschneidest und entsprechend vernähst und es dann nicht passt, aber du auch keine Möglichkeit hast, es noch zu ändern, mangels Stoff, ist es auch teuer. Und oftmals näht man ein Modell mehr als einmal, dann hat man den Mehrverbrauch an Stoff auch wieder raus.

 

Früher hab ich auch Bollmull von Ikea verwendet, allerdings ist das damit so eine Sache. Ich fand, dass sich dieser Stoff zu sehr dehnte und nach jedem Bügeln mehr. Dazu kommt, dass man das Modell aus einem sich sehr ähnlich verhaltenen SToff nähen sollte, wie auch das Originalmodell. Sprich, näht man eine Bluse aus einem fließenden Stoff, sollt auch dieser diese Eigenschaften haben. Bei einer Hose sollte der Stoff entsprechend sein.

Daher kaufe ich lieber entsprechend richtigen Stoff für ganz kleines Geld oder ungefärbte Baumwolle / Nesselstoff. DAmit hab ich die besten Erfahrungen gemacht.

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Bei mir ist das eine Mischung aus "Vertrauen in den Schnitt" und "Wert des Stoffes".

 

Der Wert des Stoffes ist nicht unbedingt finanziell gemeint, sondern auch je nach Unwiederbringlichkeit und Ausmaß der Liebe.

 

Das Vertrauen in den Schnitt hat zum einen mit meiner Erfahrung mit den verschiedenen Schnittherstellern zu tun, als auch darin wie komplex ein Schnitt ist. Manche Schnitte kann man durch leichtes rauslassen von einzelnen Nähten gut ändern, bei anderen fehlen Nähte an den Stellen, wo man eventuell ändern müßte.

 

Ich nähe sicher nicht zu allem ein Probeteil und in der Regel versuche ich "tragbare Probeteile" zu nähen. Also aus einem Stoff, der günstig war, aber grundsätzlich tragbar.

 

"Wegwerfprobeteile" nähe ich selten, kommt aber auch vor. (Bevorzugt aus alten Laken, Bettwäsche etc.) Die nähe ich aber nicht komplett ausgearbeitet, sondern nur das was ich brauche, um die Passform beurteilen zu können. (Das ist dann auch schnell genäht.)

 

Und ich weiß, was ich typischerweise an Schnitten ändern muß.

 

Die Abstufung sieht ungefähr so aus:

 

Völlig unbekannter Schnittmusterhersteller oder Hinweise, auf zweifelhafte Passform des Schnittes oder stark modifizierter vorhandener Schnitt oder große Unsichrheit, ob mir die Linienführung überhaupt steht kombiniert mit "wertvollem" Stoff und/oder aufwendiger Endverarbeitung: Wegwerfprobteil. (Hier male ich auch rücksichtslos mit schwarzem Filzstift alle Möglichen Linien auf den Stoff: Taillenlinie, Hüftlinie, Brustpunkt, vordere Mitte....) Das wird dann nur mit langen Stichen eher maschinengeheftet als genäht und dann mal angezogen. Manches wird in diesem Stadium dann komplett verworfen. manches kann danach als "Endstück" genäht werden, wieder anderes bekommt massive Modifikationen, die dann aber erst mal zu einem "tragbaren Probeteil" führen.

Vorteil des Wegwerfteils ist: es ist wirklich schnell genäht, man kann vorher Proportionen wie Länge oder Knopflochposition festlegen. Die exakte Länge braucht man dann, wenn man einen Stoff hat, der genau mit einer bestimmten Musterstelle auf dem Saum landen soll. Die Knopflochpositionen sind wichtig, falls man z.B. Paspelknopflöcher nähen will, die relativ am Anfang genäht werden müssen. Auch wenn Muster sehr exakt an den Nähten aufeinandertreffen sollen, braucht man einen ganz exakten Schnitt.

 

Das alles kommt aber selten vor. Weniger als einmal im Jahr.

 

Die häufigste Kategorie bei mir ist: Tragbares Probeteil.

Hier nehme ich einen Stoff, der günstig war, der aber grundsätzlich tragbar ist.

Mein Vertrauen in den Schnittmusterhersteller ist so, daß ich eigentlich davon ausgehe, daß es passt, aber der Stoff den ich nehmen will ist besonders wertvoll oder erfordert (Muster, Bordüren,...) eine sehr exakte Schnittanpassung.

Oder mein Vertrauen in den Schnitt ist begrenzt, das Teil ist aber eh was (T-Shirt, Hoodie,...) an das ich keine so großen Anforderungen in Bezug auf Passform stelle.

Manchmal teste ich Oberteilschnitte auch als Schlafanzugoberteil (mit einer bewährten Pyjamahose) oder Kleidschnitte als Nachthemd.

 

Und wenn es ein erprobter Schnitt ist, bzw. von einem Schnitthersteller, mit dem ich grundsätzlich schon so viel Erfahrung habe, daß ich erst mal "blind" meine typischen Änderungen einfügen kann... dann nähe ich gleich los. Es sei denn, der Stoff ist ein extrem wertvoller (unwiederbringlicher) Stoff oder die Ausarbeitung (etwa einer Kostümjacke) ist extrem aufwendig. Dann Probeteil.

 

Und einmal habe ich ein Abendkleid aus einer billigen Polyesterseide komplett mit allen (aufwendigen) Verarbeitungsschritten genäht, weil ich sowohl die Passform als auch die grundsätzliche Schnittform sehen wollte als auch die Verarbeitungstechniken (von Hand) erst mal üben wollte.

 

Auch das hat sich gelohnt, denn ich habe dabei rausgefunden, daß der Schnitt etwas zu eng war, dass er mir aber steht und am endgültigen Teil sahen die kniffligen Stellen dann gut aus.) Ohne das Probeteil hätte ich vermutlich den Schnitt gar nicht genäht, sondern mir einen "langweiligeren" gesucht, von dem ich aber gewusst hätte, dass er mir steht.

 

Aber so aufwendig... mache ich das nur alle paar Jahre mal. (Das letzte war eine Jacke, bei der ich drei "Wegwerfprobeteile" brauchte, bis die Proportion stimmte. Aber auch schon wieder drei oder vier Jahre her.)

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Ab und zu mal mal ein Probeteil - wie Nowak beschrieb - bei einem unbekannten oder neuen Schnittmusterhersteller.

Eigenartiger Weise sah dann das Probemodell meist gefälliger aus, als die Endfassung. Vielleicht hab ich da genauer und sorgfälltiger genäht.

 

Man lernt halt nie aus.

 

Grüßle

Heide:)

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Ich mache es auch so ungefähr wie Nowak. Je nachdem. Und die Probeteile sind auch je nachdem, nur grob die Passform oder das komplette Modell mit allen Details nur aus günstigerem Stoff.

Die Mühe mache ich mir gern, denn ich bin schon sehr ärgerlich auf die Nase gefallen mit neuen Schnitten.

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Ich mache mir nicht gerne die Mühe mit Probeteilen, wenn, dann wird nur notdürftig zusammengespengelt, damit ich ungefähr sehen kann, ob's passt.

Ich verwende dafür einen himmelblauen Dekostoff :cool:, den mein Mann mal in guter Absicht am Straßenrand aufgelesen hat, wo eine ganze dicke Rolle davon "zu verschenken" war. Hat also nix gekostet, aber anziehen kann man dann das Probeteil auch nicht, nicht mal als Schlafanzug.

 

moka :)

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