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charliebrown

ARTE-Programm: eine andere Mode ist möglich

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Hab's gesehen. Ich fand's sehr interessant, mich mit dem Thema zu beschäftigen.

Themen wie Upcycling, slow fashion, neue Materialien, Mode aus dem 3-D-Drucker, open source-Kultur in der Mode, das sich abkoppeln vom Modekarusell und der "fast fashion" zum Wegwerfpreis bei H&M, Zara und Konsorten...

 

Edit: wollte eben einen Link setzen, ist aber nur ein kryptisches Buchstabengeschwurbel geworden... ich meine mich zu erinnern, dass man den Beitrag noch 5 Wochen in der Arte-Mediathek sehen kann.

 

LG, Carola.

Edited by Nähbert

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Ich fand den Beitrag klasse und mal ein andere Sicht auf den Modekonsum.

Die Upcycling Coutureista hat mich begeistert.

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Ja, die gefiel mir auch.

Und so ein "kimbo" kann eigentlich nicht so schwer zu nähen sein... geh' mal in meinen alten Gardinen wühlen:D.

Immerhin werden die Kleider dort im Pariser Vorort nicht verbrannt, sondern wiederverwertet.

Habe gelesen, dass einige große Modemarken beschlossen haben, ihre Rückläufer oder nicht abgesetzten Lagerbestände in Zukunft nicht mehr zu verbrennen.

... wobei: wenn dann alles, was nicht abgesetzt wurde, nach Afrika geschickt wird, machen sie damit die lokalen Kleiderproduzenten platt...

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Danke für den Link, obwohl sich die dort geschilderte Problematik mir allerbestenfalls halb erschließt.

Ich konsumiere "Klamotten". Das heißt ich brauch irgendwas Socken, Unterhose T-Shirt, manchmal ne Jacke. Was hat das großartig mit "Mode" zu tun? Warum soll ich hier an Mode bedingter Umweltbelastung schuld sein? - Ich kauf mir was ich zu brauchen glaube und trag es erst mal bis es auseinander fällt und danach kann ichs teilweise flicken und dann wieder weiter tragen...

 

Modekonsum wäre für mich im Jahr A, weil die Dinger gerade in sind, exclusiv grüne T-shirts zu tragen und dann im Jahr B, als braver Minimalist, selbige komplett zu entsorgen, um auf die dann trendigen roten T-Shirts mit V-Ausschnitt umzustellen. - Hallo? - Ich brauch schon mal 20 jahre und mehr um nem T-Shirt den Rest zu geben. Das Hosen schneller durchgesessen sind ist traurig, aber noch kein Totalschaden.

 

Designer Burnout? - Kein Mittleid. - Wer braucht die Leute wirklich? War doch alles an Klamotten schon mal irgendwie da und wenn es die Dinger noch gäbe, würde ich mir meine Arbeitsschuhe gerne zum 3. Mal neu bestellen.

Mode ist doch nur Verwirrspiel, damit ich als Konsument nicht bei bewährten und geliebten Produkten bleiben kann. - Eigentlich brauche ich sie nicht, es sei denn mir gefällt irgendwas im Ausverkauf, was sonst niemand haben wollte.

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@JochenS: Wär ja schon echt schön, wenn sich das Karussel nur 1 x jährlich drehen würde.

Zumindest die Damenmode ist da inzwischen in weniger als Vierteljährlich angekommen - und die Qualität der Kaufware teils derart schlecht, das waschen kaum noch möglich ist.

Von reparieren und dann weitertragen red ich noch nicht mal mehr...

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Das heißt ich brauch irgendwas Socken, Unterhose T-Shirt, manchmal ne Jacke. Was hat das großartig mit "Mode" zu tun? Warum soll ich hier an Mode bedingter Umweltbelastung schuld sein? -

 

Ich glaube Leute die in diesem Forum schreiben, gehören tatsächlich nicht zu der Gruppe "Modekonsumenten", die an der dargestellten Umweltbelastung schuld sind. ;)

 

Wir alle sind eine völlig andere Zielgruppe...:D

 

... aber die Sendung war klasse...:)

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ich weißja nicht wo ihr so nach Fertigkleidung schaut, aber ich musste noch nie etwas nach der ersten Wäsche entsorgen

 

ich auch nicht...

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Hab mal, ich glaube in der ARD, eine Doku gesehen, wo sie junge Mädels zwischen 15 und 22 Jahren beim Einkaufen in die Großstadt begleitet haben. Mir kamen die Tränen... die haben die Oberteile einfach so gekauft, ohne Anprobe... wenn's nicht 100 Prozent passen würde, könnten sie es ja wegwerfen, hat ja quasi nichts gekostet.

Bei Primark z.B. sind die Teile so billig, dass sie nach einmaligem Tragen oder nach ein paar Wochen durch neue Kleidungsstücke ersetzt werden.

Wenn Du bei H&M ein Teil siehst, das Dir gefällt, tust Du gut daran, es sofort zu kaufen, denn die nächste Kollektion kommt schon kurze Zeit später und Dein Wunschteil ist weggeräumt, aussortiert oder verramscht oder taucht mit ein bischen Glück ein halbes Jahr später im Schlussverkauf wieder auf. Warten, gucken, bis Du das Geld dafür zusammen hast und dann kaufen, ist nicht mehr, weil dann schon wieder neue Ware am Bügel hängt.

 

Ich glaube nicht, dass bei Kollektionswechseln wie "damals", also viermal im Jahr, sich diese Spirale des immer mehr und immer billiger so entwickelt hätte. Sie sagen im Film ja auch, dass diese Kollektionswechsel der großen Modemarken und -ketten eine in den 90ern herangezüchtete Sucht nach immer neuen Kleidungsstücken bedienen... Shopping als Sucht und Zeitvertreib.

 

Na, ich geht dann mal nähen... bei mir ist das ganz besonders "slow fashion":D

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Wenn Du bei H&M ein Teil siehst, das Dir gefällt, tust Du gut daran, es sofort zu kaufen, denn die nächste Kollektion kommt schon kurze Zeit später und Dein Wunschteil ist weggeräumt, aussortiert oder verramscht oder taucht mit ein bischen Glück ein halbes Jahr später im Schlussverkauf wieder auf.

Ich habe bei H&M mal die am besten jemals mir passende Bluse gekauft. Zwei Tage später habe ich diverse Filialen in der Stadt abgeklappert um noch eine weitere davon zu kaufen und es gab sie nirgends mehr; online sowieso schon nicht mehr.

Ich habe danach mal den Anlauf unternommen, den Schnitt abzunehmen, aber irgendwie ist das im Sande verlaufen.

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Die Fast Fashion-Ketten wie H&M haben einen Zyklus von zwei Wochen! Die sehen ein Design auf dem Laufsteg und haben das in der Zeit kopiert und in die Läden gebracht.

 

Und jeder, der so ein Teil kauft, macht sich so gesehen mitschuldig am Mode-Karussell. Ganz egal, ob man selbst das Teil dann trägt, bis es auseinander fällt, ist damit die Ausbeutung des Planeten (Wasserverbrauch, Pestizide, Mono-Kultur, Umweltverschmutzung etc.) und der Menschen, die die Teile für einen Hungerlohn zusammennähen immer noch gegeben.

 

Und zum Thema, ich orientiere mich nicht an der Mode: Wenn ihr eure neuen Sachen in Geschäften kauft, dann orientiert ihr euch zwangsläufig an der Mode. Schließlich hängen in den Läden nur die Teile, die gerade in Mode sind. ;) Man entkommt dem System nicht; auch beim Selbernähen nur bedingt; schließlich kaufen wir Schnittmuster und Stoffe, die idR auch nicht zig Jahre alt sind, und ja auch alle mal mit den endlichen Ressourcen dieses Planeten hergestellt wurden.

 

Noch zu Zeiten meiner Eltern, und die sind jetzt gerade mal Mitte 70, war es üblich, dass man zweimal im Jahr in die Stadt ging, um sich für die kommende Jahreszeit neue benötigte (!) Klamotten zu kaufen. Und heute ist „Shoppen“ ein Hobby, und mal ehrlich, wir haben alle mehr Kleider und Stoffe zu Hause, als wir im Leben wirklich benötigen würden. Ich nehme mich da selbst nicht aus. :o

 

Dass Mode-Designer überflüssig wären, kann ich aber so nicht stehenlassen. Zumindest einige davon sind Künstler, wie Maler oder Architekten. :D

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Immerhin werden die Kleider dort im Pariser Vorort nicht verbrannt, sondern wiederverwertet.

Habe gelesen, dass einige große Modemarken beschlossen haben, ihre Rückläufer oder nicht abgesetzten Lagerbestände in Zukunft nicht mehr zu verbrennen.

... wobei: wenn dann alles, was nicht abgesetzt wurde, nach Afrika geschickt wird, machen sie damit die lokalen Kleiderproduzenten platt...

 

So viel ich weiß (Fernsehen...) ist das Afrikanische Bekleidungshandwerk doch eh schon platt? - Was willste erwarten oder zu seiner Rettung tun? In Klamotten steckte Arbeit drinnen die irgendwie bezahlt oder zumindest freigestellt werden muß. Also herrschen Marktbedingungen und wo kein Geld ist, muß auf den Preis geschaut werden.

 

Verbrennen? - Altkleider waren eigentlich immer irgendwie begehrter Rohstoff, sei es für die Papierindustrie oder als Putzlappen. - Als ich in einer Lackiererei jobbte gab es dort weisse Altkleider als Lappen. Ein Heidelberg Instruktor berichtete minderbegeistert von einem Einsatz in Nordafrika wo er statt der (Druck)branchenüblichen Mietlappen plötzlich ein ehemaliges Paillettenkleid in der Hand hatte, um sich damit die Druckplatten zu zerkratzen.

 

Fast Fashion: Irgendjemand scheint davon leben zu können, also wirds gemacht. Was ist das schlimme dabei? - Das Zulieferer von jetzt auf gleich, bis spätestens vorgestern produzieren sollen? - Ist das nicht überall so?

 

Fair bezahlte Slow Fashion wird wohl ein Luxus für wenige bleiben, aber es ist beruhigend zu wissen, das auch wohlhabende Leute Möglichkeiten haben ihr Geld zu verbraten.

 

3D Druck: Daraus "Mode" zu machen scheint mir augenblicklich noch Spielerei / Proof of Concept.

Was ich wirklich vielversprechend fand, war die ebenfalls gezeigte Maßnehm App.

Ich sehe keinen riesigen Sinn darin wahrscheinlich etliche 1000 Euro Maschinerie über Nacht laufen zu lassen, um nachher einen Weichplastik Minirock zu erhalten (obwohl selbiger nach nem Regenschauer sicher Gebrauchswert für risikofreudige Rollerfahrerinnen hat).

Was ich toll fände wäre Schuhe mit Orlthopädischen Einbauten online beim Hersteller bestellen zu können oder, weil ich noch keine Erfahrung mit Schnittmustern hab, eine Stoffbahn abfotografieren zu können die Folgen meines Elementearrangements am Bildschirm in 3D simuliert zu bekommen und wenn sie mir gefallen den Stoff auf Arbeit durch den Schneidplotter zu jagen. Bzw 3D Simulation daheim, Bestellung, Baukasten oder Endprodukt in der Post.

Insgesammt denke ich das Digitalisierung und Globalisierung zu Müllvermeidung durch Produktion on demand führen könnten und sollten.

Am Elend der NäherInnen wird sich wohl nicht viel großartig ändern? Kürzlich irgendwo ein Video geguckt nachdem die Herstellung eines Hemd-Bügelrobotters heutzutage immernoch eine riesige Herausforderung ist. Die Textilindustrie scheint Verarbeitungsstraßen zu haben, doch die Halbfertigprodukte werden dort augenscheinlich immernoch mehrfach von Hand angelegt?

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Na ja, Jochen... nur weil "eh in Afrika das Bekleidungshandwerk schon platt ist" oder "weil Zulieferer von jetzt auf gleich produzieren" und das überall so ist, muss es ja nicht richtig sein und akzeptiert werden.

 

Irgendjemand muss eben das Bewusstsein wecken, Akzente setzen, einen Wandel einleiten. Das kann durch unser geändertes Konsumverhalten in den Abnehmerländern sein, durch staatliche Lenkung wie Mindestlöhne in den Kleiderfabriken von Bangladesh oder Kambodscha oder höhere Umweltauflagen in den Erzeugerländern, damit die verschmutzenden Bekleidungsindustrien nicht Flüsse z.B. in Indien in schillernde Kloaken verwandeln.

 

Beispiel aus einem anderen Bereich: Wer kauft heute noch Eier aus Käfighaltung? Da hat es einen Bewusstseinswechsel gegeben und plötzlich gibt es mehr Boden- oder Freilandhaltung... Warum erhöht sich der Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen? Weil der Verbraucher das nachfragt.

 

Ich hab aus Deinem früheren Post entnommen, dass Du an Kleidung weniger modische Ansprüche stellst und Deine Sachen länger im Schrank hast als das Gros der Kundinnen und Kunden.

Insofern muss man an die ran, die beackern in Sachen Nachhaltigkeit und "fair fashion".

Und selbst wenn das Früchte trägt, wird's bei jährlich weltweit 2,5 Mrd Jeans oder 700.000 t verkauften Textilien allein in Frankreich (macht 10 kg Textilien pro Kopf und Jahr in F) immer noch genug Altkleider geben, die man zu Putzlappen, als Isoliermaterial, als Malerdecken usw verarbeiten könnte.

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Fast Fashion: Irgendjemand scheint davon leben zu können, also wirds gemacht. Was ist das schlimme dabei? - Das Zulieferer von jetzt auf gleich, bis spätestens vorgestern produzieren sollen? - Ist das nicht überall so?

 

 

Bei Fast Fashion geht es nicht rein um die Produktionsgeschwindigkeit. Die ist zwar auch ein Teil, aber das eigentlich Problem bei fast fashion ist die Geschwindigkeit des Konsums, die Menge der gekauften Klamotten und der immer rapider abnehmen Tragedauer der Klamotten. Und wo viel nachgekauft wird, wird viel zu viel entsorgt. Wohin denn mit dem ganzen Mist? So viele Lappen kann kein Mensch gebrauchen. Es ist einfach ein Kreislauf, der dringend unterbrochen gehört.

 

Du bist mit deinem Bedarf ein Musterbeispiel an Slow Fashion. Du konsumierst nur deinen tatsächlichen Bedarf und erneuerst nur, wenn es nicht mehr nutzbar ist.

 

Ich bin immer in einem Zwiespalt. Ich mag Mode. Ich zieh mich gerne schön an, nutze den Schnitte, Farben und Formen dazu, dass ich das was Gott oder Gene mir mitgegeben haben ins richtige Licht setze und beschäftige mich gerne mit Trends und was es denn so neues gibt. Ich verkörpere zwar eher einen zeitlosen Stil denke ich, aber hin und wieder etwas neues macht schon Spass.

Andererseits bin ich schockiert über die Mengen die produziert und auch konsumiert werden. Wenn ich bei Freundinnen überquellende Kleiderschränke mit 100 Sommerkleidern sehe krieg ich wirklich Beklemmungen und überleg mir, was man mit dem extra an Platz anstellen kann, wenn da nur das drinnen wäre, was man wirklich gerne trägt und auch braucht.

 

Da kommt bei mir das Nähen ins Spiel. Ich nähe gerne zur Entspannung. Das wird kombiniert mit Schnitten, die ich weiß, dass ich sie oft und gerne trage. Aber ich kaufe auch Klamotten. Aber mittlerweile nur noch Dinge, wo ich weiß, die hab ich längere Zeit, die halten länger und die sind zeitlos. Auch ein Grund, warum ich fast nur noch schwarz, grau weiß und hellblau im Schrank hab. Das passt alles zusammen und steht mir.

 

Ich find den Beitrag super. Leider schauen viel zu wenig Leute Arte und Dokus wie diese, solange man pro Woche 10 Folgen Shopping Queen (mag ich auch gern, aber manchmal sehr gruselig) schauen kann...

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Jep, neben den Produktionsbedingungen ist die schiere Menge das Problem. Ich hatte mal einen Beitrag gesehen, in dem über Stoff-Recyclingfirmen in der Dritten Welt berichtet wurde, und dass die Arbeiterinnen dort höchst erstaunt darüber sind, fabrikneue Kleidung, teils noch mit Label dran, als „Abfall“ wiederzufinden. Das wäre für die Menschen dort undenkbar. Sie hatten sich gefragt, ob wir hier keine Wäsche waschen wollten oder könnten, weil die Teile alle noch aussehen wie neu. :rolleyes:

 

Wir kommen hier zu zweit mit einem Kleiderschrank von 2 Metern aus. Eine Kollegin hat alleine mehrere Meter an Schränken im Keller, und berichtet mir immer wieder davon, dass sie haufenweise ungetragene Sachen aussortiert. Das Geld ist da, also wird gekauft; weiter wird da nicht gedacht. Verständlich, wenn man in kleinen Verhältnissen aufgewachsen ist und es jetzt genießt, sich alles kaufen zu können, was man will. Leider sind Entscheidungen, die für den einzelnen „gut“ sind, nicht automatisch auch für alle anderen Menschen gut.

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