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Nähbert

Kostüm-WIP: Sandmann und Zahnfee

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Hallo,

 

für das alljährlich in der Adventszeit aufgeführte Märchenstück unserer Theatergruppe nähe ich wieder Kostüme.

Dieses Jahr rettet der Sandmann das Traumland und jagt die bösen Traumfresserchen. In dem Stück gibt es einige märchenhafte Charaktere, wie Schneeengel, Hasen, Frau Holle und die Zahnfee.

Ich soll den Sandmann und die Zahnfee ausstatten.

Material soll tunlichst nicht neugekauft werden, der Verein hat einen großen Fundus und da werden Vorhangstoffe, Voilegardinen, Tischdecken und Stoffreste aus früheren Jahren verwendet.

 

Für den Sandmann muss ich einen 1,90-Meter-Schlacks in einen sympatischen Traumretter verwandeln, dessen Aussehen in etwa dem DDR-Sandmännchen entsprechen soll.

Die Zahnfee ist eine Art geflügelte Superheldin, die im Team des Sandmannes gegen das Böse kämpft.

 

Das Sandmannjäckchen und seine Mütze entstehen auf der Grundlage eines noch zu findenden Herrenjackenschnitts aus weinrotem Vorhangstoff.

Für die Zahfee ist u.a. eine pinkfarbene Weste mit Zahnapplikationen vorgesehen, die im Rücken so stabil sein muss, dass man ein Paar Flügel befestigen kann. Vorne muss sie demnach auch einen gut haltenden Verschluss haben.

Wenn Ihr Lust habt, setzt Euch zu mir ins Nähzimmer, es geht allerdings langsam voran, die Kostüme müssen "erst" Mitte November fertig sein!

 

LG, Carola

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Eben habe ich den Schnitt einer Weste abgenommen und versuche nun daraus die Zahnfeeweste zu nähen. Im Rücken muss ich wohl dünne Schabrackeneinlage einarbeiten.

Die Weste wird mit stabilem Baumwollstoff unterlegt und entweder mit weißer Baumwolle oder Taft gefüttert.

Sie soll die Flügel halten und vorne einen Verschluss haben, der geschlossen bleibt, auch bei heftigeren Bewegungen auf der Bühne.

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Hallo Carola,

Ich setze mich gern hin und schau entspannt zu .

 

Vielleicht ist es auch eine Überlegung die Flügel mit Trägern zu versehen und am Rückenteil unter das Jäckchen zu führen.

Dann braucht dieses Jäckchen nicht so verstärkt zu werden und die Flügel sitzen und machen jede Bewegung mit.

Es gab mal Feenflügel beim Norwegischen(oder Schwedischen:confused:) Moderiesen , die einfach durch ein Loch unter die Jacke ziehen -z.B.

LG und gutes Gelingen

Christina

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Es gab eine erste Anprobe der pinkfarbenen Weste.... oh je!

Brustpunkt, Schulterschräge, Verlauf der Seitennaht.... da gab es einiges zu ändern. Leider muss ich für die Anprobe immer die Theaterproben abwarten, an mir zuhause kann ich nur den ungefähren Sitz beurteilen.

Ich habe den pinkfarbenen, dehnbaren Stoff mit nicht-dehnbarem Vlies bebügelt, damit die Weste Stand bekommt. Zusammen mit dem weißen Leinenfutter wird sie dadurch sehr steif, aber das wird von der Trägerin so gewünscht.

Bild folgt...

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Nach dem Aufbügeln der versteifenden Einlage (im Moment sollen die Flügel auf Wunsch der Spielleitung immer noch fest mit der Weste verbunden werden, was ich selbst nicht für die schlaueste Lösung halte...) und den Passformänderungen sieht die Weste der Zahnfee momentan folgendermaßen aus. Die Schulternaht sitzt zu weit im Vorderteil, dafür ist das RT eben über der Schulter länger. Das werde ich jetzt nicht anpassen.

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Schön, wenn frau mal mehr als nur ein, zwei Stunden hat, um bei einem Projekt voran zu kommen!

Nachdem ich Futter und Weste zusammengenäht habe, wobei ich die Seitennähte von Futter und Oberstoff nicht schließe, wurde die Weste mit dem Futter verstürzt. Ich verbinde beide Stofflagen mit dieser "Seitennahtmethode", die ich auf einem McCalls-Schnittmusterbogen gefunden habe und mir dann zusätzlich per YT-Tutorial angeeignet habe.

Dabei muss man wirklich sehr exakt nähen, damit Futter und Oberstoff auf der Seitennaht passend zu liegen kommen. Auch dürfen die Seitennähte und die Schulternähte nicht zu schmal sein, weil man sonst den Stoffwulst nicht durchziehen kann.

 

Vorher habe ich NZ zurückgeschnitten und eingeknipst, außer an den Rundungen der Vorderteile.

Dort befinden sich momentan noch 1,5 cm NZ, weil ich erst nach der nächsten Anprobe den genauen Sitz festlegen kann, der auch abhängen wird von der Frage, ob wir einen Knopfverschluß, Häkchen oder eine Schnürung nehmen, um die Weste eng anliegend zu verschnüren.

 

Bilder des Westenwendevorgang anbei....

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Edited by Nähbert

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Die Zahnfee war gestern nicht bei der Probe, daher gibt's in Sachen Weste momentan kein Weiterkommen.

Aber der Sandmann bekommt jetzt sein Outfit.

Schnittgrundlage ist ein Herrensweaterschnitt aus Burda 1/2010 in Gr. 48.

Da der Schnitt dehnbares Material vorsieht, habe ich mit großzügiger NZ zugeschnitten, im Armloch unter der Achsel Weite zugegeben und denn Schnitt insgesamt an den Seitennähten ausgestellt, damit das Jäckchen schwingt.

Auch der Verschluß ist anders: ich brauche Knöpfe und keinen RV, also muß die VoMi verändert werden.... na ja, im Prinzip ist vom Ursprungsschnitt eher nix übrig:D

Und ich muss noch einen breiten Kragen statt eines Stehkragens konstruieren.... hab ich noch nie gemacht.

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So, ein neuer Zwischenstand:

Die Zahnfeeweste ist jetzt an Brustumpfang der Schauspielerin angepasst.

Vorne musste ich dazu bei beiden Westenvorderteilen Weite aus der Nahtzugabe zugeben, damit die Weste mittels Ösen und Schnürung geschlossen werden kann.

Leider konnte ich kein Bild mit Trägerin machen.

 

Die Sandmannjacke ist als Erstentwurf fertig. Mit Hilfe von Gilewskas Buch konstruierte ich einen einfachen Kragen ohne Steg.

Aber den Spielleiterinnen gefiel die Länge insgesamt nicht und der Kragen ist ihnen zu schmal.

Jetzt weiß ich allerdings nicht, ob ich für einen weiteren/größeren Kragen einen neuen Konstruktionsversuch mit Steg machen muss.

Aus einem Gardinenstück, an dem noch Faltenband drangenäht war, schnitt einen schnellen Umhang, nur so zur Probe. Daran muss ich noch tüfteln...

Also schneide ich morgen 2 neue VT mit 20 cm mehr Länge zu. Das Rückenteil teile ich evtl auf in Schulterpasse mit mittiger Kellerfalte und neues unteres Rückenteil mit mehr Länge und mehr Weite.

l

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Da sagst Du was!

Auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen. Das hätte dann auch zur Folge, dass er sich ohne zu stauchen besser über die Schultern legt, oder?

Ich werde es probieren und berichten.

 

Zum Glück ist der Vorhangstoff, der für die Jacke herhalten muss, in größerer Menge vorhanden. Muss nur darauf achten, dass ich keinen abgeschabten oder fleckigen Teil erwische beim Zuschnitt.

Wie schon geschrieben, der Verein muss dieses Jahr sparen und es werden nur Reststoffe aus dem Fundus verbraucht und/oder Kostüme umgearbeitet.

Ich konnte sie allerdings davon überzeugen, dass ich den Sandmannumhang mit einem Mond-und-Sterne stoff unterfüttern darf. Den muss ich jetzt nur noch finden und kaufen...

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Lange Pause, hier sind Herbstferien und da sind wir etwas weg gewesen.

 

Der 3. Kragenversuch liegt als Schnittmuster vor. Der 2. Versuch war an 3 Stellen aufgedreht, legte sich nicht gut über Schulter und Hals.

Beim 3. Versuch habe ich an 5 Stellen aufgespreizt und nochmal Kragenlänge zugegeben.

Ich hatte auch schon zugeschnitten und auch Vorderteile, RT, Ärmel waren zusammengesetzt.

Aber, aber, bei der ersten Anprobe, noch ohne Kragen Knöpfe und unteren Saum reißt der verdammte Stoff im Rücken 25 cm breit auf, auch im Bereich der Armkugel, obwohl die Weite stimmte.

Der Vorhangstoff aus dem Fundus war über die Jahre spröde geworden und reißt jetzt.

Ich muss also die ganze Sandmann-Jacke noch ein drittes Mal zuschneiden, versäubern und zusammenbauen:mad::mad:

Immerhin: ich darf jetzt neu gekauften Stoff nehmen, Sparzwang hin oder her. Morgen suche ich in Trier, beim örtlichen Stoffhändler gab's heute nix. Ich muss den Stoff fühlen. Er darf nicht zu fladderig sein und nicht zu schwer und für die Bühne nicht zu warm.

Und am besten nicht zu teuer, schließlich brauche ich mindestens 2,50 Meter für Jacke und Umhang des Sandmanns.

 

Weil die Theaternäherei aber weitergehen musste, habe ich heute aus einem alten Laken mit 4 Schnittteilen ein Gespenst, sowie 2 Schneeengelflügel genäht.

Bilder schieb ich bei Gelegenheit nach.

Hier noch ein Foto von Kragenversuch Nr. 3.

 

Ich werde versuchen, die neue Sandmannjacke schrittweise zu dokumentieren. Im Moment fehlt dafür noch die Motivation:(.

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Hallo ihr lieben Mitleserinnen,

MM - mangels Motivation - ist der Sandmann nicht weiter vorangeschritten.

Ein Gespenst, Teile von zwei Schneeengelkostümen sowie ein Weihnachtself sind aber fertig.

Die Zahnfee dürfte auch bald eingekleidet sein, ihre Weste ist fertig. Jemand hat (in meinen Augen unförmige) Flügel mit Tüll bespannt und die soll ich hinten fest an die Weste nähen.

Vorne soll die Weste nun mit einer Schnürung körpernah geschlossen werden können, also habe ich die Ösenfunktion meiner Bernina getestet.

Nun ja, die linke Westenseite sieht ganz ordentlich aus, rechts wurde es schief.

Das Loch habe ich nach dem Nähen mit einer Prymzange durchgestanzt und nun umstichele ich zur Sicherheit alle 8 Löcher nochmals.

 

Am liebsten würde ich neue Flügel basteln, aber die Zeit läuft weg.

 

LG, Carola

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So, die Ösen für die vordere Schnürung der Zahnfee-Weste sind fertig umstichelt (mit der Hand), nachdem meine Nähmaschine nicht richtig sauber gearbeitet hat. Bei der nächsten Theaterprobe wird sich zeigen, wie körpernah Weste und Feenflügel damit sitzen.

 

Ich habe mir nochmal das Schnittmuster der Sandmannjacke angeschaut.

Es war sicherlich ein Fehler, einen Jackenschnitt für Fleece als Grundlage für eine Jacke in Webstoff zu nehmen. In meinen Burdaheften gab es aber sonst nichts Passendes für Herrengröße 48.

Ich hatte zwar schon die Armlöcher tiefer ausgeschnitten und die Armkugel entsprechend angepasst, aber es fehlt offensichtlich noch an Weite im Bereich der hinteren Mitte. Dort werde ich ein paar Zentimeter zugeben, evtl auch über eine Kellerfalte.

Morgen mehr, heute abend hab ich ein Rendevouz mit dem TV.

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Heute nachmittag konnte ich mich ausbreiten und den neuen Sandmannmantel zuschneiden.

Natürlich wieder mit Schwierigkeiten, das Vorderteil sollte angeschnittene Belege im Bereich der vorderen Mitte bekommen, die habe ich beim Zuschnitt vergessen und muss das jetzt Belege annähen, vielleicht in einem anderen Stoff.

 

Der Kragenversuch Nummer 3 zeigte sich ebenfalls widerspenstig und wollte sich nur faltig um den Hals legen lassen. Hier musste ich nochmal nacharbeiten, nochmal Stoff wegfalten, um die Rundung besser hinzukriegen.

Die Ärmel- und Seitennähte arbeitete ich in einem Rutsch.

Der Mantel sitzt jetzt sehr weit am schlaksigen Schauspieler, ich hoffe dass diese Bewegungsfreiheit ausreicht und der Stoff nicht reißt.

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Lange nichts geschrieben für diesen WIP...

Inzwischen sind beide Kostüme fertig und natürlich habe ich nicht von jedem Schritt Bilder gemacht, aber ich will versuche, den Nähvorgang im Nachhinein zu erläutern.

Beim letzten Posting hatte ich die Ärmel "in einem Rutsch" mit den Seitennähten von VT und RT zusammengenäht.

Alle Kanten hatte ich vorher mit der Overlock versäubert und leider nicht auf alle Greifer rotes Garn aufgezogen, was ich hinterher aber geändert habe.

Das sieht dann so aus:

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Mit dem Kragen musste ich wirklich kämpfen.

Nachdem auch der 3. Kragenversuch sich nicht wirklich gut um den Hals legte, zeichnete als 4. Versuch ein Schnittteil, wo ich in der hinteren Mitte, am Schulterpunkt und in der Mitte eines Vorderteils nochmals jeweils um ca. 1,5 cm eindrehte, so dass der Kragen noch besser der Rundung des Halsauschnittes folgen konnte.

Aber auch das reichte wieder nicht, der Kragen war mir auch zu steif und ich verwendete bei Versuch 5, der dann endlich passte eine dünnere Bügeleinlage (H220) und drehte in den Vorderteilen nochmals 2 cm ein.

Mit "Eindrehen" meine ich, dass ich von der Kragenaußenkante in Richtung Halsausschnitt keilförmig Weite wegfalte.

Den Kragen fasste ich dann zwischen Oberstoff und Beleg, nähte ihn von links fest, bügelte den Beleg nach innen und fasste Oberstoff, Kragen und Beleg mit einer Steppnaht zusammen. Damit sich hier alles fältchenfrei schön in die Rundung legt, nähte ich vorher mit Reihgarn.

 

Der Belegdes Halsausschnitts ist ebenfalls mit H220 verstärkt. Er endet in den Vorderteilen unter den Belegen für die Knopfleiste, die zur Stabilisierung ebenfalls mit Vlieseline-Bügeleinlage unterlegt sind.

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Nachdem der Kragen angenäht war, musste ich mich um die Knöpfe kümmern.

Ich fand es schwierig mindestens 4 cm breite und gleichzeitig schöne Knöpfe zu finden. Es sollte ja irgendwie märchenhaft aussehen.

Ich erinnerte mich an das Material "Fimo" und unser örtliche Bastelladen hatte glücklicherweise die formbare Masse, die man im Backofen bei 130 Grad aushärten lassen kann in einem goldgelben Farbton.

Mit Nudelholz und Plätzchenausstechern machte ich Mond- und Sterneknöpfe, ca. 0,5 cm dick. Danach legte ich die Knopflochgröße fest.

Leider kann meine Bernina programmierte Knopflöcher mit dem Knopflochnähfuß 3A (der näht mit einer Art "Schlitten") nur bis 3 cm Länge, so dass alle 5 Knopflöcher irgendwie anders wurden.

Auch der Beleg für die Knopfleiste stellte sich als zu schmal heraus, es hätte gut 1 cm mehr sein können.

In dem roten Polyesterstoff franste das Knopfloch sehr. Ich beherzigte einen HS24-Tipp aus meinem Kostüm-WIP vom letzten Jahr und benutzte "Fray Check".

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Ich grübelte länger über einen fantasievollen Ärmelabschluss.

Die Jacke war bisher bis auf die Knöpfe nur rot.

Der Sandmann bringt schließlich gute Träume in der Nacht und da muss es ein bischen funkeln.

Ich fand einen wunderbar blauen Taft mit goldenen Sternen und der sollte nun das Kostüm auflockern.

D.h. ich löse mich von der Fernseh-Sandmann-Vorlage. Der hat ja eine unifarbenen Jacke, meist mit einem kurzen Umhang in der gleichen Farbe.

 

Die Ärmel bekamen also einen breiten Aufschlag in blau und auch das restliche Kostüm wurde hier und da mit diesem blauen Stoff aufgepeppt.

Der Ärmelaufschlag ist doppellagig mit Vlieseinlage gearbeitet, wird knappkantig an der untern Ärmelkante festgesteppt und nach oben umgeschlagen.

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Dann musste ein Umhang her.

Die Entscheidung für einen kontrastfarbenen Stoff war gefallen und zum Glück hatte ich genügend Stoff gekauft.

Die Frage war nun: Wie groß soll der Umhang sein und wie befestige ich den Umhang?

Nach der ersten Anprobe beschwerte sich der Schauspieler zudem, dass sein Halsausschnitt zu weit sei. Ich hatte den Übertritt möglicherweise zu knapp bemessen und hätte die Vorderteile noch etwas mehr übereinander schieben können... aber leider hatte ich die Knopflöcher und Knöpfe ja bereits angenäht und so konnte die vordere Mitte nicht mehr verlegen, ohne die Symmetrie des Vorderteils zu zerstören.

Der Hals war zu nackt und ich hatte die Idee, den weiten Halsausschnitt mit einer Art Schleife oder Binder optisch zu verkleinern und evtl auch etwas zusammenzuziehen.

Gleichzeitig könnte die unter dem Kragen geführte Schleife dazu dienen, den Umhang an Ort und Stelle zu halten, wenn ich sie durch einen Tunnel an der Oberkantes des Umhangs zog.

Der zweite Schleifenversuch hatte dann die gewünschte Breite im vorderen Bereich, im Tunnel ist der Binder nur 2,5 cm breit.

Damit der Umhang beim Spielen auf der Bühne nicht nach hinten runterzieht oder verrutscht, nähte ich Umhang und im Tunnel verlaufenden Binder unterhalb des Kragens an die Jacke.

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Die letzten Arbeitsschritte waren aufgesetzte Taschenklappen, eine mit Mond und eine mit Sternen, die Festlegung der entgültigen Jackenlänge (letztendlich machte ich nur einen knappen Saumumschlag von ca 1,5 cm), einen Beutel (leider hier ohne Bild) sowie eine Zipfelmütze.

Auch beim Jackensaum habe ich mit Reihgarn vorgestichelt. Beim endgültigen Annähen von rechts kann ich dann mit der Nadel immer knapp oberhalb der geriehenen Naht einstechen und habe dann eine exakte Saumnaht auf der mit der Overlock versäuberten Kante.

 

Die Mütze ist mit weißem Bettlakenstoff gefüttert und bekam einen selbstgemachten Bommel der an einer geflochtenen rot-goldenen Kordel aufgehängt ist.

 

Der Mützenschnitt ist ebenso wie der Umhang, die Bindeschleife und eigentlich wie die gesamte Jacke selbst entworfen. Vom ursprünglichen Burdaschnitt ist eigentlich außer der Armkugelrundung und der Rundung der Ärmelausschnitte nichts mehr übrig!

 

Zu guter Letzt peppte ich die langweilige Hose aus dem Theaterfundus mit einer Goldlitze an der äußeren Beinnaht auf.

 

Sandmann darf nun auftreten! An diesem Wochenende waren die ersten drei Aufführungen.

 

Sandoutfit auf der Bühne und einige Zahnfeekostümdetails liefere ich noch nach...

 

LG, Carola

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Parallel zum Sandmann sollte auch die Zahnfee fertig werden.

 

Meine Bernina hatte die Ösen etwas unsauber genäht und ich umstichelte alle 8 Ösen mit der Hand.

Die Weste wird nun mittels eines dünnen pinkfarbenen Bandes verschnürt.

 

Aus Zuschnittresten und Pailletenband nähte ich einen Stoffring mit Gummizug.

Eigentlich hatte ich gedacht, man könnte ihn für die Zöpfe der Fee verwenden, aber die Fee hatte eine bessere Idee und so zieren diese Stoffringe nun die Handgelenke der Fee.

Die Flügel befestigte ich auf Wunsch der Schauspielerin direkt mit groben Stichen auf dem Rückenteil der Weste.

Man sieht auf dem Bild das Problem, das sich daraus ergibt: die recht schweren, sperrigen Flügel ziehen nun die Weste nach hinten. Allerdings ist die Fee auf der Bühne ständig in Bewegung, so dass dieses Passformproblem nicht besondert auffällt. Sie muss lediglich aufpassen, dass sie mit den Flügeln nicht irgendwo hängen bleibt.

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Und hier das versprochene Bild von der Bühne... den grünen Elf in Ringelstrümpfen hab ich ebenfalls genäht.

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Herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung! Die ganze Mühe hat sich gelohnt, die Kostüme sind sehr schön geworden.

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