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eboli

Welches Füßchen für welchen Arbeitsschritt beim BH-Nähen

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Bei der industriellen Produktion von BHs kommen ja viele Spezialmaschinen zum Einsatz, die niemand von uns herumstehen hat. Wir können uns aber mit ein paar Standardfüßchen behelfen, die bei den meisten von uns eh nur in der Zubehörlade herumliegen. Folgende Füßchen haben sich bewährt:

 

1) Der Schmalkantfuß (englisch: Stitch-in-the-Ditch). Der sieht so ähnlich wie ein Blindstichfuß aus, hat also eine Nase/Führung in der Mitte des Fußes, jedoch keinen Dorn im Stichbereich.

Ich verwende den zum knappkantigen Flachsteppen der Nahtzugaben (da fahre ich mit der Nahtzugabe den Nahtschatten entlang), zum Aufnähen der Veloursgummis (Nase 1 mm neben den Zacken des Gummis), zum Flachsteppen der Cupeinsatznaht nach dem Aufnähen des Bügelband und zum Markieren der Konturen von Laminatträgern u.Ä..

 

2) Der kurznasige Stickfuß. Er sieht wie ein zu kurz geratener Rückwärtsfuß aus, hat in der Sohle eine Grube für Raupen und in der Fußmitte ein Loch für Gimpe oder ein anderes Beilaufgarn. Der kommt bei allen Raupennähten zum Einsatz, also beim Schließen des Bügelband und beim Annähen der Schieber. Da gibt es kein Hängenbleiben der Raupen mehr samt dickem Knubbel.

 

3) Der hüpfende Stickfuß. Ich habe ja eine alte Bernina, auf der diese Füße noch keine Feder haben, aber er funktioniert trotzdem super. Keine Spitze verschiebt sich mehr, wenn ich sie appliziere, nicht einmal die elastischen Spitzen.

 

4) Der Geradnahtfuß. Zum Annähen des Bügelbands.

 

5) Der Reißverschlussfuß oder der große Rollenfuß. Zum Annähen des Verschlusses (Hakenseite). Ich persönlich mache das mit dem Rückwärtsfuß, aber ich habe Kolleginnen, die darauf schwören.

 

6) Der Obertransportfuß. Für die zweite Absteppnaht des Bügelbands und u.U. die Applikation von Spitzen. Ich nehme den allerdings nur sehr selten.

 

7) Der Rollenfuß (klein oder groß). Zum Annähen von Anti-Rutsch-Gummis. Der steht bei mir noch auf der Wunschliste, denn das Arbeiten mit Architektenpapier hält mich in diesen Fällen zu sehr auf.

bearbeitet von eboli

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Barbara, das ist ja ganz toll! Vielen, lieben Dank :hug: Da ich es tatsächlich nächsten Monat noch einmal angehen möchte wird mir Deine Liste garantiert helfen :)

 

Ich versuche Deine Erklärungen mal auf die Brother Füße zu übersetzen. Brother hat aber "nur" Videos auf der Seite, die dann zu YouTuber verlinkt sind.

 

1.

2. kurznasiger Stickfuß. Meinst Du diesen von Bernina? Dann könnt ich schauen, welcher das von brother ist.

3. hüpfender Stickfuß

4.

5.

oder großer Rollenfuß

6.

7.

(klein oder groß)

 

Danke Dir schon mal :hug:

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1) Der Schmalkantfuß (englisch: Stitch-in-the-Ditch). Der sieht so ähnlich wie ein Blindstichfuß aus, hat also eine Nase/Führung in der Mitte des Fußes, jedoch keinen Dorn im Stichbereich.

Ich verwende den zum knappkantigen Flachsteppen der Nahtzugaben (da fahre ich mit der Nahtzugabe den Nahtschatten entlang), zum Aufnähen der Veloursgummis (Nase 1 mm neben den Zacken des Gummis), zum Flachsteppen der Cupeinsatznaht nach dem Aufnähen des Bügelband und zum Markieren der Konturen von Laminatträgern u.Ä...

 

Den Fuß verwende ich auch zum Zusammennähen der Laminatteile. Klappt prima.

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Danke für die Übersicht! Wenn es soweit ist, komme ich gerne darauf zurück...

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Hallo,

 

ich habe bisher meine BHs immer komplett mit dem Zick-Zack-Fuß genäht. Geht auch;), aber beim nächsten Mal werde ich das eine oder andere ausprobieren, was ich mit meinen Füßchen (Bernina 1008 mit einigen Zukäufen) umsetzen kann. Besser geht immer...

 

LG

gundi

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Danke an die Administration für´s anpinnen des Threads im Startbereich der Dessous :)

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Danke schon mal Andrea für das Verlinken der Videos. Ich fotografiere meine Füßchen, wenn ich wieder in der Werkstatt bin. Der OP war nämlich eine spontane Idee.

 

Gundi, natürlich kann man einen BH auch mit einem Standardfuß nähen, aber ich nähe pro Jahr ca. 50 BHs und da haben sich diese Hilfsmittel bewährt. Bei vielen Nähmaschinen sind diese Füßchen ja ohnehin dabei.

 

Cosima, die Idee mit der Verwendung des Kantenfuß fürs Laminatnähen ist großartig. Ich verwende ihn allerdings nur zum Heften, weil ich die Teile mit der Cover zusammennähe.

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Meine Bernina 1008 hat 5 Nadelpositionen; die verstelle ich regelmäßig, z. B. für das Annähen der Gummis und das Absteppen von Kanten. Die Ergebnisse finde ich "für den Hausgebrauch" ok, aber mehr auch nicht. Deshalb werde ich beim nächsten BH gerne den einen oder anderen Vorschlag für ein anderes Füßchen ausprobieren, so weit wie das meine Ausstattung hergibt.

Danke für die Arbeit, die du dir gemacht hast!

 

LG gundi

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Danke schon mal Andrea für das Verlinken der Videos. Ich fotografiere meine Füßchen, wenn ich wieder in der Werkstatt bin. Der OP war nämlich eine spontane Idee.

 

Gundi, natürlich kann man einen BH auch mit einem Standardfuß nähen, aber ich nähe pro Jahr ca. 50 BHs und da haben sich diese Hilfsmittel bewährt. Bei vielen Nähmaschinen sind diese Füßchen ja ohnehin dabei.

 

Cosima, die Idee mit der Verwendung des Kantenfuß fürs Laminatnähen ist großartig. Ich verwende ihn allerdings nur zum Heften, weil ich die Teile mit der Cover zusammennähe.

 

Ich habe leider noch keine Cover, daher behelfe ich mir so. :o

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Ich habe leider noch keine Cover, daher behelfe ich mir so. :o

 

Der Klassiker ist Wabenstich mit unter/drübergelegtem Charmeuseband. Mich stört daran aber, dass das Laminat stark zusammengedrückt wird. Deswegen weiche ich auf covern plus Charmeuseband oder auch Streifen von aufbügelbarer Jerseyeinlage aus. Bei sehr voluminösen Brüsten bleibt aber oft trotzdem nichts anderes übrig als der Wabenstich.

Anyway: dein Hinweis mit dem Kantenfuß ist Gold wert, denn damit wird rechts und links gleich viel Material erwischt. Mit anderen Füßchen bleibt das bei stark konturierten Cups ein Glücksspiel

:hug:

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IMG_20180903_164436.jpg.3ddbab2a031b0f4fdc6df741cdfda96e.jpg

Stickfuß, Kantenfuß, Geradstichfuß, zwei hüpfende Stickfüße

IMG_20180903_164124.jpg.385735a76f658d293955c36c05ed385e.jpg

Hüpfende Stickfüße, Geradstichfuß, Stickfuß, Kantenfuß. Sorry, leider nicht ganz scharf, aber die Grube in der Sohle des Stickfußes ist zu sehen, oder?

bearbeitet von eboli

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Der Klassiker ist Wabenstich mit unter/drübergelegtem Charmeuseband. Mich stört daran aber, dass das Laminat stark zusammengedrückt wird. Deswegen weiche ich auf covern plus Charmeuseband oder auch Streifen von aufbügelbarer Jerseyeinlage aus. Bei sehr voluminösen Brüsten bleibt aber oft trotzdem nichts anderes übrig als der Wabenstich.

Anyway: dein Hinweis mit dem Kantenfuß ist Gold wert, denn damit wird rechts und links gleich viel Material erwischt. Mit anderen Füßchen bleibt das bei stark konturierten Cups ein Glücksspiel

:hug:

 

Ich lese Dich gerne, weil ich viel von Dir lerne. Freut mich, wenn ich Dir auch einen Tipp geben konnte. :):D

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