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margret99

Seidencrêpe mit ganz einfacher Maschine nähbar?

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Liebe erfahrene NäherInnen,

ich habe einen schönen Seidencrêpe bekommen, besitze aber eine Maschine ohne verstellbaren Füßchendruck oder sonst irgend ein Komfortmerkmal: eine Janome 1012.

Kann man, wenn man keine besondere Näherfahrung hat, mit so einem „Grundmodell“ dieses Material ordentlich nähen?

Gibt es Tricks, die es leichter machen?

Oder soll ich versuchen, eine Maschine leihweise zu nutzen, die mehr kann? Wenn ja, was soll sie können? Füßchendruck? Geradstichplatte? Obertransport? Was anderes?

Ich will das gute Zeugs ja nicht verhunzen :(

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Hast du es mit deiner Maschine überhaupt schon mal probiert?

Oder warum gehst du davon aus, daß du eine andere Maschine brauchst?

Grüße

Nera

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Nein, aber ich habe schon bei Versuchen mit weniger teuren elastischen Stoffen Wellen und festgefressenen Stoff produziert und traue mich nicht so recht... weil ich hier immer so viel von tollen Maschinen lese für flutschige Stoffe... sorry!

Ich nähe bisher gerne Webstoffe. Da weiß ich, dass es geht :D

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Nimm ne 60er/ max 70er Nähnadel, wenn die Seide dünn ist. Das hat bei mir bestens funktioniert

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Ich nähe bisher gerne Webstoffe. Da weiß ich, dass es geht :D

Seidencrêpe ist auch Webstoff :D

Ich sehe da kein Problem mit einer "normalen" Maschine.

Schwieriger als das Nähen finde ich bei solchen Stoffen oft das Zuschneiden - Du guckst den Stoff einmal scharf an und schon liegt er nicht mehr fadengerade sondern in Wellen :cool:

Es hilft ungemein, beim Zuschneiden ein altes Tischtuch, Leintuch o.ä. unterzulegen.

Mit 60er-Nadeln kannst Du wahrscheinlich kein 100er Garn (Allesnäher) nehmen; das gibt evtl. Fehlstiche. Ich nehme dann gerne 120er oder 150er.

 

Am besten probierst Du auf Zuschnittresten aus, was am besten geht.

Wo es geht, würde ich die Nähte als französische Naht machen - weisst Du, was das ist?

Grüsse, Lea

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Bezüglich Zuschneiden kann ich nur empfehlen, den Stoff mit Malerkrepp fadengerade und in einfacher Lage auf einer ebenen Unterlage festzukleben und den Schnitt aufzuzeichnen. Dann kann man mit der Schere ausschneiden.

 

Ob deine Machine mit dem Stoff brav ist, musst du mit einem Stoffrest probieren. Ansonsten sind die wesentlichen Tipps schon gefallen.

 

Nur noch ein Vorschlag: Handnähte.

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Bei meiner alten Maschine musste ich manchmal ganz zarte Stoffe vor und hinter dem Füsschen festhalten und etwas "spannen". Es war dann nicht ganz einfach, den Transporteur trotzdem gleichmässig arbeiten zu lassen. Geht aber.

So hat die Maschine den Stoff nicht "gefressen".

 

Wichtig war auch, die Naht so zu beginnen, dass das komplette Füsschen auf dem Stoff stande. Musste ich erst über die Kante und auf den Stoff draufnähen, hat sie den Stoff auch gern "gefressen". Die paar Stiche bis zur Kante habe ich dann halt von Hand gemacht.

 

Manchmal musste ich auch einen Streifen Soluvlies (auswaschbares Vlies) unter den Stoff legen, damit er gut transportiert wurde.

 

Aber wie alle schon geschrieben haben: Erst mal probieren. Vielleicht geht es einfach so, mit dünner Nadel und Faden.

Ansonsten halt mit kleinen Tricken weiterprobieren. Es geht normalerweise sehr viel - es ist nur aufwendiger als bei einer "besseren" Maschine. Das ist zumindest meine Erfahrung.

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Feine Stoffe werden gern am Nahtanfang "gefressen"

Bei feinen Dessousstoffen nehme ich immer einen kleinen Stoffrest und lege ihn vor den Nahtanfang. Dann nähe ich ein paar Stiche auf dem Rest und nähe weiter in die Naht. Musst du nur schauen das du den Stoff möglichst nah am Stoffrest hinterher schiebst. Weisst du wie ich meine?

Funktioniert bei feinen Stoffen bestens.

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Obwohl Seidencrêpe ein Webstoff ist, kann seine Dehnbarkeit Probleme verursachen.

Stütznähte (Geradstichnähte 2 mm neben der Nahtmarkierung auf der Nahtzugabe) leisten gute Dienste.

Wenn man keine Einlage aufbügeln will, kann man Schnittteile gut mit Reinseidenorganza unterlegen und so stabilisieren.

Bei einem Seidencrêpe-Kleid hatte ich mal einen nach unten wandernden Ausschnitt, also für ein stabiles Innenleben sorgen.

Beim Nähen den Nähfußdruck ein wenig reduzieren, wenn möglich.

 

Aber sonst ist Seidencrêpe ein traumhaftes Material, das sich wunderbar trägt.

Viel Freude beim Nähen!

 

Samba

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Oh, vielen Dank für eure zahlreichen Tipps! :hug:

Ich hatte vor allem Sorge wegen des eigentlichen Nähvorgangs. Super, dass ihr mich vor Murks beim Zuschnitt bewahrt! Ich hätte vermutlich auf meinem Wachstuchtisch geschnitten, lea!

 

Festkleben klingt für mich sehr ungewöhnlich, aber ich erinnere mich, hier schon davon gelesen zu haben. Toller Tipp, eboli.

Gut, dass ich mich getraut habe zu fragen :o

Mehrere Meter mit der Hand klingt für mich nach Höchststrafe :freak: aber von der französischen Naht habe ich neulich gerade gelesen, als ich die Kappnaht gesucht habe und von Hölzchen zu Stöckchen kam... da muss ich dann ja vermutlich mehr Nahtzugabe anschneiden, lea, oder habe ich jetzt einen Denkfehler?

 

Rumpelstilz und MissRobinson, ich habe das mit diesem Stoffstück vor der Naht schon mal probiert, mit mäßigem Erfolg. Ich glaube, das übe ich erst mal ausgiebig, bevor es „zum Äußersten“ kommt.

 

Samba, der Nähfußdruck ist nicht einstellbar. Wie meinst du „Schnittteile unterlegen? Die kompletten Teile? Ich stehe auf der Leitung.

(Und uuups, ja :o Ich meinte natürlich so einfache Webstoffe wie Baumwolle in Leinwandbindung, relativ unfließende Blusenstoffe, Leinen für Tops...

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Es ist auch hilfreich, die Nadel am Anfang mit dem Handrad in den Stoff zu senken, auf den tiefsten Punkt zu bringen und dann erst losnähen. Dabei trotzdem die Anfangsfäden festhalten. Bei allen meinen Maschinen klappt das auch bei Dessous. Diese Materialien werden ja auch gerne gefressen.

Das klappt schon! Viel Erfolg.

LG Maruscha

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Ich nehme 60er Microtex-Nadeln bei Seidencrêpe. Sie sind besonders spitz und verletzen das Material am wenigsten.

 

Tutorial französische Naht und hier, alternativ einfach im I-Net suchen. Und ganz ehrlich jetzt? Ich bin immer etwas ungelenk beim gleichmäßigen Zurückschneiden. Daher fahre ich die Nadelposition ganz nach rechts/links und nähe so. Damit fällt dieser Schritt für mich flach.

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Rumpelstilz und MissRobinson, ich habe das mit diesem Stoffstück vor der Naht schon mal probiert, mit mäßigem Erfolg. Ich glaube, das übe ich erst mal ausgiebig, bevor es „zum Äußersten“ kommt.

 

Probiere anstelle von einem Stoffstück mal wasserlösliches Vlies (Soluvlies), das kannst Du auch ein Stückchen unter den Stoff legen. Nach dem Nähen so weit wie möglich wegschneiden, der Rest löst sich beim Waschen auf.

 

Ich benutze es immer, wenn ich Dessous nähe, speziell am Anfang und Ende von Spitze, die wird nämlich auch sehr gerne gefressen.

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Ich lege in solchen Fällen am Nahtanfang einen Schnipsel Schnittmusterpapier unter den Stoff; das klappt auch.

Grüsse, Lea

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Samba, der Nähfußdruck ist nicht einstellbar. Wie meinst du „Schnittteile unterlegen? Die kompletten Teile? Ich stehe auf der Leitung.

(Und uuups, ja :o Ich meinte natürlich so einfache Webstoffe wie Baumwolle in Leinwandbindung, relativ unfließende Blusenstoffe, Leinen für Tops...

 

Damit z. B. ein Vorderteil azs dehnbarem Crêpe die Form hält, kann man es mit einem stabilen Stoff doppeln. Man hat dann 2 Stofflagen, die wie eine behandelt wird.

 

Samba

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Probiere anstelle von einem Stoffstück mal wasserlösliches Vlies (Soluvlies), das kannst Du auch ein Stückchen unter den Stoff legen. Nach dem Nähen so weit wie möglich wegschneiden, der Rest löst sich beim Waschen auf. ...

 

Bin mir nicht sicher, ob Seidencrêpe waschbar ist. Ich persönlich bringe meine Seidenbekleidung in die Reinigung. Wie sich in der Reinigung Soluvlies verhält, weiß ich nicht, persönlich würde ich es zusammen mit Seide nicht verwenden. Alternativ gäbe es noch Ausreißvliese, aber das Ausreißen würde die Naht sicherlich nicht überleben und der Stoff wäre sicherlich verzogen.

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Architektenpapier (transparent) lässt sich rückstandsfrei wegreißen.

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Architektenpapier (transparent) lässt sich rückstandsfrei wegreißen.

 

manchmal finde ich das Architektenpapier auch noch zu fest zum wegreißen, dann habe ich sehr gute Erfahrungen mit Papiertischdecke (billigste Rolle aus dem Supermarkt) gemacht.

Das stabilisiert beim Nähen und läßt sich super wegreißen - gerade bei delikaten Stoffen und Garn. ;)

 

Grüße, Sabine

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Soluvlies kann man auch mit ein bisschen Wasser darauf auswaschen, da muss nicht gleicht das ganze Kleidungsstück gewaschen werden.

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Soluvlies kann man auch mit ein bisschen Wasser darauf auswaschen, da muss nicht gleicht das ganze Kleidungsstück gewaschen werden.

 

Bei Seide bleiben meist Wasserflecken. Vorher zumindest unbedingt an Probestück ausprobieren.

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Ich schmeiße meine Seide vor dem Nähen in die Waschmaschine, danach ist das fertige Teil auch waschmaschinengeeignet. (Nicht 60°C Vollwäsche, natürlich...) Gerade Crêpe hält das in der Regel gut aus.

 

Aber wie immer gilt: vorher testen!

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Bei Seide bleiben meist Wasserflecken. Vorher zumindest unbedingt an Probestück ausprobieren.

Vor allem bei Crepe!

 

Aber ich halte es so wie Nowak: alles vorwaschen, auch Seide und Wollflausch.

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