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Lederjacke & hose -neu füttern - womit?


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Hallo, ich bin blutiger Anfänger, planlos und trauriger Besitzer von 2 Jacken und mindestens einer Hose mit völligst verschlissenem Futter. Ich möchte mich also hinsetzen und die irgendwie preiswert regenerieren. Dazu 2 Fragen:

 

1.) Was kaufe ich dafür gescheiterweise als Stoff (meterware)?

2.) Welche Fertigprodukte würden sich zum Umarbeiten anbieten? - Könnte z.B. ne olle Sporthose mit Kunstfaseranteil als Motorradlederhosenfutter weiterleben? Oder eine Arbeitsjacke als Jackenfutter? Auf was soll ich bei der Beschaffung achten? - Ich verstehe noch fast überhauptnichts von Warenkunde. Wie schlimm und diebstahlhemmend das Ergebnis nachher aussieht ist mir eigentlich egal solange es hält, funktioniert und sich nicht übermäßig unangenehm trägt.

Dankbar für Ideen aller Art!

Randproblem: Gibt es irgendeine sinnvolle Möglichkeit das Futter herausnehm- & waschbar zu machen?

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Hallo Jochen, spare bitte nicht am falschen Ende sprich einarbeiten einer Jogginghose als Futter,den dieses Material ist dehnbar und Leder nicht. Du wirst damit immer Probleme bein tragen haben d.h Wulst Bildung. Hast du keinen Stoff Dealer in der nähe wo du dir einen gescheiten Futterstoff aussuchen kannst??. Am besten eignet sich ein Satin Futterstoff den der ist etwas dicker und bremst nicht beim reinschlüpfen. Ist auf der einen Seit glatt und auf der anderen Seite etwas angeraut und etwas strapazierfähiger als der normale Futterstoff. Viel Erfolg Hedi

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Guest dark_soul

Blutiger Anfänger? Dann hab ich nur einen Tip (vor allem, wenn die Lederkleidung einen höheren Betrag gekostet hat):

 

Ab damit zum Änderungsschneider, der ersetzt das Futter für Dich, so dass am Ende auch wieder was tragbares bei rum kommt...

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Hallo, ich bin blutiger Anfänger, planlos und trauriger Besitzer von 2 Jacken und mindestens einer Hose mit völligst verschlissenem Futter.

 

Hast Du denn eine Nähmaschine? Für das Geld einer brauchbaren Nähmaschine kannst Du auch zum Änderungsschneider, das ist sicherer.

 

Weder Sporthose noch Arbeitsjacke halte ich für zum Umarbeiten geeignet. Wenn das eine Kombi mit Goretex ist/war, weiß ich nicht einmal, wo man entsprechenden Futterstoff bekommt.

 

Sonst Satin, Futtertaft (gibt es auch in schwer entflammbar habe ich gesehen :) ) oder wenn Du rankommst so ein Netz-Futterstoff, da habe ich auch noch keinen im Laden oder den Online-Shops gesehen.

 

Dein Randproblem - prinzipiell müsste es möglich sein. Für einen blutigen Anfänger, dem ich nicht einmal rate, die Kombi/Hose/Jacke umzuarbeiten? Uff. Ich wüsst jetzt auch nicht, wie das anfangen, und ich nähe doch einige Zeit, wenn auch nicht als gelernte Schneiderin, sondern nur hobbymäßig.

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Jep, Änderungsschneider.

 

Futter im Nachhinein einnähen ist so ziemlich die schlimmste Aufgabe, die ich mir denken kann. Und wenn du gar keine Ahnung von der Materie Nähen hast, müsstest du jetzt alles auf einmal lernen. Geht theoretisch. Fragt sich nur, wie lange das dauert, wie teuer das wird, und wie haltbar und brauchbar das wird. Da sehe ich doch ziemlich viele Fallstricke.

 

Wenn du dich davon nicht abhalten lassen willst: Geh in einen halbwegs großen Stoffladen (Gelbe Seiten), nimm die Teile mit und lasse dich beraten, welche Futterstoffe geeignet sind. Bei meiner Motorradjacke ist der Körper z.B. mit dünner Baumwolle gefüttert; die Ärmel mit glattem Futterstoff, damit die besser rutschen; die Hose ist komplett mit glattem Futterstoff gefüttert.

 

Futterstoffe sind nicht billig; die kosten auch so um die zehn Euro aufwärts, iirc. Und bei der Menge brauchst du einiges davon, und noch mehr zum Üben, denn dass das auf Anhieb klappt mit dem Schnitt abnehmen und nachnähen halte ich für illusorisch, sorry. Dann noch Nadeln, Garn und wenn du Null Ahnung vom Nähen hast, entweder ein Nähbuch (kaufen oder leihen in der Bib oder von Freunden) oder ein paar Stunden bei youtube. Und viele Stunden Aufwand.

 

Wenn du das alles zusammenrechnest, bist du mit einem Änderungsschneider rein betriebswirtschaftlich gerechnet buchstäblich preis_werter dran. :o

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Laß es vom Änderungsschneider machen!!! Ich hab schon zweimal nur eine Jacke neu gefüttert, das zählt für mich unter Strafarbeit, und ich halte mich doch schon für ziemlich geübt mit etlichen Jahren Näherfahrung.

 

liebe Grüße

Lehrling

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Danke für die vielen Antworten.

Betriebswirtschaftlich: Ich bin erst 47, könnte also (hoffentlich) noch 30 Jahre von dazugelerntem profitieren und werd wohl leider auch ne Chance bekommen das Projekt beim zweiten Mal besser zu machen.

Hast Du denn eine Nähmaschine? Für das Geld einer brauchbaren Nähmaschine kannst Du auch zum Änderungsschneider, das ist sicherer.

Unspektakuläre Maschinerie ist vorhanden: Pfaff 30/31, Singer 401G(?) & 237, Huanglong Straßenschuster, Aldi Overlock.

Ich stimme Euch natürlich zu, das es irgendwo brauchbare Änderungsschneider geben muß, blos bin ich von den Kolleginnen nicht wirklich begeistert. Ich ließ mir kürzlich den Reissverschluß in ner Wachsjacke erneuern, weil ich irgendwie Angst hatte den selbst nicht präzise genug einsetzen zu können. Volles Programm: 2x "noch nicht fertig" und als ich die Jacke endlich an hatte gingen beim mich stehend in die Brust werfen die Druckknöpfe von der Wetterschutzleiste über dem RV auf und richtig grade saßen die beiden Seiten auch nicht. Reklamiert; Nachbesserung aber keine Perfektion erhalten.

OK, der Laden ist jetzt nicht mehr da, andere werden also besser sein.

 

Grundproblem bleibt: Ich hab irgendwas 300 Euro für Werkzeug verbraten und Baustellen mit primär sentimentalem Restwert rumliegen, also eigentlich genau das richtige Zeug um daran zu lernen und üben, weil mer nix wertvolles kaputt macht aber ein minderspektakuläres Ergebnis immernoch besser als ein Totalschaden ist.

 

Andere Frage: Was sind Eurer Meinung nach sinnvolle Zwischenschritt-Projekte? - Soll ich erst mal geerbte Hemden enger nähen um ein Gefühl für dünne Stoffe zu bekommen?

 

Wenn das eine Kombi mit Goretex ist/war, weiß ich nicht einmal, wo man entsprechenden Futterstoff bekommt.
Klimamembranen hab ich auch noch nirgendwo zu kaufen gesehen oder gesucht. - Ich hab noch ne Kevlarstretch Kombi, bei der die Membran hinüber ist, aber ich denke da macht es mehr Sinn das Futter zu öffnen, die verklumpten Reste vom Schrott zu entfernen und einfach wieder zuzunähen. - *#tex ist offensichtlich nicht für die Ewigkeit gemacht. Entweder hat mer das Geld alle paar Jahre sündteure Markenklamotten neu(!) zu kaufen oder ist mit PVC über Leder besser bedient und bleibt auch im richtigen Sturzregen trocken.

Bzgl Anfängerstatus: Ich hab noch nie irgendwas mit Schnittmustern gemacht, 3 Sitzbänke neu bezogen und ein paar Flicken vernäht. - Erste Ansätze von Maschinenbeherrschung sind da aber "entwicklungsfähig"... Weil ich leider zu dünn für Standardgrößen 48, 50 etc. bin, werde ich langfristig enger nähen lernen müssen, auch um Zeug das meine Kumpels rausschmeissen auf mich umzubasteln.

 

Ich schau mich mal um was es vor Ort noch an Stoffhändlern gibt und was die für Futterstoff wollen. Vielleicht hab ich ja Glück und die haben nen unmöglichen Ladenhüter.

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:D Klingt insgesamt durchaus nicht nach dauerhafter Erfolglosigkeit...

 

Es gibt durchaus Z-Layer, Klimamembran auf Trägervlies, zu kaufen. Bei Versendern für Outdoorstoffe...

(Aber frag mich nicht, ob man sowas in eine im Prinzip fertige Motorradkombi eingebaut bekommt - ich hab Zeugs das mal in 'nem Wintermantel verbaut.)

 

Wenn es nicht um Futtertaft, sondern um Futtersatin geht: Guter Baumwollsatin, ggf. mit kleinem Polyanteil, sollte es tun.

Baumwollsatin findet sich seltener unter Futterstoffe, sondern eher unter normalen Oberbekleidungsstoffen.

Reine Poly-Satins gerne mal unter dem Label Karneval...

 

Ja, Hemden enger nähen gibt Dir zumindest mal ein Gefühl für Deine Maschinen und die Stoffe und der Kombination von beidem ...

Futtersatin ist meist dicker als Hemdenstoff, aber dafür glatter/flutschiger.

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Ist Baumwolle wirklich ein empfehlenswertes Material?

Eigentlich mag ich das Zeug aber Leder wird doch jahrelang getragen und nicht gewaschen. Ich hatte gedacht das Kunstfasern dabei weniger Körpergeruch annehmen und deshalb Verwendung finden sollten. - Aber ich bin hier um dazu zu lernen.

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Man stinkt in Kunstfaser defintiv schneller als in Baumwolle ;) die Frage ist allerdings, ob Baumwolle strapazierfähig genug ist. Würde da eher zu einem Mischgewebe raten, aber auch ich empfehle Dir, mal einen gut sortierten Stoffladen zu besuchen. Die können Dich da ganz bestimmt besser beraten. Viel Erfolg und vor allem Spaß wünsch ich Dir :) .

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Meine Lederjacke ist ca. 25 Jahre alt, knapp vor der Ausbreitung der ganzen Tex-Stoffe - damals gab es halt nix anderes. :D

 

Da die Bezugsquellensuche gerade nicht funktioniert, ist es hoffentlich okay, einige Namen von Läden zu nennen; googlen musst du dann selber:

FunFabric

Extremtextil

Shelby.fi

 

Und ich bin neulich auf das Stichwort Make your own gear gestoßen; da wird alles mögliche an Outdoor-Zeug etc. selbst genäht, die können bestimmt auch gute Tipps geben.

 

Mit einfachen Sachen anfangen ist eine gute Idee. Wenn du dich speziell für das Thema Änderungsschneiderei interessierst, gibt es dazu auch etwas an Literatur.

„Kleidung ändern leicht gemacht“ von Claudia Giesser fand ich sehr gut; ist optisch veraltet, aber nicht inhaltlich, und antiquarisch noch hier und da zu bekommen. „Ändern & Aufwerten von Kleidungsstücken“ von Gilewska ist recht neu dazu; da steht auch was zum Auswechseln eines Futters drin. Inhaltlich ist es sehr breit aufgestellt, die Infos zu jedem einzelnen Thema sind daher knapp. Die Übung kommt dann sowieso erst mit dem Machen... :)

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Unspektakuläre Maschinerie ist vorhanden: Pfaff 30/31, Singer 401G(?) & 237, Huanglong Straßenschuster, Aldi Overlock.

Ganz netter Fuhrpark für einen "blutigen Anfänger" :D

 

Andere Frage: Was sind Eurer Meinung nach sinnvolle Zwischenschritt-Projekte? - Soll ich erst mal geerbte Hemden enger nähen um ein Gefühl für dünne Stoffe zu bekommen?

 

Zum Beispiel. Alte Bettlaken umarbeiten ist auch immer recht beliebt :) Beim Stoffhändler in die Restekiste gucken, vielleicht gibt es da einen netten, günstigen Stoff Richtung Satin (das verarbeitet sich anders als Baumwolle). Den als Hemd / Freizeithose verbasteln vielleicht.

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Von Motorradklamotten habe ich keine Ahnung...

 

Aber generell: Man trennt das Futter heraus. Dabei sieht man auch, wie es wo angenäht ist. Wenn man wenig Näherfahrung hat, sollte man diesen Schritt sehr gut dokumentieren. In heutigen Zeiten gerne mit der Kamera/Photohandy.

 

Und gerade als Anfänger lieber zwei Bilder mehr als eines zu wenig.

 

Wenn man dabei was auftrennen muß, was nicht direkt am Futter hängt, klammert man das am besten direkt hinterher wieder zu (Nadeln mag Leder nicht so...) Dafür gibt es Stoffclips, Temporär geht das natürlich auch mal mit Papierklipsen oder großen Büroklammern. Dann kann man an der Stelle schon nicht mehr vergessen, wie es hinterher wieder aussehen muß.

 

Hat man mehrere relativ baugleiche Teile, bearbeitet man erst mal nur eines... bleiben auch die anderen zum Gucken, wie das hinterher aussehen muß.

 

Die alten Futterteile muß man dann auch auseinandertrennen. Dabei die Nahtlinien in irgendeiner Form markieren.

 

Dann bügeln und sehen, daß die wieder eine vernünftige Form bekommen. Je verdehnter und zerfetzter die sind, desto schwieriger wird das.

 

Von den Teilen kann man sich dann einen Papierschnitt abnehmen, der geht nur bis zur Nahtlinie. Die Nahtzugaben kommen erst hinterher wieder dran. (Egal ob man das auf dem Papier oder am Stoff macht.)

 

Als Stoff nimmt man am sinnvollsten was, was in der dicke dem vorherigen Stoff ähnlich ist, damit das Kleidungsstück hinterher nicht zu eng ist.

 

Wichtiges Stichwort für Langlebigkeit ist hier die Schleißfestigkeit. Herkömmliche Markenfutterstoffe wie Venezia und Nevaviscon sind grundsätzlich darauf ausgelegt, allerdings nicht unbedingt auf Motorradkleidung... da fehlt mir die Erfahrung. No Name Futterstoffe sind immer ein Überraschungspaket, mal gut, mal... ich hatte da einen Trenchcoat, da mußte ich das Futter nach zwei Jahren schon austauschen... ich wollte ja die Streifen und es war dicker als mein übliches Venezia. Tja... das Venezia, das danach rein kam hält jetzt schon acht Jahre, obwohl es dünner ist.

 

Von Gucken und Anfassen kann man das also nicht zuverlässig sagen.

 

Und moderne Kunstfasern stinken tatsächlich oft weniger als Baumwolle, aber da ist man dann im Bereich der speziellen Stoffe für Sport und so. Billig sind die dann auch nicht. Und meist nur im spezialisierten Versand zu bekommen, da läßt man sich dann ggf. ein paar Proben schicken und die Versender beraten einen auch.

 

Wie das dann noch aussieht mit Feuerfestigkeit... da habe ich keine Ahnung. Was da noch so wichtig ist.

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