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flocke1972

Was die Spinne für Maria tat

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Was die Spinne für Maria tat

 

Eines Abends hatten Maria und Josef Nachtquartier in einer Höhle genommen. Als sie eintraten, war gerade eine Spinne über den Weg gekrochen und Josef hatte sie schnell mit seinem Wanderstab verscheuchen wollen. Aber Maria hatte nur freundlich gesagt:“ Ach Josef, lass nur das liebe Tierlein. Ich fürchte mich nicht vor Gottes Geschöpf und es ist ja Platz für uns alle hier.“ Dann hatten sie sich bald zur Ruhe gelegt.

In jener Nacht aber blies ein tüchtiger Wind. Der Wollte, ehe das Christkind geboren wurde, noch schnell alle Sterne am Himmel putzen, dass sie an Weihnachten auch schön golden glänzten. Der Wind pfiff auch in die Höhle hinein und seine Kälte setzte der armen Gottesmutter so zu, dass sie kein Auge zutun konnte, wie sehr sie sich auch in ihren Sternenmantel hüllte. Josef war neben ihr längst in Schlaf gesunken und merkte nicht, wie sehr sie fror.

Einer aber merkte, wie es um Maria bestellt war: Das war die Spinne. Sie hatte die Gottesmutter längst in ihr kleines Herz geschlossen, weil diese so freundlich über sie geredet hatte. Nun machte sich die Spinne ans Werk und webte vor den Eingang der Höhle ein wunderbares, feines Gewebe, so gut sie es nur vermochte. Ihr meint vielleicht, ein Spinngewebe könne den Wind doch nicht draußen halten. Dieses aber, so zierlich es auch war, wirkte ganz so wie ein dicker, dichter Vorhang, an dem die Gewalt des Windes zerbrach. So konnte Maria doch noch gut schlafen.

Als sie aber am Morgen das feine Spinngewebe vor dem Eingang der Höhle sah, da erkannte sie, wer ihr geholfen hatte, und sie dankte dem kleinen Tierlein herzlich, das versteckt in einer Felsspalte saß und sich freute.

 

Georg Dreißig

 

 

 

Viele von euch mögen bestimmt keine Spinnen, auch ich mag die fetten, fast Handteller großen Spinnen in unserem Keller nicht. Nur die kleinen feinen, gegen die habe ich nichts einzuwenden.

Und jedes Mal in der Vorweihnachtszeit, wenn ich diese Geschichte lese, dann mag ich die kleinen Spinnen ein bißchen mehr auch wenn hier bestimmt keine kleine Spinne gemeint ist.

Vielleicht sollten wir alle öfter auch auf die Kleinigkeiten achten. Diese sind genauso wichtig wie die großen Dinge.

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