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Askadia

Die Nase voll von Konfektion...

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Im Schnittkonstrutionskurs haben wir gelernt, dass man ab 14 cm Ausfall (= halber Hüftumfang + Zugabe minus halber Taillenumfang + Zugabe) hinten einen zweiten Abnäher konstruieren soll.

 

Ich selbst habe früher bei engen Röcken und bei Hosen oft auch vorne 2 Abnäher gemacht, um die Weite gut zu verteilen, allerdings betrug der Unterschied zwischen Taillenumfang und Hüftumfang bei mir damals mehr als 30 cm. (Heute hab ich dieses Problem nicht mehr. )

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Mir ging es sehr ähnlich wie dir, ich habe auch mit dem Nähen von Kleidungsstücken angefangen, weil mir die Konfektion aufgrund meiner Oberweite nie passte. Und auch ich bin sehr schnell drauf gekommen, dass eigene Grundschnitte sehr viel sinnvoller sind. Also habe ich, ohne wirklich nähen zu können, mit der Konstruktion angefangen. War eigentlich kein Problem, ich kann dir da Craftsy mit den Kursen von Suzy Furrer ans Herz legen, die sind super (sofern englisch nicht unbedingt ein Problem darstellt). Wie gesagt, konstruieren an sich war und ist nicht das Problem, nachdem die Grundschnitte vorhanden sind (mir hat das Forum damals sehr geholfen, den Oberkörpergrundschnitt zu erstellen), allerdings hatte ich damals und auch heute noch häufig eher das Problem, zu nähen. Leider wird da ja nicht gleich eine Anleitung mitgeliefert, wie das ganze am Ende zusammenkommt. So bin ich bei meinem wundervoll konstruierten Jackenschnitt mit vielen Details und Extras daran gescheitert, ihn zusammenzunähen und jetzt liegt er unvollendet in der Ecke. Mein Tipp daher, wenn Näherfahrung fehlt, ist, Schnittmuster, die gefallen, nachzukonstruieren. Dann kann die vorhandene Anleitung verwendet werden. Mit mehr Näherfahrung sollte es dann irgendwann einfacher werden, da arbeite ich noch dran :D.

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Was du erzählst, passt alles auf meine Erfahrung ;)

Als ich schmale 34-36 war, mit einem A-B Körbchen gesegnet, war konfektion völlig in Ordnung. Bin in den letzten Jahren etwas kurviger mit D-Körbchen geworden. Wenn ich in die Maßtabelle gucke, dann habe ich Größenschwankungen zwischen 38-44 :rolleyes: Mir passt kein Blazer oder Bluse mehr richtig. Wenn das gut am Körper liegt, bekomme ich es vorne über der Brust nicht zu. Wenn ich es an der Brust zubekomme, dann hängt der Rest als Sack runter. Das gleiche Problem mit dem Gesäß. Das ist rund, die Beine aber schmal. Das Oberteil wirft falten, die Hosenbeine hängen nicht gut ....

Dann mit den Maßschnitten das gleiche Problem. Die passen genauso schlecht... ach ja ... Leidensgeschichte

 

Ich beschäftige mich inzwischen seit ca 7 Jahren (natürlich nicht durchgängig, ist schließlich nicht mein Beruf...) mit Konstruktion und entdecke immer wieder neues...

Mit Konstruktion wird auf jeden Fall besser! Am liebsten würd ich mir die komplette Garderobe inzwischen selbst ernähen (wenn ich doch blos nicht so eine Schnecke im Nähen wäre... :rolleyes: )

 

Ok, dann mal meine Erfahrungen: Ich hab inzwischen viele viele Bücher oder Videos ausprobiert. Da muss jeder seinen eigenen Weg finden. Mir zumindest haben diese Werke sehr geholfen:

Hofenbitzer Damenmode Teil 1

Hofenbitzer Damenmode Teil 2 + Tutorial Schneiderpuppe aus Nassklebeband

Karolyn Kiisel - Draping, The complete Course + DVD inklusive

Müller und Sohn - Brautmode + Historische Schnitte

 

Irgendeiner aus der Modeszene hatte mal gesagt "ich weiß nicht, warum die Deutschen so gerne konstruieren. Alle anderen lernen das drapieren zuerst". Ich glaub, der könnte recht haben. Ich hab mit Hofenbitzer auch sehr viel konstruiert und auch vieles verstanden. Dann bei der Probe "das hatte ich mir jetzt aber besser vorgestellt?!" Das Kiisel Buch hat mir die Augen gegeben. Dem Buch liegt eine DVD bei. Da zeigt sie, wie sie die Grundschnitte legt. In Kombination mit dem Hofenbitzer hat es Klick gemacht. Ich hab verstanden, dass meine Konstruktion zwar richtig war, aber nicht den gewünschten Effekt hatte. Zb gibt der Hofenbitzer die technische Erklärung, wie Abnäher gelegt und verlegt werden. Wenn man das dann drapiert, sieht man erst, warum das wann und wo sinn macht. Damit hab ich erst verstanden, die verschiedenen Stoffgegebenheiten entsprechend zu nutzen. zb. lass ich den Fadenlauf parallel zum Boden oder parallel zur Naht laufen. Schneide ich den Abnäher an oder erstelle ich zwei Schnittteile mit den unterschiedlichen Fadenläufen. Alles hat seine Vor- und Nachteile.

Die Nassklebepuppe ist für den Weg unerlässlich. Ich hatte am Anfang auch eine aus Selbstklebeband gemacht. Finde den Ansatz von Hofenbitzer mit Nassklebeband aber sehr viel besser und leichter!

Die Müller und Sohn Bücher geben seeeehr viel Inspiration darüber, was möglich ist. Ich mag die sehr gerne und Blätter da gerne rum "wie muss denn der Faltenwurf theoretisch aussehen, dann kann ich das auch legen"

 

Fazit: Gib dir Zeit, viel Zeit, probiere alle möglichen Techniken aus, lass dich nicht entmutigen. Der erste, zweite, dritte Versuch gelingt vlt nicht. Macht aber nichts. Der Weg ist das Ziel. Die Perfektion ist vlt ein Problem (mein Problem: Die Konfektion sitzt schlechter, trotzdem bin ich mit meiner Version nicht zufrieden und fang nochmal an) Aber es wird nicht langweilig. Versprochen. Mir ist immer noch nicht langweilig :cool:

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Mein Tipp daher, wenn Näherfahrung fehlt, ist, Schnittmuster, die gefallen, nachzukonstruieren. Dann kann die vorhandene Anleitung verwendet werden. Mit mehr Näherfahrung sollte es dann irgendwann einfacher werden, da arbeite ich noch dran :D.

 

Das stimmt; so mache ich das auch gelegentlich. :)

 

Zwei Abnäher hinten sind gut, bei Hohlkreuz oder großer Taille-Hüfte-Differenz.

 

Ein kastiges Oberteil kann ich mir an einer Sanduhr sehr gut vorstellen, wenn es so kurz ist, dass man die Taille sieht. :)

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Hallo Askadia,

 

Dein Vorhaben klingt spannend! Da schaue ich gern zu.

 

Ich kann Dir einen tollen Youtube-Kanal empfehlen:

 

https://www.youtube.com/channel/UCIErcwywBwlUO55fvv8c8XA/videos

 

Dort werden viele Grundschmitte gezeigt und tolle Kleidungsstücke daraus genäht. Nach und nach hat sich Andreia eine gute Garderobe erstellt.

 

Persönlich versuche ich auch meinen Kleiderschrank mit selbstgenähten Sachen zu füllen (Ausnahmem sind Jeans, Funktionskleidung und Unterwäsche).

 

LG

 

Ein bisschen Offtopic, gibt es solche Videos auch für Dessous/Schnittkonstruktion? Habe bisher keine gefunden.

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Beim geraden Rock ist es besonders wichtig zu wissen ob die Hüftumfang wirklich größer ist als der Umfang der Oberschenkel (Reithosen)

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Ein bisschen Offtopic, gibt es solche Videos auch für Dessous/Schnittkonstruktion? Habe bisher keine gefunden.

 

Timelace hat zumindest welche für panties. Hm, kann sein, dass die Schnittkonstruktion schriftlich ist, aber sie hat auf alle Fälle eine Anleitung, das mit Valentina zu konstruieren, auf youtube, da sieht man die Konstruktion ja auch.

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Ein bisschen Offtopic, gibt es solche Videos auch für Dessous/Schnittkonstruktion? Habe bisher keine gefunden

 

Hallo,

 

Beverly Johnson hat einen Konstruktionskurs für Höschen bei Craftsy.

 

Viele Grüße, haniah

Edited by haniah

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Hallo Askadia!

Dann will ich Dir auch mal Grüße dalassen :)

Ich verstehe Dich sehr gut. Nicht mal einen Bademantel oder Schlafanzüge kann ich von der Stange kaufen. Für mich war auch Schnittkonstruktion lernen die beste Möglichkeit. Ab und zu (wenn ich den Nerv dazu habe, das ist verdammt viel Arbeit) konstruiere ich einen neuen Grundschnitt und entwickle daraus dann verschiedene Designs. Aber jede neue Grundschnittart bedeutet auch, Neues lernen zu müssen. Oft ist das kompliziert. In den Wahnsinn getrieben haben mich Hosen. Aber jetzt habe ich einen Grundschnitt, der ganz gut sitzt. Trotzdem hasse ich es, Hosen zu nähen, weil die mich schon so viele Nerven gekostet haben (aktuell stehe ich mal wieder bei einer kurz vor der Fertigstellung. Dann kann ich endlich mal wieder Etwas nähen, was Spass macht).

Bei Sachen, wo ich nicht ganz so pingelig bin oder die nicht passformsensibel sind baue ich auchmal einen Fertigschnitt um.

Bei Blusen finde ich allerdings keinen Stoff vom Meter, mit dem ich zufrieden wäre. Die lasse ich mir aktuell noch maßschneidern. Vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder und mir läuft mal ein schöner Blusenstoff über den Weg :rolleyes: Dann werde ich die auch noch selbstnähen.

 

Nur Mut! Du schaffst das!

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Ja, wo seid ihr denn alle?

Ich finde die Idee, sich selbst zu benähen einfach nur gut.

Zur Zeit benähe ich meine Enkelin und zu meinem Erstaunen muss ich sagen: es klappt, es sitzt und es macht Spaß. Aber selten ist da was hundertprozentig. Mal hapert es hier, mal da, mal ging es mir gut, mal nicht. Und zu einem großen Teil besteht ihre Garderobe von mir aus genähten Sachen. Bis auf die Unterwäsche. Und villeicht noch Leggings.

 

Was ich für mich beherzigen musste: Die Latte bloß nicht zu hoch hängen, nicht zu perfekt sein wollen. Schnittanpassung ist gut und schön und spannend und richtig. Das weiß ich als kleiner Mensch nur zu gut.

Aber, aber, aber auch nicht das übertreiben. Zentimeter hin oder her.

Ich denke, es ist wie beim Kochen, wenn man die ersten Fehlschläge verkraftet hat, die Basics sitzen, man einen guten Stoff verwendet, ja dann wird das auch was. Auf jeden fall immer etwas besseres als fertiges Essen.

 

Bloß nicht die Zeit mit allzu viel Rechnerei vertun. Das nimmt soviel Energie.

 

Ich arbeite beruflich mit Kleidung mit Menschen. Ich verarbeite sie nicht, ich sehe sie aber.

Unter anderem auch sehr alte Kleidung von alten Schneiderinnen. Und da bin ich immer hin und weg. Die haben natürlich auch gelernt, genau zu arbeiten. Das hat sie aber nicht vom Arbeiten abgehalten. Sonst hätten die sicher nicht so schöne Sachen in Vielzahl herstellen können. Ich sehe da handgefertigte Kleider, die den Frauen sitzen und passen, die aber auf eine Art so genial einfach gemacht sind, dass ich nur staune. Ohne chichi und chacha. Ohne Bücher, Ovis und Covermaschinen.

Ich denke Handwerk ist viel Gefühl und immer noch braucht man einfach nur Erfahrung. Auch und selbst als Hobbyschneiderin. Will sagen: einfach machen.

LG Gertrud

Edited by Joela

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