Jump to content
Partner:
Babylock Overlock Bernina Nähmaschinen Brother Nähmaschinen
Elna Nähmaschinen
Elna Nähmaschinen

Flycek

Unterfaden Probleme bei Singer 411 G

Recommended Posts

Hallo zusammen,

 

hoffe ich bin hier richtig mit meinem Problem? Ich hab seit längerer Zeit immer wieder Probleme mit der Fadenspannung(denke ich). Jetzt aktuell ist es wieder sehr häufig der Fall das mir der Unterfaden sehr komische Schlaufen zieht und ich nicht wirklich zum nähen komme. Ich teste dann immer wieder an den Fadenspannungen herum. Kostet mich aber einiges an Nervern(und Faden). Jedesmal wenn es ein wenig gut geht und ich denke, jetzt kann ich wieder losnähen. Tritt das Problem wieder auf...

 

Hoffe es kann mir jemand sagen was ich falsch mache oder falsch einstelle.

Hab mal Fotos gemacht:

nahtproblem_oben2.jpg.83591e3c7aac41864b8b06745d535f19.jpg

nahtproblem_unten3.jpg.7359a2ad5fddcd2dfb6bda9de1e7e760.jpg

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo Flycek,

 

bist Du sicher, daß der Unterfaden diese Schlaufen macht? Normalerweise ist das der Oberfaden. Mach bitte mal eine Testnaht mit verschiedenen Farben für Ober- und Unterfaden. Und prüf sicherheitshalber nochmal in der Anleitung, daß Du wirklich den Faden richtig in die Maschine eingelegt hast (ggf, zeig uns auch davon nochmal Bilder).

 

Zweite Frage: kannst Du das an irgendwas festmachen, wann die Maschine, wenn sie läuft, wieder mit der Spinnerei anfängt? (z.B. Nähtempo, Presserfußhebel betätigt, Fadenstärke, Fadenhersteller, Nadeltyp, ...) Im Bild hast Du ja ein Stück Gurtband vernäht. Das sollte zwar keine Probleme machen, aber "Prüfstandard" ist erstmal was anderes...

 

Grüße!

Edited by Golden Panoramic

Share this post


Link to post
Share on other sites

Nimm doch mal 2 Garne mit unterschiedlichen Farben. Damit sieht man besser, welcher Faden die Probleme bereitet. Ich würde nämlich auch eher auf Probleme mit dem Oberfaden tippen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo,

 

das sieht ja nicht so schön aus. :)

 

Wenn der Unterfaden schlauft, liegt es oft am Oberfaden. Prüf noch mal, ob der richtig eingefädelt ist. Und ob der Nähfuß unten ist. (Jaja, ich weiß, ist mir aber auch schon mal passiert. ;)

 

Andere Fehlerquellen:

 

Prüfen, ob auch der Unterfaden/Spule richtig drin ist

 

Ist die Nadel neu?

 

Ist die Nadel die passende? Das sieht aus, als ob du Gurtband auf Klett nähen willst, richtig? Da würde ich eine stabile Nadel wählen, Stärke 80 oder 90 Minimum, würde ich denken. Und wie gesagt, neu sollte sie sein. (Gurtband ist letztendlich Plastik, das macht Nadeln sehr schnell stumpf)

 

Versuchst du, direkt am Anfang des Bandes zu nähen? Da spielt oft der Transport nicht mit. Da hilft ein sog. "Hund", das ist ein Stückchen Stoff in der gleichen Dicke wie dein Material, das man direkt auf Kante hinter das Material legt; das erleichtert der Maschine den Transport. Wenn ein oder zwei Stiche in den Hund gehen, kann man die einfach wieder auftrennen.

 

Viel Erfolg! :)

Share this post


Link to post
Share on other sites

Erstmal, Vielen Dank für die schnellen Antworten.

 

Hab eure Tipps gleich mal umgesetzt und die Farben gewechselt.

Oberfaden ist oliv, Unterfaden ist weiß.

Und siehe da: Es ist der Oberfaden!

 

Hab nochmal Fotos gemacht, auch von den Einstellungen an der Nähmaschine.

 

@ Golden Panoramic:

Ja, hab noch mal in die Anleitung geschaut. Faden ist richtig eingefädelt.

Ich habe aber das Gefühl, der Faden springt relativ oft aus der Führung.

Habe auch darauf geachtet wenn dieses Problem auftritt. Aber mal war der Faden draußen, mal aber auch normal in der Führung drin

 

Nein, ich kann es leider nicht an irgendwas festmachen, wann die Maschine wieder zu spinnen anfängt. Hab schon öfter versucht auf zu passen ob ich etwas merke. Aber es ist immer bei allen Arten von Arbeitsgängen aufgetreten. Egal ob ich schnell oder langsam nähe, dünnen oder dicken Faden hergenommen hab. Ich höre beim nähen immer wieder so komische "metallische Klickgeräusche" aus der Gegend der Unterfadenspule. Aber das ist auch zu hören, wenn alles reibungslos klappt.

 

Bei den Nadeln, nähe ich mit dicken Nadeln. Da ich "dicken" Stoff mit Gurtband vernähe und mir die dünneren zu oft abbrechen. Ich nähe fast nur mit 80/90/100 Nadeln.

 

Wegen Fadenhersteller, Fadenstärke, Presserfuß usw.

Den Faden den ich z.Z. nutze:

Schwarz: Ariacha, Talia 80E, Col 0799 / Lot 6673.

Oliv: Amann, No.80, Col. 0381 / A1751

Der olive macht um einiges mehr Probleme als der schwarze.

 

Presserfuß, wußte ich ehrlich noch nie wirklich richtig umzugehen?!

Den hab ich so eingestellt das er nicht zu fest drückt, aber den Stoff transportiert.

 

Kann es sein das ich der armen Haushaltsmaschine zu viel ab verlange und eigentlich um eine Industriemaschine nicht herum komme?

 

Grüße

oben_oliv.JPG.989d12106cb64add863e4f14f59d0952.JPG

unten_weiss.JPG.a208d0a62b19627b0993e15dc7c65e9c.JPG

maschine_einstellung.JPG.62b5ce64cbee63b20dbfe628b4d167c7.JPG

Share this post


Link to post
Share on other sites

@ Capricorna

 

Faden ist richtig drin, Unterspule passt auch.

Ja, Nadel ist auch neu, weil mir gestern die alte kaputt gegangen ist.

Deshalb hab ich ja dann um "Hilfe" geschrien. :o

 

Hab heut nachmittag wieder an der Fadenspannung gedreht(lockerer).

Hat Anfangs kurz für 2 kleine Nähte ganz gut ausgesehen. Aber dann wieder aufgetreten.

 

Dieses Fadenproblem nimmt mir den ganzen Spaß am nähen.

Hab dieses Problem schon seit längerer Zeit, hab dann immer wieder Nähpausen eingelegt, wenn es mir zu viel wurde. Aber jedesmal wenn ich an der Maschine vorbei lauf(steht bei mir im Wohnzimmer), juckts mich in den Fingern wieder was zu machen.

 

Ja, Nadel denke ich paßt auch.

Ist eine 90er Nadel die ich drin hab, die nehme ich als Standartnadel.

 

Jetzt aktuell wollte ich nur Gurtband doppeln(2 Lagen zusammen nähen).

 

Die Technik mit dem "Hund" kenn ich, den Begriff dafür aber noch nicht.

 

Grüße

Share this post


Link to post
Share on other sites

Je dicker das Nähgut - umso fester muß die Oberfadenspannung

 

Eine Singer der 4xx Reihe würde ich persönlich allerdings weder Leder noch Gurtband zumuten wollen (ich hab die 401) . Das ist doch eher eine relativ zierliche Maschine ........ Funktioniert die Fadenspannung auf 2 Lagen BW-Stoff ?

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich hatte mal bei einer Maschine das Problem, dass von einem bestimmten Garn der Oberfaden immer wieder aus der Oberfadenspannung rausgewandert ist, so dass die ersten Stiche perfekt waren und dann nach einigen Zentimetern Naht die Schlaufen kamen. Mit einem anderen Garn hat die Maschine gut und zuverlässig genäht. Vielleicht passiert das bei dieser Singer auch.

Auf dem Bild sieht es so aus, als wäre da noch ein Fehler im Fadenweg. Kannst du noch ein Bild von schräg links vorne machen?

 

Ich finde die 401 und auch die 411 nicht zu zierlich für gelegentliches Gurtbandnähen, solange die Lagen nicht zu dick werden, immerhin haben diese Singer noch eine Vollmetallmechanik.

 

Gruß

Detlef

Share this post


Link to post
Share on other sites

Jetzt seh ichs auch.......da ist tatsächlich falsch eingefädelt. Und zwar links in der Nähe der Fadenanzugsfeder.

Wenn man vorne den Kopfdeckel aufmacht sollte eine Grafik vom Fadenweg sein.

Share this post


Link to post
Share on other sites

@ lanora

 

Also als zierlich möchte ich die 411 absolut nicht bezeichnen.

2 Lagen BW Stoff ist für meine gar kein Problem.

Macht die ganz locker, von der Kraft her.

Ich hab "nur" ständig diese Fadenprobleme.

 

Ich nähe Outdoortaschen aller Art damit. Von Walkie Talkie Tasche bis Rucksack. GB-Gürtel(4 lagig GB), hab ich alles schon gemacht.

Jeans- und Arbeitshosen, BW-Hosen kürzen, mach ich alle mit der Maschine.

Hab letztens erst bei 2mm Leder noch einen GB-Rand gemacht, die Maschine geht da durch.

 

Das mit dem Faden auf dem Foto paßt schon. Da hab ich davor am Faden rum gemacht, der war auf dem Foto nicht auf Spannung.

 

Aber dann war ich mit meiner Art der Fadenspannung gar nicht verkehrt, Anfangs(bevor ich hier gepostet hab). Umso dicker/schwerer der Stoff, desto stärker die Spannung(Oberfaden).

Share this post


Link to post
Share on other sites

@ det

 

Das mit dem Faden auf dem Foto paßt schon. Da hab ich davor am Faden rum gemacht, der war auf dem Foto nicht auf Spannung.

 

Ja das mit den unterschiedlichen Fäden habe ich auch schon bemerkt.

Mit dem einen geht es besser mit dem anderen schlechter.

 

Also ich bin eigentlich sehr begeistert von der 411er.

Aber ich denke ich komme für mein Vorhaben(Outdoortaschen aller Art) nicht um eine Industriemaschine herum.

 

Gruß

Ralf

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich wollte nicht damit sagen das die Singer so Material nicht schafft......ich würde es ihr nur auf Dauer nicht zumuten wollen wenn du sowas hauptsächlich vernähst.

Meine Frage bezüglich des BW-Stoffes war so gemeint ob die Maschine bei normalem Stoff einwandfrei näht oder auch Probleme macht.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Moin Ralf,

Aber ich denke ich komme für mein Vorhaben(Outdoortaschen aller Art) nicht um eine Industriemaschine herum.

Prototypen aus leichterem Material kannst du auf der Singer mal nähen, aber für die Taschen ist auf Dauer eine Maschine mit Nadel- oder Dreifachtransport bestimmt besser geeignet.

In München gibt es sogar mindestens zwei Händler für solche Industriemaschinen, vielleicht haben die etwas passendes für deine Ansprüche da.

Also eigentlich meine ich: Die haben bestimmt etwas passendes für deine Ansprüche da, aber ob die Preise auch zu deinem Geldbeutel passen ;)

 

Ich wollte nicht damit sagen das die Singer so Material nicht schafft......ich würde es ihr nur auf Dauer nicht zumuten wollen wenn du sowas hauptsächlich vernähst.
D'accord!

 

Gruß

Detlef

Edited by det
+] Zitat repariert

Share this post


Link to post
Share on other sites

@ lanora

ja, da gebe ich dir recht "wegen auf Dauer zumuten".

Da bist du auch nicht die erste, die mir das sagt.

Aber ich habe leider weder den nötigen Platz noch die finanziellen Mittel mich da zu verbessern.

 

Also bei dünneren Stoffen habe ich auf jedenfall weniger Probleme mit dem Faden.

 

@ det

Ja, die habe ich auch schon gefunden bei mir in München.

Finanziell für mich momentan nicht machbar.

Aber ich bleibe am Ball, weils mir eigentlich zu viel Spaß macht.

Share this post


Link to post
Share on other sites

So, mit etwas Verspätung mal wieder was von mir: generell habe ich absolut keine Bedenken, mit einer der alten Vollmetall-Singer Gurtband etc. zu vernähen - wenn die Pflege stimmt! Wenn sie richtig geölt ist, ist meine 631 vom Surren des Motors abgesehen fast lautlos. Metallisches Klicken heißt eher, da klemmt was...

 

Ich mute meiner Machine auch regelmäßig sowas zu - und Gurtband ist trotz seiner Dicke viel harmloser als Jeansstoff oder Korsettdrell. Kritisch wirds nur, wenn man dann auch noch mit einem extradicken Faden arbeiten will - 30er Garn z.B. geht zwar, aber zumindest bei meiner bitte nur beim Geradstich und rückwärts nach dem Motto "eile mit Weile"...

 

Bei Deinem Problem würde ich als erstes mal gucken, ob die Spannmechanik vom Oberfaden das tut, was sie soll. Am ehesten würde ich darauf tippen, daß die entweder verdreckt ist oder irgendwie hakt, z.b. weil der Stift klemmt, der beim Anheben des Presserfußes die Fadenspannung löst, oder sowas... Traust Du dir zu, das selber auseinanderzunehmen und wieder zusammenzubauen?

 

Edit: bei der 4xx gibt es laut Servicemanual eine Schraube (N2 im Bild), mit der man den gesamten Oberfadenspanner lösen und rausnehmen kann. Aufpassen, daß Dir nicht die Spannfeder aus ihrer Rastnase R2 springt, sonst mußt Du die Oberfadenspannung komplett neu justieren.

 

Beim Drücken auf den Pin H5 sollte sich die Fadenspannung lösen. Beim Loslassen muß sie sofort wieder anliegen, sonst ist da irgendwo verharztes Schmiermittel oder Dreck oder beides drin...

1876685216_Oberfadenspanner4xx.jpg.dfa45129749a06a9041f6e2f65547878.jpg

Edited by Golden Panoramic

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo zusammen,

 

hab mir jetzt auch grad mal ein paar Tage Zeit genommen um mir Gedanken zu machen wie ich damit weiter mache. Hab die Maschine 2 mal gereinigt und geölt und getestet und probiert. Wie verhext, geht gar nicht mehr. Schaffe keine 20cm am Stück. Deswegen stelle ich mein nähen der Outdoortaschen mit dieser Maschine ein.

 

@Golden Panoramic

Danke, für deine Tipps. Regelmäßig reinigen und ölen tu ich eigentlich schon, möchte sie ja noch ein Weilchen haben "die Gute". Nachdem ich aber ja dieses metallische Klickgeräusch habe, werde ich mich hüten den Oberfadenspanner runter zu nehmen.

Ich gebe sie mal lieber zur "Inspektion" und lass es vom Fachmann anschauen.

 

Und da ich dieses Fadenproblem eigentlich schon immer(bei den Outdoortaschen) habe. Überlege ich wie ich an eine Industrienähmaschine komme(finanziell,Platztechnisch,Transport).

 

Danke euch allen für eure Tipps und Zeit, die ihr euch dafür genommen habt.

Grüße

Share this post


Link to post
Share on other sites

Alles klar - dann drücke ich Dir die Daumen, daß Du an einen der (meines Erachtens wenigen) Leute kommst, die sich mit den alten Singer-Maschinen auskennen! Vielleicht kann Dir ja jemand hier im Forum diesbezüglich weiterhelfen.

 

Wenn die Maschine ordentlich eingestellt ist und nichts defekt ist, sollte sie aber definitiv auch mit Gurtband klarkommen.

Edited by Golden Panoramic

Share this post


Link to post
Share on other sites

Der Thread ist ja schon ein wenig älter, aber vielleicht für spätere Leser:

 

Singer hat irgendwann das Einfädelschema geändert und dabei den zusätzlichen Fadenabzieher bei entsprechenden Maschinen umgangen. Das Ding brachte wohl nichts bzw. war sogar kontraproduktiv. (Ich konnte dessen Theorie bisher auch nicht wirklich nachvollziehen.)

 

Der von der oberen Führung herunterkommende Faden wird dabei hinter dem "Haken" über der Fadenspannung, also zwischen Haken und Gehäuse wieder nach vorne, also vor dessen "Halteblech" und dann direkt weiter in und um die Fadenspannung geführt wie gehabt.

 

Ansonsten sind doch solche Loops ein Zeichen dafür, dass der Oberfaden entweder am Greifer hängenbleibt, während er eigentlich herumrutschen sollte - kein Wunder, dass sich dann weitere Loops dazugesellen, quasi ein Auffahrunfall...

 

Oft stimmt da der Durchschlupf des Fadens irgendwo nicht (zu eng), aber ich hab da schon Spulenkapseln und Teile in den Mechanismen gesehen, die ziemlich schartig waren. In einfacheren Fällen war nur die Stichplatte am Nadeldurchgang zerhauen oder halt das Nähgut stellte dem Wiederhochziehen der Schlaufe zuviel Widerstand entgegen - deshalb ja die höhere Fadenspannung für dickeres Nähgut.

 

Alle negativen Einflüsse addieren sich natürlich und da mag ein Knötchen im Faden oder ein Durchstechen einer Faser (anstelle Vorbeistechens) oder auch nur eine kurze Temposteigerung, ja ein Ruckeln der Oberfadenspule oder ein "Durchhängen" des Fadens dadurch den Rest geben (minimale Änderung der Fadenspannung). Der Ablauf eines Stiches ist ja ein ziemlich dynamischer Vorgang...

 

Wegen großer Loops und offensichtlichen "Auffahrunfällen" würde ich allerdings den Weg des Fadens um Greifer, Spulenkapsel und Unterfadenspule mal ganz genau auf alle eventuellen Rauhigkeiten und Hakeligkeiten inspizieren. Die Größe der Schlaufen kann da evtl. schon Hinweise geben.

 

Und dann fällt mir zu den alten Singers noch ein, weil gerade gestern im Nähtreff überrascht gesehen: Singer hat tatsächlich mal Nadeln gehabt, die diese Hohlkehle am Öhr nicht hatten. Mal vom Treffen auf solche sogar noch originalverpackte alte Nadeln im Zubehör einer alten Maschine abgesehen, könnten ja Maschinen noch auf diese Nadeln justiert sein. Das würde allerdings zu anderen Effekten führen können, nicht gerade zu Loops bei dickem Stoff... (also nur der Vollständigkeit halber erwähnt).

 

Noch ein P.S.:

 

Wir haben uns im Projekt Konenständer gebastelt. Mit denen lässt sich oft tatsächlich schneller und besser nähen bei Maschinen, bei denen die Spulen an der Maschine noch senkrecht stehen und beim Fadenabzug rotiert werden. Aber ansonsten kommt es m. E. mehr darauf an, was alles den Fadenrückzug zwischen vorheriger Verschlingung und Fadenspannung ungewollt behindert.

 

Man muss sich sozusagen in den Faden hineinversetzen, von der letzten Verschlingung im Stoff über den Weg um den Greifermechanismus zurück durchs Nadelöhr und die Rinnen in der Nadel, die Stichplatte, das Loch im Stoff bis zum Zughebel und zur Fadenspannung. Ganz schön schrubbelig...

Edited by Technikus

Share this post


Link to post
Share on other sites

Diese zusätzlichen Abzugshebel machen schon Sinn, aber es ist natürlich umständlicher und teurer in der Produktion.

 

Die Nadeln ohne Hohlkehle sind schon vor ein paar Wochen von moderneren mit Hohlkehle abgelöst worden ... :cool::rolleyes::p

Share this post


Link to post
Share on other sites

@Technikus: da hast Du Dich scheinbar dem Thema "Nähmaschine aus derselben Richtung genähert wie ich :D - bei mir hat die Sache auch so angefangen, daß ich eines schönen Tages eine alte Pfaff auf dem Tisch stehen hatte, mit den Worten: "kannste nicht mal gucken - die geht nicht mehr richtig...?"

 

Nadel ohne Hohlkehle waren zumindest bis zu 6xxG der Stand der Dinge. Die neueren Nadeln sorgen aber höchstens dafür, daß Stiche ausgelassen werden, weil der Abstand zwischen Nadel und Greifer zu groß wird. So ein Exemplar hatte ich hier auch mal - bei dem waren die Toleranzen so unglücklich, daß ich die Öffnung im Greifer für die Nadel ausschleifen mußte, um das in den Griff zu kriegen...

 

Schlaufenbildende Scharten sind mir bei den Singer mit liegendem Umlaufgreifer bisher noch nicht untergekommen - entweder es war irgendwas durch äußere Einflüsse wirklich demoliert, dann ist der Faden da glatt gerissen, oder es war alles okay, dann hat der Faden wenn überhaupt auf lange Sicht die Oberflächengüte durch Polieren noch verbessert. Aber wer weiß? Theoretisch möglich ist es jedenfalls.

 

Aber rechts neben dem Spulenträger ist bei den 600ern (und fast sicher auch den 400ern) ein Federblech, das den Spulenträger in Position hält. Zwischen dem Blech und dem Spulenträger muß der Faden durch. Wenn nun irgendein Depp gedacht hat, der Spulenträger sei zu locker und das auf Kontakt eingestellt hat... ja, dann kann es eventuell Schlaufen geben, falls nicht gleich der Faden reißt. Das würde ich aber erst nach Prüfung der Mechanik des Oberfadenspanners angucken - wenn die defekt oder verharzt ist, gibt es nämlich auf jeden Fall Schlaufen...

 

Leider ist das alles recht akademisch, weil die fragliche Maschine ja bei einem Servicetechniker gelandet ist. Hoffen wir, daß der entgegen meiner Befürchtungen und negativen Erfahrungen die diversen Spezialitäten der alten Singer noch kennt...

Share this post


Link to post
Share on other sites
Diese zusätzlichen Abzugshebel machen schon Sinn, aber es ist natürlich umständlicher und teurer in der Produktion.

 

Die Empfehlung, am zusätzlichen Abzieher vorbei einzufädeln, kam aber von Singer in diversen Zusammenhängen selbst (lt. zwei US Websites). Einen Versuch wäre es doch wert. Ist ja kein Umbau und keine Dejustage der Maschine, die bei Misserfolg wieder rückgängig zu machen wären...

 

Die Nadeln ohne Hohlkehle sind schon vor ein paar Wochen von moderneren mit Hohlkehle abgelöst worden ... :cool::rolleyes::p

 

Deshalb hab ich mich so gewundert, wo die wohl herkam. Wahrscheinlich aus dem Zubehörfach einer gespendeten 677G. Ist neben den unsäglichen Nadeln mit Kennzeichen "Butterfly" gleich in die Kuriositätenschachtel gewandert und jetzt muss ich alle alten Singer-Nadeln checken.

Share this post


Link to post
Share on other sites

@ Golden Panoramic:

 

Bei mir war's das Repair Café, eine 700er, die weggeschmissen werden sollte und besagte 677G als Spende für ein Integrationsprojekt, was die nicht ganz unproblematischen Singers und andere Maschinen angeht. So langsam werde ich zum "Maschinenwart"...

 

Mir ist klar, dass ein vergrößerter Greiferabstand eine andere Wirkung hat, schrieb ich ja auch. Aber die 401, 411 und 432 stammen aus einer Zeit, bei der noch einiges anders war: Schwere Holzspulen, kein Polyestergarn, fehlende Hohlkehle, andere Stoffe... Bzw. sie befanden sich im Übergang.

 

Ein fadenklemmender Greifer taucht überall mal auf, wo ein Flachmann herumgeschraubt hat, um Fadenwust zu entfernen oder ein Klappern zu beseitigen, stimmt. Aber meist führt das schneller zur Blockade. Bei Singers kann angeblich die Greiferspitze durch aufschlagende Nadeln (eher wohl Nadelreste nach ungewollter Amputation) beschädigt werden. Bei den Apollokapseln aus Plastik hatte ich schon kleine rauhe Ausbrüche an der Unterseite, und das Irreführendste waren einfach falsche, miese oder gealterte Plastikspulen, die aber reinpassten...

 

Das Akademische hat durchaus seinen Sinn für Menschen, die später kommen oder "Quereinsteiger" wie uns. Nichts ärgert mich mehr als Threads, die zu viele Fragen unbeantwortet lassen, aber die Suchergebnisse überschwemmen.

Share this post


Link to post
Share on other sites
Die Empfehlung, am zusätzlichen Abzieher vorbei einzufädeln, kam aber von Singer in diversen Zusammenhängen selbst (lt. zwei US Websites).

 

Die Erkenntnis, daß sie nicht wissen, wie sie ihre Maschinen nach Lehre einstellen, kam auch von Singer, wenn auch nur telefonisch ... ;)

Share this post


Link to post
Share on other sites

Zum "alternate threading guide" schreibt Barbara von OldSewinGear:

Thread control was so underwhelming that Singer went so far as to distribute an alternate threading guide for the 500 that bypasses the thread control. This threading chart was included in the "Knit Kit" that Singer produced for sewing double-knit fabrics.

 

I've experimented with both threading methods and I prefer to bypass the thread control because it's faster. And the stitches look just as good without it.

 

So there you have it...thread control. No, it didn't revolutionize sewing machine technology, but it's still a cool feature that sets the Rocketeer apart.

 

Ich fände es ("akademisch") höchstens noch interessant, ob dieses mehr gefakte Fadenvorziehen auch automatisch an den Stich (Länge/Breite) angepasst wird. Ansonsten habe ich meine Lust auf Singer an einer 700er "Touch & Sew" mehr als abgearbeitet (meines Erachtens ein viel zu empfindliches Gadget) und habe mir wegen des Kettenstiches (eigentlich nur deshalb) lieber eine einfache 600er mit nur ein paar zusätzlichen Nutzstichen zugelegt. Sie war halt in der Nähe billig zu kriegen und vollständig.

 

Momentan befriedige ich meine Neugierde an zwei Pfaff 362 automatic und muss m. E. warnen: Da wird von "unbewusst aus Unkenntnis geschönt" bis "mit profunder Unkenntnis zusammengepfriemelt und bewusst besch..." alles geboten. Je teurer, desto schlimmer. Lieber bei einem Nähmaschinentechniker mit Garantie fast das Doppelte zahlen, wenn's nicht ums Verstehen als Hobby geht, sondern ums Nutzen.

 

Keine der alten Haushaltsmaschinen näht Sperrholz und Seidenpapier, auch wenn sie so aussehen mögen...

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich fände es ("akademisch") höchstens noch interessant, ob dieses mehr gefakte Fadenvorziehen auch automatisch an den Stich (Länge/Breite) angepasst wird.

 

Sicherlich nicht, da es AFAIR über den Fadenhebelantrieb gereglt wurde.

 

Das große Problem bei diesen ganzen Singermaschinen von damals ist die korrekte Einstellung der Maschine. Die liegt oft an etlichen Stellen neben dem, was die Einstellanleitung und der Frickelöres in der Produktion sich so vorstellte und ablieferte.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now

×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue.