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Stefstef

Anlasser hat geraucht

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Hallo,

Ich habe heute eine Singer aus dem Dornröschenschlaf geholt und nach zehn Minuten lief die Maschine von alleine los und der Anlasser qualmte vor sich hin. Nun glaubte ich, einen deutlich verschmoren Kondensator im Anlasser vorzufinden, aber der sieht äußerlich ganz normal aus. Könnte auch ein anders Bauteil gequalmt haben?

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Ich würde zunächst einfach den Kondensator ausbauen, mit dem Multimeter das Pedal durchmessen und dann probieren, ob es wieder funktioniert.

 

Gruß

Detlef

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In diesen Anlassern ist nur der Kondensator drin und das Paket aus Kohlewiderstandsplättchen in der Keramikhülse, mit denen der Regelwiderstand realisiert wurde, sowie bei manchen Anlassern (mit einem Umschalter für zwei Geschwindigkeiten) noch ein Vorwiderstand. Die Diagnose ist nicht einfach so zu stellen - ao ziemlich alles da drin kann rauchen, wobei man es dem Kondensator aber normalerweise ansehen sollte...

 

Falls das Widerstandspaket so heiß wird, daß es qualmt, solltest Du unbedingt gucken (lassen), ob der Motor in einer Wicklung einen Kurzschluß hat, z. B. indem die aufgenommene Leistung (bzw. der Strom) geprüft wird. Keinesfalls einfach weiter laufen lassen!

Falls der Motor okay ist, kann man vorsichtig die Maschine laufen lassen und gucken, ob es besser wird - im günstigsten Fall ist es einfach nur Feuchtigkeit.

 

Achtung: den Anlasser niemals in offenem Zustand mit dem Netz verbinden. Die ganzen Bleche da drin können Netzspannung führen!

Edited by Golden Panoramic

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Auffällig ist ja, dass die Maschine gleichzeitig mit der Rauchentwickung im Anlasser auch zu laufen anfing, ohne dass man Gas gibt. Nach allem, was ich hier gelesen habe, ist dies ein Zeichen für einen defekten Kondensator.

Könnte es nun sein, dass der Kondensator noch in Ordnung ist, aber der Regelwiderstand es nicht ist, so dass die Maschine los läuft?

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Ich bin ja immer mehr fürs praktische und ausprobieren :rolleyes:

daher nimm den Kondensator raus und schau was passiert.

sie sollte dann nicht laufen und dann war es der Kondensator. Punkt.

andernfalls hast du ein grösseres Problem, das im Motor oder ... liegen kann wie "Golden Panoramic" ja bereits angedeutet hat.

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Du machst definitiv nichts falsch, wenn Du die Kondensatoren (aber nicht nur den im Pedal, sondern auch den im Motor!) wechselst.

Wenn das Problem dann weg ist: Glück gehabt :)

Wenn aber nicht: Sofort aus, wenn irgendwas heiß wird, stinkt oder losläuft. Um das ggf. schnell zu erkennen, vor dem Test die Handradkupplung lösen!

Edited by Golden Panoramic

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Hallo Stefstef

Mir passierte vor 2 Wochen genau dasselbe. Alte Singer aufgeweckt. Losgerattert u gequalmt. Neuer Kondensator/ mit Montage 25 €.

Das Maschinchen näht wieder.

Angelika

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So, der Kondensator ist raus. Er stinkt immer noch und hat einen Riss auf der Rückseite. Er wird wohl doch der Übeltäter sein. Ich werde jetzt auf jeden Fall einen neuen besorgen.

@ fengshui

Ich denke, die Maschine würde auch ohne diesen Kondensator laufen. Er ist für das "Gasgeben" nicht zuständig. Er soll halt nur die Welt vor "bösen" Funkstörungen schützen.

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Ich denke, die Maschine würde auch ohne diesen Kondensator laufen. Er ist für das "Gasgeben" nicht zuständig. Er soll halt nur die Welt vor "bösen" Funkstörungen schützen.

 

Funktionsrelevant sind die Entstörkondensatoren für die Nähmaschine erst mal nicht, richtig.

 

Der Entstörkondensator schützt nicht nur vor Funkstörungen, sondern soll auch sowohl "die Welt" (zu der auch Deine Elektronikgeräte gehören) vor Spannungsspitzen aus Deiner Maschine, die sonst in die Stromleitung kommen und umgekehrt Deine Maschine vor Spannungsspitzen aus dem Netz schützen. Erinner Dich dran, wenn Die das nächste Mal das Ladegerät vom Handy mit einem leisen "Bratz" plötzlich den Dienst quittiert, während Du (oder je nach im Haus vorhandener Verkabelung der Nachbar, der genauso denkt wie Du) einen Unterfaden aufspulst...

Edited by Golden Panoramic

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@all.

Sagt mal , sollte sich die Hauptsicherung dann (bei Spannungsspitzen ) nicht von alleine ausschalte um andere Geräte zu schützen ? Ich meine die. Sicherung im Haus/Wohnung.

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@all.

Sagt mal , sollte sich die Hauptsicherung dann (bei Spannungsspitzen ) nicht von alleine ausschalte um andere Geräte zu schützen ? Ich meine die. Sicherung im Haus/Wohnung.

 

Du mißverstehst den Begriff "Spannungsspitze" und die Funktion der Geräte in Deinem Sicherungskasten. Ein Leitungsschutzschalter ("Sicherungsautomat") schaltet erst ab einem gewissen Überstrom, und zwar auf vier Weisen:

 

  • thermische Sicherung: wird der Nennstrom nur geringfügig überschritten, wartet der Schalter erst bis zu einer Stunde, bis er abschaltet
  • erst ab ca. dem 3...5fachen Nennstrom (also beim üblichen 16A-Automaten ab 48A, das entspricht grob dem Stromverbrauch eines Geräts mit über 10kW Leistung!) geht der Automat sofort los, wobei "sofort" eine Zeitspanne von bestenfalls 0,01s meint Es kann auch das zehnfache oder mehr sein, das hängt von der Höhe der Spannung und der Qualität der Sicherung ab.
  • wenn der Schutzleiter Spannung führt, weil z.B. das Metallgehäuse eines Gerätes im Fehlerfall unter Spannung gesetzt wird, wird der Automat auch sofort ausgelöst. Deswegen haben Geräte mit einem richtigen Metallgehäuse immer einen Schukostecker mit silbernen Kontaktstreifen oben und unten, wenn sie nicht anderweitig abgesichert sind. (bei Nähmaschinen z.B. ist der Motor zusätzlich gekapselt, oder der Fußschalter ist das einzige Netzspannung führende Teil)
  • Bei Fehlerstrom (zusammen mit dem FI-Schutzschalter, falls vorhanden): wenn die Differenz zwischen "rein" und "raus" vereinfacht gesagt zu groß ist, geht der Automat ebenfalls sofort los.

 

Eine kurze Überspannung dagegen interessiert den Automat nicht im mindesten. Ein Elektronikgerät ist dagegen im ungünstigsten Fall schon platt, wenn es im Millisekundenbereich eine zu hohe Spannung abkriegt.

Kurz: die Haussicherung schützt die Kabel vor Überlastung und Dich vor einem größeren (und damit ggf. tödlichen) Stromschlag. Deine Geräte vor Überspannung schützt sie nicht.

Edited by Golden Panoramic

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ich kann deiner Ausführung leider nicht ganz folgen - ist aber auch egal, wenn du dein maschinchen wieder hast ans laufen bekommen :)

 

nach zehn Minuten lief die Maschine von alleine los

@ fengshui

- Ich denke, die Maschine würde auch ohne diesen Kondensator laufen. - JEP hast du ja gemerkt :rolleyes: ( Kondensator defekt, Maschine läuft von allein, ohne Kondensator läuft sie selbstverständlich auch, aber du musst schon treten und gas geben :D )

- Er ist für das "Gasgeben" nicht zuständig. - DA wäre ich mir jetzt nicht mehr ganz so sicher wie DU ;)

- Er soll halt nur die Welt vor "bösen" Funkstörungen schützen. - klar, deshalb kommt ja auch schnellstmöglich ein neuer rein :hug:

das rausnehmen sollte DIR ja nur kurzfristig Klarheit verschaffen, ob´s den Kondensator gerissen hat

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Hallo!

Golden Panoramic, wenn ich mir so eine Überspannungs-Schutz- Steckerleiste wie man sie auch für PCs verwendet vor die Nähmaschinen klemme sollte das Problem aber auch eingedämmt sein, oder verstehe ich da was falsch? Die sollten doch genau den Zweck erfüllen?

Liebe Grüße!

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Hallo!

Golden Panoramic, wenn ich mir so eine Überspannungs-Schutz- Steckerleiste wie man sie auch für PCs verwendet vor die Nähmaschinen klemme sollte das Problem aber auch eingedämmt sein, oder verstehe ich da was falsch? Die sollten doch genau den Zweck erfüllen?

Liebe Grüße!

 

Wieder falsch, wenngleich nicht so falsch wie die Haussicherung :)

 

Eine Überspannungsschutzleiste enthält im wesentlichen eine Art Funkenstrecke, die deutliche Spannungsspitzen (z.B. durch Blitzeinschlag) abfängt, indem sie sich selber opfert. Sinnvoll bei teuren Geräten sind die Dinger allemal, aber gegen die kleineren Spitzen, gegen die der Entstörkondensator hilft, nutzen die nur bedingt; sie ergänzen den Schutz vielmehr nach oben hin

 

Davon abgesehen kostet der Kondensator bei Conrad irgendwas um die 10 Cent. Dafür eine Überspannungsschutzleiste zu kriegen dürfte schwer sein :)

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